Frage von Charmant92, 67

Gesetz, Recht, Rechtswidrigkeit, Vertrag, nichtig?

Hallo, Wollte mich bei einer Kapfschule anmelden letztes Jahr im November, ich habe ein paar mal Probetraining absolviert und habe mündlich mit dem Besitzer darauf zugestimmt das ich mich anmelden möchte. Nun hat er gesagt das er bis Neujahr kein Geld möchte was ganz cool war. Bei mir sind dann leider ein paar Dinge dazwischen gekommen und habe dann ab Neujahr auch die Kapfschule nicht besucht. Nun möchte er von mir 80€ für die 2 Monate was ich da war, aber ich habe keinen Vertrag unterschrieben.

Kann er mich dafür in jeglicher Art Belangen ? Muss ich ihm die 80€ geben ? Vielen Dank schon mal auf antworten.

Antwort
von kevin1905, 30

Gehörst du auch zu den Menschen die der Meinung sind Verträge bedürfen der Schriftform?

Du hast kulanterweise mehr als 1-2 Probetrainings machen dürfen und er ist dir unter der Voraussetzung, dass du ab Januar Vollmitglied bist entgegen gekommen und hätte dir unter diesen Umständen nichts berechnet.

Diese Umstände traten aber nicht ein, so dass ich den Standpunkt durchaus verstehen kann.

Kommentar von Charmant92 ,

Ja ich kanns aber leider nicht mehr nutzen, und er will mir ja trotzdem jetzt etwas andrehen.

Kommentar von PatrickLassan ,

Du hast es aber anscheinend im November und Dezember genutzt.

Zitat:

. Nun möchte er von mir 80€ für die 2 Monate was ich da war,

Kommentar von Charmant92 ,

Ja das habe ich, worauf er mir sagte das er nichts dafür haben wolle, und jetzt trotzdem sagt er will Geld dafür !?

Kommentar von kevin1905 ,

Er hat das aber nur gesagt weil er sicher davon ausgegangen ist, du würdest ab Januar zahlendes Mitglied mit Laufzeitvertrag über 1 oder 2 Jahre, da hätten ihm die 2 Moate nicht weh getan.

Hier ist wohl in der Kommunikation etwas schief gelaufen. Würde mich um einen Vergleich bemühen und ihm die Hälfte, also 40,- € anbieten.

Antwort
von KrumbacheR, 30

Du hast doch nichts unterschrieben, worauf möchte er sich denn berufen? 

Es gibt also gar keinen Vertrag. Wenn er es wirklich mündlich abschließen wollte, hätte er dich auch über dein Widerrufsrecht informieren müssen. 

Also, ich bezweifle das er damit irgendwie durchkommt.

Kommentar von kevin1905 ,

Ein Widerrufsrecht gibt es im Fernabsatz. Der Fragesteller war persönlich anwesend, also gibts kein Widerrufsrecht.

Kommentar von SirKermit ,

Auch ein mündlicher Vertrag ist einer und genau so gültig wie jeder andere Vertrag es auch ist. Es gibt bis auf einige Ausnahmen keine vorgeschriebene Form eines Vertrages, die eine Schriftform verlangt. Du kannst sogar mit Gesten einen Kaufvertrag abschließen.

Wenn du morgens (als Morgenmuffel natürlich still) eine Zeitung am Kiosk kaufst, dann leg das passende Geldstück auf den Tresen und zeige auf die Zeitung. Der Verkäufer nickt und du hast einen gültigen Kaufvertrag abgeschlossen. Ob du den im Streitfall auch beweisen kannst, das ist eine ganz andere Sache.

Zum Widerruf, den es ja nicht bei solchen Verträgen gibt, wurde schon das Passende geschrieben. Der Widerruf eines Vertrages ist übrigens eine Ausnahme in ganz bestimmten Bereichen, er ist nicht die Regel.

Kommentar von Charmant92 ,

Was sollte ich denn eurer Meinung nach tuen jetzt ?

Kommentar von PatrickLassan ,

80 € bezahlen.

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