Ich habe eine Geldsumme angespart, mit der ich nun "arbeiten" möchte. Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich das Geld nutzen sollte, um mein Darlehen zu tilgen oder ob ich das angesparte Geld anlegen soll. Was würdet ihr mir raten?

Kommt auf den Zinssatz des Darlehens an. Aber meistens ist der höher als der Zinssatz, den Du bekommen würdest.
Also lautet Deine Frage eigentlich "Soll ich wenig bei den Banken kriegen oder viel bezahlen?" Und die Antwort weißt Du hoffentlich selbst...

wenn du auf dein darlehen 6% zinsen zahlst und dein gespartes geld zu 5% anlegst machst du ordentlich verluste!
wenn du das geld anlegst hast du allerdings den vorteil dass du wahrscheinlich jederzeit wieder darauf zugreifen kannst.
JoWaKu am 23. Juli 2009 14:02 Zuzsätzlich sollte man bei diesen Überlegungen und Berechnungen noch berücksichtigen, das von Gutahbenzinsen bei überschreiten des Freibetrags die Abgeltungssteuer zu bezahlen ist.
Zinsen für Darlehen (z. B. für selbstgenutztes Haus) lassen sich dagegen oft nicht von der Steuer absetzen.

ich würde es in der heutigen zeit, unter die bettmatraze legen und für schlechte zeiten aufheben bevor es weg ist.

Darlehen tilgen, so sparst du auf dauer gesehen auch noch einiges an Zinsen...
Die Frage kannst Du dir doch ganz einfach selbst beantworten. Wie viel zahlst Du an Kreditzinsen und wie viel Zinsen bekommst Du wenn Du das Geld anlegst?
Ohne dem Wissen des Hintergrund reicht es hier zu keiner sauberen Antwort.
Darlehen tilgen - denn du zahlst für Darlehen immer höhere Zinsen als du als Anleger bekommst. Damit verdienen die Banken ihr Geld. Was nutzt es dir, wenn du 3% Zinsen bekommst, für den Kredit aber 12-12 zahlst? Das lohnt sich nur wenn du wenig Schulden und viel Kapital hast, dann ists egal - aber wenns umgekehrt ist verdient immer nur die Bank.

Du wärst dumm wenn du das Geld anlegen würdest anstatt dein Kredit zu tilgen. Beim Anlegen bekommst du nämlich einen geringeren Zinssatz als bei der Aufnahme von Krediten, d.h. dass du für deinen Kredit mehr bezahlst als du für deine Anlage bekommst und somit würdest du verluste machen... zahl dein Darlehen zurück.

Hi,
derzeit passiert es sehr oft, dass du bei deinem Darlehen weniger Zinsen bezahlst als du auf deiner Spareinlage verdienst. Dann machst du einen gewinn, wenn du das Darlehen NICHT zurück zahlst. Dies kann derzeit va. zutreffen wenn du zB ein CHF-Darlehen hast. Allerdings hast du dann auch ein höheres Risiko.
Bitte schau dir genau an, welchen Zins du bei deinem Darlehen hast, wenn du schon mal Einlagen hast, kannst du diese ja sowieso jederzeit in dein Darlehen einfließen lassen.
LG
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Hallo, wenn man die richtige Kombination aus Soll- und Habenzinsen wählt, tilgt sich das Darlehen aus dem Eigenkapital bzw. dessen Renditen. Z.B. Zins-variabel-Darlehen mit Zinscap - aktuelle Sollzinsen 2,35 % p.a. eff. und demgegenüber ca. 15 % der Darlehenssumme in eine Anlage. Die Anlage läuft bei 16 % p.a. und hat die Assetklasse 1 (!!!) - das Risiko also vergleichbar mit Sparbuch und Bundesschatzbriefen. Fakt: die 15 % EK tilgen das endfällige Darlehen nach 13-14 Jahren, ohne weitere monatliche Tilgungszahlung (ist ja ein endfälliges Darlehen).
Noch was anderes: Es gibt Unternehmen, welche Anlagegelder poolen, um auf größere Summen zu kommen. Mit diesen größeren Summen steht die Tür zum Markt auch weiter offen: 3 % Zinsen pro Monat (!)garantiert, 100 % Kapitalabsicherung über werthaltige Bankbürgschaft/Bond, Abwicklung über Notar in Dtld. Jahreszinsen sind das mit Zins und Zinseszins gute 40 %, und das bei Garantiezins und 100 % Kapitalabsicherung. Das endfällige Darlehen kann mit dem Eigenkapitalaufwand von 15 % nach ca. 6 Jahren zurückgezahlt werden.

Die Antwort auf Deine Frage reduziert sich auf die Betrachtung, was unterm Strich günstiger ist. Also, wie hoch ist Dein Darlehenszinssatz und wie hoch ist die Rendite einer Anlage. Wenn die Rendite der Anlage höher ist, werden z.B. nicht aus laufenden Einnahmen Zins und Tilgung bedient, sondern angelegt, weil dies mehr Geld bringt als Du zahlen musst und - dabei nicht ganz zu vergessen - eventuell sich auch steuerlich noch besser gestaltet. Wichtiger Hinweis zur Entscheidungsfindung: ja, es gibt derzeit am Markt Anlagen, die deutlich mehr erbringen als normale Sollzinsen. Dazu muss Du Dich allerdings etwas genauer umsehen, denn echte Qualitätsperlen sind nicht in jeder Muschel zu finden.