Frage von xXBellamyXx, 77

Gesetzliche oder Private Pflegeversicherung als SaZ?

Guten Abend, Ich werde zum 04.04.2016 als SaZ einberufen auf 8. Jahre.

Man ist als SaZ ja dazu verpflichtet eine Pflegeversicherung abzuschließen.

Ob privat oder gesetzlich ist jedem selbst überlassen.

Ich habe jetzt lange im Internet gesucht aber nichts Hilfreiches gefunden, bzw. für mich verständlich.

Ich war schon bei der "AOK" wo ich im moment versichert bin und mal Nachgefragt.

Die AOK meinte dann zu mir, dass eine Anwartschaft nicht nötig sei da sie mich nach austritt wieder aufnehmen würden und ich dort einen Beitrag von 1,175% für die Pflegeversicherung zu zahlen hätte.

Wäre so ja eigentlich kein Problem allerdings würde dies bei einem ca. Brutto einkommen von 2.000€, 23,50€ ausmachen.

Jetzt habe ich aber überall gelesen das Private Pflichtpflegeversicherungen inkl. Anwartschaft teils nur bis zu 15€ kosten?!

Hat es Nachteile oder Vorteile wenn Ich in der gesetzlichen AOK bleibe und lieber mehr Zahle, falls ich mal im Urlaub bin und mir etwas passiert oder im Auslandseinsatz, sowie werden (falls ich Kinder bekommen sollte) in meiner KV mit laufen?

Ich bitte um Hilfe ich bin am verzweifeln!

Danke schon einmal im Voraus :)

Antwort
von Apolon, 41

sorry - habe diese Frage übersehen:

 Hat es Nachteile oder Vorteile wenn Ich in der gesetzlichen AOK bleibe und lieber mehr Zahle, falls ich mal im Urlaub bin und mir etwas passiert oder im Auslandseinsatz, sowie werden (falls ich Kinder bekommen sollte) in meiner KV mit laufen?

Beachte bitte, deine Ehefrau hat einen Beihilfeanspruch von 70 % und deine Kinder von 80 %.

Bedeutet bei Versetzung ins Ausland, wenn deine Ehefrau und die Kinder dich begleiten, müssen sich deine Familie eine beihilfekonforme Restkostenversicherung über eine PKV abschließen.

Daher solltest du immer auch für deine Ehefrau + Kinder zumindest eine Anwartschaftsversicherung abschließen, um damit gewährleisten zu können, dass eine spätere Gesundheitsüberprüfung nicht mehr erforderlich ist.

Dann bringt dir die GKV nichts mehr, denn für viele Länder kann dir hier kein Krankenversicherungsschutz mehr geboten werden.

Außerdem, wenn es z.B. in der EU möglich wäre, müsste sich deine Familie dann freiwillig versichern und dies würde bei deiner Ehefrau dann bedeuten, dass das hälftige Einkommen von dir für die Beitragsberechnung berücksichtigt würde.

Alles in allem ist es für dich günstiger bei einer PKV eine Anwartschaftsversicherung für alle Familienangehörige und für dich eine Pflegepflichtversicherung abzuschließen.

Wenn noch Fragen bestehen, kannst du mich auch direkt kontaktieren.

Schau einfach mal in mein Profil, dann kannst du erkennen, wie dies möglich ist.

Gruß N.U.

Antwort
von Apolon, 37

 Die AOK meinte dann zu mir, dass eine Anwartschaft nicht nötig sei da sie mich nach austritt wieder aufnehmen würden und ich dort einen Beitrag von 1,175% für die Pflegeversicherung zu zahlen hätte.

Diese Auskunft von der AOK solltest Du dir dies schriftlich geben lassen.

Allerdings noch mit der Ergänzung, dass wenn du eine Beihilfekonforme Krankenversicherung benötigst, sie für die Mehrkosten aufkommen.

Wenn du eine Anwartschaftsversicherung + gesetzlicher Pflege bei einer privaten Krankenversicherung abschließt, hast du die Gewähr, dass bei einer möglichen Versetzung zum Berufsbeamten und späterer Versetzung in den Ruhestand, keine Aufnahmeprüfung für eine PKV mehr erforderlich ist.

Auch bei Beendigung als Soldat auf Zeit, könnte es erforderlich sein, dass du eine beihilfekonforme PKV benötigst - z.B. wenn währen dem Bezug der Übergangsgebührnisse eine schulische Ausbildung oder ein Studium erfolgt.

Beiträge sind in der PKV günstiger, richten sich nach dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand. Für einen 20 Jährigen = mtl. Beitrag von ca. 16 € für die Pflegevers. incl.  Anwartschaftsversicherung.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung steigen die Beiträge mit zunehmendem Einkommen.

Gruß N.U.

Empfehlungsvertragsbeauftragter des DBwV

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