Frage von Soldat1991, 39

Gespräch mit meiner Freundin und Angst?

Langsam aber sicher rückt der Tag der Entscheidung näher. Hierbei geht es darum, ob meine Freundin und ich die Beziehung weiterführen werden oder uns trennen.

Das Gespräch zwischen uns findet heute Nachmittag statt. Selbstverständlich bin ich aufgeregt und weiß nicht was mich erwartet.

Ich habe ihren Wunsch zwei Wochen Abstand zu haben, respektiert und mich daran gehalten. Dieser Bitte und Entscheidung ist ein beinahe handfester Streit zwischen dem Freund ihrer Schwester und mir vorausgegangen. Er und auch ich haben zu der Eskalation der Situation beigetragen. Hier geht es aber nicht um schuld oder nicht-schuld. Ändern kann man es sowieso nicht mehr. In die Zukunft blicken heißt es nun.

Sie will, dass ich um uns und unsere Beziehung, vor allem um sie kämpfe.

Ich zweifle momentan selbst an mir und ob es ihr genügt, was ich in der Zeit ohne Kontakt zu ihr erreichen konnte - ob es in ihrem Sinne war. Zum einen mache ich den Führerschein Klasse B nochmal, da ich diesen bei der Bundeswehr verloren habe. Des Weiteren kann ich nach Erhalt der Fahrerlaubnis direkt bei der Telekom Deutschland GmbH im Außendienst anfangen. Nicht für Privatkunden, sondern ausschließlich mit Groß- und Firmenkunden. Außerdem habe ich wegen meiner psychischen Erkrankungen eine Einzeltherapie begonnen und habe als zusätzliche Option eine Paartherapie ins Auge gefasst. Keine Ahnung, ob sie dabei mitmachen würde. Ich denke aber schon, dass sie dazu bereit wäre.

Zudem habe ich mich schon vor längerer Zeit bei ihren Eltern entschuldigt und diese haben mir meinen Fehltritt verziehen. Ich möchte mich auch bei ihrer besten Freundin entschuldigen, welcher ich nicht gerade nette Sachen an den Kopf geworfen habe. Bei ihrer Schwester werde ich mich ebenfalls entschuldigen und auch wenn ich mich vielleicht zum Deppen der Nation machen könnte, werde ich mich auch bei dem Freund ihrer Schwester entschuldigen, auch wenn er meine Muttertag 2011 verstorbene Mutter auf's Übelste beschimpft hat und mich auf's äußerste beleidigt hat. Im Bezug auf den Freund der Schwester mache ich das nicht für ihn und nicht für mich - einzig und allein für meine Freundin und ihren Eltern. Immerhin sind diese wie Zieheltern für mich geworden.

Meine Freundin wollte nur Zeit, um den Kopf freizubekommen und abschalten zu können - nicht mehr und nicht weniger. Das irgendjemand von uns über seine Gefühle nachdenken müsste, stand nie zur Debatte.

Ich denke schon, dass ich vieles erreichen konnte, aber ich habe Angst sie zu bedrängen und das Falsche zu tun, dass sie denkt, dass ich mir nicht genug Gedanken gemacht hätte und sie nicht genug wertschätzen würde.

Sind das gute Ansätze oder eher nicht. Ich weiß, dass alles Zeit braucht, aber diese Gedanken machen mich noch wahnsinnig.

Antwort
von marenka111, 10

Hallo, ich finde, du solltest dir  viel mehr Gedanken über dich selber machen und nicht ob und wie du es den anderen, einschließlich deiner Freundin, recht machst. Es ist dein Leben und deine Zukunft. Da spielt zuerst mal eine Rolle, ob deine Gefühle für die Freundin überhaupt so stark sind, dass du mit ihr auch glücklich und zufrieden leben kannst. Diesen Eindruck habe ich nämlich nicht, das sagt auch der lange Text und das du alles in Kauf nehmen willst, als Dank an deine Zieheltern. Wenn deine Freundin dich wirklich liebt, dann sollte sie dich so nehmen, wie du bist und dir nicht sagen, was du zu tun und zu lassen hast. 

Man kann für alles dankbar sein, doch das kann man auch, ohne sich für andere verbiegen zu müssen. Ich würde mir die Beziehung sehr gründlich überlegen, ob es dir nicht viel besser geht, wenn sie beendet wird. Wenn du es immer nur allen recht machen willst, dann bist du bald nicht mehr dein eigener Herr und man nützt dich nur aus. Das hat man wahrscheinlich bis jetzt auch schon gemacht, denn eine Zwangshandlung hat immer was mit der Psyche zu tun, das heißt , irgend was ist in deinen Innern, mit dem du nicht fertig wirst und dazu scheint deine Beziehung einen großen Anteil  bei zu tragen. Deshalb kläre alles so, wie es dir passt, auch wenn zuerst Unannehmlichkeiten auftreten. Da must du durch, wenn du dein Leben meistern willst. Nur Mut, du schaffst das

Antwort
von XY123XY123, 17

Hallo!

Stehen in einer Beziehung nicht die Gefühle zueinander im Vordergrund und weniger das, was man erreicht (Führerschein, Job usw.)?

Wenn man sich liebt, ist doch ein Führerschein egal, oder nicht?

Alles Gute für das Gespräch!

Antwort
von Tintenfischle, 35

Entschuldigen ist immer eine gute Sache... mal was anderes: könntest du vielleicht in Erwägung ziehen kürzere Texte zu verfassen und zu schreiben, als wärest du der Sohn Julius-Augustus des Graafen Schnöselbröh höchstpersönlich? Es war eine Unannehmlichkeit sondergleichen, deinen Text zu lesen.

Kommentar von Soldat1991 ,

Tut mir leid. Ist Teil meiner Zwangsstörung. Ich versuche es abzustellen :/

Kommentar von Tintenfischle ,

Achsoachso, Zwangsstörung... klingt nach was schlechtem... also falls ich dich damit jetzt beleidigt habe, tut mir das Leid, so war das nicht gemeint (wollte nur 'Graaf Schnöselbröh' schreiben 😅😂)

Kommentar von Soldat1991 ,

Ich habe recht lustige Zwangsstörungen. Kann nicht auf helle Steine treten, weil ich dann denke, dass meiner Freundin oder mir was passiert :D

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