Frage von HarryLe2505, 54

Geschichte: Der Mensch im Mittelpunkt (Please help!)?

Hallo Leute, ich bin seit einem Jahr in Deutschland, ich kann noch nicht gut Deutsch. Heute, in der Geschichtsstunde haben wir folgende Fragen gekriegt, und das sollten wir als Hausaufgabe machen:
1. Weshalb ist es nicht gut, wenn der Mensch einen festen Platz in der Gesellschaft hat?
2. Warum haben der Papst und der Kaiser an Einfluß auf die Gesellschaft verloren?
3. Auf welche Weise verbreitete sich das "neue Denken"?
4. Weshalb sahen die Menschen, die den Humanismus folgten, keinen Widerspruch ihrer Denkweise zum göttlichen Glauben?

Bitte hilft mir es zu beantworten, vielen Dank :)

P.s: Ich brauche es schon bis Donnerstag nächste Woche (08.09.16)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von suziesext10, 20

1. das ist unglücklich formuliert. Ich schätze, man meint den Ständestaat, also wie im Mittelalter, wo man seinen Stand und seine Zunft (Handwerker, Bauer , Handelsmann/Bürger usw) nicht verlassen durfte. Das ist deshalb nicht gut, weil es die Mobilität und wirtschaftliche Entwicklung verhinderte: der Sohn vom Schmied durfte kein Medicus werden usw, auch wenn er dafür viel besser geeignet gewesen wäre. Geht also um Aufstiegschancen, womit sich zb Unterschichtler hätten hocharbeiten können.

2. Die Päpste lebten weitab vom gemeinen Volk, in ihren idyllischen Refugien, das Volk sah sie bloss prassen und Wein trinken und Wasser predigen. Damit wurden sie als religiöse Führer unglaubwürdig. Die Kaiser lebten ähnlich fern von gemeinen Volk, aber sie hatten zusätzlich meist keine eigene Hausmacht, sondern waren auf die Unterstützung der Fürsten angewiesen, die die eigentliche Macht besassen.

3. das neue Denken verbreitete sich nach Erfindung des Buchdrucks über Bücher und Flugschriften.

4. Die Humanisten beherrschten die alten Sprachen wieder und lasen griechische Philosophen und erkannten, dass die mittelalterliche Theologie bisher nicht die einzig mögliche Art war, die Bibel zu lesen und das Evangelium zu interpretieren. Sie studierten die Bibel nicht als Gesetzbuch oder als Naturkundebuch, sondern mit Hilfe ihres Verstandes und ihres Gewissens, als Botschaft von der Erlösung und Freiheit eines Christenmenschen.

Kommentar von HansH41 ,

Sehr gut beantwortet, Suzie.

 Zu 3) Durch Luthers Bibelübersetzung ins Deutsche konnten nun alle des Lesens mächtige die Bibel lesen und waren nicht mehr auf die Interpretationen des Klerus angewiesen.

Kommentar von HarryLe2505 ,

Vielen Dank für deine Hilfe

Kommentar von suziesext10 ,

hi HarryLe2505 - danke sehr fürs Sternchen :)

Antwort
von Fontanefan, 10

Das "neue Denken" verbreitete sich auch schon vor der Erfindung des Buchdrucks. In dieser Zeit vor allem durch Briefe der Humanisten untereinander.

Aber am Anfang verbreitete es sich durch Reisen (wer ist wohl gereist?) und durch Weitergabe von Schriften, die in Europa weitestgehend verschollen und vergessen worden waren (welche Schriften?).

Kommentar von HarryLe2505 ,

Vielen Dank für deine Hilfe

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