Frage von Medacines, 34

Gewandung (Früh Mittelalter) Tauglich oder nicht?

Halli hallo Fange ich doch gleich an. Meine Frage bezieht sich auf das frühe Mittelalter (So in etwa Ende des 5./Anfang des 6 Jahrhunderts.) Ich möchte gerne als eine Adelige Frau auf ein Mittelalterspecktakel gehen. Die Gewandung, die ich mir ausgesucht habe, stellt sich hauptsächlich aus Fränkischer und Alamannischer mode zusammen. Dazu kommt noch ein minimaler Hauch keltischer mode. (Mein Wissen, bezogen auf diese Zeit hält sich in Grenzen, da ich erst damit anfange ins Mittelalter Hobby ein zustiegen und mir gerade meine erste einigermaßen "korrekte" Kleidung zusammen bastle.)

Erste Frage: Welche Kopfbedeckungen könnte ich wählen, oder könnte ich sie, als unverheiratete Frau, sogar weglassen. (Die Haare natürlich zusammen gebunden) Ich hatte Ursprünglich an eine blaue Haube gedacht.

Zweite Frage: Zwischen den Fibeln will ich mir eine Perlenkette anhängen. Meines Wissens nach war diese meist aus Glasperlen. Könnte ich auch Muscheln nehmen?

Dritte Frage: Wie viel Schmuck ist zu viel? Ich würde Goldohrringe, die kette zwischen den Fibeln, ein Armband/ reif und noch einen Ring tragen. Kann ich den Ring als unverheiratete Frau überhaupt tragen? (Alles natürlich in einer Hand Goldschmiede gemacht)

Vierte Frage: gab es schon Stickerei auf Gewändern etc? (Kreuzstich)

Letzte Frage: Könnte ich so auf einem Fest o.ä. erscheinen, sodass es etwas korrekt aussieht?
Mein ganzes Outfit sieht ungefähr so aus: Ein weißes, Knöchellanges Unterkleid, Ein rotes Überkleid (also so schlauchförmig) das auf den Schultern mit zwei Goldenen Fibeln befestigt wird, zwischen denen eine Muschelkette hängt, Gegürtet durch einen ungefähr 8cm breiten Gürtel mit einfachen Beschlägen (Also kein Militär Gürtel, ich will nämlich keinen Mann haben ;)) an diesem Gürtel hängen: eine Schere im Beutel, ein kleiner Lederbeutel und eine Größere bestickte “Tasche“. Dann noch eine blaue Haube und blaue Socken, dazu Bundschuhe. Als schmuck, wie schon gesagt: Goldohrringe, die kette zwischen den Fibeln, ein Armband/ reif und noch einen Ring. Ich habe natürlich auf korrekte Verarbeitung Wert gelegt.

Ich würde mich schon sehr freuen, wenn ich von dir auch“nur“ eine ernste Antwort bekommen würde. Danke.

Antwort
von ThePoetsWife, 20

Hallo Medacines,

die adligen "Fräuleins" haben meistens schon eine Kopfbedeckung getragen.

Entweder trägst du dein Haar offen, mit einem Zierreif um den Kopf, oder einen leichten Schleier mit Kopfreif.

Den Kreuzstich gab es bereits im Mittelalter, gerade im Kloster wurde von Nonnen mit dieser Stichtechnik aufwendige Tücher, z.B. Altardecken, angefertigt.

Liebe Grüße

Antwort
von Rabe93, 6

Sehr interessante Darstellung, der ich bis jetzt nur sehr selten begegnet bin. Vor allem das Überhemd mit den zwei Fibeln und der breite Gürtel machen viel her, wenn die passen, dann hast du das wichtigste bereits beisammen. 

Scheint mir schon sehr vollständig, und ich könnte daran jetzt nichts aussetzen. So weit ich aber weiß, darfst du auch als unverheiratete eine Kopfbedeckung tragen. Das "unter die Haube kommen" trat meines Wissens erst im 12-13. Jh auf - zumindest hatte ich das bis jetzt immer so im Kopf. 

Ansonsten sehr interessante und detailierte Darstellung! :)

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