Frage von Anya14, 91

Geschichten veröffentlichen123?

Hi zusammen : ) Ich bin 15 und mein Hobby ist das Schreiben seit ich 11 bin und ja. In dieser Zeit sind 4 grosse Storys und diverse Kurzgeschichten entstanden. Meine beste Freundin ist mein grösster Fan und sie hat schon alles durchgelesen und mein Vater ist sozusagen mein Lektor. Meine Geschichten findet man auch auf Schriftstellerforen. Letztens habe ich gerade wieder eine Geschichte geschreiben für eine Arbeit und meine Eltern haben sie drucken lassen und jetzt sieht es wie ein richtiges Buch aus. Dann hat mein Lehrer die ganze Geschichte gelesen und er war fasziniert. Er hat dann gefragt, ob ich es veröffentlichen möchte, weil er es schade fände, wenn ich diese Geschichte auf die Seite legen würde.

Ich weiss auch nicht....es war schon immer mein Traum eine Autorin zu werden aber ich weiss, dass es sehr schwer ist etwas zu veröffenltich, was dann auch gut bei vielen Menschen ankommt. Klar, weiss ich, dass es viele Selbstveröffentlicherangebote gibt, wie z.B auf Amazon aber ich weiss nicht, ob ich das einmal tun sollte???

Habt ihr Erfahrungen mit Veröffentlichungen (auch übers Internet)?

Antwort
von Bethmannchen, 6

Wenn dein Buch so gut ist, das schon dein Lehrer meint, es lohne
eine Veröffentlichung, dann solltest du es auf jeden Fall in Angriff
nehmen.

Einen Verlag zu finden, der dein Buch gedruckt verlegt,
ist eine etwas umständliche Prozedur. Gründliche Vorarbeit und
Systematik erspart einem dabei viele unnütze Anschreiben und
Enttäuschungen.

Zunächst muss es ja ein Verlag sein, der auch
Bücher deines Genres verlegt. Dann solltest du auch aufpassen, dass du
nicht bei einem reinen Selbskosten-Zuschuss-Verlag oder einem
Dienstleister für Selbspublikationen landest. Die knöpfen dir nur viel
Geld ab, aber dein Buch kümmert sie einen Sch**dreck. Solche Verlage
findet man, wenn man in Suchmaschinen Verlage sucht. Sie haben oft dicke
Überschriften: "Verlag sucht Autoren" - "Wir verlegen Ihr Buch".

Eine recht aktuelle Liste von deutschsprachigen Verlagen findest du in der
"Liste von Verlagen" bei Wikipedia. Da kannst du schon einmal eine erste
Vorauswahl nach Programmschwerpunkten treffen. Dann erst siehst du dir
die Homepage des jeweiligen Verlages an.

Wenn deren Homepage dann aber "nicht gut aussieht", das Programm nur was von nur zwei, drei Autoren anbietet, oder Tendenziös ist, dann ist das wohl ein "Pleiteverlag" oder eine "Wohnzimmer-Einmann-Band", also auch da lieber Finger weg!

Hast du einen seriös erscheinenden Verlag gefunden,
durchstöberst du deren aktuelles Verlagsprogramm, ob so etwas ähnliches
wie dein Buch dabei ist. Hier erst lohnt es sich überhaupt einen Kontakt
aufzunehmen. 

Manche Verlage haben eine Seite "für Autoren" oder auch "Lektorat" genannt, manchmal findet man es auch unter "Kontakt". Da steht, wie der Verlag Manuskripte für neue Bücher gerne hätte.  Die einen wollen die ersten 50 Seiten, die anderen das erste Kapitel usw. Selten möchte man noch Papierstapel, sondern alles auf Datenträger oder per Mail als PDF-Dateien angehängt oder alles in einer Datei. Daran solltest du dich strikt  halten, sonst geht alles nur in den Papierkorb.

Wenn auf der Website dazu gar nichts zu finden ist, dann erkundige dich
telefonisch beim Verlag. Da kannst du eventuell schon erfahren, wer dein
Manuskript genau bekommen soll. Nichts gegen dich, aber vielleicht
lässt du zunächst besser deine Eltern anrufen, damit die Anfrage ernst
genommen wird.

Auf jeden Fall will man von dir zusätzlich ein Exposé haben. Das ist eine Inhaltsangabe, die in kurzen Abrissen die Handlung von Anfang bis Ende umreißt und die Hauptcharaktere schildert.

Dann möchte man von dir auch eine Autorenvita haben. Das ist ein kurzer Text über dich; wer du bisst, wann geboren, wo du auf was für eine Schule
gehst, wie du zum Schreiben  gekommen bist. Das sollte ungefähr eine
halbe Seite lang sein. Lass da gerne deine Eltern drübergehen, die
wissen, was die Öffentlichkeit über dich lesen will und darf. Sieh dir
evtl. welche von anderen Autoren an. 

Dann gibt es ein Format für Manuskriptseiten, das von allen Verlagen bevorzugt wird. Die ermöglicht es den Verlagen schon im Voraus den Umfang des gedruckten Buches, Herstellungskosten sowie Ladenpreis zu kalkulieren. Ich habe für dich hier eine sehr gute Website:

http://www.schriftsteller-werden.de/kreatives-schreiben/glossar/

Direkt bei dem Begriff "Normseite" kannst du dir die Vorlage herunterladen.

Die Seite bietet noch unwahrscheinlich viele weitere Tipps zu Schreiben und
Veröffentlichen, fast ganz ohne Fachchinesisch. Die lohnt sich wirklich
durchzusehen. 

Wenn der Verlag dein Buch dann verlegen will, müssen deine Eltern für dich einen Verlagsvertrag aushandeln. Sie haben dabei nur Mitspracherecht in Bezug auf den Vertrag, nicht zum Buch selbst. Zum Verlagsvertrag schreibe ich im Kommentar mehr. 

Ist dein Buch angenommen, wird der Lektor dein ganzes Manuskript
korrekturlesen. Ihm werden sehr wahrscheinlich Verbesserungsvorschläge
einfallen, Satzumstellungen, hier und da ein anderes Wort, was auch
immer. Das schickt er dir mit so genannten Korrekturfahnen versehen
zurück.

Das nimmst du dir dann vor und gehst die markierten Stellen selbst durch. Seine Verbesserungsvorschläge kannst du dann annehmen oder ablehnen, oder selbst eine andere Verbesserung machen. Erst wenn sich Autor und Lektor einig sind, dass der Text so gedruckt werden soll. genehmigst du die Endfassung mit einer schriftlichen, und von dir unterschriebenen Korrekturfreigabe. Erst dann kann mit der Herstellung begonnen werden.  

Der Verlag wird auch ein Cover für dein Buch entwerfen. Das Aussehen richtet sich nach dem, was der Verlag für diese Art Bücher selbst verwendet und/oder lehnt sich an deinen Inhalt an. Verlage haben ein gutes Gespür dafür, "was sich am besten verkauft". Sollte das Cover "absolut nicht nach deinem Buch" aussehen, dann solltest du das sagen, aber ansonsten ist der Verlag der Erfahrenere in diesen Dingen.

Auch der Klappentext, deine im Buch abgedruckte Autorenvita und evtl. ein Foto brauchen eine von dir unterschriebene Druckfreigabe. Kein Verlag darf nämlich einfach drucken was er will.

Kommentar von Bethmannchen ,

Wichtiges zum Verlagsvertrag:
Download eines Mustervertrages: 

https://www.google.de/webhp?tab=Tw&ei=MeJ6V8myEsPaUrahkfAB&ved=0EKkuCAQo...

Viele Menschen nehmen an, ein Autor würde bei einer Veröffentlichung seines Werkes "dem Verlag sein Buch verkaufen". Das ist so nicht korrekt. Deshalb ist es auch kein Kaufvertrag. Es ist eine Vertrag über eine Rechteeinräumung.

Der Autor überträgt dem Verlag für die Dauer von (üblicherweise 7) Jahren ab Erscheinen des Werkes räumlich unbeschränkt das ausschließliche Recht der Vervielfältigung und Verbreitung des Werkes (für alle Ausgaben von Auflagen ohne Stückzahlbegrenzung, und zwar für alle Sprachen). Was in Klammern steht ist verhandelbar.

Das Urheberrecht bleibt dabei beim Autor. Der vesichert dem Verlag nur, dass ihm diese Rechte auch zustehen. Die Verantwortung für Inhalt, Zitate, Abbildungen und Quellenangaben bleibt auch beim Autor. Der Verlag kann ihn sogar haftbar machen, wenn durch einen Fehler des Autors die Veröffentlichung unterbleiben müsste, was sehr, sehr teuer werden kann.

7 Jahre können für den Autor ungünstig sein. Das Gesetz sagt dazu: Wird der Verlagsvertrag für eine bestimmte Zeit geschlossen, so ist nach dem Ablaufe der Zeit der Verleger nicht mehr zur Verbreitung der noch vorhandenen Abzüge berechtigt. Die muss ihm der Autor dann zum Verramschpreis abkaufen, oder sie werden eingestampft.

"Ab Erscheinen" sollte schon konkreter sein wie etwa rechtzeitig zur Frankfuter oder Leipziger Buchmesse 2016 bzw. 2017 oder binnen X Monaten nach Druckfreigabe. Andernfalls darf der Autor erst ein Jahr nach der Druckfreigabe (immer noch ohne Veröffentlichung) vom Vertrag zurücktreten. Dann bekommt er zwar den hoffentlich im Vertrag vereinbarten Vorschuss, hat aber ein Jahr Zeit verloren.

Bei einem noch unbekannten Verfasser wird man wegen der Unwägbarkeit des Erfolges die Stückzahl der ersten Auflage sicher gering halten. "Für alle Ausgaben" sollte schon genauer im Vertrag stehen. Ob nur TB oder HC oder eBook oder Hörbuch sollte hier schon stehen.

Alle weiteren Reche am Werk sind Nebenrechte, die kein Autor bedenkenlos alle gleich so mit weggeben sollte. Verkauft sich das Buch nämlich gut, ist die erste Auflage dadurch schnell ausverkauft, und man kann über eine zusätzliche Auflage in anderer Buchform, eine Übersetzung etc. neu verhandeln.

Die Nebenrechte wie: Herausgabe als Hörbuch, Übersetzung in andere Sprachen oder Verfilmung etc. lohnen sich erst dann überhaupt und können somit immer noch mit dem Verlag, und auch mit jedem beliegigen anderen Interessenten ausgehandelt werden. Hat man die Nebenrechte in der ersten Euphorie aber schon vergeben, ist hier kein Spilraum mehr.

Es kann durchaus sein, dass jemand anderes anbietet, das Buch zu übersetzen, zu verfilmen, als Hörbuch heraudzubringen, was auch immer für Nebenrechte wahrnehmen will. Verkaufte sich das Buch gut, kann man aus diesen weiteren Rechten dann u. U. woanders mehr herausholen, als wenn die Nebenrechte beim ersten Vertrag schon sofort, und dann sehr wahrscheinlich viel zu billig, eingeräumt wurden.



In dem Fall dürfte man ein Angebot von einem Dritten nämlich nicht ohne Einwilligung des 1. Rechteinhabers annehmen und hat leichtsinnig Perlen vor die Säue geworfen. Ein einmal eingeräumtes Recht an seinem Werk kann man oft nur schwer wieder zurück bekommen. 

Es heißt im Vertrag zwar, der Verlag wird sich um die Verwertung der Nebenrechte redclich bemühen. Verwertung im e-commerc (Verkauf über Amazon), Verfielfältigung... als eBook..., Vorabdruck in Zeitungen etc. bitte gerne, steigert ja den Umsatz.

Aber Herausgabe als Hörspiel, Verfilmung, Aufnahme in ein Schulbuch, welcher Verlag legt sich dafür wohl wirklich voll ins Zeug? Lohnt es sich überhaupt bei diesem Buch (Inhalt, Thema, jugendfrei?)



Ein solcher Vertrag steckt also voller Fußangeln uind Tücken. Zumindest wenn man zum ersten Mal einen Verlagsvertrag abschließt, sollte man sich das aktuelle Gesetz über das Verlagsrecht gut und gründlich durchgelesen haben und sich vor dem Unterschreiben Gedanken gemacht haben, was man wirklich vereinbaren will.

So lange man keinen Bestseller gelandet hat wird man wohl aus Kostengründen auf einen Anwalt mit Schwerpunkt Medienrecht verzichten müssen.

Kommentar von Bethmannchen ,

Zu erwartendes Honorar und Auflagenstärke(n): 

Den Ladenpreis kann der Verlag besser beurteilen - soll er auch. (meine Rechenbeispiele beruhen hier auf 14,95)

Bei einem Erstlingswerk ist keine Vorauszahlung zu erwarten, weil es noch keine Lorbeeren gibt, nur zarte Hoffnungsschimmer auf beiden Seiten. Darüber braucht man nicht nachzudenken. Falls es eine gibt, kann man sich freuen, denn der Verlag rechnet mit einem gewissen Erfolg.

Diese Zahlung wird dann aber erst einmal mit dem Honorar pro Stück (Tantiemen) verrechnet. Bis die Vorauszahlung wieder "reingeholt ist", bekommt der Autor nichts.

Wichtiger wird das Honorar für jedes verkaufte Werk (Tatiemen). Nettopreis ist nicht Ladenpreis: 14,95 sind Netto 13,97 €. Davon erhält der Autor dann gestaffelt für jede Ausgabe nach erreichter verkaufter Stückzahl:

Je nach dem wie gefragt der Autor ist und wie gut er das aushandeln kann, ist das irgendwas zwischen 5% und 15% vom Nettoladenverkaufspreis, wobei 15% quasi unerreichbar sind, und 5% der normale Einstiegssatz für Neulinge.

Für gewöhnlich gibt es eine Staffel, die mit verkauften Büchern steigt. Als kleines Beispiel, das in der Belletristik  für Taschenbücher üblich ist.

1 bis 5.000 Exemplare: 5%   0,70 €   max. 3.500 €


5.001 bis 10.000 Exemplare: 6%   0,84 €   max. 4.200 €


10.001 bis 50.000 Exemplare: 7%   0,91 €   max. 36.400 € 


Späestens ab so einem Verdienst wird man 1/3 davon als Steuern abführen müssen. Es kann sein, dass ein Kind dann nicht inder Familienvrsicherung bleiben kann, und davon auch noch seine Krankenkassenbeiträge bestreiten muss)

50.0001+ Exemplare: 9%   1,26 €   Diser letzte Posten ist ein kleiner Wahnwitz von mir, mit dem bei einem Neuling wohl niemand rechnen wird.

Bei der Staffel stelle ich mir vor, dass man mit irgendwo zwischen 5.000 und 10.000 Stück, also zwei verkauften Auflagen rechnet. Der Vorschuss wäre dementsprechend irgend etwas zwischen 1.000 € und 4.000 € und würde mit den Tantiemen verrechnet. Immerhin darf man den Vorschuss behalten, auch wenn das Buch ein totaler Flop, und der Rest verramscht wird.

Die Staffel orientiert sich normalerweise an den Erwartungen des Verlags. Mein Beispiel gilt für Belletristik. Es gibt auch andere Abrechnungsmodelle, aber die meisten großen Publikumsverlage nutzen dieses.

Üblicherweise werden für Softcover 5-9%, und für Hardcover 8-12% geboten, bei einem Frischling wohl eher weniger, und erst wenn sich erste Erfolge zeigen, Auflagen verkauft sind, werden auch höhere Prozentsätze gezahlt. Deshalb diese Staffelung.

Bei einem Neuling wird man zumindest die erste Auflage in nicht besonders hoher Stückzahl ansetzen. Werk und Autor müssen komplett angetestet werden, hoher Werbeaufwand etc. Eine weitere Auflage ist danach schnell gedruckt, binnen drei Tagen flutschen die Bücher aus der Maschine, wenn der Verlag das will.

Hier kommt die Gretchenfrage: Bei einer Hardcover-Ausgabe ist der Ladenpreis höher, bekommt der Autor also mehr Geld pro Stück - rechnet sich das aber auch? Hmm...

Höherer Preis bedeutet langsamer Verkauf in geringerer Stückzahl. Die bis dahin völlig unbekannte Joanne K. Rowling verkaufte gleich am Anfang nur Hardcover-Ausgaben ihres Harry Potter 〔⸄.⸅〕 aber nicht jeder unbekannte Autor ist ein Shooting Star ;-)

Bei Hörbüchern sind tatsächlich 5%, auch wieder vom Nettoladenpreis, ohne eine Staffelung üblich.

Nichthonorafpflichtige Exemplare und Freiexemplare des Autors.

Der Verlag ist verplichtet, einige Bücher extra zu drucken, die er für alle möglichen Zwecke verwenden darf. Soll er auch, kommt dem Verkauf zugute. Wie sollen z.B. der SPIEGEL und  FAZ von einem Buch erfahren, das einen Platz auf den Bestsellerlisten bekommen könnte.

Die  Buchhandels-Betriebe wie Hugendubel, Thalia usw. brauchen je ein Freiexemplar, um es in ihre Kataloge aufzunehmen. Ein gutes Buch wird auch von Rundfunksendern gerne vorgestellt und wenn es sehr gut ist, will vielleicht Elke Heidenreich das Buch einmal vor die Kamera halten. 

Um die eingeräumten Nebenrechte wahrnehmen zu könnenm muss der Verlag anderen ein Buch in die Hände geben. Von jedem gedruckten Buch müssen ein paar Pflichtexemplare bei bestimten Stellen eingericht werden. 5% von 5.000 = 250 - knapp genug.

Mit seinen Freiexemplaren kann der Autor machen, was er will. Diese wahllos an Onkel, Tante, Oma und Klassenkameraden zu verteilen ist aber Idiotie. Dem hilfreichen Lehrer eines mit Widmung schenken, eins der Schulbibliothek spenden ist OK. 

Ansonsten damit ganz geizig sein! Nur weil kostenlos nicht verkaufbar, sind sie kein "Werbegeschenk ohne Wert". Der Autor verwendet eines oder mehrere für Lesungen. (Je nach dem ob vor Kindern oder Erwachsenen... hat er evtl. ungerschiedliche  Stellen dazu mit Postits markiert)

Vielleicht macht der Lokalredakteur mit dem Autor ein Interview. Wenn das dann abgedruckt wurde, bekommt der ein Exemplar mit Widmung als Dankeschön.

Auch der Verlag kann evtl. Anfragen bekommen haben bezüglich Autorenlesungen. Dann darf der Autor nicht ohne Buch dastehen!

Kommentar von Bethmannchen ,

Noch ein kurzes Wort zu Erfüllungsort und Gerichtsstand.

Da sollte man sich nicht über den Tisch ziehen lassen. Manche Verlage versuchen als Erfüllungsort und Gerichtsstand ihren Standort in den Vertrag zu bekommen.

Für den Gerichtsstand (wo man den anderen verklagen müsste) ist hier nicht das BGB maßgeblich, sonder das Gesetz über Urheberrechte.

Sinngemäß: Ist der Autor eine natürliche Person, so ist für den Gerichtsstand sein Wohnort bzw. ständiger Aufenthaltsort im Inland maßgeblich.

Kommt es zu einem Rechtsstreit, was der Himmel und alle guten Götter verhüten mögen, müsste man andernfalls mitsamt Anwalt ständig an den Sitz des Verlages reisen für Gerichtsverhandlungen etc. Das kann imense Kosten mit sich bringen, wenn man so einen Gerichtsstreeit verliert.

*****

Der Sitz des Unternehmens als Erfüllungsort kann auch problematisch werden. Erfüllung bedeutet ja, das ein Vertragspartner (einen Schritt) der Vereinbarung korrekt eingehalten hat. Deshalb auch hier nur den eigenen Wohnort akzeptieren.

Der Autor muss binnen bestimmter Fristen bestimmtes an den Verlag senden.Ist sein Wohnort Erfüllungsort, gilt  als versandt wann er es in die Post gab bzw. die E-Mail gesendet hat. So kann man sich damit kaum vertun und irgendwie durch Postwege etc. mit irgend etwas in Verzug kommen (kann Vertragsstrafe oder Rücktritt vom Vertrag nach sich ziehen).

Andererseits hat der Verlag seine (einzelnen) Pflichten erst erfüllt, wenn z.B. Brief, E-Mail oder Buchpaket beim Autor angekommen sind (wenigstens im Paketlager zum Abholen bereit). Auch Zahlungen gelten erst als erfolgt, wenn das Geld beim Autor eingegangen ist, nicht schon bei Abgabe der Überweisung.

Bei Vertragsabschluss denkt man nicht unbedingt daran, aber dieser Punkt könnte einmal richtig wichtig werden. Ein Autor lässt sich mit dem Verlagsvertrag nämlich auf einige Pflichten ein, die man gerade als Neuling noch nicht immer so genau abschätzen kann.

Antwort
von paranomaly, 18

Du kannst dich mal bei Verlagen erkundigen, aber es gibt auch welche, zu denen du keine Geschichten schicken kannst, die auch keine nehmen.

Einer von unseren Bekannten hat einmal seine Lebensgeschichte drucken lassen. Bereits im Voraus musste er 200 € bis 300 € an den Verlag bezahlen.

Noch dazu verdient der Autor selber, wenn er das Buch drucken lässt und es dann im Geschäft erhältlich ist, kaum etwas.

Antwort
von xevaxa, 22

Ich würde dir raten es zu machen, schließlich war es ja immer dein größter Traum :) Und viel falsch machen kannst du auch nicht ;)

Antwort
von Zuckerwattemaus, 20

Kurz: ja :)

Ich finde diese ideen immer gut ;) bin selbst hobbieautorin

Kommentar von Anya14 ,

hast du schon mal was veröffentlicht?

Kommentar von Zuckerwattemaus ,

Noch nicht :) im dezember wenn ich 18 bin dann werde ich vom land unterstùtzt (TN ita)

Antwort
von Silolol9, 20

Probier doch mal wattpad.com aus! Da kannst du sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch veröffentlichen (digital) und erreichst somit eine große Bandbreite an Lesern (bzw. weiteren Fans). Dort kannst du auch einschätzen wie gut deine Geschichten ankommen und kannst dich daraufhin auch mal bei Verlagen versuchen. :) LG

Kommentar von Anya14 ,

Danke, ich bin auf schon auf Wattpad😉

Antwort
von FragMeisterD, 25

Vielleicht könnte dich diese Seite interessieren. :)

http://m.carlsen.de/jugendbuecher/specials-und-aktionen/wie-werde-ich-autor

Kommentar von Anya14 ,

Danke😊 ist ein ganz toller Artikel. Das habe ich schon gelesen aber ein 2 Mal wird mir nicht schaden.

Antwort
von 1alex23, 40

Du hast doch nichts zu verlieren, oder?

Kommentar von Anya14 ,

Joa, schon aber ich wollte mal fragen, ob jemand da Erfahrung hat mit Internetveröffentlichungen...

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