Frage von Schischa3, 9

Gibt es auch Autoren, die nicht gut schreiben können und viele Fehler bei der Rechtschreibung machen?

Die Autoren lassen sich ihre Bücher korrigieren. Ich frage mich, ob man auch mit schlechter Rechtschreibung Autor werden kann, wenn der Textinhalt gut ist. Oder muss man in Deutsch sehr begabt sein? Den Text wird dann von anderen umgeändert und verbessert und deshalb macht es vielleicht nichts, wenn Mann einige Fehler macht.

Expertenantwort
von adabei, Community-Experte für deutsch, 7

Natürlich haben Autoren einen Lektor, der vielleicht ein paar kleine Flüchtigkeitsfehler verbessert.
Grundsätzlich kann sich aber niemand ernsthaft "Autor" nennen, der nicht perfekt mit seiner Muttersprache umgehen kann.
Ich habe schon ein paar wenige "Machwerke" von Hobby-Autoren gelesen (eines von einem Kollegen) und konnte das "Werk" einfach nicht zu Ende lesen. Wer mit der Sprache nicht umgehen kann, ist kein Autor.
Zumindest mit Ausdruck und Grammatik muss ein Autor zu 100% umgehen können. Das sind die Grundvoraussetzungen. Erst dann kommt die Kreativität.

Antwort
von BeaBeautiful, 8

Hallo!

In den meisten Fällen wird auf das Gesamtpaket geachtet. Klar, der Kern bzw die Geschichte und der Inhalt ist am wichtigsten, aber meistens ist es dennoch von Bedeutung, dass ein Korrektor (der die Rechtschreibung korrigiert) nicht beinahe alles verbessern muss.

Mit anderen Worten: Der Text sollte lesbar sein und aufweisen, dass er auf Deutsch (o. ander Sprache) geschrieben worden ist. Einige Fehler sind sicher erlaubt und in Ordnung, aber es sollten dennoch einige grundlegenden Deutschkenntnisse beherrscht sein wie Satzbau und Grammatik, sodass es ein verständnisvoller und guter Text bzw gutes Buch wird.

ich hoffe ich konnte dir helfen!

LG und schönes Wochenende,

@BeaBeautiful

Antwort
von Deponentiavogel, 4

Gute Autoren haben viel gelesen. Wer viel liest, hat eine gute Rechtschreibung.

Rechtschreibkünste korrelieren also immer mit Schreibkünsten.

Kommentar von Schischa3 ,

Ich (16) lese etwa 8 Bücher im Jahr und das auf Italienisch, Spanisch, Deutsch, Englisch und Französisch. Ich bin wirklich nicht perfekt, wenn ich schreibe.
Wenn ich ein Mal Autorin werden möchte, dann müsste ich definitiv mehr lesen. Ich müsste auch Bücher analysieren und vergleichen. Aber muss ich meine Rechtschreibung extra noch trainieren, wenn ich später auch nur durchschnittlich bis gut darin bin?

Kommentar von Deponentiavogel ,

Es ist so, dass Rechtschreibung dann trainiert wird, wenn man viel im gängigen Rechtschreibsystem liest (und dann auch schreibt).

Klarerweise gibt es dann immer noch Unterschiede zwischen den einzelnen Belesenen, und es müssen auch nicht alle gleich gut sein. 

Aber grundsätzlich gilt, dass man an der Rechtschreibung sehr schnell erkennen kann, ob jemand viel liest oder nicht. Und wenn man viel liest, dann ist das ein guter Ausgangspunkt dafür, ein guter Autor zu sein.

Kommentar von MarkusPK ,

Völliger Schwachsinn. Ein Mensch mit einer Rechtschreibschwäche kann auch sehr belesen sein. Deine Aussage impliziert, dass alle Legastheniker nur zu faul wären, zu lesen und deshalb Schwierigkeiten beim schreiben haben. Das ist aber völlig falsch.

Kommentar von Deponentiavogel ,

Muss man das extra erwähnen? Ist doch logisch, dass das im Einzelfall anders sein kann – vor allem bei einer Rechtschreibschwäche, wofür man ja wirklich nichts kann.

Antwort
von nnblm1, 8

Rechtschreibung ist ja eigentlich kein Problem mehr, da hilft ja schon das Korrekturprogramm der jeweiligen Software, mit der man schreibt.

Autoren müssen neben dem Inhalt den Ausdruck beherrschen. Das ist wesentlich wichtiger als korrekte Rechtschreibung oder Interpunktion.

Kommentar von lupoklick ,

Korrekturprogramme sind ---  mit Verlaub --- UNFUG !!!

--- nützlich wie Stützräder am Kinderfahrrad

Kommentar von MarkusPK ,

Genau so ist es. Die meisten erkennen nämlich keine Satzbezüge. Und natürlich achten sie nicht auf Ausdruck und Stil.

Kommentar von nnblm1 ,

Dass Ausdruck wichtig ist, hab ich eh geschrieben.

Und Korrekturprogramme erkennen nicht alles, ja, aber rein was die Rechtschreibung angeht, geht da schon sehr viel.

Kommentar von nnblm1 ,

Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass ein Kind einfach einen derart schlechten Gleichgewichtssinn hat, dass es nie ohne Stützräder radfahren lernen wird, dann sind die Stützräder eben doch sinnvoll.

Analog dazu der Legastheniker. Vielleicht hat der einen super Ausdruck und kann grammatikalisch korrekt formulieren - dann ist doch das Stützrad Rechtschreibkorrektur sinnvoll - oder?

Antwort
von AnnJabusch, 3

Vertipper sind nicht schlimm, aber man sollte zumindest die Funktion der Wörter kennen und vor allem wie und wodurch Sprache wirkt.

Antwort
von kiniro, 5

Für die Rechtschreibung gibt es ja Korrektoren.

Wenn noch am Inhalt gefeilt werden soll, ist das eine Aufgabe für einen Lektor.

Allerdings sollten wenigstens die Grundkenntnisse der deutschen Sprache vorhanden sein, finde ich.

Antwort
von RLandolt, 3

«Thomas Mann hat die Rechtschreibung, wie aus Tagebüchern ersichtlich, keineswegs beherrscht.» Marcel Reich-Ranicki, «Der Spiegel», 14. 10. 1996 ;-)

Antwort
von grisu2101, 5

Ja gibt es. Dafür ist dann das Lektorat zuständig, das auszubügeln.

Antwort
von lupoklick, 6

Es gibt Autoren, die NICHT schreiben,

sondern irgendwelchen "Ghostwritern" ihre Geschichten erzählen...

.

Wenn DU schon mit der Sprache nichts am Hut hast ("Mann"), dann vergiß das Thema....

Kommentar von Schischa3 ,

Das (Mann) ist wahrscheinlich eine automatische Korrektur von meinem Handy, die ich nicht gesehen habe. Bei den letzten 3 Grammatikprüfungen war ich Klassenbeste, also bin ich nicht 100% miserabel. Wenn ich aber schreibe, dann mache ich leider manchmal Fehler. Mit z.B. Genitiv, Dativ und Kommas habe ich oft Mühe. Als ich klein war, kam ich mit der, die und das nicht draus.

Ich interessiere mich eher für Sachliche Inhalte oder kleinere Bücher, anstatt solche Romane mit 700 Seiten.
Die Menschen machen nicht genau das, was ich möchte. Deshalb möchte ich so viel wie möglich alleine machen und die anderen korrigieren am Ende. Ich würde es nicht aushalten, wenn der andere für mich alles schreibt. Bei Gruppenarbeiten möchte ich auch am liebsten alles selbst machen und die anderen nur als kleine Hilfe bei den Sachen, die ich nicht gut kann benützen.

Kommentar von nnblm1 ,

Im Bereich Teamwork hast du noch einiges zu lernen.

Antwort
von syncopcgda, 3

Also, der Satzbau und die Grammatik sollten schon einigermaßen stimmen, Rechtschreibfehler sind nicht wichtig. Die Lektoren machen den letzten Schliff.

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