Frage von hesch98, 85

gespräche und umwelt fühlen sich wie Halluzination an. was tun?

Hallo, mit knapp 18 jahren habe ich seit einer halben ewigkeit nochmals cannabis konsumiert. in der pubertät mit 15-16 jahren war ich gelegenheitskonsument (alle 3 monate ca.) einer meiner freunde hatte cannabis aus Holland. für mich war es zu stark und ich war ziemlich high. mir ging es die ganze zeit gut und nicht schlecht. ich sass mit meinen freunden auf dem boden und war so tief in meinen gedanken versunken dass ich antworten gab auf fragen die meine freunde mir in meinen gedanken gaben ( vermutlich halluzination). auf jeden fall bin ich dann nach hause gefahren und seit diesem tag habe ich ein gefühl der unwirklichkeit. in gesprächen mit elter, freunden etc frage ich mich selber ob das gespräch auch nur eine halluzination ist. auf andere personen wirke ich dennoch normal. gebe normale antworten wie vor dem vorfall und verhalte mich wie sonst auch. jetzt nach ca 2 monaten nach dem vorfall hat sich der zustand wesentlich verbessert. dennoch ist das gefühl immer noch da, manchmal stärker manchmal schwächer. anfangs war mir das autofahren fast unmöglich weil ich mich noch richtig high ähnlich beim fahren fühlte. heute kann ich problemslos auto fahren. generell habe ich das gefühl dass sich das gefühl bei ablenkung wie bei computerspielen lindert. angst zustände wie bei einer psychose derealisation treten in keinster weise auf. nur sorge um meinen jetzigen zustand, diese halte ich selber jedoch für den umständen entsprechend. schlaflose nächte oder ähnliches treten überhaupt nicht auf. dennoch geht das gefühl soweit das ich mich selbst frage ob ich nicht im koma liege oder ähnliches und meine erlebnisse nur träume sind. zu vergleichen ist das gefühl mit träumen im halbschlaf die dann auch sehr real erscheinen ( vllt icht nachzuvollziehen). insgesamt kann ich mit diesem gefühl leben und es schränkt auch nicht meine leistungsfähigkeit ein. aber meine lebensquallität ist nicht mehr wie vorher. wie kann ich dieses gefühl beseittigen? gibt es medikamente oder ähnliches? vielen dank für ihre antwort

Antwort
von sanni3107, 44

klingt nach Derealisation .. am besten gehst du zu einem Psychiater bzw Psychologen und erklärst ihm das alles mal..
Ich habe das im Zusammenhang mit Depression und Angststörung auch ..

Antwort
von Seanna, 43

Derealisation, Depersonalisation und Pseudo-Halluzinationen sind keine seltenen Nebenwirkungen bzw Spätfolgen von THC.

Medikamente gibt es keine.

Was hilft: ausreichend und gesund essen und trinken, ausreichend Schlaf, JEGLICHE Drogen meiden, etwas Bewegung, jegliche Stressoren meiden bzw ausschalten, wenig Zeit am Bildschirm (Handy, TV, PC), viel Zeit in der Natur mit allen Sinnen wahrnehmen, soziale Kontakte - evtl auch Entspannungstechniken.

Wenn alles nicht hilft - Arzt um Überweisung zum Psychotherapeuten bitten, wobei der bei Drogeninduktion auch eher mäßig Erfolg hat.

Kommentar von user8787 ,

Derealisation, Depersonalisation und Pseudo-Halluzinationen sind keine seltenen Nebenwirkungen bzw Spätfolgen von THC...

Moment, so pauschal lässt sich das nicht sagen. Generell besteht diese Gefahr nur bei Mischkonsum. 

Ich selbe nehme an einer Studie teil, medz. THC bei Trauma / Trauma bedingter Panikstörung ( Sativex ). Der Erfolg ist beeindruckend, ich konnte komplett von den anderen Psychopharmaka entziehen und habe wieder einen fast normalen Alltag. 

Das THC alleine hinterlässt nicht diese Spätfolgen. Kommt es bei viel zu hoher Dosierung doch mal zu Hallus u.ä. klingen diese nach Abbau des THC rasch ab. 

Gefährdet sind lediglich Menschen die unter Schizophrenie leiden, hier kann THC das Problem verschärfen. 

Kommentar von Seanna ,

Ich kann deine "Argumentation" weder bestätigen noch nachvollziehen und verstehe auch nicht was die Studie mit meiner Aussage zu tun hat. Meiner Erfahrung und meines Wissens nach verhält es sich wie ich schrieb. Und pauschal ist da nichts, ich sagte nur "nicht selten" und nicht "immer" und dass das nur bei Mischkonsum auftritt ist falsch. Gefahr ist allein durch Konsum sowieso gegeben im Gegensatz zu Abstinenz.

Kommentar von user8787 ,

Reines THC hat keinen derartigen Umfang an Nebenwirkungen. Wäre dem so hätte der Wirkstoff keine Chance auf medz. Zulassung bekommen. 

Die von TE genannten Symptome sind typ. für Mischkonsum, dazu zählen andere chem. Substanzen und Alkohol. 

THC wird therapeutisch eingesetzt und für MS / Palliativmedizin auch durch die KV'S anerkannt und gezahlt. 

Antwort
von Schwabedibubs, 37

Hi, ich würde damit einfach mal zum Arzt gehn und deine Lage schildern.
Der kann dir dann aufjedenfall helfen!

Antwort
von xlakezzx, 5

Geht mit der Zeit weg

Antwort
von aXXLJ, 22

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