Frage von Highflyer149, 18

Gesetz zur Ausschreibung eines Ausbildungsplatzes?

Hallo zusammen,

komische Fragestellungs, ich weiß, dennoch möchte ich euch meine Situation schildern.

Ich besuche derzeit die zweijährige Fachoberschule und werde diese 2016 abschließen. Als "praktischen Teil" habe ich im ersten Jahr bei einem großen Konzern ein Praktikum machen dürfen. Leider habe ich aufgrund von meinen Noten die 11. Klasse wiederholen müssen durfte aber glücklicherweise beim selben Betrieb bleiben. Ich habe mich während meines Praktikums sehr engagiert gezeigt und meine Arbeiten immer zur Zufriedenheit der Vorgesetzten und der Mitarbeiter erfüllt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ich bei der Firma explizit beim Ausbilder einen sehr guten Eindruck hinterlassen habe. Es hat sich zu fast allen Mitarbeitern ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut so das sich neben dem Arbeitsstress auch Zeit gefunden hat um beispielsweise Grillen zu gehen, oder etwas zu unternehmen. Aufgrund meiner positiven Erfahrung die ich im Unternehmen machen durfte verbrachte ich außerschulisch noch weitere sechs Wochen als Ferienjobbler im Unternehmen und "opferte" meine Sommerferien für die Arbeit in diesem Unternehmen. Auf meine Frage, ob ich meine Ausbildung denn im Unternehmen absolvieren könnte bekam ich aber trotz meiner Leistungen immer nur die Antwort, dass ich wie alle anderen Bewerber einen Einstellungstest und ein Einstellungsgespräch machen müsse. Ich bin daher etwas verwirrt, da ich auch noch vom Ausbilder keine Anzeichen bemerkt habe, dass er sich bei der Entscheidung für mich einsetzen würde.

Nach meinem Telefonnat mit HR wurde mir ebenfalls nochmal vermittelt das man den Bewerbungsprozess objektiv sehen müsse.

Ich stelle mir jetzt nur die Frage, ob der Konzern die Stelle ausschreiben muss und keine andere Wahl hat als mich als normaler Bewerber zu sehen? Das würde dann auch erklären warum ich von den Zuständigen keine Aussage darüber bekommen habe, ob ich Vorteile gegenüber anderen Bewerbern habe.

Man hätte mir den Vertrag letztendlich auch sofort anbieten können wenn sie so absolut zufrieden mit mir waren, aber eventuell dürfen sie es gesetztlich gesehen nicht, da es auch nur eine Ausbildungsstelle gibt...

Aus dem Grund meine Frage:

Ist es gesetztlich vorgeschrieben einen Ausbilungsplatz auszuschreiben und denkt ihr es ist normal, dass ich keine Sätze wie "Das kriegen wir schon hin mit dem Ausbildungsplatz" von den Zuständigen zu hören bekommen habe?

Vielen Dank und ich freue mich auf Eure Antworten.

Antwort
von emib5, 5

Es gibt keine gesetzliche Pflicht Ausbildungsstellen auszuschreiben.

Es kann aber Konzernvorgaben geben, dass man grundsätzlich Ausschreibt und dann unter allen Bewerbern auswählt. Gerade in großen Betrieben ist es nicht unüblich, dass der formale Weg eingehalten wird, um nicht irgendwo den Anschein der Vorteilsgewährung aufkommen zu lassen.

Es kann aber auch sein, dass man erst einmal sehen will, wer sich noch bewirbt, weil z. B. KuKis und MiKis (Kundenkinder und Mitarbeiterkinder) bevorzugt werden.

Aber sieh es so: Die Betriebe wollen in der Regel die am Besten geeigneten Bewerber haben. Und Du hast den Vorteil, dass man Dich kennt. Wenn man mit Dir zufrieden war dann gibt es sicherlich Pluspunkte.

Antwort
von ChristianLE, 7

Eine gesetzliche Pflicht zur Ausschreibung von Ausbildungsplätzen gibt es nicht.

Hierbei wird es sich dann vermutlich lediglich um eine interne Konzernanweisung handeln, wonach diese Plätze grundsätzlich ausgeschrieben werden.

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