Frage von USnMC, 1.230

Geschlechtergleichheit?

Wieso dürfen Männer das anziehen was sie wollen und niemand achtet darauf aber eine Frau ist billig wenn sie ihren Körper zeigt?

Wieso hat es sich in unserer Gesellschaft eingebürgert dass Frauen für ihr Aussehen reduziert werden?

Wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt, wieso bestreiten Männer die Tat mit dem Argument "sie hat sich provokant angezogen"? Nichts, NICHTS in der Welt sollte ein ausreichendes Argument dafür sein, jemanden zu vergewaltigen.

Wieso dürfen Frauen nicht ihren Körper lieben und das auch präsentieren können, ohne jemanden zu "provozieren"? Wenn ihr das richtig findet, dann denkt noch einmal darüber nach, weil es nicht richtig ist.

Nichts unterscheidet eine Frau von einem Mann, außer das Geschlecht. Wir sind beides Menschen und ich frage mich wieso Leute gegen Feminismus sind wenn es doch klar ist dass keine Geschlechtergleichheit in unserer Gesellschaft existiert?

Ein Mädchen die mit vielen Jungs schläft, wird Schl*mpe genannt, ein Junge das mit vielen Mädchen schläft, "hat Erfahrung". Beide tun dasselbe. Ich habe es satt ständig von meinen Eltern zu hören dass ich meine Beine nicht oft zeigen soll, da es doch Kranke gibt die falsche Gedanken haben könnten.

Feministen sind nicht Anti-Mann. Wir wollen einfach nur "gender equality", Geschlechtergleichheit. Wenn du ein Junge/Mann bist und du das jetzt liest, kannst du dich wenigstens in unsere Situation einfühlen? Meine Frage ist einfach, was kann man tun um es die gesellschaftliche Situation zu ändern?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Wolfnight, 487

Es hat mich richtig wütend gemacht, die meisten Antworten hier durchzulesen. Es ist ein Problem in unserer Gesellschaft, dem mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Wir sind zwar schon viel fortschrittlicher als andere Länder, aber trotzdem noch immer weit entfernt von wirklicher Gleichbehandlung. Frauen leiden darunter am meisten, aber auch Männer. Von Geburt an werden wir in eine Geschlechterrolle hineinerzogen. Ich finde es schrecklich, dass man einen Mensch nicht als Individuum ansieht, sondern ihm bestimmte Eigenschaften anhand des Geschlechtes anrechnet. Mädchen bekommen Puppen zum Spielen, Jungs Autos. Das Kinderzimmer bei Mädchen ist rosa, bei Jungs ist es blau. Wenn ein Mädchen sich mit anderen boxt, wird ihr gesagt, ein Mädchen macht das nicht. Wenn ein Junge weint, bekommt er nur zu hören, reiß dich zusammen. Auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen, diese Erfahrungen aus der Kindheit sind prägend. Vielleicht wird der Mensch, der sie wirklich geworden werden, begraben unter diesen ganzen Klischees. Zu der Erziehung in die jeweilige Rolle hinein, kommen auch die Umwelteinflüsse, dabei das wichtigste, die Medien. In Sendungen für Jungs geht es um Abenteuer, Action und Stärke. Sendungen für Mädchen drehen sich nur darum, wie man hübsch sein kann.

In der Schule werden diese erlernten Verhaltensmuster noch verstärkt. "Die anderen machen das so, dann muss ich das auch machen." Mädchen fangen an sich zu schminken, auf ihr Aussehen zu achten. Denn sie müssen ja hübsch sein, um irgendwann mal einen Typen abzubekommen. Ich war ziemlich entsetzt, feststellen zu müssen, dass viele in meinem Alter das einzige Lebensziel haben, einen reichen und schönen Mann zu finden, zu heiraten, Kinder zu haben. Kaum ein Mädchen hat den Wunsch, sich selbst zu verwirklichen. Ich bin da anders. Doch als ich meine Träume meiner Familie erzählte, bekam ich nur zu hören, wart nur ab, bis bei dir der Richtige auftaucht. Das heißt also, von einer Frau wird erwartet, dass sie alles für einen Mann aufgibt. Das ist ungerecht. Bei vielen Mädchen entstehen vielleicht nicht einmal Träume, weil sie ihr ganzes Leben lang nur Jungs gefallen wollen. Das ist unglaublich traurig. Falls hier irgendjemand glaubt, ich übertreibe, 2/3 aller Depressiven sind Frauen und Mädchen, Esstörungen entwickeln sich im Geschlechtsverhältnis 1:15 für die Frauen und ritzen tritt auch überwiegend bei ihnen auf. Und nein, das liegt nicht daran, dass Frauen stärkere Gefühle haben und empfindlicher sind. Warum das oft so empfunden wird, dazu komme ich im nächsten Absatz.

Aber auch die Entwicklung bei den Männern finde ich schlimm. Sie sind auch vom Schönheitswahn betroffen, sie müssen ja den perfekten Körperbau haben. Doch es ist noch nicht so schlimm wie bei den Frauen, meiner Meinung nach. Und schon seit sie klein sind, wird ihnen von allen Seiten eingeredet, dass Gefühle unmännlich sind. Schüchternheit, Sensibilität, das sind alles Zeichen von Schwäche, keine Eigenschaften von "richtigen" Männern. So stauen sich bei den Jungs alle Gefühle an, die sie die ganze Zeit verdrängen müssen. Jeder Mensch hat Gefühle, ganz egal, ob man sie nach außen hin sehen kann oder nicht. Jungs neigen öfters zu Aggressivität und Mobbing, weil ihnen dieses ganze Verdrängen nicht gut kommt. Ist euch aufgefallen, dass wenn ein Mann über seine Gefühle sprechen möchte, immer was dazu sagen muss wie nohomo, ich bin ja nicht schwul, aber...

Und damit habe ich nur einen kleinen Teil des umfangreichen Themas angesprochen. Also ich lasse mich nicht in eine Rolle quetschen, auch wenn ich dafür als Außenseiterin gelte. Ich bin auf jeden Fall mehr als mein Geschlecht.

Kommentar von USnMC ,

Danke danke danke danke danke!!!!

Kommentar von BTyker99 ,

Du hast hier die Meinung als "hilfreich" ausgewählt, die deine am meisten unterstützt, ohne objektiv an die Sache ranzugehen. Stattdessen wird eher die typische Opferrolle der Frau in den Vordergrund gestellt.

Dass Frauen und Männer keine Unterschiede haben wird nach meiner Schätzung von mindestens 50% der wissenschaftlichen Werken zu dem Theme nicht geteilt. Es gibt natürlich nur wenige Experimente zu dem Thema, die tatsächlich der Frage nachgehen, was anerzogen und was angelernt ist, da es extrem schwierig ist, passende Probanten zu finden (z.B. Eineiige Zwillinge), die bereit sind, direkt nach der Geburt bei so einem Experiment teilzunehmen.

Als Biologe bin ich aber der klaren Überzeugung, dass es wesentliche Unterschiede gibt, z.B. in der Gehirnstruktur. Das ist auch insofern wahrscheinlich, da es auch bei anderen Tierarten noch wesentlich größere Unterscheide zwischen den Geschlechtern gibt (Geschlechterdimorphismus), beispielsweise der enorme
Größenunterschied bei Spinnen, die unterschiedlichen gesellschaftlichen Funktionen der Geschlechter bei Termiten, ect. Da wir der Mensch durch seine Komplexität aber wesentlich weniger verstanden ist, gibt es dafür aber kaum eindeutige Beweise.


Auf einige andere Punkte eingehend: Was das Ansehen der Personen bei häufigem sexuellen Verkehr angeht, denke ich, dass du in einer subjektiven Blase gefangen bist. In deinem Umfeld mag das so stimmen, ich denke z.B. dass in islamischen Gesellschaften dieses Muster besonders stark ausgeprägt ist (Männer dürfen und sollen mit vielen, auch besonders mit "ungläubigen" schlafen, während die Frau nur mit ihrem Ehemann verkehren darf. In meinem Umfeld hingegen würde auch ein Mann der viele wechselnde Geschlechtspartner hat, ein negatives Standing haben.

Was das Aussehen betrifft, denke ich dass es genauso auf Männer zutrifft, nur auf andere Weise. Wenn ein Mann dick ist, Brillenträger mit fettigem Haar, hat er auch kaum eine Chance bei Frauen anzukommen. Andererseits finde ich nicht, dass es bei Frauen nur auf das Aussehen ankommt, das ist natürlich aus evolutionsbiologischen Gründen (unterbewußt) durchaus entscheidend, wäre aber nichts wert, wenn die inneren Werte nicht stimmen. Ich persönlich finde natürlich wirkende Frauen viel attraktiver, und denke, dass Frauen die viel Zeit in ihr Äußeres verschwenden keine interessanten Menschen sein könnten (z.B. solche die sich während einer Vorlesung ständig schminken ect.)


Den Feminismus finde ich verabscheuenswürdig. Vor einigen Jahrzehnten hat er sicherlich Sinn ergeben, aber heutzutage sehe ich dafür kaum Bedarf, zumindest nicht mehr als es auch bei Männern geben würde. Ich habe auch oft in der Universität mit Frauen darüber gesprochen, die es ohne Ausnahme ebenso sehen. Natürlich könnte kann es auch in anderen Berufsgruppen anders aussehen, aber auch bei uns wird man häufig mit dem Thema konfrontiert, was mich eher wütend macht.

Gründe für meine Ablehnung sind z.B., dass man als Mann bei einer Bewerbung immer als Mensch zweiter Klasse gilt, nach dem Motto: "Bei gleicher Qualifikation wird eine Frau oder ein behinderter bevorzugt eingestellt.".

Die Vorderung nach Quoten (in Aufsichtsräten ect) führt ausserdem zu einer Abwertung von Frauen. Man muss sich mal vor Augen führen, dass von so einer Regelung 0,0001 % der Frauen profitieren, die sich dann hinsichtlich des Einkommens und der gesellschaftlichen Stellung keinerlei Bindung mehr zu den Frauen des "Fußvolkes" haben, aber gleichzeitig bei jeder Frau, die aus eigener Kraft eine steile Karriere erreicht hat (zurecht) die Frage im Raum steht, ob sie es nur durch die Quotenregelung geschafft hat. Und ich kenne viele Frauen, denen ich zutraue, es weit zu bringen.

Kommentar von BTyker99 ,

noch eine Anmerkung: Wenn ich in den Nachrichten in den letzten Jahren etwas zu feministischen Bewegungen höre, ist es fast ausnahmslos negativ und bestätigt die These, dass es doch Männer-feindlich ist. Beispielsweise gab es die bekannten Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe in vielen Städten (vor allem bekanntgeworden in Köln) an Sylverster. Statt das Problem der im wesentlichen vergewaltigenden Marokkaner und anderer Nordafrikaner zu diskutieren, kamen von den feministischen Stellungnahmen Aussagen wie, dass es kein Problem von Übergriffen durch Flüchlinge, gewalttätige Ausländer ect. gäbe, sondern, dass man ein Problem mit Männer im allgemeinen habe. Es wurde also klar so dargestellt, dass jeder Mann genauso handeln würde, wie diese Nordafrikaner.

Interessanterweise hat gerade Frau Schwarzer dem widersprochen (eine für mich grundsätzlich extrem unsympatische Person) und sich damit selbst ein Stück weit aus der feministischen Gemeinschaft ausgeschlossen. Daran sieht man, dass der öffentlich sichtbare Mainstream-Feminismus noch viel extremistischer ist, als zu Zeiten als Frau Schwarzer damit angefangen hat.

Kommentar von Wolfnight ,

Bitte hör auf, mir als Frau erzählen zu wollen, dass Frauen heute gar nicht mehr unterdrückt werden. Wirst du von allen schief angeschaut, weil du dich nicht schminken und generell nicht zu viel mit deinem Aussehen beschäftigen willst? Hat man dich schon mal belächelt, als du von deinen Träumen erzählt hast und hast zu hören bekommen: Warte nur ab, bis dir der richtige Mann über den Weg läuft, dann ändert sich alles?

Ihr Feminismus Gegner argumentiert alle gleich. Bei uns braucht man das nicht mehr, sei froh, dass es hier nicht wie in anderen Ländern ist. Würdest du jemandem, der Grippe hat, auch sagen: Dir geht es nicht schlecht, weil andere Menschen Krebs haben? Denk mal darüber nach.

Mit dem Feminismus ist es genau gleich wie mit der Religion. Es gibt da immer Menschen, die die eigentliche Bedeutung total verdrehen, um einen Vorwand zu erhalten, Macht auszuüben und andere Menschengruppen zu unterdrücken. Aber genauso, wie es zum Beispiel Christen gibt, die die Bibel wirklich gelesen und verstanden haben, gibt es auch Menschen, die wirklich wissen, was Feminismus bedeutet. Und ja, nicht nur Frauen können Feministen sein.

Niemand leugnet, dass es bei Männern und Frauen biologische Differenzen gibt. Aber das hat nun mal überhaupt nichts mit den Eigenschaften eines Menschen zu tun. Frauen können nicht einparken? Stimmt. Im Durchschnitt haben Frauen einfach ein schlechteres räumlicheres Vorstellen als Männer. Das ist unbestreitbar. Aber wenn man sagt, Frauen sind einfühlsam, zurückhaltend, elegant und können gut mit Kindern umgehen, dann stimmt das überhaupt nicht. Das eine ist biologisch, das andere eine Geschlechterrolle, die sich mit der Zeit ergeben hat.

Ich verstehe wirklich nicht, warum manche so aggressiv darauf reagieren, wenn man sich für etwas einsetzen will, das für alle gut wäre. Wenn du meine vorherige Antwort gelesen hättest, wüsstest du, dass auch Männer unter den Geschlechterrollen leiden. Gewalt, Mobbing, alles nur, weil über seine Gefühle reden ja so "unmännlich" ist und deshalb müssen sie einen anderen Kanal finden, um es rauszulassen.

Kommentar von dasbigC ,

Bitte hör auf, mir als Frau erzählen zu wollen, dass Frauen heute gar
nicht mehr unterdrückt werden. Wirst du von allen schief angeschaut,
weil du dich nicht schminken und generell nicht zu viel mit deinem
Aussehen beschäftigen willst? Hat man dich schon mal belächelt, als du
von deinen Träumen erzählt hast und hast zu hören bekommen: Warte nur
ab, bis dir der richtige Mann über den Weg läuft, dann ändert sich
alles?

Du scheinst das falsche Umfeld zu haben. Ich werde nie schief angeschaut, weil ich mich nicht schminke oder viel mit meinem Aussehen beschäftige.

Der Punkt ist: das ist keine Unterdrückung. Das sind Meinungen von Id*oten, die keine Ahnung haben. Aber die haben keine Macht über dich und dein Leben und deine Träume! Sie und ihre Meinungen haben nur soviel Macht über dein Leben, wie du ihnen gibst. Und unterdrücken können sie dich schon lange nicht. Du hast hier das Recht und die Möglichkeit, dein Ding durchzuziehen, und es nebenbei den ganzen Vollpfosten ordentlich zu zeigen, die dir das Gegenteil einreden wollen. Also nutze das auch und zieh dein Ding durch.

Kommentar von Wolfnight ,

Danke für die Worte, nur weiß ich das inzwischen längst. Es ging mir darum, dass ich es als 12-jähriges Mädchen nicht gewusst habe. Woher auch? Als Kind hinterfragt man die Dinge fast nie, die einem beigebracht werden. Auch die wenigsten Erwachsenen denken später darüber nach. Meiner Meinung nach würden wir in einer besseren Gesellschaft leben, wenn man Kinder freier erziehen würde, sie unterstützen würde, ihren eigenen Weg zu finden statt ihnen irgendetwas aufzudrücken.

Kommentar von linlin9090 ,

Eine typisch westliche Art eigene Werte als überlegen und fortschrittlich zu betrachten und eigene Maßstäbe mit dem Zeigefinger und Oberlehrerverhalten auf andere Länder zu übertragen.

Die von Ihnen genannte Rollenverteilung in Abschnitt, vor allem in Abschnitt eins und zwei ist vor allem in Ostasien als gesellschaftliche Norm zu betrachten, selbstverständlich mit individuellen Ausnahmen. Viele Asiatinnen, unter anderem mich, fühlen sich weiblicher, wenn sie mit Ihrem genannten Kosmetik-Schnick-Schnack beschäftigen statt vielleicht Boxkampf oder Fußball zu betreiben. Wir sind eben doch eine kollektive Gesellschaft, dass weniger auf das Individuum achtet (was für westliche Vorstellung wiederrum eine schreckliche Vorstellung ist, klar).

Es mag sein, dass dadurch eventuell Depressionen ins Spiel kommen und die ein oder andere sich nicht glücklich fühlt. Aber etwas generell als "falsch" zu pauschalisieren kann für andere Kulturen eine wahre Beleidigung und Zeugnis respektlosem Verhaltens sein.

Kommentar von Wolfnight ,

Es tut mir leid, wenn Sie sich durch mich angegriffen fühlten. Ich meinte auf keinen Fall, dass es falsch ist, wenn eine Frau sich schminkt. Nur eben, dass es auch nicht falsch ist, wenn sie sich nicht schminkt. Und, dass auch ein Mann sich schminken kann, wenn er Lust dazu hat. Feminismus setzt sich dafür ein, dass jeder frei ist, zu tun, was er möchte.

Finden Sie, es ist besser, einen Menschen zu etwas zu zwingen, was er gar nicht möchte?

Antwort
von catchan, 329

Wieso dürfen Männer das anziehen was sie wollen und niemand achtet
darauf aber eine Frau ist billig wenn sie ihren Körper zeigt?

Das ist eine gute Frage, die man aber noch provokanter stellen kann:

Warum ist eine Frau, die ihren Körper nicht zeigen will, unterdrückt, während die Frau, die im Sommer luftig durch die Stadt läuft, billig?

Von einem Mann kann man erwarten, dass er sich nicht wie ein triebgesteuertes Tier verhält. Oder wollen sich die Männer damit auf eine Stufe stellen?

Wieso hat es sich in unserer Gesellschaft eingebürgert dass Frauen für ihr Aussehen reduziert werden?

Das sind historisch gewachsene Bedingungen. Nur sind sie in unserer Zeit überflüssig. Wenn wir ihnen allerdings Plattformen wie Germanys next Topmodel (mal abgesehen davon, dass diese Sendung Essstörungen fordert), wird das nie verschwinden.

Wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt, wieso bestreiten Männer die Tat mit dem Argument "sie hat sich provokant angezogen"?

Was ein Täter als Rechtfertigung von sich gibt, ist mir schnurz, solange er verurteilt wird (bei unserer Anzeigequote und unserer Verurteilungsquote sehe ich da eher schwarz). Was viel schlimmer aufwiegt ist die Tatsache, dass Polizisten bei der Aufnahme von Vergewaltigungsanzeigen die Frau fragen, was sie zur Tatzeit anhatte.

Hier noch mal etwas, was der Vater eines verurteilten Vergewaltigers dem Richter geschrieben hat:

Der Höhepunkt in diesem unglaublich abstoßenden Morast von Männern, die
das alles gar nicht so schlimm finden, wurde nun vom Vater des Täters
markiert. In seinem Brief an den Richter erklärt er, dass er die Strafe für übertrieben hält, nur weil sein Sohn "20 Minuten Action" hatte. Das sei ja kein Grund, ihm den Rest seines Lebens zu versauen.

Der Höhepunkt in diesem unglaublich abstoßenden Morast von Männern, die
das alles gar nicht so schlimm finden, wurde nun vom Vater des Täters
markiert. In seinem Brief an den Richter erklärt er, dass er die Strafe für übertrieben hält, nur weil sein Sohn "20 Minuten Action" hatte. Das sei ja kein Grund, ihm den Rest seines Lebens zu versauen.

Der Höhepunkt in diesem unglaublich abstoßenden Morast von Männern, die
das alles gar nicht so schlimm finden, wurde nun vom Vater des Täters
markiert. In seinem Brief an den Richter erklärt er, dass er die Strafe für übertrieben hält, nur weil sein Sohn "20 Minuten Action" hatte. Das sei ja kein Grund, ihm den Rest seines Lebens zu versauen.

http://www.bento.de/politik/vater-von-stanford-vergewaltiger-waren-doch-nur-20-m...

Ich sage nur dazu: diese 20 Minuten Action haben ein Menschenleben zerstört. Dafür sind 6 Monate eher ein Witz.

Wieso dürfen Frauen nicht ihren Körper lieben und das auch präsentieren können, ohne jemanden zu "provozieren"?

Wenn ich behauptungen von Männern lese, dass Frauen eh nur wollen, dass man sie anschaut, ist eher die Frage, wie groß muss das Ego sein, dass man so etwas glaubt.

Ein Mädchen die mit vielen Jungs schläft, wird Schl*mpe genannt, ein Junge das mit vielen Mädchen schläft, "hat Erfahrung".

Das ist immer noch ein Geschlechterklischee, das wir hierzulande haben. Eines, welches es zu bekämpfen gilt.

Feministen sind nicht Anti-Mann. Wir wollen einfach nur "gender equality", Geschlechtergleichheit.

Halt! Den Feminismus gibt es nicht. Es gibt viele unterschiedliche Strömungen und manche von ihnen sind wirklich sehr extrem. Ich habe schon Sachen gelesen, dass ein Tampon mich vergewaltigen würde... öhm...

Ich betrachte den Feminismus als Auflösung der Geschlechterklischees, von denen sowohl Frauen als auch Männer betroffen sind.

Meine Frage ist einfach, was kann man tun um es die gesellschaftliche Situation zu ändern?

Man kann es immer nur wieder anprangern. Beispiele suchen, um aufzuweisen wie es im Leben der Frau abläuft. Alltagssexismus und die alltägliche sexuelle Belästigung immer wieder anprangern.

Auch teilweise persönliche Erfahrungen öffentlich teilen. Für die sexuelle Belästigung eignet sich beispielsweise hollaback gut. Mit den Ansprechen von dingen (Das ist mir passiert und mir hat keiner geholfen) habe ich gute Erfahrungen gemacht. Natürlich wirst du immer wieder Leute finden, die dagegen sind.

Auf change.org wird beispielsweise zur Zeit Stimmen gesammelt, um unser veraltetes Vergewaltigungsrecht zu modernisieren (Nein heißt Nein).

Informiere dich zu gewissen Dingen wie Vergewaltigung. Zahlen und Statistiken sind immer gut.

Antwort
von dasbigC, 70

Wieso dürfen Männer das anziehen was sie wollen und niemand achtet darauf aber eine Frau ist billig wenn sie ihren Körper zeigt?

Gegenfrage:
Warum schaut niemand eine Frau komisch an, wenn sie Hosen trägt, aber
ein Mann im Kleid wird definitiv schräg angeschaut werden?

Wieso hat es sich in unserer Gesellschaft eingebürgert dass Frauen für ihr Aussehen reduziert werden?

Es
wird in der Gesellschaft generell viel auf das Äußere reduziert. Siehe
Tinder. Ich finde aber nicht, dass das Frauen und Männer irgendwie
unterschiedlich betrifft..

Wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt, wieso bestreiten Männer die Tat
mit dem Argument "sie hat sich provokant angezogen"? Nichts, NICHTS in
der Welt sollte ein ausreichendes Argument dafür sein, jemanden zu
vergewaltigen.

Wie
häufig kommt diese Rechtfertigung noch vor? Und wie gesellschaftlich
anerkannt ist die noch? Meiner Meinung nach in der jüngeren Generation
überhaupt nicht mehr, und das ist gut so.

Wieso dürfen Frauen nicht ihren Körper lieben und das auch präsentieren
können, ohne jemanden zu "provozieren"? Wenn ihr das richtig findet,
dann denkt noch einmal darüber nach, weil es nicht richtig ist.

Wer
sagt dir, dass du deinen Körper nicht lieben darfst? Und wenn sich
jemand dadurch proviziert fühlt, ist das doch sein Problem, nicht deins?

Nichts unterscheidet eine Frau von einem Mann, außer das Geschlecht. Wir
sind beides Menschen und ich frage mich wieso Leute gegen Feminismus
sind wenn es doch klar ist dass keine Geschlechtergleichheit in unserer
Gesellschaft existiert?

Das
ist mal ne Behauptung, dass Frauen und Männer sich nur durch das
Geschlecht unterscheiden. Ist ein sehr komplexes Thema, ich glaube
schon, dass es Eigenschaften gibt, die man tendentiell eher bei den
einen als bei den anderen findet, aber das dann zu allgemeingültigen
Normen zu erheben finde ich widerum falsch (nach dem Motto "Alle Frauen
sind..., deshalb musst du auch so sein").

An meiner Wand hängt ein
Spruch, den ich wichtig finde: "Menschen sind nicht gleich, aber ihre
Rechte." Heißt, es muss keine Gleichheit künstlich geschaffen werden,
sondern es muss dafür gesorgt werden, dass jeder Mensch das gleiche
Recht dazu hat (und es auch wahrnehmen kann), sein Leben so zu
gestalten, wie er das möchte. Sei es als Hausmann, Karrierefrau,
Aussteiger oder Mutter von 8 Kindern. Solange der Mensch damit glücklich
ist, haben wir das so zu akzeptieren und sollten weder versuchen,
ihm/ihr das Lebensmodell auszureden noch, es abwertend zu betrachten.

Dieses
Recht dazu hat in Deutschland btw jeder. Wahrnehmen können es auch die
meisten. Dass sich das noch bessert, daran können und müssen wir
arbeiten, da hast du recht. Das ganze lässt sich aber definitiv nicht
auf Frauenrechte runterbrechen, da gibt es noch ganz andere Baustellen.

Ein Mädchen die mit vielen Jungs schläft, wird Schl*mpe genannt, ein
Junge das mit vielen Mädchen schläft, "hat Erfahrung". Beide tun
dasselbe. Ich habe es satt ständig von meinen Eltern zu hören dass ich
meine Beine nicht oft zeigen soll, da es doch Kranke gibt die falsche
Gedanken haben könnten.

Ein
Junge, der mit vielen Mädchen schläft, hat oft genug ebenso einen
schlechten Ruf. Zu dem Thema hat aber eh jeder eine andere
Meinung...meine ist, dass man, solange man verhütet und niemandem
schadet, schlafen kann mit wem man will, egal ob als Junge oder Mädchen
und ob mit Junge oder Mädchen.

Feministen sind nicht Anti-Mann. Wir wollen einfach nur "gender
equality", Geschlechtergleichheit. Wenn du ein Junge/Mann bist und du
das jetzt liest, kannst du dich wenigstens in unsere Situation
einfühlen?

Viele
Mitglieder der feministischen Bewegung sind eben doch Anti-Mann. Und
Geschlechtergleichheit ist unrealistisch, ich denke eher du meinst
Chancen-/Rechtegleichheit in Bezug auf das Geschlecht. Das bezieht aber
beide Seiten mit ein, denn auch Männer sind in einigen Punkten
benachteiligt.

Ich bin zwar kein Junge/Mann, aber trotzdem kann
ich mich nicht in "unsere" Situation einfühlen bzw in das, was du da
beschreibst. Klar nervt es, wenn mir gesagt wird, ich solle mich doch
mal schminken und mehr Kleider tragen. Passiert aber äußerst selten, und
wenn dann nur von Frauen. Genauso nervt es mich wenn mir gesagt wird,
ich solle mir facebook machen. Das ist aber keine Diskriminierung,
sondern nett gemeinte Ratschläge, die ich aber meist ablehne, weil ich
mich nunmal anders entschieden habe und damit glücklich bin. Der Punkt
ist, dass du machen kannst, was du willst. Du bist halt nur nicht immer
mit den Reaktionen zufrieden. Das ist blöd, aber ganz ehrlich, gibt es
nichts wichtigeres worüber du dich aufregen kannst als "XY hat mich
Schl*mpe genannt"? Natürlich ist das blöd, aber dafür könntest du XY btw
sogar anzeigen.

Meine Frage ist einfach, was kann man tun um es die gesellschaftliche Situation zu ändern?

Naja,
die gleichen Rechte für Frauen gibt es schon länger, weil da zum Glück
viele Menschen für gekämpft haben. Was du tun kannst, ist sie zu nutzen.
Dir steht die ganze Welt offen, du kannst alles machen und werden, was
auch ein Mann kann. Also nutze die Rechte auch. Aber nicht, um
irgendwelche künstlichen politischen Statements zu setzen, sondern um
den Weg zu finden, der dich glücklich macht und den du deshalb gehen
möchtest. Denn damit wirkst du authentisch, und das ist langfristig
gesehen mehr Statement als jede feministische Diskussion.

Kommentar von LucaIverson ,

Endlich mal ne frau mit verstand

Antwort
von GanMar, 632

Wieso dürfen Männer das anziehen was sie wollen und niemand achtet darauf

Das stimmt ja nun auch nicht. Es laufen genug Typen herum, die einen ganz entsetzlichen Eindruck hinterlassen. "Billig" mag zwar nicht unbedingt ein passender Ausdruck sein, aber etwas Besseres fällt mir im Moment nicht ein.

NICHTS in der Welt sollte ein ausreichendes Argument dafür sein

Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu.

Antwort
von zahlenguide, 343

1.1. Werden Männer auch dafür kritisiert wie sie rumlaufen. Übrigens zu fast 100 Prozent von Frauen.

1.2. Die Begründung von Frauen, warum sie Straftaten begehen, sind wohl meistens genauso unlogisch wie die der Männer.

2. Feminismus hat einen üblen Beigeschmack, den ich dir mal ein bisschen erläutern möchte, anhand von Thesen die Alice Schwarzer immer und immer wieder in Ihrem Magazin "Emma" wiederholt.

These 1: Männer sind aggressiver, weil sie mehr Testesteron haben: Wissenschaftler der Elite-Uni Havard sind in eine Hochsicherheitsgefängnis gegangen und haben bei den schlimmsten Massenmördern, Massenvergewaltigern und Gangbossen den Testesteronspiegel gemessen. Dabei haben sie festgestellt, dass diese Männer zwar immer noch hoch aggressiv waren, aber einen ungewöhnlich niedrigen Testesteronspiegel hatten. Man hat also weiter geforscht und dabei festgestellt, dass Testesteron für den Muskelaufbau (und Sexualität) zuständig ist. Beispielsweise würde jeder Mann und jede Frau sofort tot umfallen, wenn er oder sie kein Testesteron mehr hätte, weil der Herzmuskel aufhören würde zu schlagen. Die Männer in der Zelle haben so wenig Testesteron gehabt, weil sie 23 Stunden lang eingesperrt waren und das schon für viele Jahre und somit sogar weniger Muskeln - vor allem an den Beinen hatten - als männliche Freigänger. Dies hat den niedrigen Testesteronspiegel erklärt. Heute weiß man, dass Gewalt vor allem durch zwei Hormone beeinflusst wird - das sind Adrenalin und Serotonin (Glückshormon). Dies ist auch der Grund, warum beide Geschlechter in Südamerika und Nordamerika gleichermaßen in Gangs aktiv sind und warum beide Geschlechter - unter den falschen Umständen - aggressiv werden können.

These 2: Frauen seine schon immer die Opfer gewesen; Beispiel wird gerne das europäische Mittelalter genannt: Hier die Gegenargumentation anhand historischer Fakten. 98 Prozent aller Menschen im Mittelalter waren arm. Sie hatten oft nur ein Feld und ein kleines Haus oder waren als Tagelöhner unterwegs. Selbst im Spätmittelalter sprach man von ca. 95 Prozent Armut. Die Menschen haben also in schwierigen Zeiten von der Hand in den Mund gelebt und waren darauf angewiesen, dass die ganze Familie beim Arbeiten hilft. Deshalb gab es auch nicht die typische Arbeitsteilung, dass die Frau den Haushalt macht und der Mann arbeiten geht. Sondern es waren eher die dörflichen Umstände, die die Arbeitsteilung ausmachten. In einem Dorf haben eher Männer in der Landwirtschaft gearbeitet, in anderen Dörfern waren es eher Frauen und wieder in einem anderen Dorf waren es Männer und Frauen. Dies kam auch auf äußere Umstände, wie Männerarmut, Kriege, soziale Lage usw. an...

Auch sexuelle war das Mittelalter in bestimmten Bereichen sogar weiter als heute. Beispielsweise war es vollkommen üblich, dass Menschen (die Armen) unter dem nächsten Baum heiraten und sich wieder trennen durften. Es musste dabei nur ein Zeuge anwesend sein. Es war also unbürokratischer und fairer als heute, wie ich finde.

These 3: Frauen sind die größten Opfer auf der Welt - auch diese These stimmt nicht, denn 2/3 aller Kriegsopfer sind Kinder und 2/3 aller Hungerstoten sind ebenfalls Kinder. Mädchen sind eher betroffen von Vergewaltigungen als Jungen, aber Jungen sind eher betroffen ein Leben lang als Kindersoldaten zu arbeiten und Menschen töten zu müssen.

These 4: Wir leben in einem Patriachard (also unter einer Männerherrschaft). - Auch das stimmt nicht. Die reichsten Menschen der Weltgeschichte waren zwei Frauen. Einmal die chinesische Kaiserin Wu, die ungefähr 25 Prozent des gesamten Weltvermögens besaß und die ägyptische Herrscherin Kleopatra, die ungefähr 22 Prozent des gesamten Weltvermögens besaß. Zusätzlich ist die Welt heute von MafiaFAMILIEN (russische sind eher männlich; japanische eher weiblich geprägt), Königsfamilien, und weitläufigen Unternehmen geprägt, die wiederum Hollywoodfamilien gehören usw. So ist z.B. der Großteil der Medienlandschaft in Europa und den USA weiblich geprägt, an den Unis gibt es mehr weibliche Professoren, es gibt auch in der Kindererziehung leider deutlich mehr Frauen als Männer.

Nun noch ein Schlusswort (man könnte noch viel schreiben) - Nobelpreisträger kritisieren die feministischen Bewegungen, weil alles was auf der Welt schlimmes passiert, immer nur auf ein Geschlecht bezogen wird. Soziale, politische, militärische, mediale, ökonomische Umstände werden nicht berücksichtigt. Auch Frauenrechtler, die tatsächlich eine Gleichberechtigung fordern und dafür kämpfen, distanzieren sich seit Jahrzehnten vom Feminismus. Einige Gründe dafür kennst Du ja jetzt.

Kommentar von OlliBjoern ,

Mal abgesehen davon, dass die Zeiten von Frau Wu und Frau Kleopatra schon etwas her sind (dennoch Danke für den Hinweis darauf):

"Im Jahr 2014 gab es an deutschen Hochschulen 35.687 hauptberufliche Professoren und 10.062 hauptberufliche Professorinnen."

Ich glaube nicht, dass das Verhältnis in 2016 andersherum ist.

Kommentar von zahlenguide ,

ein Punkt für Dich...

Kommentar von DreiGegengifts ,

Selten so viel Nonsense komprimiert auf einen Haufen gesehen.

Antwort
von AppleTea, 425

Du kannst auch gerne ohne BH rumlaufen.. Männer haben ja auch Nippel, wir sind alle gleich. Du wirst allerdings nie verhindern können, dass sie dir dann auf die Brüste schauen. Bei uns ist das eben nicht "normal", in afrika laufen sie komplett oben ohne rum

Antwort
von Handwerkbursche, 258

Wieso dürfen Männer das anziehen was sie wollen und niemand achtet darauf aber eine Frau ist billig wenn sie ihren Körper zeigt?

  • Unbeantwortbar, denn du unterstellst in Bausch & Bogen eine Tatsache, die ich im realen Leben nicht beobachte & deshalb nicht nachvollziehen kann.
  • Ich kenne viele Männer, die schon aufgrund ihres Berufs sich nicht so kleiden dürfen, wie sie sich gern kleiden würden - jedenfalls nicht während ihrer Arbeitszeit. Dazu gehören nicht nur Banker & Manager, Richter & Rechtsanwälte, sondern zB auch weniger gut bezahlte Angestellte, die in Büroberufen oder bei Versicherungen arbeiten.
  • Und: Die meisten Männer würden bei extremer Hitze im Sommer gern in kurzen Hosen zur Arbeit gehen, dürfen oder trauen sich dies jedoch nicht - es sei denn, dass sie Berufe in Bauhandwerken ausüben.

Wieso hat es sich in unserer Gesellschaft eingebürgert dass Frauen für ihr Aussehen reduziert werden?

  • Mir ist nicht ganz klar, was du mit "reduziert werden" meinst.
  • Meinst du damit "herabgewürdigt werden"? (Hiervon gehe ich im Folgenden einfach mal aus.)
  • Auch hier ist deine Frage unbeantwortbar. Wieder unterstellst du in Bausch & Bogen eine Tatsache, die ich im realen Leben nicht beobachte & deshalb nicht nachvollziehen kann.
  • Durch ehrenamtliche Tätigkeiten kenne ich viele Männer, die in Armut leben - beispielsweise Rentner, deren Rente niedriger als der Sozialhilfesatz ist. Diese Männer sind in keiner Weise verwahrlost, sondern ganz normale & liebenswerte Menschen, denen jedoch zB durch ihre Kleidung die Armut anzusehen ist. Ich stelle fest: Immer wieder werden diese Männer "reduziert (also: herabgewürdigt) wegen ihres Aussehens", indem sie beispielsweise in Supermärkten, Einzelhandelsgeschäften oder Arztpraxen erheblich unfreundlicher als andere Kunden bzw. Patienten behandelt werden.

Was kann man tun, um die gesellschaftliche Situation zu ändern?

  • Aufklärungsarbeit leisten - auch im privaten Bereich.
  • zB indem man die eigene Stimme erhebt, wenn man auf Menschen stößt, die generalisierend von "den" Frauen & "den" Männern sprechen.
  • Und dies nicht nur im realen Leben, sondern auch in sozialen Netzwerken.
  • Nur deshalb habe ich mir die Zeit genommen, überhaupt auf deine Frage zu antworten ;-)

Kommentar von USnMC ,

Du "beobachtest" es im echten Leben nicht? Wieso dürfen dann Männer oben ohne an den Strand aber eine Frau darf ja nicht ihren Nippel raushuschen lassen, sonst ist sie billig. Logik? 

Kommentar von howelljenkins ,

da, wo ich wohne, ist gang und gaebe, dass frauen sich auch oben ohne sonnen.

Kommentar von Handwerkbursche ,

Bei uns ebenfalls.

Kommentar von Ontario ,

Das sieht man bei uns anders. Es gibt viele Frauen die sich an unserem Baggersee nackt , oder manche eben nur mit Bikinihöschen sonnen. Dass Männer, z. B. als Zuschauer bei  Open Air Sportveranstaltungen mit nacktem Oberkörber herumstehen, daran nimmt niemand Anstoss. Würden das die Frauen machen, wäre das in unserer Gesellschaft wohl unangebracht. Könnte mir aber vorstellen, wenn Frauen mal damit beginnen würden, sich oben ohne so zu zeigen, dass das nach einer gewissen Zeit auch normal wäre. Anfangs freilich nicht. In manchen Ländern laufen Frauen mit freiem Busen herum und niemand stört sich daran. Es stört sich eben niemand daran, weil es normal ist. Nur was als nicht normal empfunden wird, fällt auf.

Kommentar von Manuel129 ,

super Antwort, danke!

Kommentar von Handwerkbursche ,

Danke für die nette Rückmeldung :)

Antwort
von Suboptimierer, 301

Wieso dürfen Männer das anziehen was sie wollen und niemand achtet darauf aber eine Frau ist billig wenn sie ihren Körper zeigt?

Wenn eine Frau Körper zeigt, ist es dann das, was die Frau anziehen will oder versucht sie sich damit schon nach den Begierden der Männer zu richten

Wieso hat es sich in unserer Gesellschaft eingebürgert dass Frauen für ihr Aussehen reduziert werden?

Nur Frauen, die man nicht kennt.
Aber ja, es gibt eine passive Geschlechterrolle. Bei den Tieren ist es oft das Männchen (Beispiel Pfau), bei den Menschen hat sich historisch das bei den Frauen (aus welchem Grund auch immer) so entwickelt.

Ein verzweifelter Mann, der sich für schön hält, könnte sich genauso beklagen, dass seine Schönheit nicht so sehr beachtet wird. Er hat nicht die Schönheitsrolle.

Wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt, wieso bestreiten Männer die Tat mit dem Argument "sie hat sich provokant angezogen"? Nichts, NICHTS in der Welt sollte ein ausreichendes Argument dafür sein, jemanden zu vergewaltigen.

Es gibt wenige Menschen, die diesem theoretischen Ideal entsprechen, zu dem zu stehen, was sie machen und man versucht immer, das beste für sich heraus zu holen oder seine persönliche Ansicht zu vertreten oder Strafen zu mildern.

Ich finde es nachvollziehbar, dass man versucht, zu argumentieren, dass das Opfer schuld hat. Das hat nichts mit Vergewaltigung zu tun. Das ist ein allgemeines Prinzip, die Schuld bei anderen zu suchen, sich heraus reden zu wollen oder sich zu rechtfertigen.

Wie stellst du dir das vor? Sollen die Vergewaltiger sagen: "Klar, ich war das. Das Opfer ist unschuldig. Ich bin verpeilt oder gar böse und hirnlos triebgesteuert. Außerdem fehlt mir ein Machtgefühl."
Wenn das ein Täter sage würde, könnte man ihm für diese Einsicht schon fast einen Orden verleihen, aber es ist kein natürliches Verhalten. Das macht einfach keiner (wie die Realität zeigt).

Nichts unterscheidet eine Frau von einem Mann, außer das Geschlecht. 

Aha

ich frage mich wieso Leute gegen Feminismus sind wenn es doch klar ist dass keine Geschlechtergleichheit in unserer Gesellschaft existiert?

Feminismus wird oft nicht damit gleichgesetzt, dass Frauen gleichbereichtigt werden und gleich behandelt werden sollen, sondern damit, dass Frauen an die Macht wollen und Vorteile für sich erkämpfen wollen. Man befürchtet, dass sie über das Ziel der Gleichheit hinaus schießen werden. -ismen sind meistens extreme Richtungen, selten sucht ein -ismus die goldene Mitte.

Feministinnen werden oft als Emanzen gesehen. Um etwas für die Frauen bewegen zu können, muss man sich besonders stark für Frauen einsetzen. Wer sich besonders stark für Frauen einsetzt, erweckt den Eindruck, dass derjenige sagen wolle, dass Frauen das "bessere", vorherrschende Geschlecht seien oder andersherum werden Männer als abwertig oder niederwertig betrachtet, vor allem die Männer, die das aktuelle Geschlechter-"System" unterstützen.

Es ist ein Paradoxon. Es ist schwierig, für Gleichheit zu kämpfen, ohne das Gefühl zu vermitteln, eine Partei bevorteilen zu wollen.

Meine Frage ist einfach, was kann man tun um es die gesellschaftliche Situation zu ändern?

Da bin ich raus. Den Feminismus, wie du ihn siehst, sollte man unterstützen.

Nennt mir eure Definition von Feminismus und ich sage euch, ob ich Feminist bin.

Kommentar von USnMC ,

Falsch. Falls du dich mit mit Feministen auskennst und Artikel darüber gelesen hast, würdest du wissen dass Feminismus für Geschlechtergleichheit kämpft.

Kommentar von Suboptimierer ,

Dann finde ich die Bezeichnung schon bedenklich. Der Feminismus wird von der Bezeichnung abweichend interpretiert.

Das ist so, wie wenn Islamismus für die Gleichheit von Religionen kämpfen würde.

Egalismus oder Ähnliches wäre treffender. 

Es gibt schließlich auch keine Frauenbeauftragten mehr, sondern nur noch Gleichstellungsbeauftragte.

Kommentar von Suboptimierer ,

Es gibt noch ein Beispiel für einen -ismus, der nicht zum Namen passt: Satanismus. Das musste ich hier auch erstmal lernen, dass das nicht unbedingt etwas mit der Anbetung Satans zutun hat.

Antwort
von WeicheBirne, 300

Da hast Du ja einige Themen angesprochen.

Zunächst mal zum Thema Vergewaltigung:
Die meisten Vergewaltigungsopfer werden nicht von irgendeiner Wildfremden Person auf der Straße überwältigt, weil sie provokant angezogen waren. Sie werden vielmehr von Personen aus ihrem Bekanntenkreis vergewaltigt, die sie vermutlich auch, aber nicht wegen ihres Aussehens attraktiv finden. Derartige Statistiken werden sogar von der Frauenlobby veröffentlicht:

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/tl_files/downloads/sonstiges/Streitsache_Sexu...

Zum Thema "Schl*mpe":
Aus meiner persönlichen Erfahrung habe ich eigentlich eher erlebt, daß Frauen sich untereinander so titulieren. Es gibt übrigens auch genügend Stereotypen für Männer. Wie wäre es zum Beispiel mit "Männer sind Schweine"? Das gibt es sogar als Lied.

Zum Thema Feminismus:
Einige Feministen sind ja sicherlich ganz vernünfig (hätte ich jetzt hier Feministinnen sagen sollen? ;) ). Leider gibt es aber viele die unehrlich sind was die Geschlechtergleichheit angeht:

Beispiel Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen:
Wahr ist, daß Frauen im Schnitt weniger als Männer verdienen, aber das hängt einerseits mit der Berufswahl zusammen. Such Dir einen lukrativen Beruf dann verdienst Du auch entsprechend. Andererseits arbeiten Frauen im Schnitt weniger und nehmen größere Auszeiten.

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/03/PD16_...
http://www.mmmeurope.org/ficdoc/2011-MMM_BROCHURE_What_Matters_Mothers_Europe.pd...

Die Frauen benachteiligen sich also selbst. Das wollen viele Feministen aber nicht wahrhaben.

Einige Feministen sind sogar Anti-Mann. #KillAllMen auf Twitter und das SCUM (Society for Cutting up Men) Manifest von Valerie Solanas.

Die meisten Feministen sind nicht wirklich an Geschlechtergleichheit interessiert, denn sie sprechen Probleme, die Männer betreffen nicht an. Feministen, die ein Problem in der Gehaltsschere und dem Ungleichgewicht an Führungskräften sehen, müßten auch ansprechen, daß die Mehrheit der Obdachlosen männlich ist.

http://unbeachtet.org/zahlen-obdachlosigkeit-in-deutschland/

In Gebieten wie dem nahen Osten macht Feminismus Sinn, weil Frauen dort drastig benachteiligt sind. In der westlichen Welt ist die dritte oder auch vierte Welle des Feminismus eher eine Farce.

Antwort
von mistergl, 273

Geschlechtergleichheit wird es nie geben. Zwischen Männlein und Weiblein wir immer der sexuelle Aspekt liegen. Das ist uns Menschen bzw Männern in die Wiege gelegt. Sry, keine Chance das zu ändern. Außer man hat eine gesunde Moralvorstellung und unterdrückt das im Beisein von attraktiven, offen und freizügig gekleideten Frauen.

Wenn Männer und Frauen wirklich gleich gestellt sein sollen, müssen Frauen aufhören zu sehr mit der Vagina zu denken und wir Männer nicht mehr mit dem Schwanz.

Also Frauen sich normal, nicht sexy kleiden (denn es stimuliert euch doch tierisch, wenn ihr die Blicke dann auf euch zieht,oder?) und wir Männer dürfen nicht mehr rumrennen als wären wir alle Gorillas, die sich den ganzen Tag nur auf die Brust kloppen (Und uns macht es an, wenn uns dann die Frauen beachten...)

Das funktioniert nur mit einem gewissen Maß an Hirntätigkeit. Mehr mit dem Hirn arbeiten, weniger intuitiv. Denn auf intuitiver Basis haben wir Menschen immer noch ganz schön viel niedere Instinkte in uns.

Antwort
von howelljenkins, 134

ich lasse jetzt mal das kommentieren deiner behauptungen, was die ungleichbehandlung angeht, weg und greife mir nur das hier raus:

"Nichts unterscheidet eine Frau von einem Mann, außer das Geschlecht." 

ist das so? nein, natuerlich nicht. und "geschlechtergleichheit" zu wollen, bringt nichts, denn das ist ein ding der unmoeglichkeit.

was hingegen unverzichtbar ist, ist geschlechter gleichBERECHTIGUNG und das in jeder hinsicht. jeder mann und jede frau muss die gleichen rechte haben. das ist aber was ganz anderes.

frauen sind im durchschnitt koerperlich weniger kraeftig und kleiner als maenner, ausserdem anders gebaut. das verhindert in vielen berufen, dass sie die gleiche leistung bringen koennen wie maenner.

umgekehrt gibt es berufe, fuer die sich frauen in der mehrzahl besser eignen als maenner. 

das darf nicht dazu fuehren, dass frauen oder maennern bestimmte berufe per se vorenthalten werden, aber da sehe ich nicht, wie geschlechtergleichheit erreicht werden soll.

ich habe verstaendnis fuer forderung nach gleicher bezahlung bei gleicher leistung und aehnliches. 

und ich bin sogar der ansicht, dass frauen entscheiden duerfen muessen, ob sie bei einer ungewollten schwangerschaft abtreiben oder nicht, ohne dass der werdende vater das mitzubestimmen hat. allerdings wird's da umgekehrt heikel, denn wo bleibt da die gleichheit?

feministinnen fallen immer dort negativ auf, wo sie haltlose behauptungen in den raum stellen (so wie du hier) oder frauen bedraengen, die vielleicht gar nicht abgeneigt sind, der traditionellen frauenrolle zu entsprechen und gern hausfrau und mutter sein moechten (z.b.)

Antwort
von BlackBanan24, 117



Wieso dürfen Männer das anziehen was sie wollen und niemand achtet darauf aber eine Frau ist billig wenn sie ihren Körper zeigt?

Das stimmt so nicht direkt. Auch Männer können nicht einfach dass Anziehen was sie wollen (insbesondere nicht im Beruf) und auch Männer werden wegen unangemessenen, ungepflegten oder auch einfach nur unmodischen Aussehen verurteilt. Übrigens auch oft von Frauen.



Wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt, wieso bestreiten Männer die Tat mit dem Argument "sie hat sich provokant angezogen"? 

Wer mit einer solchen Ausrede ankommt, ist ein Vollidiot, ganz einfach. Und genau das würden dir hier in Deutschland auch 99,999% aller Männer sagen. Denn es ist ja nun wirklich nicht so, dass 1. so etwas regelmäßig passiert und 2. jeder Mann so drauf ist und diese Antwort unter Männern allgemein akzeptiert wird. Bei solchen Sachen muss man immer zwischen den einzelnen Tätern und der Allgemeinheit differenzieren.




und ich frage mich wieso Leute gegen Feminismus sind

Ich glaube, der Knackpunkt ist der Begriff "Feminismus" an sich. Viele Menschen assoziieren mit Feminismus eben nicht Gleichberechtigung sondern eine ziemlich übertriebene "Anti-Männer" Haltung, auch wenn das falsch ist. Schuld daran sind einerseits Medien, die den Begriff falsch verwenden, andererseits aber auch gewisse Gruppen/Personen, die eben diese Haltung haben, sich aber trotzdem auf die Fahnen schreiben "Feministen" zu sein (*hust* Alice Schwarzer *hust*). Um ehrlich zu sein, habe ich mit dem Begriff "Feminismus" an sich auch so meine Probleme: Natürlich bin ich für Gleichberechtigung. Aber für mich ist das so was von selbstverständlich, dass ich mich nicht als Feminist bezeichnen würde (kann vielleicht an der Generation liegen). Jeder ist ja auch für Meinungsfreiheit, trotzdem bezeichnet sich niemand als "Meinungsfreiheitskämpfer"^^


Antwort
von Ifosil, 230

Naja, wenn ich Sandalen mit weißen Socken anziehe, überlebe ich den Tag nicht in der Stadt.

Aber so unrecht hast du nicht, mit nur einem kleinen Fehler. Es war noch nie anders.
Frauen wurden schon immer auf ihr äußeres reduziert. Früher war es sogar noch viel schlimmer als Heute. 
Die Sache ist nicht gut, da gebe ich dir Recht. Aber ich denke auch, dass es leider in der Natur des Mannes liegt, Frauen stark nach ihrem äußeren zu bewerten.


Frauen bewerten ja auch.
Als Mann brauchst du einen akzeptablen gesellschaftlichen Status und ein gewisses Aussehen.
Arbeitslose Männer z.B, haben bei Frauen genauso schlechte Karten, wie "hässliche" Frauen bei Männern.

Kommentar von Wolfnight ,

Nichts von all dem liegt in unserer Natur. Es wurde uns anerzogen und wenn man anfängt, das zu hinterfragen, dann kann man auch seine Sichtweise ändern.

Antwort
von Panazee, 229

Wenn ein Geschäft sein Schaufenster schön dekoriert, dann will es, dass die Leute hinein schauen. Wenn eine Frau Hotpants und bauchfrei anzieht, dann will sie meiner Meinung nach angeschaut werden. Wie du selber sagst ist diese Frau stolz auf ihren Körper und präsentiert ihn. Natürlich berechtigt das Schaufenster nicht zum Diebstahl und die Kleidung der Frau nicht zu einer Vergewaltigung. Ich finde es nur immer paradox, wenn manche Frauen halb-nackt herum laufen und sich dann beschweren, dass ihnen Männer auf den Hintern und den Ausschnitt schauen.

Wobei die allermeisten Vergewaltigung von Männern begangen werden, die aus dem Bekanntenkreis kommen. Der Fall, dass ein Mann eine ihm unbekannte, knapp bekleidete Frau sieht und diese dann vergewaltigt ist eher selten.

Kommentar von thealaurie ,

das mag bestimmt bei einigen Frauen der Fall sein, mir geht es aber so, dass ich mich meinetwegen "knapp" anziehe, weil ich es schön finde und weil ich mir damit gefalle. Ich laufe doch nicht den ganzen Tag durch die Gegend um Männer zu beeindrucken? Und leider ist es so, dass ich mich viel sicherer fühlen würde, wenn ich wüsste, dass abends keine Männer mehr auf der Straße rumlaufen würden. Ehrlich gesagt würde ich mich dann wahrscheinlich sogar noch knapper anziehen, weil ich mir dann keine Sorgen machen müsste, dass mir was passiert. ich hab bestimmt nichts gegen Männer und ich will auch nicht sagen, dass alle Männer, die abends herumlaufen so sind oder auf Vergewaltigungen aus sind! Mein Herz klopft trotzdem 10 mal schneller, wenn ich abends Männern begegne, besonders, wenn ich allein unterwegs bin.

Kommentar von Panazee ,

Von 100.000 Frauen werden 9,6 pro Jahr sexuell belästigt oder gar vergewaltigt. Das sind 0,01%. Lassen wir die Dunkelziffer zehn mal so hoch sein, dann landen wir bei 0,1%. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass mindestens 99,9% aller Männer so etwas nie machen würden.

Sollen diese 99,9% der Männer jetzt nach Anbruch der Dunkelheit zu Hause bleiben, damit sich Frauen sicher fühlen, weil 0,1% der Männer potentielle Vergewaltiger sind?

Von mir aus könntest du nackt herum laufen und ich würde dich nicht belästigen - aber natürlich würde ich schauen.

Antwort
von AlinaMiLy, 86

Mich hat dein Beitrag sehr gefreut, er könnte fast von mir sein. Frauen und Männer sollten endlich als gleichberechtigt angesehen werden und das gleiche 'dürfen'.

Das einzige was ich anders denke ist, das mit dem Körper präsentieren. Ich finde keiner sollte halbnackt rumlaufen, weder Mann noch Frau. Aber da es Männer tun, sollten Frauen es auch tun können ohne gleich beleidigt zu werden. Ich finde aber es sollten beide nicht tun, weil ich es nicht verstehe warum man sein Körper präsentieren muss.

Antwort
von thlu1, 169

Bitte reduziere nicht alle Männer auf das gleiche Niveau. Das wäre nicht fair. Nun zu deiner Frage:

Für Vergewaltigung gibt es keinerlei Rechtfertigung. Ohne wenn und aber.

Natürlich darfst du anziehen, was du möchtest. Aber es gibt Leute in der Gesellschaft, die leider gerne Menschen nach ihrem Äußeren beurteilen und zwar bei Frau und Mann.

Aber ich gebe dir recht, dass wir an solchen gesellschaftlichen Auswirkungen noch zu arbeiten haben.

Antwort
von Trollkeks, 242

Geh auf Demos oder überzeuge andere Leute von deiner Meinung, was anderes kann man da nicht machen. Viel Veränderung kann man so in diesem System nicht erreichen, aber ich stimmt dir, als junger Mann, vollkommen zu und bin für vollkommene Gleichberechtigung. 

Antwort
von Ysosy, 99

Wieso dürfen Männer das anziehen was sie wollen und niemand achtet darauf aber eine Frau ist billig wenn sie ihren Körper zeigt?

Aus welchem Land kommst Du? Bei uns in der Westlichen Welt, ist das zum Glück etwas anders. Bei uns dürfen Frauen alles tragen, bis zur Erregung öffentlichen Ärgernisses. Frauen in knapper Kleidung sehen Heiß aus, „Billig“ ist eine abwertende Beschreibung, die meist von Kindern verwendet wird.

Im allgemeinen gilt, die einzigen Menschen die Alles tragen können, sind Menschen mit sehr Dunkler Hautfarbe. Ein Afrikaner im Pinken Anzug sieht cool aus. Einen Europäer würde man wohl auf der Straße auslachen oder schlimmeres.

Wieso hat es sich in unserer Gesellschaft eingebürgert dass Frauen für ihr Aussehen reduziert werden?

Frauen werden auf das aussehen „reduziert“ weil einige Firmen genau dieses Verhalten brauchen um ihre Produkte zu verkaufen... „Weil du es dir wert bist“ Schminken sich 12 Jährige Mädchen. Und geben ihre letzten 7 Euro Taschengeld für ein Kajal aus. „Mode für starke Frauen“, deswegen muss man Jeder neuen Kollektion hinterher rennen. Und die Modemacher Lachen sich tot und verdienen sich Dumm und Dämlich.

Nichts unterscheidet eine Frau von einem Mann, außer das Geschlecht.

Lässt man die Biologie außen vor und beschäftigt sich nur mit dem Geist einer Person, unterscheiden sich Männer schon sehr stark von Frauen. In so ziemlich allem.  Sensibilität, Aggression, Feingefühl, Empathie, Intuition und weitere sind bei den Geschlechtern Unterschiedlich ausgeprägt.

Feministen sind nicht Anti-Mann. Wir wollen einfach nur "gender equality"

Von Gesetzeswegen haben wir in der Westlichen Welt eine Gleichstellung von Mann und Frau. Zumindest beinahe. Ein Mann der seine neu geborenen Kinder tötet, bekommt zurecht Lebenslang. Eine Frau welche 6! Kinder in der Kühltruhe aufbewahrt, bekommt 4 Jahre Psychologische Betreuung.

Kommentar von Wolfnight ,

Genau genommen unterscheidet sich die Ausprägung von Gefühlen der Geschlechter nicht wirklich. Wenn du gesagt hättest, manche Fähigekeiten sind unterschiedlich ausgeprägt hätte es gestimmt. Sensibilität zum Beispiel scheint nur bei Frauen mehr vorhanden zu sein, weil man es bei ihnen in der Kindheit fördert und Männern abtrainiert. Bei Aggression ist es genau andersherum.

Kommentar von Ysosy ,

Genaugenommen unterscheidet sich bei Männer und Frauen, Vieles sehr stark und unabhängig ob trainiert oder nicht. Z.B Farben sehen, Gesichter lesen, räumliches denken, Sprachbegabung, Männer sind verbal und körperlich aggressiver als Frauen. Frauen hingegen beschlagener in der nonverbalen Kommunikation. Dies ist, wie Studien belegen, darauf zurückzuführen, dass gewisse strukturelle und/oder funktionelle Unterschiede in den jeweiligen Gehirnhälften existieren.

Sind wir denn wirklich so verschieden? Die Wissenschaft sagt dazu ganz klar "ja"! Bezeichnenderweise haben die Forscher - darunter Naturwissenschaftler, Psychologen und Soziologen - ausgerechnet in einer Zeit, in der die Menschen mehr und mehr das "Gleichsein" und die Gleichberechtigung unter den Geschlechtern einfordern, eindeutige Beweise für diese Tatsache gefunden. Sie stellten fest, dass sich die Gehirne von Männern und Frauen in einigen Punkten grundlegend unterscheiden. So erklärt sich, dass die beiden Geschlechter unterschiedliche Fähigkeiten, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen an den Tag legen. Hierin mag auch die Quelle für viele Auseinandersetzungen zwischen Mann und Frau liegen.

Und so weiter.

Antwort
von KaterKarlo2016, 176

Guten Abend,

wir leben in einer medialen fortschreitenden Welt. Frauen werden nicht selten wegen der Pornoindustrie auf ihr Äußeres reduziert, oder nur als "Ware" angesehen. Wer sich Pornos anschaut, wird recht schnell merken, dass Frauen dort auf eine "Devotheit" reduziert werden(Außer es handelt sich um andere Filme), die den Männer hörig sind und das machen was Männer im Bett wollen/sagen. Die jüngere Generation vor allem in Form der Jungen verspürt immer mehr Leistungsdruck. Einem Mädchen wird ins Gesicht beim Sex gespritzt, da Jungs es aus Pornos kennen, Mädchen lassen es sich gefallen, da sie denken es gehört dazu und ist normal, da es in Pornos oft zu sehen ist.

Leider leben wir in einer Welt, wo Kinder, Mädchen aber auch Frauen achtgeben müssen, nicht Ziel von sexuellen Belästigungen oder gar Vergewaltigungen zu werden, was sicherlich, wenn man es genau betrachtet, doch ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist, wenn eine Frau sich so kleidet, wie sie gerne möchte, aber dafür als billig angesehen wird.

Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen.

KaterKarlo2016

Antwort
von greenhorn7890, 161

Männer werden für ihre Kleidung genauso kritisiert. Bei einer Vergewaltigung sagen vielleicht 1% der Männer, dass sie provokant angezogen war.  Das hat nichts mit Geschlechtergleichstellung zu tun.

Viel schlimmer ist es doch, dass viele Männer die von Frauen vergewaltigt werden, nur mild belächelt werden, da es bei Männern ja "gar nicht so schlimm ist". Das ist Ungerechtigkeit.

Du hast recht was Feministen angeht, sie sind nicht Anti-Mann. Es gibt aber mehr als genug "Feministinnen" die das nicht verstehen. Für sie sind Männer die "Brut des Teufels". Es gab schon Frauen die ihr Kind mit diesem Argument abgetrieben haben, nur weil es ein Junge war. Feminismus hat immer einen schlechten Beigeschmack, da viele nicht die Grenze zwischen Gleichstellung der Frau und Höherstellung der Frau ziehen können.

Kommentar von USnMC ,

1% war gut! Musste echt lachen

Kommentar von greenhorn7890 ,

Mir sind 2 Fälle bekannt bei denen jemand so eine Ausrede benutzt hat. Beweis mir das es mehr als 1% sind. Denn das kannst du nicht. In meinen Augen war dieser Satz in der Frage, als auch dein Kommentar nichts als hirnlose Provokation.

Antwort
von 1988Ritter, 227

Das Du Dir soviele Gedanken gemacht hast finde ich gut.

Ich pflichte Dir auch bei, dass die Geschlechter zur gegenseitigen Akzeptanz und Respekt verpflichtet sind.

Allerdings sehe ich in der von Dir gewünschten "gender equality" weder Sinn noch Verstand. Das ist mal wieder so ein Modequark von irgendwelchen gelangweilten Menschen die sich vor lauter Themenlosigkeit  ein "Problem" gebastelt haben.

Ich bin zudem der Meinung, wir Menschen sind individuell, und alles reguliert sich im Rahmen von gegenseitiger Wertschätzung selbst.

Kommentar von USnMC ,

Also findest du Männer sollten in unserer Gesellschaft höher gesetzt werden? Was meinst du mit du siehst darin keinen Sinn und Verstand?

Kommentar von 1988Ritter ,

.....ich sehe absolut keinen Sinn darin irgend jemanden gleich welchen Geschlechts Privilegien zuzuschreiben. Jeder soll entsprechend seiner persönlichen Fähigkeiten beurteilt werden.

Mich interessieren auch keine Quotenregelungen. Soll ich aus lauter Verzweiflung irgend einen Deppen bestellen nur damit eine Quote stimmt ?

Aus diesem Grund sehe ich in derartigen Diskussionen weder einen Sinn noch einen Verstand.

Kommentar von Manuel129 ,

<3 danke..

Antwort
von SomeRandomUser, 98

Ein Mädchen die mit vielen Jungs schläft, wird Schl*mpe genannt, ein Junge das mit vielen Mädchen schläft, "hat Erfahrung". Beide tun dasselbe.

Als Junge ist es tausend Mal schwieriger, mit vielen Mädchen zu schlafen, als umgekehrt. Mädchen gehen ja nie auf Jungs zu, brauchen nie irgendwelchen Aufwand dafür betreiben.

Wie wär's denn, wenn ihr auch mal auf Jungs zugeht, sie ansprecht, etc.? Wo ist Gleichheit hier?

Antwort
von Sonja66, 125

Meine Frage ist einfach, was kann man tun um es die gesellschaftliche Situation zu ändern? 

Bevor etwas in der Welt geschieht, muss es zunächst in unseren Köpfen geschehen.
Damit meine ich aber auch deinen!  ;-)

Antwort
von halbsowichtig, 112

Wieso dürfen Männer das anziehen was sie wollen und niemand achtet
darauf aber eine Frau ist billig wenn sie ihren Körper zeigt?

Das ist fast nur noch in der Bildungs-Unterschicht so. Also in Kreisen, wo die Männer extrem wenig im Kopf haben. Oder unter extrem religiösen Menschen, die das aus irgendeiner alten Schrift herleiten.

Wieso hat es sich in unserer Gesellschaft eingebürgert dass Frauen für ihr Aussehen reduziert werden?

Das stammt aus den Zeiten, als Frauen nicht arbeiten durften, außer als Gehilfin ihres Mannes. Da musste frau eben schön sein, um sich einen reichen Mann zu angeln. Alles andere war nicht wichtig, weil es eh verboten war.

Dieser Unfug geht nur langsam aus den Köpfen raus. Ist 'ne Frage der Zeit.

Wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt, wieso bestreiten Männer die Tat mit dem Argument "sie hat sich provokant angezogen"?

Weil sie nicht ins Gefängnis wollen. Natürlich gibt es keine "provokante Kleidung". Es gibt aber Typen, bei denen der Hormonspiegel höher als der IQ liegt. Die denken sich dann solche "Ausreden" aus, ernten einen Shitstorm dafür und kommen trotzdem ins Gefängnis.

Wieso dürfen Frauen nicht ihren Körper lieben und das auch präsentieren können, ohne jemanden zu "provozieren"?

Doch doch, dürfen sie! Es ist allerdings ratsam, sich damit von der Bildungs-Unterschicht fernzuhalten, denn die reagiert bekanntlich strohdumm.

Meine Frage ist einfach, was kann man tun um es die gesellschaftliche Situation zu ändern?

Dagegen an leben. Zieh an was dir gefällt, zeig dich! Wenn dich ein Mann dafür dumm behandelt, wehr dich sofort. Je mehr Frauen sich endlich normal verhalten, desto mehr wir sich die neue Normalität durchsetzen.

Kommentar von USnMC ,

Dankeschön

Antwort
von LienusMan, 151

Das hat doch folgenden Grund:

Es gibt Experimente, hab ich auch mal mitgemacht, in dem der Blick des Teilnehmers gemessen wird.
Wenn man Männer dieses Experiment machen lässt und ihm ein Bild mit einem Mann und einer Frau zeigt, so schaut er zu erst auf die Frau und dort erst auf den Oberkörper
Genauso ist es bei Frauen, auch sie schauen zu erst auf die Frau und dann auf den Mann.
Also vergleicht sich eine Frau mit anderen Frauen, während Männer nur das andere Geschlecht schaut.

Antwort
von soissesPDF, 148

"Und ewig lockt das Weib":

Aber bitte, Frauen können alles anziehen, sie sehen immer modisch gekleidet aus. Ausziehen gehört jedoch nicht zu den gesellschaftlichen Konventionen.
Vereinfacht dargestellt kann eine Frau Hose/Rock oder Kleid anziehen, dergleichen kann ein Mann nicht und steht schon deshalb nicht vor dem Problem.

Feministinnen haben in den 1960er Jahren auch schon BH's verbrannt, diese seien angeblich ein Unterdrückungsinstrument des Mannes.
Dass Frauen BH tragen wg. den gewöhnlichen Wirkungen der Schwerkraft und nicht weil Männer das so wollen, hat diese Feministinnen nicht interessiert.
Den BH hat das offensichtlich nicht ausgerottet.

Antwort
von Manuel129, 168

Diese Kritik ist ja wohl garantiert nicht mehr zeitgemäß -.- Bitte löschen das ist ja widerlich diese Anschuldigungen. Wo lebst du denn? Kenne keine die als Schl*mpe bezeichnet wird nur weil sie mit vielen Typen schläft. 

Kommentar von USnMC ,

Naja, ich kenne schon viele.

Antwort
von SiViHa72, 168

"Let's change the way we treat each other"


Schönes Motto, lass uns nicht aufgeben! Gilt für alle.

W, 44


Antwort
von MustafaErdogan, 28

First world problems... 

Antwort
von Diodeicieli, 87

Wieso dürfen Männer das anziehen was sie wollen und niemand achtet darauf aber eine Frau ist billig wenn sie ihren Körper zeigt?

Das ist Käse. Wenn Männer sich in Art und Weise kleiden, wie es die Gesellschaft nicht gewohnt ist, dann werden sie auch als Knott, Assi oder sonst was abgestempelt. Es ist deine persönliche Einstellung, ob du damit klar kommst oder nicht. Anscheinen nicht.

Wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt, wieso bestreiten Männer die Tat mit dem Argument "sie hat sich provokant angezogen"?

Vergewaltigung ist eine Straftat und es ist nicht die Schuld des Opfers, wenn es passiert ist, aber es ist auch nicht so, dass jeder Mann eine Frau als Freiwild sieht, nur weil sie so angezogen ist. Das ist nun wirklich die Ausnahme. Genauso wie es die Ausnahme ist, wenn eine Frau einem Mann eine Vergewaltigung oder häusliche Gewalt in die Schuhe schieben will, um ihm vielleicht eins auszuwischen.

Wir sind beides Menschen und ich frage mich wieso Leute gegen Feminismus
sind wenn es doch klar ist dass keine Geschlechtergleichheit in unserer
Gesellschaft existiert?

Es gibt Geschlechtergleichheit, du hast die gleichen Pflichten und Rechte wie ein Mann. Nur weil in bestimmten Bereichen mehr Männer als Frauen präsent sind, heißt das nicht, dass Frauen automatisch diskriminiert werden.

Feministen sind nicht Anti-Mann.

In vielen Fällen leider doch.

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