Frage von Maria7405, 72

Geteiltes Sorgerecht, wer unterschreibt Reitbeteiligungsvertrag?

Hallo,

mein Freund ist geschieden und hat Kinder. Die Kinder leben bei der Mutter, Sorgerecht haben aber beide. Nun hat der Sohn eine Reitbeteiligung gefunden, die die Mutter erlaubt. Aber sie will den Reitbeteiligungsvertrag nicht unterschreiben. Mein Freund soll ihn unterschreiben. Da der Sohn bei ihr lebt, laufen auch Kranken- und Haftpflichtversicherung über sie. Da sie geteiltes Sorgerecht haben, ist es auf den ersten Blick kein Problem. Aber wie sieht es aus, wenn sich der Sohn irgendwie verletzt beim Reiten oder Sachschaden bei Fremden verursacht. Für diese Dinge übernimmt der Pferdebesitzer keine Haftung laut Vertrag. Das übernehmen dann Krankenkasse und Haftpflichtversicherung des Sohnes. Aber die laufen ja über die Mutter, weil er bei ihr lebt. Wenn nun nur mein Freund unterschreibt und was passiert, können sich dann die Versicherungen weigern die Kosten zu übernehmen, da er ja nicht Versicherungsnehmer ist?

Liebe Grüße Maria

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Antwort
von Apolon, 27

  Nun hat der Sohn eine Reitbeteiligung gefunden, die die Mutter erlaubt.

Dieser Satz ist irreführend.

Nur eine Pferdeeigentümerin kann eine Reitbeteiligung suchen!

Ich vermute allerdings, dass es hier darum geht, dass die Kinder ein Pferd suchen auf dem sie reiten können und dafür ein Entgelt gezahlt werden muss.

Hier ist es völlig egal, welches Elternteil den Vertrag unterschreibt. Wichtig ist, dass das Kind versichert ist. Bedeutet, dass die Eltern eine Privathaftpflichtversicherung und Krankenversicherung für das Kind haben müssen.  Ergänzend würde ich noch empfehlen für das Kind eine Unfall-Versicherung abzuschließen.

Gruß N.U.

Kommentar von Maria7405 ,

Ja, so meine ich das. Der Sohn ist die Reitbeteiligung und nicht der Besitzer.

Antwort
von Othetaler, 40

Der Mutter geht es bestimmt um die Kosten für die Reitbeteiligung. Die soll der Papa übernehmen.

Krankenkassentechnisch sehe ich da keine Probleme. Allerdings wird die Privathaftpflicht bei entsprechenden Schäden bestimmt nicht bezahlen. Dazu sollte schon eine Pferdehalter-Haftpflicht bestehen, die der Besitzer des Pferdes hoffentlich hat.

Falls nicht - Finger weg von dem Pferd oder eine eigene Versicherung abschließen.

Kommentar von Maria7405 ,

Vielen Dank für die schnelle hilfreiche Antwort.

Antwort
von Gerneso, 47

Die Reitbeteiligung ist ja sicherlich mit Kosten verbunden. Der, der den Vetrag unterschreibt, übernimmt diese Kosten, da er somit als Vertragspartner fungiert. Wenn die Mutter nicht unterschreiben will, bedeutet das wohl, sie will die Kosten nicht übernehmen.

Kommentar von Maria7405 ,

Die Kostenfrage ist eigentlich geklärt. Ist das dann echt so einfach?

Kommentar von Gerneso ,

Inwiefern ist die Kostenübernahme geklärt? Wenn Papa zahlt ist doch klar, dass er auch den Vertrag abschließt und nicht Mama.

Kommentar von Maria7405 ,

Die Kosten sind aufgeteilt. Die Mutter übernimmt einen Teil, einen kleinen Teil zahlt der Sohn von seinem Taschengeld und wir übernehmen einen Teil. So war es zumindest vereinbart. Aber alles nur mündlich ausgemacht.

Kommentar von Gerneso ,

Dann hoffentlich schriftlich vereinbart. Sollte das nicht funktionieren, müsste der Vertragspartner (Vater) die Kosten alleine tragen und dann die anderen Anteile zivilrechtlich bei den anderen, mit denen er eine schriftliche Zahlungsvereinbarung getroffen hat, einklagen.

Gegenüber dem Pferdebesitzer ist der, der den Vertrag unterzeichnet hat, alleiniger Schuldner.

Kommentar von Maria7405 ,

Oh man, an was man alles denken muss. Vielen lieben Dank für deine hilfreiche Antwort.

Antwort
von Mieze1231, 9

Was ist denn die Begründung der Mutter, warum sie nicht unterschreiben möchte?

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