Frage von SibelAk, 51

Gesellschaft - Heuchelei?

Nabend,

kennt ihr das? Allesamt sitzen sie zu welchen Feierlichkeiten auch immer oder im allgemeinen Alltagsleben beisammen und nun fällt einem immer wieder auf, dass man seinem Gegenüber in den Hintern kriecht, schleimige Komplimente macht, um dem Schein des "es ist alles gut" gerecht zu werden.

Wenn man jedoch aus der Reihe tanzt und wem auch immer seine Meinung geigt, ist man gleich der Bumann. Weshalb?

Ich meine, ist es richtig ständig die Wahrheit wegzulassen, damit alles harmonisch ist? Ist es gar eine Selbstverleugnung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von newcomer, 36

ich nenne es eher Autosuggestion in der Form dass man nicht alles so schwarz sieht denn wer an das Positive glaubt ist auch in der Lage größere Kriesen zu meistern.
Wenn aber jemand meint aus kleineren Problemen gleich eine Katastrophe zu machen und ständig darüber nachdenkt kann es sein dass er depressiv wird.
Sicher es gibt die Aussage "Geteiltes Leid ist halbes Leid" aber das muß immer dazu führen dass man negative Sachen akzeptiert ohne ständig darüber nachzudenken oder man kann die Probleme gemeinsam aus der Welt schaffen.

Antwort
von Ottavio, 23

Zweimal jein: Es ist natürlich nicht richtig die Wahrheit ständig wegzulassen.

Die Sau muss schon auf den Tisch. Aber wenn man das ausgerechnet an einem Festtag macht, könnte das allen das Fest verderben, und sie werden darüber verärgert sein. Ich finde, zu Recht. Festtage sind dazu da, die Sorgen des Alltags ruhen zu lassen.

Ja, das ist eine Selbstverleugnung, aber nur eine begrenzte. Darum solltest Du bedenken, ob Du in diesem begrenzten Maße dazu bereit sein könntest.

Wenn Dich jemand fragt, "wie geht es dir", und es geht dir nicht gut, wie antwortest Du ?  Erwartet wird die Lüge, das weiß jeder und jede.

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