annakonda am 02.08.2009 um 21:31 Uhr
Ich schildere kurz die Situation (der Einfachheit halber gebe ich den Protagonisten Namen (fiktiv natürlich)):
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Kunigunde steckt in einem Dilemma.
Karla ist eine gute Freundin, die sie seit 3 Jahren kennt. Karla hat seit 5 Jahren einen Freund - Konstantin. Mit beiden versteht sie sich super.
Konstantin ist ein netter Kerl und die Beziehung läuft, soweit Kunigunde das einschätzen kann, sehr gut. Allerdings hat Konstantin die Angewohnheit, vor allem wenn er Alkohol konsumiert, Kunigunde anzugraben. Was noch schlimmer ist, er grapscht sie auch oft an und zwar an Stellen, an die er nicht fassen sollte.
Kunigunde hat Konstanin schon einige Male darauf angesprochen, was er stets mit Sätzen wie: "Ach komm, ist doch nur Spaß!" und einem Lachen abtat.
Kunigunde findet die Sache aber nicht sehr spaßig und hat ein sehr schlechtes Gewissen, da Karla nichts davon weiß. Vor allen Dingen weiß sie nicht, ob sie die Einzige ist, bei der Konstantin sich diese Dinge erlaubt. Nun überlegt sie, ob sie Karla von Konstantins Verhalten erzählen soll oder nicht. Oder ob sie vielleicht zunächst Konstantin damit "drohen" soll, es Karla zu erzählen, wenn das nicht aufhört.
Was soll sie tun? Ihn verraten und damit ihre Freundin verletzen? Oder sollte sie es einfach als Spaß abtun und sich nichts weiter dabei denken, es damit aber der Freundin verheimlichen?
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Ein solches Verhalten ist, wenn es trotz Ablehnung und Anprechens fortgesetzt wird, ein versuchter Übergriff und ein charakterlicher Mangel, der abgestellt werden sollte. Der Akoholkonsum ist anscheinend auch nicht ausschließlich der Grund, sondern vermindert nur die Hemmung bei einer schon vorhandenen Tendenz.
Es ist angebracht, Konstantin den Versuch einer Verharmlosung bei einem Verstoß gegen die Selbstbestimmung nicht durchgehen zu lassen.
Über die Einstelung von Karla, besonders zu der Frage einer Treue in einer Beziehung und ein Wissenwollen oder Nichtwissenwollen über Anbändelungsversuche mit anderen Frauen, steht in dem Text nichts. Viele Frauen würde das Verhalten von Konstantin aber stören. Auch ein längeres Verschweigen kann verletzend sein, wenn die Sache später irgendwann anderweitig herauskommt.
Am nützlichsten ist wahrscheinlich ein letztes ernsthaftes Gespräch, wenn Konstantin nüchtern ist, mit einer deutlichen Androhung, Karla etwas zu erzählen, wenn er sein Verhalten nicht abstellt. Dahinter sollte dann die volle Bereitschaft stehen, bei einem erneuten Verstoß trotz letzter Verwarnung wirklich mit Karla darüber zu reden (dies ist kein echter Verrat, sondern kann sogar als erzieherische Maßnahme gesehen werden, damit Konstantin seinen Charakter verbessert). Natürlich können auch Probleme auftreten. Glaubt Karla ihrer Freundin? Auch eine Forderung, selbst zu beichten, ist denkbar. Allerdings sollte berücksichtigt werden, ob Konstantin dabei möglicherweise etwas verdreht und Kunigunde Verantwortung für die Vorfälle zuschiebt (Signale oder Ermutigung). Bei einem längeren Verheimlichen würden aber die Schwierigkeiten noch größer werden.

erstmal dem Konstantin eine scheuern....
augustkoenigin am 2. August 2009 21:33 Der ist gut!!
Ja, gute Idee.

Hmmm, schwierig.
Ich würde dem Herrn damit drohen, ihn zu verpetzen, auch wenn mir so etwas überhaupt nicht liegt.
Sollte er das nicht ernstnehmen, würde ich Ernst machen und es meiner Freundin sagen.
Bei all dem würde ich mich schlecht fühlen, aber noch besser, als wenn ich es einfach so weiter laufen ließe.
annakonda am 2. August 2009 21:38 Ohne das es einem schlecht geht, kommt man aus der Nummer nicht raus oder?
sanne172 am 2. August 2009 21:40 Ich jedenfalls nicht - aber es ist sicher nicht jeder so empfindlich ;-D
annakonda am 2. August 2009 21:43 Kunigunde schon befürchte ich...
augustkoenigin am 2. August 2009 21:43 Nee @annakonda. Wenn du ihm eine ballerst und dann ist Ruhe geht es noch am glimpflichsten. Den "Freund" hast du schon verloren. Nu halt wenigstens der Freundin die Freundschaft.
annakonda am 2. August 2009 21:44 Aber wäre es nicht verlogen, ihr soetwas nicht zu sagen? Also ich denke, Kunigunde würde es wissen wollen, wenn sich ihr Freund so verhält.

Ob ich es meiner Freundin erzählen würde - mmh, weiss nicht. Aber eines weiss ich ganz sicher, das ich es mir verbieten würde angegrabscht zu werden!!! Wenn ich nein sage, meine ich es auch! und wenn er sich nicht daran halten kann dann donnerts! Egal ob betrunken oder nicht. und wenn er das für einen Spass hält, dann ist das seine Sichtweite, die ich allerdings nicht teilen muss! Sag ihm klipp und klar das er seine Pfoten bei sich behalten soll!!!
annakonda am 2. August 2009 21:41 Das stimmt natürlich.
Das blöde ist halt nur, dass er für Kunigunde ja mittlerweile auch ein Freund ist. Und wenn er es als Spaß ansieht, dann hat sie das Gefühl, dass sie vielleicht überreagiert.
birger72 am 3. August 2009 08:15 Das ist kein Überreagieren. Sie sollte Konstantin damit drohen, es Karla zu erzählen.

Sie soll Konstantin drohen, das sie alles Karla erzählt. Meist wirkt das schon. Und wenn nicht soll sie es auch machen bzw. erzählen.
annakonda am 2. August 2009 21:34 Aber macht sie dann vielleicht nicht unnötig Wind? Vielleicht sieht er die Sache ja wirklich nicht so ernst.
Das ist egal. Kundigunde sieht es ernst und Karla wahrscheinlich auch (wenn sie es wüsste).
augustkoenigin am 2. August 2009 21:40 Ernst? Er baggert sie verbal und handgreiflich an und das ist Spaß? Für wen? Doch nur für Konstantin. Wenn er mein Freund wäre würde ich ihm eine ballern. Und dann kann er in den Wind schießen.

Wenn Karla wirklich eine gute Freundin ist, sollte Kunigunde es ihr sagen. Was würde sie wohl tun, wenn sie es auf anderem Wege herausbekommen würde?
annakonda am 2. August 2009 21:35 Ja, das stimmt. Aber ohne Konstantin vorher von dem Vorhaben zu erzählen?
TwilightHeinz81 am 2. August 2009 21:37 Mir scheint, er hatte mehr als eine Chance, wieder zu Verstand zu kommen...
augustkoenigin am 2. August 2009 21:40 Dabei kann nur die Freundschaft kaputt gehen, wenn Karla Kunigunde nicht glaubt.
annakonda am 2. August 2009 21:42 Und das wäre wie wahrscheinlich...?

Hallo Anakonda,
es ist nie gut, wenn Freunde den Richter spielen und das Wissen dazu verwenden um die Beziehung zu "entscheiden". Weit besser ist es, den sog. Täter direkt anzusprechen und ihm die Konsequenzen zu schildern. Damit signalisiert man dem jenigen: - ich stehe zu meiner Freundin/meinem Freund - dein Handeln hat Konsequenzen - es ist mir ernst damit Und damit setzt man ihm die Pistole auf die Brust. Somit hat derjenige halbwegs Entscheidungsfreiheit zwischen zwei kleinere Übel, jedenfalls besteht seinerseits Handlungszwang.
Somit stimme ich dem Albrecht und einigen Anderen zu und rate der Kunigunde ebenfalls, genau so zu verfahren. Wenn das Vorgehen etwas bewirkt (beim Konstantin) umso besser. Wenn nicht, auch gut. Jedenfalls wird sich die Situation klären - egal was daraus hervorgeht und Kunigunde hat sich dann nichts vorzuwerfen.
Das Verhalten von Konstantin ist ekelhaft und indem du ihn vor der Wahl stellst, ob er das abstellt oder ob er riskiert, dass du mit Karla sprichst, machst du ihm auch klar, was du davon hältst.
Vermutungen ob er das auch bei anderen Frauen tut, solltest du aber lieber nicht äußern, bleibe einfach bei den bekannten Fakten.

Ohrfeige für Konstantin und gleichzeitige letzte Verwarnung.
Falls erneute Übergriffe: Karla anquatschen!

Schwierige Situation in die Kunigunde da steckt.
Ich war schon mal auf beiden Seiten der beteiligten.
Also auf der deren Freund geprascht hat und auf der der Freundin.
Ich hätte wissen wollen, dass meine Freund der Reihe nach alle meine Freundinnen betatscht hat.
Der Freundin dessen Freund mich angegraben hat, hat mir nicht geglaubt.
Sie hat ihren Freund geglaubt der natürlich alles abgestritten hat.
Aber ich würde mich jedesmal wieder dafür entscheiden es zu sagen.
annakonda am 2. August 2009 21:39 Sie hat dir nicht geglaubt?
Das find ich schlimm. Und dann? Wie ist es denn dann weitergegangen?
Wolpertinger am 2. August 2009 21:42 Der Typ hat mir gedroht.
Ich sollte ihm nachts nicht auf der Straße begegnen.
Mein Bester Freund (so was wie mein Wunsch großer Bruder) hat das damals klar gestellt, wie er sich zu verhalten hat wenn er mich auf der Straße trifft.
Die Freundschaft war vorher schon nicht die beste und ist dann auch zerbrochen.
Sie hat sich noch ein Kind von ihm machen lassen und dann ist die Beziehung wohl auch auseinander gegangen.
Im Großen und Ganzen bin ich weder um die Freundin traurig noch dadrüber dass der Typ immer noch die Straßen Seite wechselt wenn er mich sieht. ;-))
annakonda am 2. August 2009 21:45 Puh, das ist ect heftig.
Warum glaubt sie das denn auch nicht...also das ist natürlich bedenklich. Da muss man überlegen, wie wahrscheinlich es ist, dass sie es nicht glaubt. Andererseits...wenn sie es nicht glaubt, was ist denn das dann für eine Freundschaft?
Wolpertinger am 2. August 2009 21:52 Sie war eine der Freundinnen die mein erster Freund angebaggert hat.
Nur mit dem Unterschied dass sie es im Gegenteil zu den anderen gut fand und drauf eingestiegen ist.
Wie gesagt die Freundschaft war schon lange Zeit zerrüttet.
Ich vermute dass sie geglaubt hat dass ich mich für diesen Seitensprung mit meinen Freund rechen wollte, der allerdings zu diesen Zeitpunkt viele Jahre her war.
Niveaulos, die ganze Geschichte.
Deswegen bin ich auch nicht traurig über die Entwicklung.
Kunigunde sollte Konstantin drohen, es Karla zu erzählen, wenn er es nicht lässt oder wenn er es ihr nicht selbst beichtet (wahlweise, je nachdem wie sympathisch er ihr ist gg). Interessante Darstellungsweise - find ich gut.
annakonda am 2. August 2009 21:36 Selbst beichten - das ist eine gute Idee. Sehr gut. Danke!=)

Und Kunigunde heißt in Wirklichkeit Anna? (Spielt ja auch keine Rolle... ;)
Ich würde erst mit Konstantin reden und ihm klar machen, dass es absolut kein Spaß ist. Dem muss er sich bewusst werden.
Falls dies nicht funktioniert, bleibt ja nur noch die Möglichkeit, es Karla zu sagen.
Aber auf eine möglichst weiche Art und Weise...
annakonda am 2. August 2009 21:38 Wie kommst du auf Anna? Der reale Name tut nichts zur Sache.;-)
Was ist denn eine weiche Art und Weise?
Knusson am 2. August 2009 21:48 "Hi Karla, wusstest du, dass mich dein Konstantin gerne mal begrabscht? Ich glaube im Allgemeinen, dass er jeden und alles anmacht, was nicht bei 3 auf dem Baum ist!"
Das war eher hart formuliert.
"Hey Karla, der Konstantin scheint manchmal ein Problem damit zu haben, seine Extremitäten zu kontrollieren, wenn er einen über den Durst getrunken hat. Leider musste ich das schon persönlich feststellen, als ich seine Hand auf meinem Po gespürt habe. - Meinst du das war Absicht?"
Das war die eher weiche Methode.
Ihm erstmal wenn ers wieder macht mit aller Kraft die 5 Finger ins Gesicht hauen, dass man den Abdruck noch 3 Tage lang sieht.
Und ihm anschließend nochmals deutlich sagen, dass er gefälligst seine Finger bei sich behalten soll, wenn er nicht will dass sie mit Karla darüber spricht und ihm auch klipp und klar sagen dass es egal ist bei wem, wenn sie es nochmal mitbekommt wird Karla es erfahren.

Wenn Kunigunde die Freundschaft mit Karla ernst nimmt, MUSS sie Karla vom Verhalten ihres Freundes erzählen. Andernfalls wäre sie eine falsche Freundin und würde an Karla Verrat begehen!
annakonda am 3. August 2009 00:12 Und wenn sie Angst hat, sie zu verletzen oder die glückliche Bezihung der beiden zu zerstören?
gottesanbeterin am 4. August 2009 21:06 Dann ist sie ein Angsthase
annakonda am 6. August 2009 01:27 Wieso denn das? Vielleicht auch einfach nur am Wohl von Karla interessiert...?
gottesanbeterin am 14. August 2009 11:55 Wenn man ein Menschenleben retten will, muß man manchmal eben ein Bein amputieren!
Kunigunde, der "das" ja keinen Spaß macht und die ein schlechtes Gewissen hat, sollte daraus die Konsequenz ziehen, sich Konstantin entschieden vom Leibe zu halten. Und sie sollte sich fragen, ob es ihr selber in einem umgekehrten Fall lieber wäre, die Freundin redete mit ihr darüber oder schwiege. Der Antwort auf diese Frage entsprechend sollte sie dann handeln.

Kunigunde sollte Konstantin nochmal deutlich sagen, das sie das nicht will. Wenn er sich in Zukunft nicht daran hält, sollte Kunigunde es Karla sagen. Ich sag mal so: Einmal kann man darüber hinweg sehen, aber wenn es öfters ist, hört sich der Spaß auf. Das Risiko, das Karla Kunigunde nicht glaubt, besteht natürlich, aber Kunigunde wäre es sicher auch lieber, wenn man ihr die Wahrheit sagt, wenn es umgekehrt wäre. Ich hoffe für Kunigunde, das sich alles zum Guten wendet.

Ich würde zuerst ein Gespräch unter vier Augen mit Konstantin führen, dabei sehr deutlich werden, dass ich mir dieses Verhalten für die Zukunft verbiete. Sollte es nochmal dazu kommen, würde ich vor allen Leuten laut und deutlich meinen Unmut äußern und die Situation verlassen. Zu Freundin Karla würde ich offen sagen, dass ich mich dieser Situation nicht mehr aussetzen werde. Dies ist nun die Problematik von Kunigunde. Was die Beziehung von Karla und Konstantin angeht, das ist nicht Kunigundes Angelegenheit....
Erstmal drohen es der Freundin zu verraten...
Dann in die Tat umsetzten

Erstmal drohen, finde ich auch gut. Der Typ scheint ja generell nicht ganz knusper zu sein, somit würde Kunigunde der Karla nur einen Gefallen tun, wenn sie sie vor diesem Chauvi warnt. Wer weiß denn, ob der seine Spielchen nicht noch woanders treibt?
Kunigunde kennt die Einstellung Karlas nicht 100%ig, allerdings ist sie sich sicher, dass ihr Treue sehr wichtig ist.
Also würdest du davon abraten, dass Konstantin es selbst erzählt? Bisher habe ich das für die beste Lösung gehalten. Dein Einwand ist jedoch berechtigt und in diesem Fall wäre Konstantin eindeutig in der besseren Position, da Karla denkt, dass er von sich aus zu ihr kam.
Die Einstellung Karlas zur Treue verstärkt die Bedeutung, etwas zu erzählen.
Eine Einschätzung ist auch von einer genauen Kenntnis der beteiligten Personen und ihrer Beziehung zueinander abhängig. Ist Konstantin gut zu einer aufrichtigen Reue fähig und beschönigt dann nicht auf Kosten anderer? Kunigunde kann nicht verhindern, dass Konstantin selbst etwas erzählt, wenn er es von sich aus will. Eine schwierige Angelegenheit, aber Kunigunde gibt wohl besser auch eine eigene Darstellung.
Andererseits wäre es auch nicht schön, wenn durch so etwas eine 5 jährie Beziehung zerbricht.
Was Konstantin betrifft, ist dieser was Reue und Ehrlichkeit angeht von Kunigunde nicht leicht zu durchschauen.
Das mögliche Zerbrechen einer Beziehung ist kein angenehmer Gesichtspunkt. Dies ist aber letztlich eine Entscheidung, die Karla trifft. Im Hintergrund steht nicht nur ein einmaliger Ausrutscher, sondern eine Neigung zu einem schlechten Verhalten, die dringend abgestellt werden sollte. Wenn dies Zweifel am Fortführen der Beziehung erweckt, kann Karla bereit sein, Konstantin trotzdem noch eine Chance zu geben (eine künftige Besserung vorausgesetzt) oder keine tragfähige Grundlage mehr sehen (ein Verbleiben in einer Beziehung, bei der in Wahrheit auf einer Seite etwas nicht stimmt, ist kein Idealzustand und aus ihrer Sicht kann irgendwo der Punkt erreicht sein, wo die Offenheit für eine andere Beziehung unter besseren Vorzeichen die günstigere Wahl ist).