Frage von summaslamma1997, 72

Gesundheitlich und Beruflich in einer schweren Situation?

Hallo zusammen! Ich bin momentan in einer wirklichen Sch... Situation. Und zwar geht es um folgendes. Ich habe am 1.6. in einer neuen Firma angefangen. Ich arbeite dort in einem Lager und habe mich innerhalb von ein paar Tagen fast alles selbst beigebracht. Die Kollegen sind auch in Ordnung und soweit passt alles. Allerdings habe ich mich schon wenigen Tage nach beginn der Arbeit regelrecht hin zwingen müssen. Bei mir ist es so, dass ich unter Depressionen leide. Ich war deswegen auch schon bei einem Arzt und Psychiather. Ich habe deswegen auch schon im Januar eine Reha gemacht. Ich möchte nicht das jemand denkt, dass ich zu Faul wäre oder Keine Lust hätte zu arbeiten, Nein, Mir spielt meine Psyche einfach einen Strich durch die Rechnung. Ich war am Dienstag bei meinem Hausarzt und habe ihm gesagt, dass meine Depressionen wieder schlimmer werden. Allerdings verschreiben die heut zu tage leider auch nur noch Medikamente ... Ich gehe Stark davon aus, dass ich es morgen auch nicht schaffe zur Arbeit zu gehen. Das komische ist, dass dies schon seit der Ausbildung ist, die ich vor 5 jahren begann. Für mich hört sich das einfach so an, dass ich Keine Vollzeit ( 8 Std / 40 Std ) Arbeiten kann. Ich werde auch wahrscheinlich heute meinem Arbeitgeber eine e-Mail schreiben und bitten mich zu kündigen. ( Da die Probezeit aus 6 Monaten besteht, kann er mich auch Krankheitsbedingt kündigen) Was ich für mich festgestellt habe: Ich bin nicht in der Lage, mehr als 3 stunden zu arbeiten, und brauche daher eine Erwerbminderungsrente. Ich weiß zwar nicht ob ich die bekomme, aber kann ich dies so meinem Arzt sagen? zu mir : Bin 24, Krankheitsbild Depression / Psyche. Ich würde mich einfach freuen, wenn ernst gemeinte Kommentare zu meiner Lage von euch kommen. Danke und Gruß

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von samm1917, Community-Experte für Depression, 27

Die häufiste Form einer Depression ist die sogenannt "rezidivierende" Depression. Das heisst, dass die Depressionen immer wieder zurück kehren. Ich kenne deine Situation mehr als gut!

Diese Krankheit ist die absolute Hölle. Sie macht einem immer dann einen Strich durch die Rechnung wenn mans am wenigsten gebrauchen kann. Leider kann man dagegen nur beschränkt etwas tun, unmöglich ist es jedoch nicht.

Grundsätzlich: Ärzte (auch Psychiater) sind meist für eine richtige Psychotherapie ungeeignet. Sie sind spezialisiert auf Medikamente. Für eine richtige Psychotherapie sind in erster Linie Psychologen mit entsprechender Weiterbildung zum empfehlen.

Wichtig dabei ist, dass das Verhältnis (die Chemie) zwischen Therapeut und Patient stimmt. Schaue dir unbedingt mehrere Psychologen an, bevor du dich entscheidest und eine Therapie beginnst. Zudem gibt es diverse Formen der Psychotherpie.

Die bekanntesten sind analytische Therapien (geeignet um die Hintergründe der Krankheit zu verstehen und langsame Veränderungsprozesse zu machen) und Verhaltenstherapien (geeignet das eigene Verhalten zu reflektieren). Analytische Therapien werden bei Depressionen meist eingesetzt. Bis eine Psychotherapie wirkt vergehen i.d.R. jedoch meist Monate wenn nicht Jahre.

Wenns nicht anders geht, kommen Medikamente zum Einsatz, allen voran Antidepressiva. Leider wirken diese Medikamente nicht bei allen gleich gut und sind mit teilweise starken Nebenwirkungen verbunden. Nicht selten müssen auch mehrere Medikamente durchprobiert werden bis eines hilft.

Medikamente sind in Wirkstoffklassen aufgeteilt. Meist kommen zu Beginn sogenannte SSRI's zum Einsatz. Wenn diese nicht helfen empfehle ich dir auf ein SSNRI (z.B. Duloxetin) umzusteigen.

Bezüglich Arbeit musst du dir selbst keine Vorwürfe machen. Depressionen sind eine Krankheit und haben nichts mit "Faul sein" zu tun. Ich persönlich denke es ist wichtig, dass du noch ein paar Tage abwartest und dann falls es nicht geht deinen Arbeitgeber informierst.

Bezüglich Rente gibt es diverse Abklärungen, die bekommt man nicht einfach so. Wichtig ist es zum Arzt (nicht Psychologen) zu gehen und ein Zeugnis zu verlangen. Anschliessend kann der Antrag gestellt werden.

Antwort
von Deamon133, 29

Das ist keine lösung für dein problem du bist 24 und solltest dir eine Tätigkeit suchen die nicht nur okay ist sondern eine die dir richtig Spaß macht. So habe ich es geschafft aus der Depression zu kommen. Auch ein paar neue Hobbys waren dabei sehr hilfreich. Auch bei mir hat der Arzt nichts gebracht. Hilft nur suchen und ausprobieren

Antwort
von Princessin1996, 11

Ich bin weiblich und habe auch depressionen die bekam ich mit ca 13 jahren diagnostiziert, dass komische ist, dass diese wieder schnell vergingen und als ich mit 16 meine Lehre began kam sie schleichtend wieder. Ich bemerkte dies aber leider viel viel viel zu spät. Werde nun bald 20 Jahre. Und beginne nächsten monat meine zweite Therapie..

Ich muss sagen das ich auch sehr oft krank war ich arbeitee paar wochen und dann lag ich krank zuhause. Mit übelkeit, schwindel, bauch krämpfe und lauter so zeugs. Psychosomatische Störungen wurden ebenfalls diagnostiziert vom Hausarzt.

Ich leg dir ans Herz das du dir eine Auszeit von dir "selber nimmst". Sprich ich würde eir raten dich selbst einweisen zu lassen. Klingt nun krass aber als ich das so laß kam mir dieser gedanke so. Ich weiß nicht ob du dazu bereit bist. Ich war kurz davor hatte aber große angst davor weil ich nicht wusste ob ich jemals wieder einen Job bekommen würde..

Bist du in Therapie? Das ist sehr wichtig. Man kann sich zwar etwas selbst helfen wenn noch etwas kraft vorhanden ist. Aber alleine ist das niemals zu meistern.. Man braucht unterstüung von verwandte, freunde etc. Aber wichtig ist es eine Therapie zu beginnen. Meines erachtens.

Du kannst mich auch gerne eines besseren belehren, falls ich falsch liegen sollte

Antwort
von Negreira, 19

Wenn ich mir so Deine Fragen ansehe, geht es immer wieder darum, daß Du nicht wirklich arbeiten willst und alles auf die Psyche schiebst.

Ich habe Verständnis für Krankheiten, die einen erwischen können, niemand ist freiwillig krank. Aber man muß auch aktiv etwas dafür tun. In Deinem Alter eine AUSREICHENDE Rente zu bekommen, um Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten, ist absolut illusorisch. Du hast im Gegensatz zu vielen anderen eine Arbeit. Viele wären froh, wenn sie arbeiten könnten. Von denen sind bestimmt auch jede Menge krank, aber sie beißen sich durch.

Daß Du eine Therapie machen kannst und solltest, ist ja unbestritten, aber zuerst solltest Du Dich mal auf Deinen Hosenboden setzen, anstatt zu jammern. Ich kenne Leute, denen war jeden Morgen vor der Arbeit schlecht und anschließend konnten sie feiern gehen. Mit 24/25 sollte man sich Fedanken um sein Leben und nicht um eine Rente machen. Oder ist es Dein Ziel, dem Staat oder der Solidargemeinschaft der Versicherten auf der Tasche zu liegen?

Kommentar von omamilda ,

Kennst du dich mit dem Krankheitsbild Depressionen aus? Welche Erfahrungen hast du diesbezüglich selbst? Würdest du diese Antwort auch einem Menschen mitz.Bsp. Krebs geben? Unverantwortlich !

Kommentar von Negreira ,

Und was genau findest Du unverantwortlich? Daß ich anderer Meinung bin?

Ich bin selbst Medizinerin, habe aufgrund schwerer Erkrankungen meinen Beruf aufgeben müssen und deshalb selbst auch Depressionen bekommen. Ich glaube nicht, daß Du hier wirklich meine Lebensdetails lesen möchtest. Ich bin auch kein Psychologe aber habe genug Erfahrung, um so einiges beurteilen zu können.

Vielleicht solltest Du Dir, anstatt andere anzumachen, die Fragen durchlesen. Hier ist sicher eine Therapie notwendig, aber darum ging es ja in dieser Frage überhaupt nicht. Vielmehr soll hier der Arbeitgeber kündigen, weil sonst Gelder gestrichen werden, was dem FS bekannt ist, und was er auch schon angefragt hat.

Man kann im Leben nicht vor allem davonlaufen, sondern muß sich an Regeln und Gesetze halten. Gerade hier auf GF sind Unmengen von Leuten unterwegs, die alle  Depressionen haben, wie die alle gleichzeitig alles hinwerfen, bricht die Wirtschaft zusammen. Natürlich kann der FS kündigen, das ist ihm unbenommen. Aber er soll doch bitte an seine Zukunft denken und sich klar machen, daß man mit 24 noch eine Weile vor sich hat. Oder schlägst Du vor, daß er den Rest seines Lebens in psychiatrischer Behandlung ohne Perspektive verbringt?

Man muß sich helfen lassen, um etwas zu erreichen und es selbst wollen. Da muß man sich Hilfe suchen, und die findet man sicher nicht hier auf dieser Seite.

Antwort
von AntwortMarkus, 33

Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass du diese Rente bekommen wirst.

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