Frage von AnitaElli, 110

?Gestern würde bei mir eine SWS festgestellt,8 te Woche. Für mein Arbeitgeber habe ich Stadt Beschäftigungsverbot eine anfache Bescheinigung. Ist das richtig?

SWS Bescheinigung ,Stadt Beschäftigungsverbot

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Schwangerschaft, 33

Zunächst einmal ist dein Arbeitgeber nach Kenntnis der Schwangerschaft in die Pflicht genommen.

Er muss auf Grundlage „seiner“ Gefährdungsbeurteilung und meist in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt oder der aufsichtführenden Behörde (z.B. Gewerbeaufsichtsamt) den Arbeitsplatz prüfen, anpassen oder gegebenenfalls ein arbeitsplatzbezogenes, generelles Beschäftigungsverbot (also ohne besonderes ärztliches Attest) aussprechen. Darunter fallen z.B. Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, erhöhte Unfallgefahr, schweres Heben, ständiges Stehen, Akkordarbeit usw. Der Arbeitgeber kann die Schwangere auch in eine andere Abteilung (z.B. Büro) versetzen.

Ein individuelles Beschäftigungsverbot spricht der behandelnde Facharzt ganz oder teilweise per Attest aus und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen. Dabei muss noch kein krankhafter Zustand vorliegen, es genügt alleine die Möglichkeit eines Schadenseintrittes infolge der weiteren Beschäftigung. Dies trifft z.B. auch für psychische Belastungen am Arbeitsplatz, anhaltende Rückenschmerzen oder auch bei Übelkeit und Erbrechen zu.

Das Attest beim individuelles BV ist klar abzufassen. Es muss neben der Rechtsgrundlage die voraussichtliche Geltungsdauer („zunächst bis ...“) enthalten. Der Facharzt kann auch den Umfang, d.h. die begrenzte Arbeitsmenge („nicht mehr als ... Arbeitsstunden pro Tag“) bzw. die Art der untersagten Tätigkeit möglichst genau und mit allgemein verständlichen Angaben darstellen. Es ist auch möglich darzustellen, welche Art von Tätigkeit die Schwangere ausüben darf (Positivliste).

Beim Beschäftigungsverbot hat die Schwangere gegen ihren Arbeitgeber Anspruch auf zeitlich unbegrenzte Zahlung des vollen Arbeitsentgelts (Mutterschutzlohn). Dieses bekommt der Arbeitgeber auf Antrag über das Umlageverfahren 2 (U2-Verfahren) von deiner Krankenkasse erstattet.

Wenn du den Eindruck hast, dein Arbeitgeber nimmt das Mutterschutzgesetz auf die leichte Schulter, solltest du dich an die aufsichtführende Behörde wenden.

Alles Gute für dich und eine gesunde Schwangerschaft!

Antwort
von Allyluna, 50

Was für eine Bescheinigung? Einen Nachweis Deiner Schwangerschaft?

Wenn Dein AG Dich nicht einsetzen kann oder will, weil Du schwanger bist, ist das sein Bier - ein Beschäftigungsverbot vom Frauenarzt bekommst Du nur, wenn Du aufgrund irgendwelcher Komplikationen gar nicht mehr oder nur noch teilweise eingesetzt werden kannst. Die simple Schwangerschaft an sich ist kein Grund für einen Frauenarzt, ein individuelles Beschäftigungsverbot auszusprechen.

Antwort
von MaraMiez, 43

Man bekommt ja auch nicht automatisch ein Beschäftigungsverbot. Da kommts schon drauf an, was man arbeitet.

Und auch da stellt der Frauenarzt das dann nur aus, wenn es nach seiner Ansicht nicht zumutbar ist. Ich lese dein AG will das. Dann wird er das Beschäftigungsverbot aussprechen müssen oder dir eine alternative Arbeit anbieten müssen.

Die Bescheinigung ist für den Arbeitgeber, damit der das weiß, dass du ab jetzt nicht kündbar bist, damit er rechnen kann, ab wann der Schwangerschaftsurlaub anfängt und so weiter.

Antwort
von Hexe121967, 58

was machst du beruflich das man dir direkt ein beschäftigungsverbot erteilt?

die bescheinigung  musst du wohl deinem arbeitgeber abgeben (ich würde mir aber eine kopie machen) und dann sprichst du ab ob dein ag noch irgendwas braucht. bei der krankenkasse anrufen könnte auch nicht schaden.

Antwort
von Laliluuuuuh, 10

Ja eine Bescheinigung reicht aus. Arbeiten tut man im Regelfall bis zu 6 Woche vor der Geburt, solang keine Gefahr für die Mutter und das ungeborene Kind besteht.

Antwort
von Kasumix, 17

Und?

Wenn keine besonderen Gründe vorliegen, dann braucht man ja auch kein Verbot bzw. keine Bescheinigung.

Je nach Branche kannst du bis zur 35. SSW arbeiten gehen!

Antwort
von WetWilly, 42

Wie heisst es so schön (und richtig): Schwangerschaft ist keine Krankheit.

Bei normalem Verlauf bist Du noch sehr lange arbeitsfähig. Allerdings unterliegst Du dem MuSchG und darfst deshalb nicht mehr unbeschränkt lange arbeiten, Dir müssen Ruhezeiten ermöglicht werden und mit bestimmten Gefahrstoffen darfst Du nicht mehr umgehen.

Antwort
von Maximilian112, 65

Hat denn der Doc ein individuelles Beschäftigungsverbot ausgesprochen oder hast du eine Tätigkeit die während der SS nicht ausgeübt werden kann?

Und was für eine Bescheinigung hast du denn??

Kommentar von AnitaElli ,

Ich arbeite in Ambulante Pflege . Bin Krankenpflege Helferin

Kommentar von Maximilian112 ,

Wenn der AG nicht in der Lage ist dir eine schwangerengerechte Arbeit zuzuweisen wird er wohl ein Beschäftigungsverbot selbst aussprechen müssen.

Den Lohn bekommst du dann weiterhin. Der AG bekommt das von der KK erstattet.

Kommentar von AnitaElli ,

Und 38 Jahre alt. Bin geergart darüber weil mein FA meinte mit 38 Jahren ist das Sovie so Risiko SWS .

Kommentar von Maximilian112 ,

Lass dich nicht ärgern. Der ärgert sich nur weil eine Arbeitskraft ausfällt.

Antwort
von Halbammi, 63

Warum sollte man in der 8. Woche direkt ein Beschäftigungsverbot ausstellen?

Kommentar von AnitaElli ,

Weil ich in der Pflege arbeite und mein Arbeitgeber verlangt nach Beschäftigungsverbot von FA .

Kommentar von Allyluna ,

Dein FA stellt ein Beschäftigungsverbot aus, wenn es für Deine Gesundheit sein muss, wenn es Dir körperlich schlecht geht - nicht, weil der AG das will! Wenn der AG Dich nicht beschäftigen kann oder will, ist das sein Pech und seine Kosten! Ggf. müsstest Du zu einem Betriebsarzt o.ä., der dann bescheinigt, dass Du in Deiner bisherigen Beschäftigung nicht mehr eingesetzt werden darfst. Dann greift in der Regel die Versicherung des AG für solche Fälle (sollte er haben...). Zumindest kenne ich diese Handhabe so von Erziehern im Freundeskreis.

Kommentar von Maximilian112 ,

Das wird der AG wohl selbst aussprechen müssen. Oder er hat einen schwangerschaftsgerechten Arbeitsplatz.

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