Frage von BeastModeXx, 68

Gexit nach dem Brexit realistisch?

Hallo heute ist es ja entschieden worden, dass Großbritannien voraussichtlich die EU verlässt. Seit 50 Jahren Betreiben Regierungen Europas ja bereits die schleichende Auflösung der Nationalstaaten, ohne dafür vom Volk legitimiert worden zu sein. Inzwischen lassen sich die EU und der Euro ja nicht mehr wirklich schönreden (alleine wegen den gravieren Mängeln) und ich wollte fragen, ob es eine realistische "Chance" gibt, dass Deutschland das gleiche macht. Deutschland bekommt seit langem die Lügen hinterhergeworfen, dass wir am meisten an der EU profitieren würden (mehr Rente, Halbierung Arbeitslosigkeit, etc) und werden regelrecht nur noch ausgenutzt. Deutschland ist seit Jahrzehnten der größte Nettozahler alleine schon bei den Rettungsschirmen und trotzdem bekommen wir keinen wirklich Respekt.
(http://www.eu-skeptiker.de/deutschland-profitiert.html)
Und das war noch längst nicht alles.
Denkt ihr, wenn es Abstimmungen in Deutschland geben würde, für einen Austritt wäre die Mehrheit dafür oder dagegen? (Denkt an die Briten, unmöglich ist es nicht)

Antwort
von Interesierter, 38

Ich denke, diese Frage stellt sich nicht.

Würde Deutschland die EU verlassen, käme das einer Auflösung der EU gleich. Deswegen sollte man gleich die Frage stellen, wie eine Welt ohne EU aussähe.

Es stellt sich jetzt schon die Frage, ob die Austrittsbestrebungen einiger Länder zusammen mit dem Brexit die EU spalten und letztlich zerstören könnten. Bei Deutschland bräuchte man diese Frage nicht mehr zu stellen. Sie wäre beantwortet.

Viele deiner Argumente kommen aus dem Bauch und sind nicht rational durchdacht. Die Grundidee der EU, eine starke europäische Wirtschaftsmacht aufzubauen und über den gemeinsamen Handel den Frieden zu sichern, kommt in deiner Argumentation gar nicht vor. Dass hierfür ein Teil der nationalen Souveränität an die EU abgetreten werden muss, sollte eigentlich klar sein.

GB ist für sich betrachtet, global bedeutungslos, genau wie Deutschland. Ich denke, je mehr die EU an Bedeutung verliert, umso größer wird die Abhängigkeit von den USA und China und ich glaube nicht, dass dies zu unserem Vorteil wäre. Denn eines ist klar, auch wenn du es nicht hören willst. Deutschland profitiert tatsächlich von der EU, genauso wie alle anderen Mitglieder. Wir spielen soll an einer Stelle der Weltwirtschaft mit, von der wir als unabhängige Staaten nur träumen könnten.

Kommentar von BeastModeXx ,

Ich bin neutral eingestellt dazu und habe niemals gesagt, dass das meine Meinung ist. Mir ist es auch eigentlich recht egal ich hatte nur gegoogelt und die Sachen von der Seite mal genommen um eine Frage aufzustellen. Da Frankreich ja jetzt auch bereits überlegt aus der EU zu gehen hat mich das nur mal interessiert

Kommentar von ihatert ,

"Die Grundidee der EU, eine starke europäische Wirtschaftsmacht
aufzubauen und über den gemeinsamen Handel den Frieden zu sichern."

Danke für den Witz der Woche, hab selten so gelacht. :DD

Kommentar von Interesierter ,

Wenn du darüber lachst, fehlt dir offenbar das Verständnis welchen wirtschaftlichen Stellenwert die EU global gesehen hat und welche Rolle sie bei der Neutralisation von Spannungen zwischen den Mitgliedsstaaten spielt.

Die Europäer haben in den vergangenen Jahrhunderten ständig Krieg gegen einander geführt. Seit es die EU gibt, tun sie es nicht mehr. Zufall? Ganz sicher nicht!

Das BIP der EU-Staaten liegt etwa so hoch wie das der USA und deutlich über dem von China. Das heißt, die EU ist einer der ganz großen Spieler am Tisch, was keines der Mitglieder von sich alleine behaupten könnte.  Vor diesem Hintergrund macht die Frage, ob man lieber ein souveräner aber nur lokaler Spieler sein oder ob man lieber als Teil eines großen Zusammenschlusses einen Teil seiner Souveränität abgibt, aber dafür bei den ganz großen Entscheidungen mit am Verhandlungsgeschick sitzen will.

Antwort
von Kasumix, 34

Als alle noch unabhängig waren...mussten wir nicht in alles und jeden rein buttern...

Unabhängigkeit lässt nicht alles wanken, wenn einer Fehler macht...

Und und...

Ich würde sagen, ja, die Mehrheit wäre dafür.

Aber hier würden die Bürger nie gefragt werden...das ist der Unterschied.

Kommentar von LeCux ,

In einer Gemeinschaft geht man nicht unter wenn einer einen Fehler macht oder Probleme bekommt. Wenn man sich so anschaut was die AfD will, dann wird die Sozialversicherung privat. Arbeitslos geworden, keinen Job gehabt von dem man sich eine Versicherung leisten konnte. Pech. Das kann niemand wollen wenn er drüber selbst nachdenkt. Was mir auf den Wecker geht ist das was die da oben (egal ob Berlin und Brüssel) tun - Verluste solidarisieren und Gewinne privatisieren. Banken verzocken sich? Lasst sie pleite gehen. Helft mit Fonds dem dadurch Geschädigten und der Bank. Warum hat ausgerechnet Deutschland eine seit Jahren ausgesetzte Vermögenssteuer. Der Finanzmarkt macht ohne reale Arbeit einen enormen Anteil am BIP, aber zu ganz anderen Steuern als Arbeitnehmer. Die werden ordentlich belangt. Ich bin für ein Europa, dass sich um große Belange kümmert, eben wie Aussengrenzen. Das sich in Notzeiten auch um Flüchtlinge kümmert und sie nicht im Meer ertrinken lässt. Aber eben gemeinsam mit einer Linie. So helfen das Menschen nach Möglichkeit NICHT fliehen müssen. Dieses Geeier ist unwürdig. Hier brauchen wir Europa. Die Reisefreiheit hier genieße ich, den Austausch auch. Was ich nicht brauche ist ein Europa was da versagt, aber sich zwei Standorte leistet, die Abgeordneten hin und her reisen, dass sich um die Form von Gurken kümmert, geheime Verhandlungen über TTIP führt und keine offene Diskussion oder wenn schon nicht direkte Abstimmungen denn Meinungsbilder zulässt. So provoziert alles Politikverdrossen heit und das rechte Randspektrum wird attraktiv - weil es ja Protest ist. Nationalismus ist meiner Meinung nach in unserer heutigen Welt der falsche Weg. Alle und damit auch das Kapital muss mitziehen. Schaut nicht nach Europa, schaut mal hier.

Antwort
von soissesPDF, 15

Wenn es zum Kreidefressen kommt, dann werden die Deutchen die Letzten sein die noch geblieben sind.

Deutschland muss den Zerfall der EU fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

Gleichwohl, es ist gut, dass die Briten den Brexit gewählt haben.
Das, genau das ist Demokratie.

Antwort
von Bernerbaer, 20

Alleine an der Aufmachung der Internetseite deines Links erkennt man dass dies auch nur Propaganda ist.

Sämtliche weiterführende Links zu Statistiken oder sonstigem führen wiederum auf Seiten bzw. Domains der selben Person. Hauptsache auf jeder Seite stehen groß Hinweise zum Kaufen der Bücher.

Diesen Aussagen kann man genau so wenig Glauben schenken wie denjenigen die alles nur toll und positiv sehen.

Solche Art von Informationen sind billigste Stimmungsmache.

Kommentar von BeastModeXx ,

Danke👍🏽

Antwort
von HansGansIV, 43

Deutschland wird die EU nicht verlassen weil es ein Gründungsmitglied ist.

Kommentar von BeastModeXx ,

Danke

Antwort
von hanfmannlein, 39

Deutschland wird die EU nicht verlassen, "wir" sind momentan die größten Profiteure.

Kommentar von BeastModeXx ,

Schau einmal auf der Seite von dem Link nach, da sind aber saftige Argumente dagegen. Aus welcher Quelle ziehst du diese Aussage?

Kommentar von hanfmannlein ,

Steht meiner Aussage nich im Wege, deshalb ist das Wir in Anführungszeichen.
Wir als Volk haben davon nichts oder nicht viel für die deutsche Wirtschaft aber ist das eine tolle Sache.

Kommentar von Interesierter ,

Dabei solltest du aber beachten, dass unser aller Arbeitsplätze vom Wohlergehen unserer Wirtschaft abhängen.

Oder anders ausgedrückt: Wir sitzen in einem Boot mit der Wirtschaft. Muss die Wirtschaft niesen, hat das Volk Fieber!

Kommentar von hanfmannlein ,

Stimmt wohl, aber geht es der Wirtschaft besser, sehen wir davon nichts.

Kommentar von IanGaepit ,

Wobei man auch den Statistiken der Skeptiker unehrlichkeit vorwerfen muss, wenn diese das Lohn- und Rentenniveau von 1980 und 2012 vergleichen und dabei die völlig verkorste Wiedervereinung nicht im greingsten berücksichtigen. Da ist es auch fazinierend, dass immer nur von "Deutschland" und nicht etwas von "Westdeutschland" gesprochen wird.

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