Frage von nekrophon,

Gesetzliche Krankenversicherung nach Selbständigkeit in Hartz4

Hallo, eine Person die ich kenne hat folgendes Problem:

  1. Bis Mitte / ENDE 2008 war Person X familienversichert bei MAMA
  2. Ende 2008 bis März 2010 war Person selbstständig ohne Krankenversicherung, da wegen geringem Einkommen das Geld nicht reichte
  3. Ab April 2010 nun Hartz4, im Rahmen des Antrags ging Person X zur AOK. Die sagen, dass Person X erstmal die Beiträge bei der alten Versicherung nachzahlen soll, von Ende 2008 an, obwohl die Versicherung Person X wegen Nichtzahlung bereits Ende 2008 ausgeschlossen hat.

Ist das überhaupt rechtens? Person X brauch nun eine GKV sonst gibts kein Hartz 4. Was soll ich Person X nun sagen?

Antwort von jiggler,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ja das wäre natürlich bitter. Aber wo nichts ist, kann auch nichts geholt werden. Also muss es eine andere Lösung geben. Kann ja nicht sein das er jetzt nur eine Krankenversicherung bekommt wenn er die Kohle nachzahlt. Würde es einfach mal bei einer anderen KV versuchen. Da natürlich sagen das man nicht versichert war. Oder zur alten gehen und mit denen sprechen und sagen das man nicht zahlen konnte und man finanziell ruiniert ist. Mit Versicherungen kann man auch reden..... Viel Glück!

Kommentar von nekrophon,

Danke. Das habe ich Person X auch gesagt, aber die alte KV hat ihn wegen Nichtzahlung rausgeworfen und will trotzdem Geld für die ganze Zeit, obwohl überhaupt kein Arzt aufgesucht wurde....das klingt unlogisch. trotzdem Danke.

Antwort von gutfra,

ist ja schon einiges geschrieben worden. durch die allgemeine krankenversicherungspflicht muss er versichert sein. zunächst geht es darum wo er versichert werden muss, zuständig ist in dem fall immer die letzte krankenkasse bei der er versichert war (mal unabhängig ob er "rausgeworfen" wurde weil er seine beiträge nicht gezahlt hat oder selbst gekündigt hat) wenn er nun alge II erhält wird er hierüber auch bei einer krankenkasse angemeldet und von der bundesagentur für arbeit/jobcenter werden die beiträge gezahlt. mit der alten krankenkasse sollte er sich nochmal in verbindung setzten und versuchen mit ihr gemeinsam eine lösung suchen wie die die "beitragsschuld" beglichen werden kann.

Antwort von bastibooster,

meines wissens nach muss person x das ganze nachzahlen, da in deutschland eine krankenversicherungspflicht besteht!warum hat person x sich nich einfach ne billige pkv gesucht?

Antwort von ErsterSchnee,

Ja, es ist rechtens, daß die Beiträge nachgefordert werden - wir haben in Deutschland seit 2009 eine KV-Pflicht.

Kommentar von nekrophon,

Schön das wir eine KV Pflicht haben, aber wenn Person X aus KV geflogen ist und keine hatte wie sollten die dann nachfordern können. Gibt es da ein Gesetzestext?

Kommentar von ErsterSchnee,

Er mußte aber eine haben - und wenn er keine hatte, muß er nachzahlen. Und mit Sicherheit steht das auch im Gesetz.

Kommentar von Kunterbunt23,

Krankenversicherungspflicht besteht seit 01.04.07 in Deutschland: §5 Absatz 1 Nr 13. SGB IV. Ein Ausschluss von der Versicherung aufgrund Zahlungsrückstand gab es nur bis 31.07.07. Wenn jetzt einer nicht zahlt, behält er seine Versicherung, wird aber von manchen (nicht lebensnotwenigen) Leistungen wie Kuren, Krankengeld, Hilfsmittel ausgeschlossen. X hat Blödsinn erzählt, er ist nicht wegen Nichtzahlung rausgeflogen, zumindest nicht letztes Jahr.

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