Eine gute Bekannte von mir arbeitet seit einiger Zeit auf 400 Eurobasis in einer Bäckereifiliale. Die Steuerkarte musste sie vor Arbeitsantritt abgeben. Sie bekommt weder Urlaub noch Urlaubsgeld, ist sie krank bekommt sie kein Geld. Überstunden werden nicht bezahlt aber verlangt.etc Der Arbeitgeber stellt sich in der Zeitung gerne als Förderer und Wohltäter von Vereinen und Verbänden dar. Die Behörden (z.B. Arbeitsagentur) wissen über die Zustände bescheid. Gibt es überhaupt eine reelle Chance etwas gegen solche Unternehmer zu machen?(Meine Bekannte ist nur eine von ca. 250-300 Frauen die für diesen Unternehmer arbeiten)
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Wo kein Kläger, da...., also: nur bei Anzeige kann reagiert werden, am besten alle auf einmal, Solidarität pur!

Gesetzesverstöße interessieren dann niemanden, wenn die Betroffenen sie hinnehmen und weder anzeigen noch öffentlich machen.
Den Betroffenen bleibt doch gar keine Wahl als das hinzunehmen. Und was mich unheimlich ärgert ist die Untätigkeit der Behörden. Die WISSEN das und machen nichts.
WolfRichter am 13. Februar 2008 21:22 So ist's brav: Kuschen und warten, bis der Staat was tut.
Raimund1 am 14. Februar 2008 02:55 Wieso bleibt den Betroffenen keine Wahl? Was ist das für eine Haltung? Natürlich haben sie eine Wahl. Stell dir doch mal vor, die sind sich einig und machen eine Demo und informieren vorher auch noch die Presse. Einigkeit macht stark, Angst macht krumm !!!
moment das ist etwas zu einfach. Der Staat macht Gesetze und interessiert sich nicht dafür ob sie eingehalten werden, bzw. weiss dass sie nicht eingehalten werden, ist halt so!?!? 300 Frauen auf 250 Filialen verteilt, allesamt wirtschaftlich auf den Verdienst angewiesen, die bekommt man nicht dazu sich gegen den Arbeitgeber zu solidarisieren, die machen lieber einen Buckel
Sowas ist ganz normal. Leider!
Habe dazu schon ein paar Berichte im Fernsehen gesehen.
Tja, was soll ich sagen?! Es gibt drei Möglichkeiten:
Möglichkeit 1 kommt - wie es aussieht - nicht in Frage, Möglichkeit 2 wird ihr - ausser Ärger - nichts bringen und Möglichkeit 3 wird ihr sicher was bringen, aber bringt auch Ärger und dafür braucht man starke Nerven. Das Arbeiten wird danach dort aber sicher keinen Spass machen...
In jedem Fall viel Glück und Erfolg!
Bei uns gibt es dafür die -Arbeiterkammer oder Gewerkschaftskammer..Da kann man sich erkundigen,hilfe rat und auch tat holen.Hier wirst du geholfen,würde Veronica Pooht sagen. Deine Bekannte soll sich wehren und sich nicht alles gefallen lassen.Was ihr zusteht,soll sie auch in Anspruch nehmen.

Leider ist das seit 1989 Realität in diesem Staat. Danke Helmut!
Raimund1 am 14. Februar 2008 02:57 kurz gesprungen, mein Lieber. Richtig Schindluder wurde mit dem Minijob erst seit Rot-Grün getrieben. Die haben die Schwarzen glatt getoppt!

Es muß mal gesagt werden, die 400 Euro Jobs wurden eigentlich dafür geschaffen, dass man sich nebenbei mal ein Taschengeld mit Hilfsarbeiten dazuverdient. Es war nicht davon die Rede, Vollzeitjobs daraus zu machen. Leider wurde speziell im Dienstleistungssektor (Lebensmittelmarkt) Schindluder getrieben, indem man Fachpersonal drastisch reduziert hat und diese Arbeiten mit 400 Euro Jobbern ausführen läßt. Entsprechend schauen auch die Läden aus.
Raimund1 am 14. Februar 2008 02:56 UND? muss das alles akzeptiert werden?
wenn die bkannte mit ein paar frauen in die offensive geht können die arbeiterinnen druck auf den arbeitgeber ausüben oder kurz streiken (wenn sie in der gewerkschaft sind) ich hoffe mal das die sache mit dem urlaub geregelt werden kann. (am besten noch mal den arbeits vertrag durchsehen ggf von einem fachmann prüfen lassen)
Gibt es dort keinen Betriebsrat oder ähnliches? Auch für einen Minijob gelten diese Regeln http://kuerzer.de/01LOhcaHD, die man auf dem Weg über das Arbeitsrecht sicher einklagen kann.
bitmap am 13. Februar 2008 20:56 ''Gibt es dort keinen Betriebsrat ''
Klingt - der Bechreibung nach - eher nicht so.

Nenne ruhig mal den Namen! Wenn das immer verheimlicht wird, macht der Arbeitgeber immer so weiter!
Den Namen würde ich gerne nennen..einen Betriebsrat gibt es natürlich nicht...Arbeit für Ungelernte gibt es in der Region nicht viel, der Unternehmer hat also alle Trümpfe in seiner Hand. Mich ärgert dass die Behörden absolut NICHTS dagegen tun
bitmap am 13. Februar 2008 21:16 Es gibt da keine Behörde die was tun muss. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Und jede muss ihre Rechte für sich durchsetzen. Da kommt keine Behörde und nimmt die Mitarbeiter an die Hand und haut beim Arbeitgeber auf den Tisch. Gründung eines Betriebsrates wäre eine Möglichkeit, aber wenn keiner sich traut ...
Herold am 13. Februar 2008 22:03 Hestina, es gibt immer mehr Foren und andere Möglichkeiten, wo Du auch anonym Deine Meinung äußern kannst. Nutze das auch!!! Irgendwann kriegen das immer mehr Leute und auch diese Unternehmen mit, so dass sie entweder darauf reagieren oder ihren Laden schließen müssen.
Unter www.ciao.de gibt es eine spezielle Sparte für Erfahrungsberichte. Schau mal rein!
Trete in Deinem Ort in einen Partei ein und versuche eine Beschwerde über das Parteibuch so etwas Hilft leider wieder in Deutschland
DH