Gesetz zur Prostitution. Wie soll ein Freier wissen, ob eine Prostituierte unter Zwang arbeitet?

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4 Antworten

Erst einmal machen Politiker Gesetze, damit sie sich Positivpunkte bei ihren Wählern holen. Es gibt immer der Spruch: nach der Wahl ist vor der Wahl, alles dient zum Machterhalt. Am Besten geht das in den Bereichen, von denen die meisten Wähler wenig bzw. nichts wissen. Da kann man alles Mögliche behaupten, ob es falsch ist, kann kaum ein Wähler feststellen.

Zwangsprostitution gab es immer, aber passiert heute nicht in dem Maße, wie die Politik es uns vorgaukelt. Es wird z.B. behauptet, seit dem P-Gesetz 2002 ist alles viel schlimmer geworden usw.usw. Richtig ist, die aufgedeckten Fälle sind ständig weniger geworden. Wenn es mit der Zwangsprostitution mehr geworden wäre, müssten die aufaufgedeckte Fälle mehr geworden sein. Das weiß das BKA besser.

1. Das kann keine Freier wirklich erkennen. In D ist es auch so, dass man diesem das auch nachweisen muss, dass er das wusste. Das geht noch weniger leicht. Übrigens kommen die meisten Hinweise in Bezug auf Zwangsprostitution von den Freier, die etwas feststellen. Die Politik bezeichnet Freier aber als Wesen, die sich das nehmen was sie wollen und denen die Frauen egal sind. In 99,999999% ist das nicht so.

2. Nun ja, wenn er was merkt geht er entweder zur Polizei oder meldet das anonym. Er kann auch mit einer Beratungsstelle Kontakt aufnehmen, und die geben die Infos an die Polizei, die dann eine Kontrolle machen.

Was das Gesetz bringt ? Das Gesetz zur Freierbestrafung ist was für den Mülleimer. Wenn jemand heute von einer Straftat weiß und diese nicht meldet, verstößt er schon gegen geltendes Recht, wird Mitwisser, oder bringt sich zumindest in arge Probleme.

Das P-Schutzgesetz ist eigentlich eher ein Prostitutionseinschränkungsgesetz. Die Politiker von heute wollen keine Prostitution. Die Regeln dienen dazu, den Frauen den Job zu vermiesen, bzw. unmöglich zu machen. Besser wäre es, den Job zu legalisieren und aus der Schmuddelecke rauszuholen. Dann würde irgendwann die Dame von nebenan ein normaler Teil der Gesellschaft. Das passt aber nicht in die Moralvorstellungen der führenden insb. CDU Politiker.

Verbieten kannst du das nicht. Mit einem Verbot bringst du das in die Illegalität. Bsp: Alkoholverbot in den USA in den 30er Jahren.

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Ich weiß jetzt nicht, warum du das Thema "Uhr" zugeordnet hast, aber ich werde mal antworten. Da ich in meiner Tätigkeit mit dem Thema zu tun habe.

Die Neuerungen im Rahmen des Prostitutionsgesetzes sind allesamt sehr zu hinterfragen. Sie sind sicher von einem guten Geist geprägt und von viel Idealismus. Leider lässt sich nicht alles kontrollieren (Stichwort: Kondompflicht). Aber nur dann macht eine Regelung erst Sinn.

Ich denke, dass es keine Frau freiwillig macht, sei es nun, im privaten Geldzwang oder unter Zwang eines anderen Menschen, auch wenn zweiteres vielleicht schwerer wiegt. Mit den Regelungen drängt man die Prostitution wieder mehr in die Illegalität und Abschottung. Zuhälter entstammen immer einer kriminellen Szene und werden sich und ihre "Prostitutionsstätte" nicht durch diverse Prüfungen und Nachkontrollen behördlich erlauben lassen.

Auch andere Punkte kommen noch dazu, deine gedanken sind nur ein Teil, wenn auch sehr berechtigt und erklärungswürdig - Frage einfach mal Politikern stellen, die das mit beschlossen haben. Zum Glück gibt es eine rege Debatte in den Medien, die extrem kritisch ist. Das ist halt wieder mal Politikerdenken in Reinkultur und eine Verkennung der realistischen Umstände, stand nun mal im Koalitionsvertrag drin und wird blind umgesetzt.

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Politiker und die Realität haben häufig nichts gemeinsam.

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Ich denke doch schon, dass der freier merkt ob es der Frau Spaß macht oder nicht. Und fragen kostet ja nichts

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Kommentar von darkhouse
14.03.2016, 09:14

Als ob das einen Freier je interessiert hätte...

Und fragen... Tsss... Dafür müsste die Dame schon mal deutsch können, außerdem verböte ihre existenzbedrohende Zwangslage eine ehrliche Antwort.

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