gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ


Gesetzesverstösse - und niemand interessiert es?

gefragt von hestina am 13.02.2008 um 20:41 Uhr

Eine gute Bekannte von mir arbeitet seit einiger Zeit auf 400 Eurobasis in einer Bäckereifiliale. Die Steuerkarte musste sie vor Arbeitsantritt abgeben. Sie bekommt weder Urlaub noch Urlaubsgeld, ist sie krank bekommt sie kein Geld. Überstunden werden nicht bezahlt aber verlangt.etc Der Arbeitgeber stellt sich in der Zeitung gerne als Förderer und Wohltäter von Vereinen und Verbänden dar. Die Behörden (z.B. Arbeitsagentur) wissen über die Zustände bescheid. Gibt es überhaupt eine reelle Chance etwas gegen solche Unternehmer zu machen?(Meine Bekannte ist nur eine von ca. 250-300 Frauen die für diesen Unternehmer arbeiten)


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

recht (34006)
arbeit (14037)
arbeitsrecht (2090)
ähnliche Fragen
Frage beantworten


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 13. Februar 2008 20:52
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Wo kein Kläger, da...., also: nur bei Anzeige kann reagiert werden, am besten alle auf einmal, Solidarität pur!

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 14. Februar 2008 02:57

DH


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 13. Februar 2008 21:10
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Gesetzesverstöße interessieren dann niemanden, wenn die Betroffenen sie hinnehmen und weder anzeigen noch öffentlich machen.

Kommentar von hestina am 13. Februar 2008 21:14

Den Betroffenen bleibt doch gar keine Wahl als das hinzunehmen. Und was mich unheimlich ärgert ist die Untätigkeit der Behörden. Die WISSEN das und machen nichts.

Kommentar von 3fbf5ae46c56cf6a0189124c48debdfcsmallWolfRichter am 13. Februar 2008 21:22

So ist's brav: Kuschen und warten, bis der Staat was tut.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 14. Februar 2008 02:55

Wieso bleibt den Betroffenen keine Wahl? Was ist das für eine Haltung? Natürlich haben sie eine Wahl. Stell dir doch mal vor, die sind sich einig und machen eine Demo und informieren vorher auch noch die Presse. Einigkeit macht stark, Angst macht krumm !!!

Kommentar von hestina am 14. Februar 2008 22:56

moment das ist etwas zu einfach. Der Staat macht Gesetze und interessiert sich nicht dafür ob sie eingehalten werden, bzw. weiss dass sie nicht eingehalten werden, ist halt so!?!? 300 Frauen auf 250 Filialen verteilt, allesamt wirtschaftlich auf den Verdienst angewiesen, die bekommt man nicht dazu sich gegen den Arbeitgeber zu solidarisieren, die machen lieber einen Buckel


anonym
beantwortet von smikschl am 13. Februar 2008 20:45
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Sowas ist ganz normal. Leider!

Habe dazu schon ein paar Berichte im Fernsehen gesehen.

Tja, was soll ich sagen?! Es gibt drei Möglichkeiten:

  1. Hinnehmen und den Mund halten
  2. Was sagen.
  3. Was sagen und zum Anwalt und Arbeitsgericht gehen.

Möglichkeit 1 kommt - wie es aussieht - nicht in Frage, Möglichkeit 2 wird ihr - ausser Ärger - nichts bringen und Möglichkeit 3 wird ihr sicher was bringen, aber bringt auch Ärger und dafür braucht man starke Nerven. Das Arbeiten wird danach dort aber sicher keinen Spass machen...

In jedem Fall viel Glück und Erfolg!


silviastark
beantwortet von silviastark am 13. Februar 2008 20:48
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Bei uns gibt es dafür die -Arbeiterkammer oder Gewerkschaftskammer..Da kann man sich erkundigen,hilfe rat und auch tat holen.Hier wirst du geholfen,würde Veronica Pooht sagen. Deine Bekannte soll sich wehren und sich nicht alles gefallen lassen.Was ihr zusteht,soll sie auch in Anspruch nehmen.


Geborg
beantwortet von Geborg am 13. Februar 2008 20:49
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Leider ist das seit 1989 Realität in diesem Staat. Danke Helmut!

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 14. Februar 2008 02:57

kurz gesprungen, mein Lieber. Richtig Schindluder wurde mit dem Minijob erst seit Rot-Grün getrieben. Die haben die Schwarzen glatt getoppt!


Snuffi
beantwortet von Snuffi am 13. Februar 2008 23:06
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Es muß mal gesagt werden, die 400 Euro Jobs wurden eigentlich dafür geschaffen, dass man sich nebenbei mal ein Taschengeld mit Hilfsarbeiten dazuverdient. Es war nicht davon die Rede, Vollzeitjobs daraus zu machen. Leider wurde speziell im Dienstleistungssektor (Lebensmittelmarkt) Schindluder getrieben, indem man Fachpersonal drastisch reduziert hat und diese Arbeiten mit 400 Euro Jobbern ausführen läßt. Entsprechend schauen auch die Läden aus.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 14. Februar 2008 02:56

UND? muss das alles akzeptiert werden?


anonym
beantwortet von pillepop am 13. Februar 2008 20:47
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

wenn die bkannte mit ein paar frauen in die offensive geht können die arbeiterinnen druck auf den arbeitgeber ausüben oder kurz streiken (wenn sie in der gewerkschaft sind) ich hoffe mal das die sache mit dem urlaub geregelt werden kann. (am besten noch mal den arbeits vertrag durchsehen ggf von einem fachmann prüfen lassen)


anonym
beantwortet von Lissa am 13. Februar 2008 20:54
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Gibt es dort keinen Betriebsrat oder ähnliches? Auch für einen Minijob gelten diese Regeln http://kuerzer.de/01LOhcaHD, die man auf dem Weg über das Arbeitsrecht sicher einklagen kann.

Kommentar von 86bb33755628454af74f88f047ec894asmallbitmap am 13. Februar 2008 20:56

''Gibt es dort keinen Betriebsrat ''

Klingt - der Bechreibung nach - eher nicht so.


Herold
beantwortet von Herold am 13. Februar 2008 20:55
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Nenne ruhig mal den Namen! Wenn das immer verheimlicht wird, macht der Arbeitgeber immer so weiter!

Kommentar von hestina am 13. Februar 2008 21:09

Den Namen würde ich gerne nennen..einen Betriebsrat gibt es natürlich nicht...Arbeit für Ungelernte gibt es in der Region nicht viel, der Unternehmer hat also alle Trümpfe in seiner Hand. Mich ärgert dass die Behörden absolut NICHTS dagegen tun

Kommentar von 86bb33755628454af74f88f047ec894asmallbitmap am 13. Februar 2008 21:16

Es gibt da keine Behörde die was tun muss. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Und jede muss ihre Rechte für sich durchsetzen. Da kommt keine Behörde und nimmt die Mitarbeiter an die Hand und haut beim Arbeitgeber auf den Tisch. Gründung eines Betriebsrates wäre eine Möglichkeit, aber wenn keiner sich traut ...

Kommentar von 8deeb99ed530a1c926d61c1379bde74fsmallHerold am 13. Februar 2008 22:03

Hestina, es gibt immer mehr Foren und andere Möglichkeiten, wo Du auch anonym Deine Meinung äußern kannst. Nutze das auch!!! Irgendwann kriegen das immer mehr Leute und auch diese Unternehmen mit, so dass sie entweder darauf reagieren oder ihren Laden schließen müssen.

Unter www.ciao.de gibt es eine spezielle Sparte für Erfahrungsberichte. Schau mal rein!


anonym
beantwortet von namschup am 15. Februar 2008 12:11
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Trete in Deinem Ort in einen Partei ein und versuche eine Beschwerde über das Parteibuch so etwas Hilft leider wieder in Deutschland


Frage beantworten

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen

    lohn und Diebstahl

    Chef weniger Geld überwiesen als gearbeitet!

    Erst gekündigt und freigestellt und jetzt wieder arbeiten?

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.