Frage von Hannybunny95, 164

Gewalt in der Familie/ Studium/ Hund/ ausziehen?

Es kam mal wieder zu einer ordentlichen Auseinandersetzung zwischen meinen Eltern und mir (19). Eigentlich ging es um banale Sachen, aber meine Mutter schreit dann nur noch rum, bis ich nicht mehr kann. Habe dann irgendwann meine Meinung gesagt und das kam natürlich gar nicht gut an. Meine Mutter ist mit sehr schnellen Schritten auf mich zu und hat mich weggestoßen und wollte mich weiter schubsen und daraufhin habe ich sie festgehalten. Sie fing an mir an den Haaren zu ziehen (siehe Bild), hat mir im Gesicht rumgekratzt (habe einen Kratzer direkt unterm Auge und die Wangen sind auch mit Kratzern überseht) und mich auf den Boden gedrückt. Habe mir dabei wohl dem Rücken gezerrt oder verspannt auf jeden Fall tut der Mega weh. Ich habe ihr auch an den Haaren gezogen, damit sie aufhört und nun behauptet sie, dass ich auf sie los wäre und angefangen hätte. Mein Vater glaubt ihr natürlich und hat versucht mich festzuhalten. Ich kann definitiv nicht mehr und will raus. Zum Wintersemester fange ich an zu studieren und mein Studiengang ist sehr zeitintensiv was lernen und ich wüsste nicht wie ich da noch so einen Job reinpacken könnte, dass ich mir damit eine Wohnung leisten könnte. Anspruch auf Bafög habe ich leider nicht. Ich bin was das ganze Thema angeht sehr verschlossen und rede darüber auch nicht mit Freunden und möchte es vermeiden bei jemandem von denen unterzukommen.
Ich habe auch noch einen Hund, den ich mit 16 bekommen habe und daher gehört er laut Papieren meiner Mutter. Erstmal vorweg: der Hund wäre kein Problem wenn ich ihn mitnehme wenn ich ausziehe, da er sehr umgänglich ist und ich genügend Leute kenne, die ihn mal im Notfall nehmen oder mal mit ihm rausgehen. Er darf auch mit in die uni und dort nehmen auch viele ihre Hunde mit. Mein Problem ist eher, dass meine Mutter nun droht ihn zu verkaufen, weil sie sich nicht um ihn kümmern will und wenn ich ausziehe will sie ihn mir "aus prinzip" nicht geben. Sie meinte auch, dass sie mich gerne provoziert, weil man dann sehen könnte wie unmenschlich ich sei und generell wie missraten ich bin (weil ich halt irgendwann auch meine Meinung sage und das wäre gegenüber den Elternteilen respektlos)..... Mein Vater steht voll hinter meiner mutter und generell bin ich die zweite Wahl, wenn es um meine Schwester und mir geht.

Antwort
von Viowow, 38

wenn es sich so zugetragen hat, geh zur polizei. das ist der einzige weg. das jugendamt macht da glaube ich nichts mehr.
wenn es dein erstes studium ist, bekommst du dein kindergeld plus unterhalt von den eltern. das kannst du notfalls auch einklagen.
mit dem hund würde ich gucken. erst ein schönes zuhaise finden, oder mitnehmen. aber entscheide zum wohl des hundes.
wenn du belegen kannst, das deine mutter den hund zwar bezahlt hat, aber du den aufwand hattest( sowohl zeitlich als auch geldlich) müsste es keine probleme geben.

Antwort
von Fortuna1234, 71

Hi,

du musst ein Studium nicht in Regelstudienzeit schaffen. Gerade wer nebenher arbeiten muss und Geld verdienen muss, macht eben weniger Klausuren und 1-2 Semester länger. Das ist kein Problem.

Du kannst also jobben, du kast dein Kindergeld und du kannst einen KfW-Studienkredit aufnehmen. Die Finanzierung ist also kein Problem, auch ganz ohne Eltern.

Du solltest dir Geld sparen für die Kaution, danach steht dem nichts im Wege.

Antwort
von Volkerfant, 50

Du kannst mit dem Hund ausziehen, in eine günstige WG evtl. Wenn dir kein BaföG zusteht, müssen deine Eltern dich bis zum 25. Lj. finanziell unterstützen. Das kannst du notfalls auch einklagen.

Es gibt auch günstige Studentenkredite, mit denen du dich über Wasser halten kannst, nebenher kannst du auch ein paar Std. joben.

Es gibt auch die Möglichkeit eines dualen Studiums (1/4 J. Studium, 1/4 Jahr Arbeit in einer Institution), der Arbeitgeber zahlt während der ganzen Studienzeit monatl. ein Gehalt.

Zudem kommt der Anspruch auf Kindergeld.

Antwort
von David56, 46

Der größte Teile Deiner Fragen ist ja schon aureichend beantwortet, bleibt noch der Hund.
Aus Deiner Erzählung kommt es so rüber als ginge es Deiner Mutter in erster Linie darum Dich zu verletzen und zu provozieren. Also drehe den Spieß am besten einfach rum. Äußere Dich Deiner Mutter dahingehend, dass es Dir sogar recht sei, wenn Du den Hund nicht mitnehmen musst, da Du mit Hund wahrscheinlich eh keine Wohnung bekommen würdest. So in der Richtung. Wenn Du Deine Mutter richtig einschatzt und sie Dich gerne provoziert, müsste sie daraufhin umschwenken und darauf bestehen, daß Du den Hund mitnimmst. Problem gelöst, - wenn es klappt. Aber einen Versuch wäre es wert. 

Antwort
von Jule59, 15

Auch für dich könnte eine erste Anlaufstelle das Jugendamt sein. Vor dem Gesetz giltst du als "junger Volljähriger", die hier abgedeckte Altersspanne liegt zwischen dem 18. und dem 27. Lebensjahr.

In der Realität erfolgt die Hilfegewährung nur bis zum 21. Lebensjahr - was für dich aber ja relevant wäre.

Das Mindeste, was du dort bekommst, ist eine Beratung, welche Möglichkeiten du hast. Ob es darüber hinaus auch weitere Leistungen, wie Unterstützung bei der Wohnungssuche oder finanzielle Hilfen gibt, wird vom konkreten Bedarfsfall abhängen, welchen das Jugendamt erkennt.

Hilfe verweigern darf das Jugendamt dir nicht. Zu verlieren hast du nichts. Den Antrag auf Gewährung von Hilfe musst du selbst beim Sozialpädagogischen Dienst des Jugendamtes stellen. 

Ich vermute, dass eine Jugendwohngruppe, die übers JA finanziert wird, für dich nicht in Frage kommt, da du ja grundsätzlich in der Lage bist, dein Leben selbstständig zu führen. Der Hund wäre bei einer solchen Maßnahme in jedem Fall außen vor.

Was die Eigentumsverhältnisse des Hundes betrifft, so sind deine Eltern dessen Eigentümer. Wenn du ihn trotzdem einfach mitnimmst, könnten sie ihr Recht an dem Hund einklagen. Die Frage ist, ob sie das tatsächlich tun, denn eine solche Klage wäre natürlich mit Kosten verbunden.


Antwort
von beangato, 60

Schlimm, solche Eltern.

Du solltest trotz zeitintemsivem Studium Dir einen Job suchen. Zieh aus.

Oder wie lange willst Du Dir das noch gefallen lassen?

Kommentar von gnarr ,

schlimm das es solche kinder gibt, die sich nicht an regeln halten und keinen respekt haben vor ihren eltern, hier lügen erzählen.

Kommentar von beangato ,

Mit 19 ist das "Kind" erwachsen und muss sich an keine Regeln mehr halten.

Und ehrlich - Du musst ein großes Problem haben, wenn Du Deine Kinder nicht mal eigene Entscheidungen treffen lässt. Deine Kinder können dann niemals selbstständig leben.

Drehst Du auch immer die Tatsachen so hin, wie Di sie gern hättest?

Kommentar von gnarr ,

doch das muss es. die regeln im haus der eltern gelten für das kind oder es fliegt raus, mit allen konsequenzen.

meine kinder sind  selbständig, sie sind gut erzogen und stehen selbstbewußt nach außen blickend in die welt. wir haben uns gekümmert um die kinder, sie erzogen und nicht wie andere es gerne tun - nicht wahr - sich selbst überlassen.

du hast doch überhaupt keine ahnung von solchen dingen.l

Kommentar von beangato ,

Wieviel Kinder genau hast Du denn, die schon in ihren eigenen Wohnungen leben?

Nö, Regeln im Haus können angeglichen werden- besonders, wenn das Kind erwachsen ist.

Aber machen Eltern können einfach nicht loslassen.

Oder Du hast gar keine Kinder und willst hier die Jugendlichen verunsichern.

wie andere es gerne tun - nicht wahr - sich selbst überlassen.

ICH habe nie eins meiner Kinder sich selbst überlassen. Keine Ahnung, wie Du da drauf kommst.

Allerdings habe ich meine Kinder LOSGELASSEN.

Kommentar von Dahika ,

der Erwachsene muss sich an keine Regeln mehr halten? Äh...ok, dann fahre ich jetzt mal mit 100 durch den Ort, parke im Halteverbot, klaue meine Sachen im Laden.
Erwachsene müssen sich sehr wohl an Regeln halten. Letztlich macht es das Erwachsenen-Sein aus, dass man den Sinn von Regeln auch einsieht.Und es macht  das Erwachsenenleben auch aucs, dass man dann auch bereit sein muss, die Konsequenzen zu tragen, wenn man sich nicht an Regeln hält.

Auch wenn junge Erwachsene zu Hause wohnen, müssen sie sich an Regeln halten. Und wie. Die Regeln sollten freilich ausgehandelt werden, verhandelt werden, aber Regeln muss es immer geben, wenn man zusammenwohnt. Sie haben etwas mit gegenseitiger Rücksichtnahme zu tun. Und da ist es egal, ob der Mensch, der zu Hause wohnt, 5 oder 25 ist.

Sonst muss man wie Robinso Crusoe auf eine einsame Insel ziehen.

Kommentar von beangato ,

Ich habe NICHT geschrieben: Alle Erwachsenen.

Denn EIGENTLICH war das so gemeint:

Wenn Kinder erwachsen werden, sollte man sie auch so behandeln.

Schade, dass Du so gar nicht verstehen willst oder kannst, was ich meine.

Das kann man vlt. . erst verstehen, wenn die eigenen Kinder erwachsen sind.

Antwort
von MuttiSagt, 67

Wieso bist du nicht BAfög berechtigt? Es gibt Sonderegelungen, wenn es unzumutbar ist, zu Hause zu wohnen

Kommentar von gnarr ,

unzumutbarkeit muss bewiesen werden. bafögberechtigt ist, dessen eltern wenig verdienen. dann müssten eltern unterhalt zahlen. geben sie an, dass sie naturalunterhalt zahlen, darf kind nach hause und wenn es das nicht tut, bekommt es garnix.

Kommentar von MuttiSagt ,

Doch man braucht nur ein Attest vom  Psychologen

Kommentar von Dahika ,

Nur ein Attest? Psychologen stellen keine Gefälligkeitsatteste aus. Wenn, dann schauen sie sich den Sachverhalt sehr genau an, reden mit allen Beteiligten, und das kostet. Nicht wenig Geld. 

Kommentar von MuttiSagt ,

Psychologentermine zahlt die Kasse, lediglich für ein Attest dürfen 10-25€ privat in Rechnung gestellt werden.

Antwort
von eni70, 66

Kein Baföganspruch? Dann müssen deine Eltern gut verdienen und für dich bezahlen. Unter diesen Umständen nix wie raus da. Den Hund benutzt sie jetzt schon als Druckmittel. Mit Hund ne Wohnung zu finden, wird eher das Problem sein. Bewirb dich sofort unter Angabe der Umstände beim Studentenwerk um eine günstige Bleibe.

Du solltest zum Arzt und eventuell Polizei gehen, Jugendamt geht auch noch, um den Zustand zu dokumentieren. 

Mit Abstand wird sich euer Verhältnis entspannen und wenn du magst wieder bessern.

Kommentar von gnarr ,

die eltern müssen zahlen, wenn sie mit dem auszug einverstanden sind.

Kommentar von Fortuna1234 ,

Nein, ab 18 sind Eltern barunterhaltspflichtig. Wenn sie können, müssen sie zahlen. wenn sie nicht können, gibt es Bafög.

Kommentar von Dahika ,

das ist ein Irrtum. Sie sind unterhaltspflichtig, aber dem Unterhalt ist Genüge getan, wenn ein Wohnraum, Essen und in Maßen Kleidung geboten wird.

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