Frage von lange9, 104

Geteiltes sorgerecht beantragen für meinen Sohn ?

Ich bin seit September 2015 nicht mehr mit meiner ex zusammen . Und ende März wurde unser Sohn geboren . Und ich wollte mal fragen wie es aussieht ob ich eine Chance habe das geteilte sorgerecht zu bekommen . Meine ex will das alleinige unbedingt haben

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Antwort
von Mieze1231, 46

Das geteilte Sorgerecht nicht, aber die Chance aufs Gemeinsame hast du.

Wende dich zuerst ans Jugendamt und besprich es dort. Vielleicht wird deine Ex bzw ihr zusammen zu einem Gespräch eingeladen und sie unterschreibt es doch.

Wenn nicht stelle einen Antrag beim Familiengericht. Dort findet in der Regel nur ein schriftliches und beschleunigtes Verfahren statt. Die Mutter bekommt Post und 6 Wochen Zeit gegen das GSR zu argumentieren. Dabei zählen aber nur Gründe, wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist. Also wenn du zB das Kind schlagen würdest. Alles andere wie "wir verstehen uns nicht", "ich kann das auch alleine" etc etc spielt alles keine Rolle und du bekommst das gemeinsame Sorgerecht zugesprochen.

Viel Glück!

Antwort
von Goodnight, 10

Die Chance hast du. 

Deine Ex kann ich sehr gut verstehen, ich würde auch das alleinige Sorgerecht wollen. Der Grund ist klar, wer sich nicht mehr versteht, kann auch nicht fair für gemeinsame Kinder gleichberechtigt Erziehungsfragen zum Wohle des Kindes treffen.

Es ist meine tiefste Überzeugung, dass nur Eltern das können, die schon Jahre in einer Gemeinschaft bewiesen haben, dass sie trotz Meinungsverschiedenheiten gemeinsame faire Lösungen finden konnten.

Paare die nicht mehr zusammen sind können das ganz selten.

Man kann auch ein guter Vater sein ohne das gemeinsame Sorgerecht. 

Antwort
von petrapetra64, 14

du kannst nur das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Dafür wendest du dich erst mal ans Jugendamt, die werden versuchen, ein gemeinsames Gespräch stattfinden zu lassen. Die Mutter muss dann eine Stellungnahme abgeben, warum sie gegen das gemeinsame Sorgerecht ist. Kann sie dies nicht ausreichend begründen, wird dir langfristig das gemeinsame Sorgerecht erteilt auch gegen den Willen der Mutter. 

Entweder durch gemeinsame Gespräche beim Amt oder notfalls über das Familiengericht. 

Argumente zu deinen Gunsten sollten sein, dass du dich ernsthaft um dein Kind bemühst, dich um das Kind kümmerst, auch langfristig. Das musst du halt auch erst mal beweisen, der Kleine ist ja gerade mal 3 Monate alt.

Ich kann deine Ex auch ganz gut verstehen, es ist halt oft so, dass der Vater nach ein paar Monaten das Interesse am Kind verliert und dann ist es sehr beschwerlich, wenn man einen Reisepass beantragen will, das Kind auf der Schule anmelden und ein Konto bei der Bank eröffnen oder Kündigen will. 

Ohne Nachweis des alleinigen Sorgerechtes hätte ich das alles nicht machen können, da der Vater für mich nicht erreichbar war, bzw. wenn, dann hätte er für die Unterschrift Gegenleistungen fordern können (Geld z.B. ). Unterhalt hat er eh nie bezahlt. 

Wenn du aber wirklich am Leben deines Kindes teilhaben willst, dann ist das gemeinsame Sorgerecht das Richtige.

Antwort
von Caila, 61

Da wir die Umstände nicht kennen, ist genaues schwer zu sagen.

Falls ihr Verheiratet wart hast du das Sorgerecht sowieso.

Ansonsten kannst du es natürlich beantragen, wende dich dafür einfach an das zuständige Jugendamt.

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Das ist nicht Sache des Jugendamtes. Er muss einen Antrag beim Familiengericht stellen (früher hieß das mal Klage).

Kommentar von lange9 ,

Nein wir waren nicht verheiratet

Kommentar von dielauraweber ,

beim jugendamt kann gsr gemeinsam erklärt werden und das sollte gefordert werden im gemeinsamen elterngespräch. wird vom anwalt immer empfohlen.

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Du sagst es... gemeinsam erklärt. In der Frage steht aber bereits, dass die Mutter dazu nicht bereit ist.

Kommentar von Dahika ,

Dann hat sie Pech. Der Vater bekommt das gemeinsame Sorgerecht, wenn nicht Gravierendes dem im Wege steht.

Kommentar von dielauraweber ,

trotzdem ist es einfach aus vatersicht taktisch von vorteil die sache offiziell in einem elterngespräch zu regeln. wenn die mutter das verweigert ist es aktenkundig. dieses gespräch wird dann seitens des jugendamtes und dem anwalt des kv vorgetragen vor gericht. das lässt mutti blass da stehen. zudem es genügend gerichte gibt, die in streitfragen zur mediation erstmal ans jugendamt zurückverweisen. wäre dann ein gang den kv sich einspart, da mediation gescheitert.

Antwort
von dielauraweber, 46

sie hat, so ihr nicht verheiratet seit, bereits das alleinige sorgerecht.

du machst einen termin beim jugendamt und lädst zum gemeinsamen elterngespräch. dort erklärst du dich, dass gsr dem kindeswohl entspricht, welches dir am herzen liegt und wichtig ist. verweigert sie sich dort, brich das gespräch höflich ab und dann gehts kommentarlos zum anwalt.

mit dem reichst du einen antrag auf gsr ein und das wird dir dann eben gerichtlich beschieden.

Antwort
von TreudoofeTomate, 57

Sie will es nicht haben, sie hat es. Alleinstehende Mütter haben (wenn sie nicht gerade noch minderjährig sind) vom Gesetz her immer erst einmal das alleinige Sorgerecht.

Um überhaupt das Sorgerecht bei Gericht beantragen zu können, muss erst einmal festgestellt werden, ob du überhaupt der Vater des Kindes bist.

Kommentar von lange9 ,

Das wurde schon mit Einen Test geklärt die Vaterschaft

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Auch gerichtsfest? Dann stell einen Antrag beim Familiengericht. Wenn es nicht dem Kindeswohl widerspricht, wird der Richter dir ebenfalls das Sorgerecht zusprechen.

Aber mal ganz abgesehen davon, was versprichst du dir davon?

Kommentar von dielauraweber ,

der erste teil sollte trotzdem über das jugendamt gehen, im gemeinsamen elterngespräch. dann hat er gezeigt und bewiesen das die mutter nicht willig ist.

Kommentar von martinzuhause ,

"Aber mal ganz abgesehen davon, was versprichst du dir davon?"

das er für das kind da sein kann? dafür gibt es das gemeinsame sorgerecht.

mit dem gemeinsamen sorgerecht hat er mitspracherecht bei allen wichtigen dingen die das leben des gemeinsamen kindes betreffen.

auch wenn die mutter das da sicher anders sieht

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Um für das Kind da zu sein, braucht er kein Sorgerecht. Dafür hat er das Umgangsrecht.

Ja, du hast Recht, natürlich hat er das Mitspracherecht, wenn die Eltern das gemeinsame Sorgerecht haben. Leider ist es aber so, dass viele "Väter" das gemeinsame Sorgerecht nur aus Trotz beantragen und um der Mutter das Leben schwer zu machen. Jede Entscheidung wird dann letztendlich übers Gericht laufen müssen.

Daher wollte ich ja von ihm konkret wissen, was er sich davon verspricht.

Kommentar von martinzuhause ,

da könnte man auch behaupten das viele mütter das ASR nur wollen nur aus trotz wollen oder weil sie glauben es sei doch "ihr" kind

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Ja, könnte man und ist vermutlich auch so. Der Unterschied ist jedoch, dass sie es nicht wollen, sie haben es kraft Gesetzes.

Aber ist das nicht nachvollziehbar? Sie zieht das Kind auf, sie allein will entscheiden. Ich würde auch nicht wollen, dass ein Mann, der vielleicht sogar vorher noch wollte, dass das Kind nie auf die Welt kommt, jetzt plötzlich was zu sagen haben will.

Kommentar von dielauraweber ,

nun, es zwingt sie ja keiner das kind aufzuziehen und wer sagt, dass sie der bessere elternteil ist nur weil sie ein kind auf die welt bringt? wer sagt das das kind dort seine gesamte kindheit verbringt. vielleicht möchte der vater das kind auch bei sich haben und es selbst aufziehen.

Kommentar von Goodnight ,

Abgesehen davon hat man auch mit dem Umgangsrecht ein Anrecht über wichtige Entscheidungen informiert und einbezogen zu werden.

Antwort
von Menuett, 20

Du bekommst auch gegen den Willen der Mutter die gemeinsame Sorge.

Das ist kein Problem.

Dir ist aber bewußt, dass die gemeinsame Sorge nicht viel hergibt?

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