Frage von Meikiwendi, 66

GGeld aus Hausverkauf der Mutter bekommen,das der Bruder nun zurückfordern,geht das?

Mein Lebensgefährte hat aus dem Hausverkauf seiner Mutter vor 3 Jahren eine größere Summe Geld bekommen,weil er ein eingetragenes Wohnrecht hatte,das er mit dem Verkauf aufgegeben hat.Alles ist über einen Notar abgewickelt worden.Das Restgeld ist für die Mutter angelegt worden,da sie im Heim lebt und von der Rente allein nicht die Kosten tragen kann.Es gibt noch 2 Geschwister,der Bruder will nun Geld von der Mutter haben,weil er meint mein Lebensgefährte hat ja auch was bekommen.Nur weiss ja keiner wie lange die Mutter noch lebt und das was sie noch braucht.Ausserdem will er im Falle des Todes der Mutter,das sein Bruder dann nichts mehr bekommt.Es ist beim Hausverkauf alles über einen Notar gelaufen und der Bruder hat damals auch alles mit unterschreiben,kann er einfach zu Lebzeiten der Mutter Geld einfordern oder den Bruder aus dem Erbe ausschliessen? Er fordert auch Geld von meinem Lebensgefährten vom Hausverkauf und droht mit Anwalt?Weiss jemand darüber Bescheid?

Antwort
von peterobm, 24

solange die Mutter noch lebt kann einfach nix vererbt werden. Dein LG verwaltet das Geld im Sinne der Mutter. Die Geschwister haben keinen Anspruch; auf was auch? 

Er sollte nur alles schriftlich festhalten was für Mutti ausgegeben wurde. Damit hat er gegenüber den Geschwistern ein Nachweis. 

Ein eingetr. Wohnrecht kann/sollte finanziell abgegolten werden.

Expertenantwort
von ichweisnix, Community-Experte für Erbe, 12

Es gibt noch 2 Geschwister,der Bruder will nun Geld von der Mutter
haben,weil er meint mein Lebensgefährte hat ja auch was bekommen.

Das ist nun rechtlich überhaupt kein Grund. Zumal es mit der Aufgabe des Wohnrechts ja einen entsprechend Gegenwert gab. Es dürfte sich also um ein Geschäft handeln, das einen Drittvergleich standhält.

kann er einfach zu Lebzeiten der Mutter Geld einfordern oder den Bruder aus dem Erbe ausschliessen?

Nein und nein. Selbst wenn die Mutter das Geld geschenkt hätte, würde sich daraus kein lebzeitiger Rechtsanspruch seitens der anderen Kinder ergeben. Wäere es eine Schenkung könnte es zu Pflichtteilansprüchen kommen. Dabei würde die Schenkung den Nachlass ggf abgeschmolzen zugerechnet,der Pflichtteil berechnet und das Erhaltene wieder abgezogen.

Allerdings ist die Aufgabe des Wohnrechts gegen Entgelt gerade keine Schenkung. Es könnte sich allenfalls um eine gemische Schenkung handeln, wenn die Zahlung den Wert des Wohnrechts deutlich übersteigt. Das ist aber nahezu ausgeschlossen, da das Wohnrecht in der Regel den Hauptteil des Wertes des Hauses ausmacht.

Antwort
von wfwbinder, 19

Die Entschädigung für die Aufgabe eines Wohnrechts (man könnte noch ermittelt, wie die Höhe errechnet wurde) ist keine Schenkung.

Also selbst wenn die Mutter innerhalb von 10 Jahren sterben würde, gäbe es daraus keinen Pflichtteilergänzungsanspruch.

Ausserdem ist es Sache der Mutter über ihr Vermögen zu bestimmen. Wir kennen ja auch die Vorgeschichte zu dem Wohnrecht nicht.

Lass ihn mit einem Anwalt drohen. Ein Anwalt wird ihm von einem Prozess vermutlich abraten, wenn Dein Sachverhalt vollständig ist.

Antwort
von SaVer79, 37

Nein, zu Lebzeiten hat der Bruder überhaupt keinen Anspruch! Und wenn das Geld ganz offiziell als Gegenleistung für die Aufgabe des Wohnrechts gezahlt wurde und das auch so notariell vereinbart ist, dann wird das auch nach dem tif des Mutter nicht mehr in irgendeiner Form angerechnet

Antwort
von schelm1, 5

Der Bruder hat keinen Rechtsanspruch gegenüber der Mutter auf Zahlung von Geld; gleiches gilt gegenüber dem Bruder!

Antwort
von Nemesis900, 14

Hatte er irgendwlche Besitzanteile an deim Haus? Wenn nicht kann er auch kein Geld vordern. Das gehört der Mutter und sie kann damit machen was sie will. Lasst ihn also ruhig zum Anwalt gehen das wird ihm nichts nutzen.

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