Frage von NoSmoKing, 67

Geschichte historischer Kontext 1949-1955 Korrekturlesen?

Hallo, ich würde gerne meinen provisorischen historischen Kontext für die Klausur morgen Korrekturlesen lassen. Dabei soll sowohl auf die historische Korrektheit aber auch auf die passende Ausdrucksweise/Genauigkeit geachtet werden. Hoffe bis morgen hier Hilfe zu finden, außerdem habe ich gesehen das hier sehr oft Lehrer unterwegs sind die einem da sicherlich weiterhelfen können!

Den ersten Zeilen über die Aufteilung Deutschlands und die Teilung der Sowjetunion und der USA fehlt es an Details da die eigentliche Aufgabe ist 1949-1955 zu erläutern. Die letzte Klausur ging bereits über 1945-1949

Ich hoffe wie gesagt auf Hilfe bis morgen!

Danke im Voraus!

Antwort
von hutten52, 36



Die Kriegsmächte, die im 2. Weltkrieg gegen Deutschland gekämpft haben, hatten zum Ziel Deutschland erst zu besiegen und dann wiederaufzubauen. Nach der Niederlage Deutschlands wurde Deutschland in vier Besatzungszonen, Berlin in vier Sektoren, die jeweils einer Kriegsmacht unterstellt waren eingeteilt. Schon bald zeigte sich jedoch, dass die weltpolitischen Anschauungen der Westzonen (demokratisch)und der der sowjetischen Zone (Kommunismus nach stailinistischem Vorbild) weit auseinander gingen. 

Die Zonen hatten nichts zu melden. Politik machten nur die Siegermächte.

Im Rahmen eines Wiederaufbauprogramms (MarshallPlan), der die europäische Wirtschaft mit Krediten und Gütern aller Art versorgen sollte, intensivierten die Westzonen (USA;GB;F) ihren wirtschaftliche Zusammenarbeit indem sie ihre Zonen vergemeinschafteten(Tri-Zone) Es zeichnete sich allmählich die Spaltung Deutschlands ab, da die Sowjetunion wegen Angst vor amerikanischer Einflussnahme ihrer Zonen ablehnte an diesem Wirtschaftsplan teilzuhaben. 


Hauptspalter sind die Westmächte. Sie wollten kein Gesamtdeutschland (zu mächtig), das sich womöglich mit der SU verbinden könnte. Außerdem wollten sie wirtschaftlichen Einfluss auf Westdeutschland und eine BRD als Bollwerk gegen die SU, auch bewaffnet.


So sollte aus den Westzonen schon bald die BRD; und aus der Ostzone die DDR werden. Grundlage für diese Staaten boten die Franfurter Dokumente, die 1948 die Grundzüge dieser Staaten 

nur BRD

erstmals niedergeschrieben haben. Im westdeutschen "Grundgesetz", wie es wegen seines Vorläufigkeitscharakters genannt wurde(da man die Realisierung der nationalen EInheit offen halten wollte), führte man die Mehrparteiendemokratie sowie freie Wahlen ein. . Die ostdeutsche Verfassung wurde fast gleichzeitig mit der Westdeutschen aufgearbeitet. Hierbei waren die in der Verfasung erwähnten Prinzipien von Freiheit und Demokratie jedoch eher eine Fassade hinter der die Organe der DDR eine Diktatur aufrecht erhielten. Die DDR entstand unter strenger sowjetischer Kontrolle. Staatsideologie war die kommunistische Auslegung stalinistischer Prägung. Im direkten Vergleich zu der Verfassung der BRD werden keine Menschenrechte oder freien Wahlen gefasst, was impliziert dass die Ostzone keine Absicht hatte ein vereintes Deutschland erreichen zu wollen, sondern weiterhin eine kommunistischen Machtbereich. 
Die westdeutsche Verfassung war auf den ersten Blick die Geburtsurkunde für ein souveränes Deutschland, wenn nicht das Besatzungsstatut gewesen wäre. Dieses "Besatzungsstatut", zahlreiche Gesetze die die deutschen Politiker in ihrer Handlungsfreiheit einschränkten machten die Bundesrepublik zu keinem richtigen Staat sondern einem "Staat auf Papier". Es sah vor jegliche Gesetzesänderung den Besatzungszonen bzw. den dazugehörigen Militärgoverneuren vorzulegen. die BRD war also in seiner Souveränität stark eingeschränkt Dies sollte sich aber bald ändern. Infolge der ersten Bundestagswahlen wurde Konrad Adenauer 1949 zum ersten Bundeskanzler unter der CDU gewählt. Adenauer hatte zwei vorrangige Ziele in seiner Politik. Er wollte ein souveränes, fest in den Westen integriertes Deutschland

und er wollte die deutsche Einigung herbeiführen. Da er das aber zu seiner Zeit als nicht möglich ansah, versuchte eer alles um wenigstens die BRD fest in den Westen integrieren um so die Rückgewinnung der außenpolitischen SIcherheit so wie die volle Souveränität wiederzuerlangen. Nach Adenauer sei eine Einigung erst dann möglich, wenn seine politsichen Ziele (s.o) erreicht seien. Im Zuge dieser Poitik erhoffte man sich , dass ein ökonömisch gestärktes Westdeutschland den Osten magnetisch "anziehen" soll und so automatisch zur Wiedervereinigung führt, diese politische Theorie wird auch als Magnettheorie bezeichnet. 
Gegenstand dieser "Politik der Stärke" war auch, durch das Bilden eines starken Westblocks aus einer Machtposition heraus die Verhandlungsbereitschaft mit der Sowjetunion "erzwingen". Adenauers Vision war mit Stalin zu verhandeln und somit ein vereintes Deutschland in Freihit zu erreichen. Hierbei schein er jedoch die Teilung Deutschlands zunächst zu vertiefen, was aus anderen politischen Lagern auf heftige Kritik gestoßen ist. 
Ein weiterer Einschnitt der Geschichte war die Diskussion der Wiederbewaffnung Mitte der 1950er Jahre. Die Teilung Deutschlands stand im Zentrum internationaler Politik, da durch Deutschland die westliche von östlichen Welt also USA von der Sowjetunion abgegrenzt war. ("Eiserner Vorhang"). In Deutschland gab es geteilte Meinungen zur Wiederbewaffnung. Während Adenauer Pro-Wiederbewaffnung debattierte unter der Voraussetzung dass die BRD volle äußere und innere Souveränität erhält, war Heinemann von der SPD dagegen da nach ihm sich die westliche von der östlichen Welt dadurch entgültig abgrenzen würde. Seine Ziele waren weder eine Ost- noch eine Westintegration sondern lediglich freundliche Verhältnisse zu der USA und der UDSSR zu pflegen. . Die Westmächte waren ebenfalls verschiedener Meinung. Während die USA und Großbritannien grundsätzlich zustimmten, war Frankreich besorgt, dass die deutsche Wiederbewaffnung in Kombination mit einer Wiedervereinigung Hegemonialbestreben auferleben lasse, wie unter Hitler im 2. Weltkrieg. Außerdem fürchteten sie um das Gleichgewicht zwischen deutschen und französischen Streitkräften. Die Sowjetunion reagierte darauf mit einem Angebot der Wiedervereinigung Deutschlands auf demokratischer Basis 


Demokratie nach kommunistischer Interpretation = keine Demokratie

um die internationale Gesamtlage zu entspannen. Außerdem bot Stalin an, die Besatzungsmächte aus Deutschland abzuziehen. Die Forderung dieses Angebots war jedoch, dass Deutschland ein neutraler Staat zu haben sei, der keinerlei Bündnisse mit den allierten unterhält. Territorial galten die Grenzverläufe der Potsdamer Beschlüsse. 

Hintergedanke; US-Einfluss schmälern und Reparationen aus ganz Deutschland erhalten


Adenauer lehnte nach langen Debatten jedoch zugunsten der Westintegration das Angebot ab und eine deutsche Einheit blieb aus. Stattdessen förderte Konrad Adenauer die Westintegration mit wirtschafts- und verteidigungsbündnissen wie den Eitnritt in die NATO (westliches Verteidigungsbündnis) und dem Eintitt in die europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, später auch den gemeinsaem Markt. Somit erreichte Adenauer seine politishen Ziele, bis auf die Wiedervereinigung, die er mit der Ablehnung der Stalinnote verspielt hatte.


Im Großen und Ganzen sehr gut!



Kommentar von NoSmoKing ,

Danke für die Einschätzung! Ich hoffe mit sehr gut ist die Note 1 gemeint :) Haha

Antwort
von NoSmoKing, 32

Die Kriegsmächte, die im 2. Weltkrieg gegen Deutschland gekämpft haben, hatten zum Ziel Deutschland erst zu besiegen und dann wiederaufzubauen. Nach der Niederlage Deutschlands wurde Deutschland in vier Besatzungszonen, Berlin in vier Sektoren, die jeweils einer Kriegsmacht unterstellt waren eingeteilt. Schon bald zeigte sich jedoch, dass die weltpolitischen Anschauungen der Westzonen (demokratisch)und der der sowjetischen Zone (Kommunismus nach stailinistischem Vorbild) weit auseinander gingen. Im Rahmen eines Wiederaufbauprogramms (MarshallPlan), der die europäische Wirtschaft mit Krediten und Gütern aller Art versorgen sollte, intensivierten die Westzonen (USA;GB;F) ihren wirtschaftliche Zusammenarbeit indem sie ihre Zonen vergemeinschafteten(Tri-Zone) Es zeichnete sich allmählich die Spaltung Deutschlands ab, da die Sowjetunion wegen Angst vor amerikanischer Einflussnahme ihrer Zonen ablehnte an diesem Wirtschaftsplan teilzuhaben. So sollte aus den Westzonen schon bald die BRD; und aus der Ostzone die DDR werden. Grundlage für diese Staaten boten die Franfurter Dokumente, die 1948 die Grundzüge dieser Staaten erstmals niedergeschrieben haben. Im westdeutschen "Grundgesetz", wie es wegen seines Vorläufigkeitscharakters genannt wurde(da man die Realisierung der nationalen EInheit offen halten wollte), führte man die Mehrparteiendemokratie sowie freie Wahlen ein. . Die ostdeutsche Verfassung wurde fast gleichzeitig mit der Westdeutschen aufgearbeitet. Hierbei waren die in der Verfasung erwähnten Prinzipien von Freiheit und Demokratie jedoch eher eine Fassade hinter der die Organe der DDR eine Diktatur aufrecht erhielten. Die DDR entstand unter strenger sowjetischer Kontrolle. Staatsideologie war die kommunistische Auslegung stalinistischer Prägung. Im direkten Vergleich zu der Verfassung der BRD werden keine Menschenrechte oder freien Wahlen gefasst, was impliziert dass die Ostzone keine Absicht hatte ein vereintes Deutschland erreichen zu wollen, sondern weiterhin eine kommunistischen Machtbereich.
Die westdeutsche Verfassung war auf den ersten Blick die Geburtsurkunde für ein souveränes Deutschland, wenn nicht das Besatzungsstatut gewesen wäre. Dieses "Besatzungsstatut", zahlreiche Gesetze die die deutschen Politiker in ihrer Handlungsfreiheit einschränkten machten die Bundesrepublik zu keinem richtigen Staat sondern einem "Staat auf Papier". Es sah vor jegliche Gesetzesänderung den Besatzungszonen bzw. den dazugehörigen Militärgoverneuren vorzulegen. die BRD war also in seiner Souveränität stark eingeschränkt Dies sollte sich aber bald ändern. Infolge der ersten Bundestagswahlen wurde Konrad Adenauer 1949 zum ersten Bundeskanzler unter der CDU gewählt. Adenauer hatte zwei vorrangige Ziele in seiner Politik. Er wollte ein souveränes, fest in den Westen integriertes Deutschland und er wollte die deutsche Einigung herbeiführen. Da er das aber zu seiner Zeit als nicht möglich ansah, versuchte eer alles um wenigstens die BRD fest in den Westen integrieren um so die Rückgewinnung der außenpolitischen SIcherheit so wie die volle Souveränität wiederzuerlangen. Nach Adenauer sei eine Einigung erst dann möglich, wenn seine politsichen Ziele (s.o) erreicht seien. Im Zuge dieser Poitik erhoffte man sich , dass ein ökonömisch gestärktes Westdeutschland den Osten magnetisch "anziehen" soll und so automatisch zur Wiedervereinigung führt, diese politische Theorie wird auch als Magnettheorie bezeichnet.
Gegenstand dieser "Politik der Stärke" war auch, durch das Bilden eines starken Westblocks aus einer Machtposition heraus die Verhandlungsbereitschaft mit der Sowjetunion "erzwingen". Adenauers Vision war mit Stalin zu verhandeln und somit ein vereintes Deutschland in Freihit zu erreichen. Hierbei schein er jedoch die Teilung Deutschlands zunächst zu vertiefen, was aus anderen politischen Lagern auf heftige Kritik gestoßen ist.
Ein weiterer Einschnitt der Geschichte war die Diskussion der Wiederbewaffnung Mitte der 1950er Jahre. Die Teilung Deutschlands stand im Zentrum internationaler Politik, da durch Deutschland die westliche von östlichen Welt also USA von der Sowjetunion abgegrenzt war. ("Eiserner Vorhang"). In Deutschland gab es geteilte Meinungen zur Wiederbewaffnung. Während Adenauer Pro-Wiederbewaffnung debattierte unter der Voraussetzung dass die BRD volle äußere und innere Souveränität erhält, war Heinemann von der SPD dagegen da nach ihm sich die westliche von der östlichen Welt dadurch entgültig abgrenzen würde. Seine Ziele waren weder eine Ost- noch eine Westintegration sondern lediglich freundliche Verhältnisse zu der USA und der UDSSR zu pflegen. . Die Westmächte waren ebenfalls verschiedener Meinung. Während die USA und Großbritannien grundsätzlich zustimmten, war Frankreich besorgt, dass die deutsche Wiederbewaffnung in Kombination mit einer Wiedervereinigung Hegemonialbestreben auferleben lasse, wie unter Hitler im 2. Weltkrieg. Außerdem fürchteten sie um das Gleichgewicht zwischen deutschen und französischen Streitkräften. Die Sowjetunion reagierte darauf mit einem Angebot der Wiedervereinigung Deutschlands auf demokratischer Basis um die internationale Gesamtlage zu entspannen. Außerdem bot Stalin an, die Besatzungsmächte aus Deutschland abzuziehen. Die Forderung dieses Angebots war jedoch, dass Deutschland ein neutraler Staat zu haben sei, der keinerlei Bündnisse mit den allierten unterhält. Territorial galten die Grenzverläufe der Potsdamer Beschlüsse.
Adenauer lehnte nach langen Debatten jedoch zugunsten der Westintegration das Angebot ab und eine deutsche Einheit blieb aus. Stattdessen förderte Konrad Adenauer die Westintegration mit wirtschafts- und verteidigungsbündnissen wie den Eitnritt in die NATO (westliches Verteidigungsbündnis) und dem Eintitt in die europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, später auch den gemeinsaem Markt. Somit erreichte Adenauer seine politishen Ziele, bis auf die Wiedervereinigung, die er mit der Ablehnung der Stalinnote verspielt hatte.

Kommentar von LeBonyt ,

Also ich als historisch Interessierter und Nicht Geschichtslehrer finde deinen Text sehr gut.

Kommentar von NoSmoKing ,

Danke!

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