Frage von Gemueseman, 50

Geschlechtertauschgeschichten Gründe?

In den 1970er Jahren ist in der DDR ein Boom im Genre der Geschlechtertauschgeschichten zu verzeichnen.

So weit so gut das Ganze, doch nun meine Frage:

Welche Beweggründe hatten die Autoren zum Schreiben dieser Geschichten? Weshalb existierte dieser Boom? War die Frau in der DDR nicht eigentlich relativ emanzipiert oder war man doch sehr eingeschränkt und klassifiziert, sowohl Mann als auch Frau?

Über ein paar kurze Antworten, interessante Links, aber auch Videos freue ich mich sehr! ;D

LG Gemueseman

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Froschkoenig8, 13

Eigentlich beantwortest Du Deine Frage fast selbst. De Jure gab es die Gleichberechtigung der Frau, de facto hinkten die Menschen dem hohen Anspruch hinterher. Ich denke, dass kritische SchriftstellerInnen diesen Widerspruch erkannt und "vorsichtig" künstlerisch thematisiert haben. Ich würde die Gleichberechtigung in der DDR als Zielsetzung begreifen, als Prozess, der begonnen hatte. Auch dafür brauchte es die Kunst.

Antwort
von MonikaDodo, 30

Sie war vollkommen emanzipiert!
Gleiche Rechte, gleiches Gehalt!

Kommentar von Gemueseman ,

Erst einmal Danke für deine Antwort! :)

Aber war es nicht so, dass von einer Frau trotzdem erwartete wurde, dass sie trotz der Arbeit auch noch die Wäsche machte und das Abendessen kochte? Könnte der alltägliche Sexismus, den wir auch heute haben, nicht ein Grund für eben jene Geschlechtertauschgeschichten gewesen sein?

Kommentar von Froschkoenig8 ,

Ja, das würde ich Dir unbedingt zustimmen. Gleichberechtigung war das Ideal, aber Sexismus verschwindet eben nicht von heute auf morgen. Der muss den Menschen auch immer wieder zu Bewußtsein gebracht werden, Männern wie Frauen. Die Geschehnisse in Köln belegen dies gerade sehr deutlich.

Antwort
von voayager, 15

Im Berufsleben waren die Frauen der DDR mehr emanzipiert als die hiesigen Frauen in D.

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