Frage von mrcoolice1984, 38

Geteiltes Sorgerecht trotz kurzer Beziehung?

Guten morgen zusammen! Bei mir gibt es folgende Situation, ich war ca 4 Monate mit einer Frau zusammen, danach hat sie herausgefunden das wir nicht zusammen passen! So weit, so gut! Eine Woche später bin ich dann darüber informiert worden das sie im dritten Monat schwanger ist! Unser Verhältnis ist nicht besonders gut, sie hat einen neuen Partner und ich eine neue Partnerin! Dennoch möchte ich an geteilte Sorgerecht. Soweit ich weiß müsste das ein einfaches Ding für mich werden, da sicher 2013 die Rechtsprechung geändert hat! Sie möchte nicht das ich es bekomme und sie wird es mir auch nicht einfach so geben! Sie ist der Auffassung, dass kein Richter uns zumuten würde zusammen ein Kind großziehen zu müssen, da wir ein schlechtes Verhältnis haben und noch vor der Geburt getrennt waren! Hat jemand eine Ahnung, wie in solchen Fällen vorgegangen beziehungsweise entschieden wird? Ich danke euch!

Antwort
von maja11111, 29

eure situation ist völlig egal. das kind wird oder wurde geboren. nun muss eine vaterschaftsanerkennung her. wenn du pech hast, dann wurde bereits ein vater angegeben. dann bist du für dich aus der nummer raus und brauchst dir keine gedanken mehr zu machen. sollte ein vater bereits eingetragen sein, nämlich der neue der mutter, dann müsstest du die vaterschaftsfeststellung beantragen beim familiengericht. dann wird geprüft ob deine interessen höher als die des kindes wiegen.sollte dem so sein, dann wirst du als vater festgestellt werden.

dann kommen deine pflichten unterhalt, regelmäßiger umgang. unterhalt ist fällig ab geburt des kindes und umgang wird dann angepasst. in der regel ist es 2-3 nachmitage die woche mit einer übernachtung, jedes zweite wochenende von fr-so, hälftige ferien und feiertage, drei wochen sommerurlaub. das wäre der gängige umgang von anfang an. abhängig davon ob sie stillt oder nicht, kann das ein wenig abgewandelt werden. aber irgendwann ist sie ja fertig mit stillen.

das sorgerecht ist eine sache die du gleich am anfang bei der vaterschaftsfeststellung mit ansprechen kannst. du kannst sie auffordern es doch gleich zu erklären. wenn sie darauf nicht eingeht, dann wirst du eine mediation beginnen müssen. wenn dort keine einigung zu erzielen ist, dann streite dort nicht mit ihr. lass sie sich selbst als volltrottel darstellen und stelle einen antrag bei gericht. dort wird dann geprüft was die gründe der mutter auf ablehnung sind: schwerer missbrauch des kindes, schwere misshandlung sind gründe um sorgerecht zu verhindern. das schlechte verhältnis ist eine sache das ihr gemeinsam angehen müsst. dabei musst du deine eigene überheblichkeit und den egoismus genauso überwinden wie die werdende mutter. nur hast du aus dem sorgerecht keine weiteren rechte heraus als du vorher hast. die entscheidungen trifft die km weiter im rahmen ihrer alleinigen alltagssorge. sie bestimmt die schule, die kita, den hort, wer das kind abholen darf und wer nicht. vorteil ist nur, dass du bei schule, arzt und kita infos einholen kannst.

Antwort
von LiselotteHerz, 33

Um das geteilte Sorgerecht zu bekommen, muss sie bei der Geburt erstmal angeben,dass Du der Vater bist. Sollte sie das machen, musst Du Dir darüber im klaren sein, dass Du dann voraussichtlich für die nächsten 21 Jahre zahlen darfst. Willst Du das wirklich? Und dann musst Du Dir schon mal überlegen, wie das mit dem Kind ablaufen soll. Sie lehnt Dich ja ganz offensichtlich völlig ab. Willst Du dann Dein Kind immer mal abholen und riskieren, dass ihm zuhause erzählt wird, was für ein schlechter Mensch Du bist? Das ist für ein Kind furchtbar, wenn es da zwischen 2 Stühlen steht, egal wie alt es ist. Deine Ex will ganz offensichtlich mit Dir überhaupt nichts mehr zu tun haben und lebt in einer neuen Beziehung. Das tut keinem gut, wenn Du Dich da reindrängst, nur weil dieses Kind Deine Gene hat. Um des Kindes willen, würde ich an Deiner Stelle nicht darauf bestehen. lg Lilo

P.S. Wer sagt Dir denn, dass Du der leibliche Vater bist?

Kommentar von maja11111 ,

nun vielleicht ist es ja für das kind von vornherein besser beim vater aufzuwachsen und die mutter darf dann ab und an betreutzu besuch. das wäre so mein gedanke wenn ich denken würde das kind wird seelisch misshandelt, manipuliert und kaputt gemacht. da würde ich an seiner stelle garnicht lange fackeln.

wenn er rauskriegen möchte das er der leibliche vater ist, dann steht es ihm doch frei das testen zu lassen. soll er das dem zufall überlassen? würde ich auch nicht tun. und natürlich sollte er auf den umgang mit seinem Kind bestehen. warum bildest du dir ein, dass er sich irgendwo reindrängt? wie krank ist diese ansicht denN?

Antwort
von passaufdichauf, 19

Wenn du der Vater bist, hat du das Recht (!) auf das gemeinsames Sorgerecht. Das ist deutsches Gesetz. Die Wünsche der Mutter sind hier irrelevant, solange du keine Kindeswohlgefährdung darstellst.

Sie kann natürlich bei der Geburt den neuen Partner als Vater angeben. Dann musst du diese Vaterschaft erst einmal anfechten. Wenn das Gericht dann deine Vatershaft festgestellt hast, kannst du auch die gemeinsame Sorge beantragen und wirst sie bekommen.

Unabhängig davon bist du natürlich ab Geburt bzw. ab Vaterschaftsanerkennung unterhaltspflichtig.

Ebenso hast du (unabhängig von Sorgerecht und Unterhaltszahlungen) ein Umgangsrecht, und auch dein Kind hat ein Recht auf Umgang mit dir.

Antwort
von Nordseefan, 38

Es geht nicht um euch, sondern euer Kind. Und für das ist, egal wie lange ihr zusammenwart das gemeinsame Sorgerecht das beste. In aller Regel zumindest. Du müsstest zum Beipiel schon ein Säufer sein, oder Dealer oder so was in der Art, damit du das Sorgerecht NICHT bekommst.

Und ich vermute mal dein Geld wird sie gerne nehmen. Sogehts ja auch nicht. ICh finde es prima, das du Verantwortung übernehmen willst. Aber das musst du dann auch bis an dein Lebensende. 

Antwort
von MaryS21, 30

Ich glaube nicht dass eine gute Idee wäre, wenn jemand von uns spekulieren würde. Ich geb dir den Tipp geh so schnell wie möglich zu einem Anwalt!

Antwort
von Hannibu, 30

Solange du das Kindeswohl nicht gefährdest sehe ich keinen Grund, warum du das Sorgerecht nicht bekommen solltest...

Antwort
von ghasib, 29

Du bist der Vater. Ob ein geteiltes Sorgerecht erteilt wird weiß ich nicht. Ein Umgangsrecht ganz sicher. Kämpfe und gib nicht auf das wird auch den Richter nicht entgehen und lass dich nicht auf Wortgefechte ein. Auch das registriert der Richter. Viel Glück.

Antwort
von Gerneso, 24

Die Frau wäre schön blöd sich für das gemeinsame Sorgerecht mit Dir zu entscheiden. Umgangsrecht für den Vater klar. Aber Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht? Dann würde sie für jeden Pups Deine Zustimmung einholen müssen. In der Praxis sehr aufwändig und kompliziert.

Kommentar von maja11111 ,

ihr einverständnis ist ja garnicht mehr gefragt. nur eine kurze unterschrift und sie erspart sich einen haufen ärger. wenn sie das nicht tut, dann gehts direkt zum gericht mit antrag auf gemeinsames sorgerecht. sie darf dann zahlen, weil es nichtigkeiten sind die sie vortragen wird.

in der praxis sind es drei unterschriften im leben des kindes: taufe, nicht wichtige ops und bankangelegenheiten. bankangelegenheiten kann man über seinen eigenen namen laufen lassen. dann kommt kv auch nicht ran, taufe - nun es werden immer weniger die das ihren kindern antun. op erklärt sich von selbst. alles andere kann die mutter allein entscheiden im rahmen ihrer alleinigen alltagssorge. selbst schulen verlangen nicht unbedingt mehr eine unterschrift. und wenn er sich verweigert, wird die unterschrift im eilverfahren ersetzt. pässe können allein beantragt werden, ausweise etc. sprich in der realität ändert sich garnix und der vater hat genauso wenig zu melden wie vorher. durch die gesetzesänderung wurde das sorgerecht aufgeweicht und für die umgangseltern ist es ein nettes papier für die toilette.

Kommentar von Menuett ,

Nein, nur für langfristige Angelegenheiten braucht sie die Unterschrift des Vaters. Umzüge, Ops, Kontoeröffnungen und Schulwechsel.

Sonst nicht.

Kommentar von Gerneso ,

nur für langfristige Angelegenheiten braucht sie die Unterschrift des Vaters. Umzüge, Ops, Kontoeröffnungen und Schulwechsel.

Ja - und das reicht ja wohl. Das Kind zieht ja kaum alleine um, sondern die Mutter plant (mit dem bei ihr wohnenden Kind) umzuziehen. Und dann muss sie dafür eine kurze Bettgeschichte um Genehmigung fragen? Natürlich hat sie da keine Lust zu.

Damit hat der Erzeuger dann direkten Einfluss auf das Leben der Kindsmutter.

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