monemy am 25.04.2009 um 13:14 Uhr
Wozu braucht man eigentlich Geschwindigkeitsbegrenzungen, wenn sich eh keiner daran hält? Unsere Siedlung umfasst ca. 200 Einwohner und besteht ausschließlich aus Spielstraßen. Nun ist es aber leider so, dass sich vielleicht, wenn man das über den Daumen peilt, höchstens 70% an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält( sicher gibt es eine Toleranzgrenze und die liegt bei mir bei höchstens 30km /h, doch die meisten Anwohner rasen hier mindestens 40-60km/ h durch die Siedlung! Das geht jetzt schon seit 5 Jahren so, erst gestern lag wieder einmal eine tote Katze am Straßenrand, soll ich einfach abwarten und zusehen bis hier mal das erste Kind überfahren wird? Kontrollen gibt es hier so gut wie nie! Was kann man dagegen unternehmen?
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Schick einen Brief an eure Gemeindeverwaltung, am besten unterschrieben von vielen Gleichgesinnten, in dem ihr eine Radarfalle oder bauliche Maßnahmen fordert, die Autofahrer dazu anhält, langsamer zu fahren.

Gute Frage! Ich habe leider keine Antwort - aber als heute morgen wieder mehrere Autos durchs Dorf rasten (leider trotz vieler Kinder keine Spielstraße), fragte ich mich auch, wie man den Autofahrern klar machen kann, dass ein Dorf ein Dorf ist und nicht der Nürburgring.
Wenn es keine Gesetze gäbe, könnte man die Leute hierfür nicht belangen und nicht anzeigen.
Übrigens empfehle ich Dir letzteres.
Schreib Dir die Autonummer(n) auf und übergebe sie der Polizei. Auch wenn Du keine Beweise hast, werden sie (hoffentlich) der Sache nachgehen oder künftig besser kontrollieren. Immerhin ist jeder verpasste Raser eine stattliche Einnahme für den Staat und irgendwann sicher auch eine Beförderung für den Polizisten.

Damit es für die Bestrafung eine rechtliche Grundlage gibt.
Meinst Du mit Spielstraßen einen verkehrsberuhigten Bereich?
monemy am 25. April 2009 13:19 Ja
Dann solltest Du den Behörden diesen Sachverhalt darlegen. Eine weitere sinnvolle Möglichkeit wäre, mal eine Bürgerversammlung in eurem kleinen Ort einzuberufen, auf welcher Fachleute über die Gefahren im Straßenverkehr informieren. Aufklärung ist hier ein sinnvoller Ansatz.
monemy am 25. April 2009 13:30 DH! Für Deinen guten Rat! =)
truckerchen am 25. April 2009 13:32 Sehr gute Idee! Bleibt nur zu hoffen, dass sich auf solch einer Veranstaltung auch die richtigen Leute blicken lassen!
monemy am 25. April 2009 13:36 Zu verlieren habe ich ja nichts, ich muss es ja wenigstens versuchen, oder!
truckerchen am 25. April 2009 13:42 Natürlich ist es ein Versuch wert! Schon alleine aus dem Grunde, damit die Raser merken, dass ihr Verhalten nicht gebilligt wird.
monemy am 25. April 2009 13:58 Genau, so sehe ich das auch!
Erstmal: Du hast recht. Viele halten sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen. Geh zur Polizei und melde das. Die können da Blitzer aufstellen.
Schrittgeschwindigkeit ist die einzige Geschwindigkeit, bei der davon ausgegangen wird, dass sie mit bloßem Auge von einem "normalen" Mensch eingeschätzt werden kann. Wenn du Ärger mit den Nachbarn willst, notierst du dir Ort und Uhrzeit der Geschwindigkeitsüberschreitung und zeigst die Leute an...
monemy am 25. April 2009 13:20 Dann, kann ich hier fast die ganze Siedlung anzeigen=(
truckerchen am 25. April 2009 13:27 Spontan würde ich sagen: mach es doch. Aber man will es sich mit seinen Nachbarn nicht verscherzen.

Kontrollen anfordern und mit erhoehtem Unfallrisiko/-aufkommen begruenden!

mach doch mal die örtlichen Polizeibehörden darauf aufmerksam, die verdienen doch gerne an solchen Stellen!
truckerchen am 25. April 2009 13:39 Solche Strassen sind aber weniger frequentiert wie Durchgangsstraßen. Von daher würde sich das finanziell nicht unbedingt lohnen. Das ist ja gerade das Problem.
birgonia am 25. April 2009 13:50 Wenn die Trefferquote hoeher ist, gleicht es sich wieder aus...
bei uns in der Siedlung haben sich die meisten Nachbarn angewöhnt so zu parken, dass man nicht schneller fahren kann um an den parkenden Fahrzeugen vorbei zu kommen ...
monemy am 25. April 2009 13:22 Geht hier leider nicht, die Straßen sind auch gleichzeitig der Fussweg!
Man kann ja dennoch so parken, dass die Fahrzeuge zick-zack fahren müssen ...
truckerchen am 25. April 2009 13:29 Das ist keine sonderlich gute Idee. Man muss dabei bedenken, dass auch Lkw die Strasse befahren, z.B. Umzugswagen. Oder viel schlimmer: es brennt und die Feuerwehr kommt nicht schnell genug zum Einsatzort!
monemy am 25. April 2009 13:32 Richtig, da hast Du wohl völlig recht!
Gabs bei uns nie Probleme, aber da hast du natürlich recht, kommt auf die Gegebeneiten an ...

UPPS(=D) Mir ist, nachdem ich meine eingegeben Frage nochmals durchgelesen habe aufgefallen, dass ich anstatt 30% zu schreiben, 70% geschrieben habe, ist scheinbar keinem aufgefallen, dass dann meine Kommentare zu einigen Antworten ja so keinen Sinn ergeben würden. UND ZWAR: Nun ist es aber leider so, dass sich vielleicht, wenn man das über den Daumen peilt, HÖCHSTENS 30% an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält. SO NUN STIMMT ES WIEDER =O)MONEMY
Die Problematik ist völlig anders geartet. Schau dich mal um und du wirst feststellen, dass es 30 KM/H Zonen an Orten gibt, wofür eigentlich diese Maßnahme nicht nötig ist und ebenso wirst du Orte finden (evt. der von dir beschriebene) wo sowas dringend nötig wäre, aber eben nicht realisiert ist. Meiner subjektiven Ansicht nach werden entsprechende Zonen mit den damit verbundenen Radarkontrollen dort etabliert, wo es finanziell lohnenswert ist und nicht dort, wo es von der Gefahrenlage erforderlich wäre. Wende dich mit deinem Anliegen an den Bürgermeister deiner Gemeinde und am besten hast du schon vergleichbare Beispiele parat, die sowohl die Sinnhaftigkeit als auch Unsinnigkeit von Geschwindigkeitsbegrenzungen rechtfertigen... Ohne Lobby hast du allerdings wenig Aussicht auf Erfolg, dennoch ist die Zeit (Super- Wahljahr) nicht die ungünstigste...
Na, die Gleichgesinnten, kannst du hier lange suchen, die rasen hier alle durch die Siedlung, selbst die Mütter mit Kindern!!!
Dann wirst du's schwer haben.
Habe schon überlegt, ob ich damit mal an die Presse gehe!? Denn, es ist hier bei uns wirklich, vor allem für die Kinder, sehr gefährlich!
Beaufsichtigten "Spielplatz" auf der Strasse durchfuehren. Und langsames Spazierengehen mehrerer Erwachsener hilft auch (wenn man ein dickes Fell hat). Anscheinend sind ja hier die Nachbarn die Problemverursacher. Und dann bleibt es hoffentlich im Gedaechtnis eingebrannt.
Das würde ich nicht machen, wenn die Lage tatsächlich so ist, wie du sie schildert. Wenn außer dir niemand sonst an der Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung interessiert ist, ist es wahrscheinlich, dass die Spielstraße aufgehoben wird.