Frage von liebeskindx, 50

Geschichte ver*ackt?

Ich wiederhole zurzeit die 7. Klasse auf einem Gymnasium.

Vor ein paar Wochen habe wir unsere erste Geschichtsarbeit geschrieben. Letztes Jahr stellte dieses Fach für mich keine Probleme dar (Ich hatte im Endjahreszeugnis eine 2).

Nun habe ich eine neue Lehrerin und diese ist zwar sehr nett, allerdings habe ich das Gefühl (viele andere auch), dass sie eher für die Oberstufen "geeignet" ist. Ihr Unterricht und ihre Anforderungen an uns sind viel zu hoch (Ich habe dabei immernoch meine anderen Geschichtslehrer im Hinterkopf, bei denen ich viel besser abgeschnitten habe) außerdem war der Durchschnitt in dieser Klassenarbeit eine 3,6. An sich nicht weiter schlimm, doch wenn man die einzelnen Noten, durch die dieser Schnitt zustande gekommen ist, betrachtet, frage ich mich tatsächlich, was in dieser Arbeit schiefgelaufen ist.

Zu Lernen waren 8 Seitenaufschriebe, ein einziger kam davon dran, verpackt in 3 Aufgaben. Mehr nicht.

Ich habe jeden einzelnen Aufschrieb sehr gut gelernt, sodass ich ihn auch frei wiedergeben konnte, doch jetzt frage ich mich, wieso ich eine 5 bekommen konnte.

Meine Lehrerin meinte, ich habe zu oberflächlich gelernt, was absolut nicht der Wahrheit entspricht. Sie hat mir Fehler angestrichen, in denen sie sich selbst widersprochen hat.

Außerdem habe ich noch meine mündliche Note bekommen. Eine 4+. Auch hier meinte sie, ich wäre nie bei der Sache und würde nie wissen, von welchem Thema wir sprechen.

Aus meiner Erinnerung war ich immer am Unterricht beteiligt. Wenn sie mich aufrief, (ohne dass ich mich gemeldet hatte) konnte ich eine zufriedenstellende Antwort geben und sie hatte mich bisher noch nie ermahnt. Es stimmt, dass ich nicht immer strecke, was aber dem zu verschulden ist, dass ich Angst habe, eine falsche Antwort zu geben, trotzdem finde ich es ungerecht, dass sie mir solche Dinge unterstellt.

Nun läuft es in meinem Halbjahreszeugnis wohl oder übel auf eine 4 oder 4- hinaus, wenn ich mich im Mündlichen noch anstrenge.

Mein Problem ist es, dass meine Eltern bis zum Halbjahr darüber entscheiden, ob ich auf dem Gymnasium bleiben darf, oder nicht. Meine Problemfach Mathe stellt gerade absolut kein Problem dar, doch Physik ist ehrlich gesagt auch nicht absolut überragend.

Meine Frage: Wie beurteilt ihr das mit Geschichte (und Physik)?

Vorab: Nein, ich will nicht runterwechseln. In den Sprachen bin ich sehr gut und auch in Bio, Musik und Sport kann man mich nicht bemängeln. Für diese 2 Fächer lohnt es sich nicht, runterzugehen..

Danke im Voraus, liebeskindx

Antwort
von conelke, 21

Fakt ist, dass man sich immer den neuen Gegebenheiten anpassen muss bzw. darauf einstellen muss. Den alten Lehrer hast Du nicht mehr in Geschichte, so musst Du Dich auf die neue Lehrerin und auf ihre Erwartungen einstellen. Ich kann nicht beurteilen, ob sie Dich gerecht benotet sowohl schriftlich als auch mündlich. Die einzige Möglichkeit, die besteht, ist die, dass Du Dich mal in einem vier-Augen-Gespräch mit ihr unterhälst. Und zwar auf freundliche Art und Weise. Erkläre ihr, dass Du bisher immer gut warst in Geschichte, dass Du der Meinung warst, Du hättest die Arbeit gut geschrieben und es nett von ihr wäre, wenn sie die Arbeit kurz nochmal mit Dir durchgeht, damit Du erkennst, was sie konkret von einem Schüler erwartet. Auch das Mündliche würde ich ansprechen. Erzähle aus Deiner Perspektive und Deiner Wahrnehmung und lass Dir auch hier erklären, was sie konkret erwartet. Biete ihr an, dass Du ein Referat hälst, um Deine Note zu verbessern. Wenn sie merkt, dass Du engagiert bist, wird sie das als Pluspunkt für Dich verbuchen.

Physik ist so eine Sache...gehörte auch nciht zu meinen Lieblingsfächern. Aber im Nachhinein kann ich sagen, dass dies auch ein Fleissfach ist. Natürlich geht es auch ums Verstehen, aber wenn Du da Probleme haben solltest, kann man sich auch mal mit guten Mitschülern treffen und das Ganze mit denen durchgehen und sich erklären lassen. Oder auch hier den Lehrer ansprechen und um Tipps bitten. Die Lehrer nehmen Euch nicht immer einzeln wahr. Ihr seid ein Klassenverband und man muss da irgendwie herausstechen. Wenn man auf einen Lehrer zugeht und um Hilfe bittet, ist es wirklich ganz selten so, dass dieser dann auf stur macht. Im Gegenteil er erkennt den guten Willen und das ist das A und O.

Antwort
von MorumCadi, 17

Das kenne ich selber von meinem Geschichtslehrer, der uns immer einbläute, dass er uns auf das Abitur vorbereiten würde.

Und was soll ich sagen: Meine Noten haben gelitten, aber nachdem ich aufgehört habe, davon auszugehen, dass er mich einfach nur nicht mag o.ä. habe ich mir seine Kritik zu Herzen genommen, und angefangen, wirklich immer nu das nötigste so zu erklären, dass es jeder versteht.

Das hilft mir insbesondere jetzt, wo alle Tests etc. in Richtung Anforderungsbereich Abitur gehen.

Mein Rat: Nimm's Dir zu Herzen, mach das Beste draus, es zahlt sich aus.

Hoffe, ich konnte behilflich sein.

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