Gibt es ADHS wirklich?

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25 Antworten

Ich habe ADHS und bin der Meinung das es Real ist aber nicht so wie immer alle sagen. 

Ich sehe es nicht als Krankheit sondern als eine Begabung die in der Leistungsgesellschaft zur Behinderung wird. Da es mittlerweile bekannt ist das 80% der ADHS Diagnosen Fehldiagnosen sind ist klar das schnell ein falsches bzw völlig unklares Bild von ADHS Patienten entsteht. 

Ohne Namen zu nennen will ich mal kurz Zusammenfasse was ich als ADHS'ler empfinde bzw erlebe: Schon als Kind war ich schlicht und ergreifend anders als die anderen. Ich habe mehr und intensiver Taggeträumt, war sehr aktiv (Konnte nicht sitzen musste immer was tun) und war emotional auch anders bestückt. 

Als andere Kinder bessere Noten schrieben als ich und auch ihre Freizeit anders gestaltet haben, habe ich davon geträumt Buchautor zu sein. Schon als Kind schrieb ich Kurzgeschichten. Dann habe ich geträumt der nächste Bruce Lee zu werden, also habe ich angefangen Kampfsport zu betreiben und habe auch das nach einer Weile aufgegeben da es mir keinen Spaß mehr machte. Es ist sehr schwer zu beschreiben was für ein Kind ich war, da ich so viele verschiedene Persönlichkeiten habe die sich nach und nach entwickelten. Ich ging damals schon in eine Art "Psychologische Studie" an der ich auch Freiwillig mitgemacht habe. Und die haben aufgezeichnet wie ich als Kind war und dann noch mal mit 12 und 18 Jahren. Das Ergebnis war: Jedesmal war ich anders. Ich weiß nicht wie stark du mit den Farbskalas vertraut sind, aber bei mir war das so das ich alle Farben auf einer Ungefähr gleichen ebene hatte und nur eine jeweils stark ausgeprägt war (Was extrem unüblich ist bei ADHS Menschen aber öfter vorkommt als bei "Normalen"

Wenn ich heute meine Person beschreiben müsste: Im Alltag, sprich im Büro als Verwalter, bin ich eine Absolute Null. Fast schon ein Nichtsnutz. Laut Experten sollte ich jetzt Medikamente nehmen damit das geht. Aber das will ich gar nicht. Weil:

Ich in meiner Freizeit unglaublich effizient und hart an meinen Zielen arbeite. Ich erlebe oft so etwas wie eine Zone wenn ich an etwas arbeite was mir Spaß macht. Dann könnte ich die ganze Nacht durcharbeiten und würde nicht mal merken das ich müde bin. Meine Gedanken sind so sprunghaft aber auch gleichzeitig Tief das ich immer den überblick darüber habe was ich gerade kreiere und was ich noch machen muss (Ich versuche mich gerade als Filmmacher bzw Photodesigner Selbstständig zu machen).

Im großen und granzen bin ich froh das ich ADHS habe. Bis ich dies allerdings verstanden habe sind Jahre vergangen. ADHS ist nur schlimm wenn man sich einredet das es das ist. 

PS: Das war alles in eigenen Worten beschrieben. Wissenschaftlich gesehen geht bei mir und bei anderen ADHS'lern viel viel mehr im Kopf ab. 

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Kommentar von GehOrgel
23.09.2016, 15:53

Ich kann Dir nur sagen, große Geister sind immer anders! Denke an Aristoteles, Lilienthal, Luther und viele andere.

Zu Deinem Arbeitsplatz: Ganz klar, interessiert Dich nur, weil Du da Gelb bekommst. Behalte Dein Ziel im Auge und Du wirst glücklich! 

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Ich denke, beides ist richtig.

Bei vielen Kindern, die einfach nur lebhaft sind oder unterfordert, wird ADHS festgestellt und statt sich einfach mit ihnen zu beschäftigen, werden sie auch Medis gesetzt. Hinzu kommt der gewaltige Druck, der kleinen Kindern heute bereits gemacht wird..

Dennoch gibt es ADHS wirklich.Das hat dann aber nichts mehr mit lebhaft oder temperamentvoll zu tun.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-01/adhs-behandlung-psychologe-johannes-streif

Ich kenne auch Erwachsene, die ADHS haben, die sind nicht einfach nur temperamentvoll...

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Die Frage ist im Prinzip falsch gestellt. Alle Krankheiten werden weltweit klassifiziert (siehe ICD-10)- sowohl die physischen, wie auch die psychischen. Bei vielen körperlichen Krankheiten ist es natürlich einfacher eine eindeutige Diagnose zu erstellen wie bei psychischen Erkrankungen. Dennoch wurden auch für die (vermeintliche) Erkrankung ADHS Diagnosekriterien festgelegt - somit gibt es offiziell diese Erkrankung bei Vorliegen eben dieser Kriterien. Man könnte natürlich z.B. fragen, ob die Diagnosekriterien sinvoll, ausreichend oder was auch immer sind. Und hier habe ich auch durchaus meine Zweifel. Zum einen glaube ich, dass zu viele Kinder in die ADHS-Schiene gesteckt werden, zum anderen sind insbesondere unsere Schulen nicht ausreichend auf Kinder eingestellt, die von der Norm abweichen. Hier würde ich mir insbesondere eben von den Schulen wünschen, dass auch "aktivere" Kinder besser in den Schulalltag integriert werden. Nichts desto trotz gibt es auch Kinder die natürlich extrem auffällig sind, da ist es schon gut, dass es auch entsprechende Therapien gibt- die sich aus meiner Sicht aber nur als allerletztes Mittel (wenn überhaupt) auf Medikamente stützen sollten.


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Ob es ADHS gibt oder nicht, ist keine Glaubensfrage. Es hängt auch nicht davon ab, welche persönliche Meinung man dazu hat.

Menschen die ADHS nicht haben, besitzen einen Luxus, den sich ADHS-Patienten nicht leisten können. Sie können einfach behaupten, ohne einen Nachweis zu erbringen.

Das es ADHS gibt, sehe ich jeden Tag. Und was ADHS genau ist, wird hier schön beschrieben: https://adhs-zentrum.de/ADHS/ADHS_Was_ist_das.php

Ich weiß aber auch, das wir als Patienten, oder wir als Eltern, uns und unsere Kinder immer verteidigen und rechtfertigen müssen. Darum erzählen wir das auch nicht herum. Was keiner weiß, kann keiner angreifen. Das führt zwar dazu, das ADHS wie Bettnässen ein Tabuthema wird, aber wenn unsere Gesellschaft das so will, dann nehme ich das hin.

Ich rede mir da nicht mehr den Mund fusselig.

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Und woher hat diese Frau diese Meinung? Ich denke bei solchen Diskussionen sollte man auf fundiertes Wissen zurück greifen. Es zu verharmlosen, ein Bauchgefühl als Meinung und nachplappern von Theorien bringt keinen weiter. 

Ich kenne ein paar Kinder mit der Diagnose ADHS und finde es schön, dass man in der Schule z.B. auch speziell darauf eingeht und sie nicht hinten runter fallen. Ob die Diagnose wirklich gerechtfertigt ist kann ich nicht bewerten, weil ich kein Mediziner bin. Das wäre schon vermessen. 

Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Kind betroffen sein könnte bespricht das mit dem Kinderarzt. Es gibt Möglichkeiten das zu testen. Viel wichtiger ist die Entscheidung, ob man z.B. Medikamente gibt. Da sollte man es schon erstmal ohne Probieren, was aber auch so praktiziert wird

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Ich habe einen Bekannten, bei dem wurde erst so kurz vor dem 40. Geburtstag ADHS diagnostiziert. Seither bekommt er passende Medikamente und kann - endlich  - ein normales Leben führen. 

Tatsächlich ist bei den Diagnosen einfach das große Problem, dass viele Ärzte hundsmiserabel ausgebildet sind. Und lieber eine von Eltern gewünschte Diagnose stellen als ihre Kunden zu verlieren. 

Gerade die Schlampigkeit deutscher Kinderärzte hat die Kassenärztliche Vereinigung Bund in den letzten Jahren immer wieder dazu genötigt, ihre Kollegen öffentlich abzumahnen, denn die so entstehenden Schäden sind sehr langfristig und teuer für die Gesellschaft, bis tödlich. 

Leider interessiert sich nur ein Bruchteil unserer Gesellschaft für die oft skandalösen Zustände in deutschen Arztpraxen. Und so lange hier keine Mehrheit lautstark Politik auffordert, für angemessene Veränderung zu sorgen - die durchaus seit Jahrzehnten bekannt ist - wird sich daran auch Nichts ändern. 

Menschliche Schlamperei ändert aber Nichts an der Tatsache, dass es diese Erkrankung gibt. 

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Kommentar von GehOrgel
23.09.2016, 16:25

Kleine Nachfrage:

Weisst Du zufällig, was sie dem 40-jährigen Patienten gesagt haben, wie lange er die Pillen nehmen soll? Bis zum Lebensende- oder hat der Herr Doktor nichts gesagt?

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Ja, es gibt ADHS tatsaechlich, und es gibt auch Faelle, in denen sehr lebhafte Kinder als hyperaktiv abgestempelt werden, weil es fuer die Lehrer bequemer ist, wenn sie mit Retalin ruhig gestellt werden.

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Menschen, die physischem und psychischem Stress (z.B. durch Leistungsdruck oder Überforderung in der Schule - auch schwierige Verhältnisse in der Familie) ausgesetzt sind, haben einen erhöhten Magnesiumbedarf und sind aus diesem Grund nicht selten von von einem Magnesiummangel betroffen. Sowohl im Wachstum befindliche Kinder als auch Schwangere können von einer Unterversorgung speziell betroffen sein. Daher ist es überhaupt kein Wunder wenn hinter der ADHS-Symptomatik einfach nur ein simpler Magnesiummangel steckt. Genaueres dazu sowie die Symptome findest Du hier.

http://www.dr-neidert.de/index.php/biomed/304-magnesiummangel-symptome-und-ursachen


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Kommentar von BellAnna89
23.09.2016, 12:35

Und du hältst alle Ärzte für so dämlich, diesen Mangel zu übersehen? Wer Ritalin verschrieben bekommt, hat vorher Blut abgenommen bekommen, um genau solche Dinge vorher auszuschließen.

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Ich bin der Meinung das es AD(H)S definitiv gibt aber auch der Meinung das ADHS viel zu oft unnötig diagnostiziert wird und viele die unter ADS leiden es sehr oft nicht diagnostiziert bekommen weil sie einfach nicht auffallend sind

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Ja es gibt AD(H)S .

Es gibt viele Stimmen, die dagegensprechen, allerdings sind deren Argumente leicht zu widerlegen. Es gibt Menschen die behaupten, dass Eltern ihren Kindern Ritalin (also Methyphenidat) verabreichen, um diese ruhig zu stellen. Wenn aber mal die Zusammensetzung des Medikaments betrachtet wird, wird schnell deutlich, dass die Medikamente eher aufputschend wirken, als ruhig stellend. 

Bei Betroffenen mit ADHS wirkt es erstaunlicherweise umgekehrt. Wobei auch gesagt werden muss, dass AD(H)Sler nicht ruhig gestellt werden. Diese Kinder sind auch mit Medikamenten noch lebhaft und wild. 

und nicht jedes lebhafte Kind hat gleich AD(H)S. Falls du denkst, dass deine Tochter AD(H)S hat, solltest du dich mal an euren Kinderarzt wenden. Dieser kann dich dann entsprechend an einen Kinderpsychiater überweisen. 

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Kommentar von Viowow
23.09.2016, 12:07

du widersprichst dir selber. was denn jetzt? ruhigstellen? nicht ruhigstellen? Methylphenitad ist ubrigens nicht frei verkäuflich, eltern können es also nicht einfach so geben.

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Kommentar von Viowow
23.09.2016, 12:41

aufputschend,ruhigstellend, ach ne, doch nicht, ...?! danke, lesen kann ich...

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Kommentar von einfachichseinn
23.09.2016, 12:47

@viowow vielleicht kannst du lesen aber scheinbar hapert es dir an grundlegenden Verständnis

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Kommentar von einfachichseinn
23.09.2016, 12:48

Methylphenidat ist eigentlich ein Aufputschmittel. Es stellt Kinder also in erster Linie NICHT ruhig. Bei einem Kind, das unter ADHS leidet wirkt es beruhigend. Es stellt das Kind aber auch nicht komplett ruhig!

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ich denke, es ist umgekehrt. da früher adhs nicht bekannt war, galten diese kinder einfach als zappelphilipp. bei mir wurde es erst mit 17 diagnostiziert, ich bin also der meinung, dass es adhs gibt. wobei ich der frau in dem punkt recht geben muss, dass viele eltern jedes aufgedrehte verhalten ihres kindes direkt als adhs abtun und es dann mit ritalin vollpumpen.

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Kommentar von GehOrgel
23.09.2016, 11:41

ADHS = eine erfundene Krankheit; diese steht aber nicht allein, die Erfinder waren sehr erfinderisch und erklärten viele natürliche, menschliche Unbehagen als "BEHANDLUNGSBEDÜRFTIGE Krankheit". Darüber gibt es auch Litheratur: Die Krankheitserfinder.

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Kommentar von meggie105
23.09.2016, 11:44

wenn du meinst. ich empfinde anders und halte solche "literatur" ehrlichgesagt für humbug, gelinde ausgedrückt. du darfst deine meinung aber gerne haben, allerdings teile ich diese nicht.

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Kommentar von meggie105
23.09.2016, 19:48

und was soll ich nun damit anfangen? was möchtest du bezwecken? dass ich aufhöre, meine medikamente zu nehmen, die die symptome meiner KRANKHEIT adhs bekämpfen? verstehe dein sinnloses und lächerliches missionarsverhalten nicht. als selbst betroffene denke ich, dass ich und die beigezogenen ärzte, besser über meine krankheit bescheid wissen als du.

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Ich hab da eine ganz andere Meinung dazu. Menschen die etwas vollbringen sind anders. Kinder, die anscheinend ADHS haben sind anders. Die Gesellschaft will keine Menschen die aus der Reihe hüpfen und spritzen sie runter, dass sie sich anpassen. Armselig wenn du mich fragst.

Ich halte das alles für frei erfunden. Meiner Meinung nach sind diese Kinder hyperintelligent und müssen gefordert und gefördert werden. Aber das wird ja gleich mal anstrengend und dann haben sie einfach ADHS. Medikamente rein und fertig. Und alle sind scheinbar zufrieden, weil es wiedermal ein einfacher Lösungsweg war.

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Kommentar von BellAnna89
23.09.2016, 14:52

Du scheinst keine Erfahrung mit Betroffenen zu haben. Die Intelligenz hat rein gar nichts mit der Krankheit zu tun. 

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Ich bin der Meinung, dass ADS und ADHS eine Modekrankheit ist, an der die Ärzte und die Pharmaindustrie eine Menge Geld daran verdienen.

Ärzte können angeblich diese Krankheit diagnostizieren, mit psychologischen Tests und EEGs und Urinproben..... Ich will dem nicht widersprechen, aber ich glaube es einfach nicht.

Diese Eltern, die es glauben wollen, glauben es und diese Eltern, wo auch ich dazu gehöre, die es nicht wahrhaben wollen, glauben es nicht.

Ich würde meinem Kind niemals starke Medikamente verabreichen, die die Psyche und das Verhalten total verändern und von denen man über die Langzeitwirkung noch nicht viel weiß, nur weil es lebhaft ist.

Für mein Kind hat man das auch geraten. Ich habe Tests machen lassen, aber ich habe mich geweigert, es ins Krankenhaus zu Beobachtungen und zu elektrischen Gehirnstrommessungen zu geben, nur damit es Ritalin bekommt und ruhig gestellt wird.

Lebhafte KInder benötigen eine gesunde, zuckerarme Ernährung, viel Bewegung und Beschäftigung und einen gut eingeteilten, regelmäßigen Tagesablauf.

Das sind nicht nur meine Erfahrungen, mit denen ich sehr gut ohne Ritalin gefahren bin.

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Kommentar von einfachichseinn
24.09.2016, 12:27

Du denkst dabei leider viel zu kurz. ADHS ist weit aus mehr, als nur ein bisschen lebhaft sein.

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Kommentar von einfachichseinn
24.09.2016, 12:28

Als Kind, das fast seine komplette Schullaufbahn ohne adäquate Behandlung verbringen musste kann ich ein Lied davon singen, dass es weitaus mehr und ADHS betrifft auch nicht nur den schulischen Bereich.

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Kommentar von Busverpasser
26.09.2016, 14:10

Wenn dein Kind tatsächlich ADHS hat, könnte es von einer Therapie durchaus profitieren. Diese muss nicht aus der Einnahme von Ritalin bestehen. Es gibt auch andere Ansätze. Natrülich müssen diese auch auf die Krankheit zugeschnitten sein. Daher ist eine Diagnose wichtig.

Das Hauptproblem bei ADHS ist meiner Ansicht nach Stimmungslabilität und Neigung zu Depressionen (Depressionsneigung ist bei Kindern oft nicht so ausgeprägt). Dies kann gerade in der Pubertät zu Problemen führen - zum Beispiel Substanzmissbrauch. (ADHS'ler haben ein 5 mal erhöhtes Suchtrisiko)

Und ich spreche aus Erfahrung. Bin selbst betroffen. In der Schule dennoch unaffällig genug, dass keine an ADHS dachte (es existierte ja nur das einfache Stereotyp ADHS = unerzogen & zappelig). Dafür begann ich mit 11 Jahren zu Rauchen (Nikotin ist ein Amphetamin, so wie Ritalin auch BTW)

Später betäubte ich meine Stimmungen oft mit anderen Mitteln. Auch als ich das lies und dachte, ich müsste ja irgendwann einmal "Erwachsen" werden, trat keine Besserung ein. Bevor ich meine Diagnose bekam (ja ich weigerte mich innerlich auch dagegen), dachte ich, ich wäre "einfach" manisch depressiv... ;-)

Also, kurz um: wenn dein Kind unter ihrem was auch immer leidet, z.B. Stimmungsschwankungen hat Depressionen oder keine Freunde (ADHS'ler sind ja meist etwas schwierig), dann verschließe nicht die Auge sondern tue etwas! Und ja, ich würde es auch erst ohne Medikamente probieren - ganz natürlich. Diese vielleicht als letzte Möglichkeit. Aber einfach Augen verschließen bringt hier einfach nichts.

Wenn es rein um Schulnoten geht, dann würde ich auch nicht handeln. Dann lieber ein einfacheren Werdegang.

BTW: ADHS darf nur diagnostiziert werden, wenn min. zwei Lebensbereiche beeinträchtigt ist! Wenn es nur in der Schule nicht klappt, ist somit nicht von ADHS auszugehen.

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Ich halte AD(H)S auch für eine Modeerscheinung.
Das Problem ist, das heute alles einen Namen braucht. es muss alles, was nicht der Norm entspricht "austherapiert" werden.
Wenn man mal wieder anfangen würde, Kinder Kinder sein zu lassen,anstatt sie möglichst früh in form zu pressen, würde es weit weniger auffälligkeiten geben. da bin ich mir ziemlich sicher.
zudem machen es sich gerade kinderärzte und erzieher /lehrer sehr leicht, wenn sie mit irgendwas nicht klar kommen, zack, ADHS.
Feststellen kann das nur ein Facharzt( ein richtiger Facharzt, für den man notfalls auch mehrere 100 km auf sich nehmen sollte) ein test im internet kann das sicher nicht.....freu dich, das du so ein aufgewecktes kind hast und nicht so ne trantüte;)

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Kommentar von BellAnna89
23.09.2016, 12:42

Ohne die Diagnose und regelmäßige Kontrolle eines Neurologen bekommt niemand Ritalin.

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Kommentar von Viowow
23.09.2016, 12:58

hab ich auch nirgendwo geschrieben?!

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Kommentar von Viowow
23.09.2016, 14:15

da hast du völlig recht, amy2107. zum glück funktioniert aber bei dir ja der gesunde menschenverstand noch;) meinen bruder wollten ärzte und lehrer ende der 90er auch zugepumpt sehen. er hat häufig den unterricht gestòrt, war unkonzentriert, hat schnell losgeschrien, vieles nicht verstanden/nicht umsetzen können etc. typisch adhs-mässig halt. meine mutter hat sich mit händen und füssen dagegen gesträubt, ist zu zig spezialisten gefahren, und was war es am ende?! seine halswirbel hatten sich bei der geburt verschoben, kurz, ein permanent ausgerenkter nacken. eine weile musste er dann regelmässig zur behandlung, und nach kurzer zeit war alles tip top. oftmals halte ich ärzte schlicht für zu faul, der sache auf den wirklichen grund zu gehen...

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Kommentar von Viowow
24.09.2016, 01:18

wahnsinn, was du alles weist... doch, kinderärzte haben in den seltensten fällen ahnung von speziellen störungsbildern. da hat auch ein kind, welches nicht spricht und immer weg guckt gleich autistische züge... richtig, lehrer und erzieher haben keine diagnose zu stellen, sind aber oft die, die eltern in angst und schrecken versetzen

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Ich kam kurz nach unserem Umzug mit meinem Pflegekind zum neuen Kinderarzt. Sein Krankenblatt lag noch nicht vor. Aber unser Medikinet (Ritalin) war fast leer und ich wollte nicht länger warten. Der Kinderarzt gab mir das Rezept und sagte: “Eigentlich dürfte ich Ihnen das jetzt nicht einfach so geben. Aber eins hab ich gelernt in den vielen Jahren als Kinderarzt: Wenn ein Kind mich zur Weißglut treibt, und das in weniger als fünf Minuten, dann hat es ADHS!“ 

Dieses Kind sollte so einige Medikamente bekommen, wenn es nach seinem Neurologen gegangen wäre. Ein Mittel gegen Aggressionen, ein Mittel gegen Angst, Ritalin... manche Medis gab ich ihm gar nicht erst, weil ich wusste, dass sie eine rein sedierende Wirkung haben, oder, dass sie schnell sehr stark abhängig machen. Auch die ersten Versuche mit Ritalin waren schlimm. Nach der Einnahme war der Kleine wie ein Geist, tatsächlich “ruhiggestellt“, aber auch nicht aufnahmefähiger. 30 Minuten später ließ die Wirkung sichtlich nach, und er war genauso wenig zu halten wie vor der Tablette. Erst mit “Medikinet retard“ wurde ihm geholfen: er war genauso lebendig und aktiv, konnte sich aber besser beherrschen und musste nicht jedem Impuls sofort nachgeben. 

Bevor ich diesen Jungen hatte, wusste ich auch nicht, was ich von der ganzen ADS-Sache halten sollte, aber heute bin ich überzeugt: es gibt diese Krankheit, und die Medikamente sollen nicht die Eltern entlasten, sondern das Kind. Wie schwer der Alltag für einen ADS-Betroffenen eigentlich selbst ist, das vergisst man bei diesen Debatten nur zu gerne. 

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Kommentar von Viowow
23.09.2016, 13:05

ist der alltag für das kind schwer? oder ist er einfach nur für dich mit dem kind schwer?

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Kommentar von Viowow
24.09.2016, 01:24

und den schwachsinn glaubst du selber? wahnsinn. guck dir einfach mal den beitrag von stern tv an, wo die ads kids selber zu wort kommen. hast ja nichts zu verlieren, bei deinem standpunkt bleibst du doch eh..

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ADHS existiert ich habe es.
Bei deiner Tochter könntest du wenn du willst zum Facharzt gehen, internettests sind sehr ungenau. Selbst wenn die Tochter ADHS hat, muss sie keine Pillen nehmen

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Ich stimme der Dame zu, mit der du dich unterhalten hast. Angeblich hat der Mensch, der "die Krankheit entdeckt" hat auf dem Sterbebett zugegeben, dass es die Krankheit nicht gibt. Ob das nun stimmt oder nicht sei mal dahingestellt.

Ich bin schon sehr lange dieser Meinung. ALLE Kinder, die ich kenne und bei denen ADS oder ADHS diagnostiziert wurde haben einige Gemeinsamkeiten:

  • Die Familienverhältnisse sind schwierig (entweder Alleinerziehend oder die Eltern fetzen sich ewig)
  • Die Kinder werden nicht konsequent erzogen (was heute verboten ist, ist Morgen erlaubt oder die Beteiligten sind sich nicht einig)
  • Die Kinder werden nicht liebevoll erzogen (anstatt, dass mal was erklärt wird, werden sie direkt angebrüllt)

Das ist das, was mir aufgefallen ist und ist erstmal ohne Belang (nicht, dass sich jemand angegriffen fühlt). Nur kenne ich kein einziges Kind mit ADHS, das in stabilen Verhältnissen aufwächst. Das ist schon auffällig...

Dann gibt es dieses "tolle Medikament". Die ersten Ritalin-Kinder sind nun erwachsen. Enorm viele haben bereits mit 40 Jahren eine Demenz entwickelt. Dass dieses Medikament umstritten ist, ist ja nichts Neues. Das ist aber ein Beleg dafür, dass Kinder es definitiv nicht bekommen sollten.

Klar gibt es Kinder, die echt anstrengend sind und ich kann es den Eltern dann fast nichtmal übel nehmen, wenn sie das Kind mit Medikamenten ruhigstellen. Ich würde das aber nicht immer als krankhaft bezeichnen. Kinder, die durch Fehlverhalten ständig versuchen Aufmerksamkeit auf sich zu lenken sind sicher nicht ganz gesund. Sowas sollte auch therapiert werden, aber nicht mit Ritalin. Da muss man sich zunächst das Umfeld genau ansehen. Ich würde das dann auch nicht unbedingt mit ADHS abstempeln. Da sehe ich eher eine psychische Störung hinter.

Zum Glück bin ich nicht in der ADS- und ADHS-Zeit aufgewachsen. Zumindest war es damals nicht so extrem wie heute. Ich habe in der ersten Klasse auch nur Mist gemacht und nicht am Unterricht teilgenommen. Damals hat man entschieden, dass ich einfach noch nicht schulreif bin, ich habe noch ein Jahr die Vorschule besucht und im Jahr darauf schwubbte es. Heute wäre die Diagnose wohl ADS...

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Kommentar von BellAnna89
23.09.2016, 12:05

Dass du nur ADS-Kinder kennst, die auch unter erschwerten Bedingungen großwerden, ist aber kein Argument. Sicher fällt es ADS-Betroffenen aus schwierigen Verhältnissen noch schwerer, trotz ihres Handicaps halbwegs “normal“ zu “funktionieren“, weshalb die Krankheit eher bemerkt wird. Auch Kinder aus normalen Familien sind betroffen. Allerdings sagt man denen eher Faulheit und Dummheit nach. Im Erwachsenenalter merken diese Menschen dann selbst, dass bei ihnen etwas anders ist als bei anderen. Und ich kenne sogar manche, die als Erwachsene erstmalig eine Ritalintherapie anfingen. 

Was deine Theorie erstrecht in Frage stellt: warum bekommt nur ein Bruchteil der Kinder aus schwierigen Verhältnissen die Diagnose AD(H)S?

Und nur weil du keine kennst, heißt es nicht, dass Kinder aus stabilen Familien grundsätzlich kein ADS haben. Sie reden vielleicht nur nicht darüber. Und manche “guten“ Eltern wollen Probleme des Kindes auch gar nicht erst wahr haben, sodass ein betroffenes Kind nie bei Ärzten vorgestellt wird, obwohl Lehrer etc. den Hinweis geben.

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Kommentar von Viowow
23.09.2016, 12:39

hast du mal.den bericht gesehen, wo die ritalinkinder selber zu wort kommen? kein einziges sagt etwas positives darüber....

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Kommentar von TygerLylly
23.09.2016, 12:42

Wenn ich Kopfschmerzen habe und eine Schmerztablette nehme, dann sind die Schmerzen erstmal weg. Wenn diese Schmerzen durch einen Tumor ausgelöst werden, ist der Tumor dennoch da. Symptomatische Behandlung ist keine hohe Kunst 😉

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Kommentar von einfachichseinn
23.09.2016, 12:50

@viowow wo hast du denn dir negativen Aussagen der Kinder gehört? Ich kenne einige Menschen, die von ADHS betroffen sind und sich sehr positiv bezüglich der Behandlung äußern...

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Früher galten die Kinder tatsächlich als Zappelfilip. Heute hat man eine Bezeichnung dafür.

Natürlich haben nicht alle lebhaften Kinder ADHS, aber deswegen gibt es dies trotzdem. Nur weil man dafür früher keine Erklärung/Bezeichnung hatte soll es das nicht geben?

Aber grundsätzlich ist an der Aussage schon was wahres dran. Man wird allzuschnell mit einem Krankheitsbild behaftet, wenn man nicht in die Norm passt.

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Eben. Du solltest das wirklich nicht ernst nehmen.ich denke, dass es das zum Teil gibt, aber es immer noch falsch getestet wird. Denn natürlich sind Kinder noch hyperaktiv, hibbelig und voller Energie. Dann würde jedes zweite Kind auf dieser Welt ADHS haben. Ich glaube, dass lässt sich erst an Älteren, bzw. Teenagern feststellen, die immer noch extreme hyperaktive und aufmerksamkeitssuchende Züge haben. Ich wurde als Kind auch getestet, weil Ich beim Lesen Wörter verschluckt und eingetauscht habe. Ich wurde auch ADHS postiv getestet und auf LRS und am Ende stellte sich heraus, dass Ich doch nur einen sehr hohen IQ habe. Solchen Tests darf man echt nicht vertrauen, besonderes denen, die man im Internet machen kann! Die stellen nämlich Keine Diagnose, sondern lediglich einen Verdacht auf. Und davon lassen sich Menschen oft und sehr leicht irritieren.

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Kommentar von melinaschneid
23.09.2016, 14:03

Wenn dein hoher IQ nicht erkannt wurde war der Test nicht korrekt ausgeführt. Um genau diese Fehldiagnose zu verhindern wird nämlich Standardmäßig ein IQ test durchgeführt. Zumal adhs und hochbegabung oft zusammen auftreten.

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Ich würde da lieber einen Arzt befragen anstatt im Internet irgendwelche Tests zu machen. Und richtig, früher nannte man solche Kinder Zappelphilipp.

Heute hat es eben einen wissenschaftlichen Namen.

Ich glaube aber auch, das so einige Eltern und Ärzte zu schnell mit dem Urteil sind.

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Kommentar von amy2107
23.09.2016, 11:06

ich habe den test ja nicht gemacht, weil ich wirklich denke, dass mit meinem kind was nicht stimmt. Eher einfach so aus interesse, was da so gefragt wird

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