Geschwisterkinder mit 1,5 Jahren Unterschied, Schlafprobleme was tun?

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4 Antworten

Naja. Wir Menschen kommen ja nicht fertig auf die Welt. Bis mindestens zur Vollendung des 4. Lebensjahres brauchen sie zum Überleben Geborgenheit. Elterliche Geborgenheit. 

Zu überlegen ist also, ob Ihr Eltern nicht mal eine Weile die Schlafsituation grundsätzlich ändert:

Ein festes Ritual von ca einer halben Stunde zur Einschlafbegleitung. 

Und wenn die Kinder dann ihrem natürlichen und existentiellen Bedürfnis nachkommen und nach einer Weile das Elternbett erobern, dann wechselt Euch ab, wer mit den Kindern gemeinsam im Elternbett schläft und wer sich ins Kinderbett oder auf die Coach legt. 

Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten für Euch: 

Ihr geht auf dieses - ja, ich wiederhole mich weil es nun mal wichtig ist - existentielle Bedürfnis der Kinder ein und habt nach einer absehbar kurzen Dauer Ruhe

Ihr geht nicht auf diese Bedürfnis ein und werdet während ihrer Pubertät die Rechnung dafür präsentiert bekommen. 

So einfach auf den Punkt gebracht. Denn der Wunsch, in Körperkontakt mit den Eltern sein zu können, stärkt die Bindung, das Vertrauensverhältnis zu den Eltern, die eigene Persönlichkeitsentwicklung - welche dann später darüber entscheidet, ob sie wildfremden Nichtsnutzen mehr glauben als Euch -, tatsächlich nachweislich die Entwicklung ihres Immunsystems - was über sich bildende Allergien entscheidet

und so fort. 

Ja. Da muss dann eben umgeplant werden. 

Doch Ihr liebt Eure Kinder. Das stelle ich nicht infrage. 

In einer weltweit als kinderfeindlich verrufenen Gesellschaft ist es aber nun mal schwer, die Kinder an die erste Stelle zu setzen. Fehlt halt nur, dass Dein Mann im Betrieb kein Verständnis für diese natürliche Situation findet. 

Verstehe ich. Ich habe in meinem Leben nicht ohne Grund manche Arbeitsstelle gewechselt. Dafür gab es mit den Kindern kaum Probleme, unser Verhältnis ist heute gut. 

Diese Phase hängt tatsächlich mit der Entwicklung zusammen. Sie vergeht je schneller, je mehr Geborgenheit geboten wird. 

Und ja: Jedes Kind ist anders. Das eine braucht seine Eltern in dieser Phase lange und reichlich, das andere scheint sie gar nicht durchzumachen. 

Eine andere Thematik ist, dass der Kleine in der Kita so wenig schläft. Da würde ich mit den Fachmenschen mal mehr als ein ernsthaftes Wort reden. Und zwar in dem Sinne, dass ich mich von ihnen beraten lassen würde. 

Im Verlauf solcher Gespräche kommen die Gelernten dann durchaus selbst zu der gelernten Erkenntnis, wie viel Schlaf so ein Minimensch tatsächlich braucht. 

Vielleicht stellt sich auch heraus, dass die Themen in Kindergarten und Elternhaus für den Minimenschen zu verschieden sind. Stellen sich die Eltern dann um, kann bald Ruhe einkehren. 

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Kann der große wenigstens weiter schlafen, während der kleine durch die Wohnung läuft? Ich würde erstmal dieses Problem in Angriff nehmen. Ich denke der kleine bekommt durch seine Aktion Aufmerksamkeit. (Wenn auch negative) versucht das so gut wie möglich zu IGNORIEREN. Nichts sagen und still wieder Richtung Bett begleiten.

Auch bei dem zu Bett bringen ist KONSEQUENZ das A und O. Schlafen legen, kurz kuscheln und gehen. Wenn sie wieder aufstehen wortlos ins Bett bringen.

Ich habe auch von Eltern gehört, die danach das Kind komplett ignorieren und so tun als wäre es nicht da, während es vor der Nase rumspringt. Das Kind hat es dann irgendwann aufgegeben und ist wieder ins Bett gegangen.
Ich habe diese Phase ebenfalls mit meiner Tochter durch und weiß wie anstrengend es ist, das Kind mitten in der Nacht wieder ins Bett zu begleiten, während man selbst noch ganz verschlafen ist. Aber durchhalten lohnt sich.

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Mach dir keine sorgen das ist ganz normal bei kleinen Kindern das vergeht wenn sie in den Kindergarten kommen. :)

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@ krystyna1989

Habt ihr vielleicht vor dem Schlafengehen ein paar Rituale, die bei vielen helfen?

Zum Beispiel Gute Nacht Geschichten erzählen, oder sich spannende Geschichten ausdenken und vorher nicht mehr so spielen lassen, dass sie hochgepuscht sind. Viele dürfen noch TV schauen und dann sind sie zwar müde aber nicht so ruhig, dass sie einschlafen können. 

Kinder haben auch manchmal Zeiten, wo sie wieder rauskrabbeln. Vielleicht wieder die Gitterstäbe noch eine Weile ranmachen, dass er nicht raus kann?

Dann hilft euch nur konsequent sein und sie wieder ins Bett bringen.

Deine Frage erinnert mich an einen TV Bericht vor kurzem.

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