Frage von blabu88, 193

Gibt es 2016 noch Unterstützung für die Erstausstattung von ALG2 Empfängern?

Eine Gute Freundin wird im August 25 und möchte dann aus ihrem Elternhaus in eine eigene Wohnung ziehen. Und wie es nun mal so am Anfang ist, fehlt ein Großteil wichtiger Möbel und Gerätschaften. Sie bezieht im Moment ALG 2 und kann somit keine großen Sprünge machen.

Sie ist Aufgrund einer Erkrankung in HartzIV gerutscht, da sie ihren bisher ausgeübten Beruf nicht mehr bewältigen kann. Und eine Umschulung in eine  Beruf den sie auch mit der erkrankung ausüben kann, kostet mehrere Tausend Euro. Deswegen erspart euch bitte Kommentare wie, "Soll sie sich doch einen Job suchen!" Sowas kann jedem ganz schnell passieren! Und ich wünsche es keinem! Ich möchte lediglich eine Antwort auf die Frage haben. 

Jetzt zur Frage, wir haben gehört das es die Möglichkeit zur Unterstützung der Wohnungserstaustattung im Jahr 2016 nicht mehr geben soll. Ist da was dran, und wenn ja, gibt es noch andere Möglichkeiten um Unterstützung zu beantragen? Vom Elternhaus kann sie leider keine gro§e Unterstützung erwarten.

Antwort
von EstherNele, 92

Wenn es wirklich eine medizinische Indikation gibt, dass sie den Beruf dauerhaft nicht ausüben kann, dann ist das JC eigentlich sehr schnell bereit, eine Ausbildung bzw. Umschulung anzubieten. Erst recht, wenn es sich um einen derart jungen Menschen handelt, der aufgrund seiner persönlichen Situation (keine eigene Familie bzw. eigene Kinder, nicht eingeschränkt in der Mobilität) sehr gute Chancen hat, mit einer neuen Ausbildung in einem anderen Beruf in die Arbeitswelt zu starten.

In dieser Situation muss sich die Betreffende gar keine Ausbildung selbst suchen, das Jobcenter bietet verschiedene Möglichkeiten an. Ebenso muss sie das nicht selbst bezahlen.

Mich verwundert etwas, dass das JC angeblich zulässt, dass sie über doch längere Zeiträume Bewerbungen schreibt für einen Beruf, den sie gar nicht ausüben kann (oder will)..

Normalerweise sind die JC gerade bei U25 sehr hinterher, diese in eine Ausbildung (und wenn notwendig, auch eine Zweitausbildung) zu vermitteln.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz IV, 88

An der Erstausstattung hat sich bisher nichts geändert,also bekommt sie diese auf Antrag auch,wenn die Voraussetzungen gegeben sind !

Wenn sie aus gesundheitlichen Gründen ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann und die Anwartschaftszeiten bzw.Pflichtjahre in der RV - nicht erfüllt hat,dann ist das Amt für sie zuständig und sie würde dann eine dementsprechende Umschulung bekommen und diese kostet ihr keinen Cent.

Antwort
von Gerneso, 91

Am idealsten wäre es natürlich, dass sie ihren Bewerbungsradius mal erweitert, wenn sie nach ihrer Ausbildung in Eurer Gegend nichts findet.

Da sie sowieso umziehen möchte, ist sie ja räumlich flexibel.

Also wieso nicht einfach mal Bewerbungen an weiter entfernte Orte senden und dann dahin ziehen, wenn man dort ein Jobangebot bekommt?

Davon abgesehen, bekommt jeder (ob ALG2-Empfänger oder nicht) gebrauchte Möbel / Waschmaschinen / Sonstiges kostenlos oder für ein paar Euros über Ebay-Kleinanzeigen. Warum muss es denn schick und neu sein? Auch gebrauchte Möbel und Geräte erfüllen ja ihren Zweck.

Kommentar von blabu88 ,

Lies dir bitte mal die Kommentare und der den anderen Beiträgen an, dann weist du das der Bewerbubgsradius nicht viel bringt...sie hat sich ausserdem Bundesweit beworben.

Kommentar von Gerneso ,

Wenn sie den Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, gibt es dazu sicherlich Arztbescheinigungen. Bei einem jungen Menschen dürfte es da sicher möglich sein mit Hilfe des Amtes umzuschulen.

Also was ist wirklich los?

Kann sie den Beruf nicht mehr machen (ärztlich bescheinigt) oder findet sie nichts?

Du widersprichst Dir in den Antworten selbst. Wenn sie den Beruf nicht mehr machen kann, warum schreibt sie dann massig Bewerbungen, statt umzuschulen????

Antwort
von baindl, 93

Das Gesetz ist immer noch gültig

Die Leistungen für Bedarfe nach Satz 1 Nummer 1 und 2 können als
Sachleistung oder Geldleistung, auch in Form von Pauschalbeträgen,
erbracht werden. Bei der Bemessung der Pauschalbeträge sind geeignete
Angaben über die erforderlichen Aufwendungen und nachvollziehbare
Erfahrungswerte zu berücksichtigen.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__24.html

Wie hoch die Leistungen sind entscheidet das Amt. Es können auch Gutscheine ausgegeben oder auf Sozialkaufhäuser verwiesen werden.

Aber auch dies beachten

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte verletzen ihre Pflichten, wenn sie
trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis
1.
sich weigern, in der Eingliederungsvereinbarung oder in dem diese
ersetzenden Verwaltungsakt nach § 15 Absatz 1 Satz 6 festgelegte
Pflichten zu erfüllen, insbesondere in ausreichendem Umfang
Eigenbemühungen nachzuweisen,
2.
sich weigern, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit nach §
16d oder ein nach § 16e gefördertes Arbeitsverhältnis aufzunehmen,
fortzuführen oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern,
3.
eine zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit nicht antreten, abbrechen oder Anlass für den Abbruch gegeben haben.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__31.html

Antwort
von MancheAntwort, 92

".....Vom Elternhaus kann sie leider keine gro§e Unterstützung erwarten.... "

aber von auch nicht..... Arbeiten und Geld VERDIENEN sind die Zauberworte !

Kommentar von blabu88 ,

Wenn man aufgrund von Krankheit nicht heden Job machen kann und die Jobs die möglich wären und Bedingt gesucht sind ist das nicht einfach!

Antwort
von Glueckskeks01, 109

Ne Ausbildung und danach n Job wäre ne gute Idee, oder?

Kommentar von blabu88 ,

Ne Ausbildung hat sie bereits abgeschlossen. Nur ist trotz massiger Bewerbungen nicht fündig geworden. Wenn man von den momentanen Lebensumständen des Menschen nichts weis sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Kommentar von Gerneso ,

Ne Ausbildung hat sie bereits abgeschlossen. Nur ist trotz massiger Bewerbungen nicht fündig geworden.

Warum möchte sie sich dann räumlich durch eine neue Wohnung an eine Gegend binden, wo es offenbar so schwer ist einen Job zu finden? Dann einfach mal weiter weg bewerben und dann umziehen. Ist doch super, dass sie aktuell nicht räumlich gebunden ist und somit überall hin kann.

Kommentar von blabu88 ,

Weil sie den Beruf aufgrund von Krankheit nicht mehr ausüben kann. Und eine Umschulung in einen ähnlichen Beruf den sie auch mit der Krankheit ausüben kann kostet mehrere Tausend Euro!

Kommentar von Gerneso ,

Wenn sie ärztliche Attests hat, dass sie den Beruf nicht mehr ausüben kann, wird bei jungen Menschen auch eine Umschulung gefördert. Irgendwas stimmt da nicht bei Deinen Angaben.

Kommentar von blabu88 ,

Bis jetzt wurde ihr nichts bewilligt! Und sie versucht dchon seit fast einem Jahr was zu erreichen!

Kommentar von Gerneso ,

Hat sie ärztliche Attests die eindeutig belegen, dass sie dem Beruf nicht mehr nachkommen kann?

Ist sie offen für Vorschläge seitens des Amtes oder möchte sie nur auf bestimmte Wunschberufe umschulen?

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