Hallo,
ich interessiere mich für die DWS Riesterrente Premium, bin aber von der Einschätzung der Finanztest irritiert. Finanztest schreibt: "Nicht empfehlenswert sind die Fondssparpläne [..] DWS Riesterrente Premium, weil sie die Kosten für die Einzahlungen der gesamten Laufzeit in den ersten fünf Jahren abziehen und zu wenig Geld in die Fonds fließt. Den Renditevorsprung der anderen Sparpläne holen sie dann nicht mehr auf." Dadurch berechnet die Finanztest Kosten von 14,3 Prozent für einen jungen Sparer.
Die Kosten setzen sich im wesentlichen wie folgt zusammen:
Das Problem, dass die Zeitschrift Finanztest beschreibt ist gerade die Verteilung der Abschlusskosten auf 5 Jahre und den dadurch verlorenen Zinseszins Effekt.
Mein Frage: Ist es möglich/sinnvoll, diesen Effekt zu umgehen, indem man eine möglichst geringe Zahlung vereinbart (z.B. Sockelbeitrag von 60 Euro pro Jahr) und die restlichen Beiträge dann als Sonderzahlung zahlt? Dadurch wird nur ein geringer Anteil der Kosten auf die ersten 5 Jahre verteilt und die restlichen Beiträge verursachen erst mit der Zahlung Kosten von 5 %.
Über Kommentare zu dieser Überlegung würde ich mich sehr freuen!
Viele Grüße, MadXerxes
nein, ist doch egal warum wenig geld in den fonds fliesst, es geht darum das es so ist.es ist aber auch ein armutszeugnis unserer regierung das hier nur gauner un abzocker finanziert werden und dem einzahler überhaupt nicht geholfen ist
Die Gebühren für DWS RiesterRente Premium im Einzelnen:
Abschluss- und Vertriebskosten: 5,50% der Einzahlungen bis zum 60. Lebensjahr
Kosten auf zusätzl. Beiträge u. Förderung: 5% der zus. Beiträge u. Förderung
Laufende Kosten/ Kostenpauschale pro Jahr: 1,50% der Assets in den Aktienfonds, 0,6- 0,75% der Assets in den Bondsfonds
Depotgebühr: 15,40 Euro pro Jahr
Umschichtungen: kostenlos
Ausgabeaufschläge: keine
Der Vertrag kann über die lange Laufzeit durchaus teuer werden, wenn Du ein hohes Fondsguthaben angespart hast und darauf die oben erwähnten jährlichen Kosten zahlst. Aber – ein guter Fondssparplan kostet eben Geld. Bei dieser Variante wird Deine Anlage individuell immer wieder der Marktsituation angepasst, durch Umschichtungen aus Aktien in andere Anlageklassen und zurück. Das macht kein Management kostenfrei.
Deine Idee mit den Sonderzahlungen ist ja ganz interessant – aber Du verzichtest damit auf den cost average effekt. Du wirst immer übelegen, wann soll ich meine Sonderzahlung machen, und in vielen Fällen einfach den falschen Zeitpunkt treffen.
Mal ein Rechenbeispiel für die Kosten, ohne Depot- und Jahreskostenpauschale:
Wenn Du z.B. 100eu über 20 Jahre einzahlst, sind das 24.000eu, 5,5% Kosten wären dann 1.320eu. Auf 5 Jahre verteilt macht das 264eu pro Jahr. Bei deiner Variante würdest Du jährlich die 5,5% auf 60eu zahlen, also 3,30eu, plus die 5% auf die Sonderzahlung von 1.140eu, also 57eu. Hast also pro Jahr Kosten von 60,30eu. Diese rund 200eu Mehrkosten für die ersten fünf Jahre würde ich allerdings Zinseszinstechnisch nicht überbewerten. Entscheidend finde ich nicht die Überlegung, den Zinseszinseffekt zu nutzen, sondern dass Du nur für die Beiträge Kosten zahlst, die Du auch tatsächlich in den Vertrag einzahlst, abgesehen von den 60eu Jahresbeitrag. Der Vorteil wäre, wenn Du nach z.B. 5 Jahren nicht mehr einzahlst, hast Du lediglich 301,50eu Kosten eingezahlt, gegenüber 1.320eu bei der normalen Zahlweise. Von daher – eine tolle Frage, hinter der eine sehr interessante Idee steckt! DH!
Ich habe diese Frage noch einmal unter http://www.finanzfrage.net/frage/gezillmerte-kosten-der-dws-riesterrente-premium... gestellt. Dort scheint sie besser aufgehoben zu sein und dort kommentiere ich auch weiter die Antworten. Vielen Dank
Kannst du begründen, warum du meinst, dass es mit meiner Idee nicht möglich ist, den Effekt zu umgehen? Soweit lese ich aus deiner Antwort nur eine Pauschalkritik an der Riesterrente die in diesem Zusammenhang nicht produktiv ist.
wie gesagt es ist egal auswelchen gründen am anfang wenig geld reinfliesst.ob du wenig eizahlen willst oder ob sie dir viel abziehen