Frage von Steffen30, 51

Geschenkt ist geschenkt, oder vielleicht doch nicht?

Folgender Fall:

Zum Ende einer Beziehung wurde gesagt/geschrieben "Ich möchte dass Du den Verstärker behälst, mach damit was Du willst".

DIe Beziehung wurde danach doch nicht beendet.

Im Falle einer erneuten Trennung, wäre die Schenkung dann noch rechtens oder könnte der Schenker die Herausgabe des Verstärkers einfordern?

Antwort
von imager761, 4

Ich vermute, so ein Verstärker ist teuer? Also nichts, was man als sittliche Pflicht zu Fest- oder Gedenktagen üblicherweise verschenkt? Und der Gegenwert steht in keinem Verhältnis zu dem Vermögen des Schenkers, die man als peanuts bezeichnen könnte?

Dann käme es darauf an, ob die Zusage im Vertrauen auf eine Beziehung erfolgte und wegen Entfall der Geschäftsgrundlage oder wg. grobem Undank widerruflich wäre?

Oder eine Dauerleihgabe war - du hattets keinen und kein Geld dafür, er gab dir seinen, bis sich das ändert?

Schliesslich auf den Wortlaut, der bekanntermaßen bei SMS oder mündlich erklärt nicht als authentisch zu beweisen wäre.

Wenn man nun noch überlegt, dass manch Enttäuschter sein Recht aus Prinzip durchsetzt und mit Eigentumsbeleg durchgesetzt bekäme, wenn die vermeindl. Schenkung bestritten würde und den Umständen nach eher zweifelhaft ist, sollte man das Teil gleich herausrücken: Mein Stolz wäre mir im Übrigen mehr wert als so ein Gezänk.

Viel Erfolg :-)

G imager761

Antwort
von Panazee, 11

Eine Schenkung kann nur unter ganz wenigen Bedingungen rückgängig gemacht werden. Es muss etwas vorliegen das "grober Undank" genannt wird. Das muss dann aber schon etwas massives sein. Mit dem Schenkenden einfach nicht mehr zu reden und ihm zu sagen, dass man ihn doof findet reicht da nicht.

http://www.juraforum.de/lexikon/grober-undank

Kommentar von Steffen30 ,

Ist die Aussage "Ich möchte dass Du den Verstärker behältst, mach damit was Du willst" denn eine Schenkung?

Kommentar von Panazee ,

Würde ich auf jeden Fall so sehen.

Allerdings werdet ihr bei der Aussage wohl alleine gewesen sein. Im Zweifel steht dann Aussage gegen Aussage und da wird man sich, sollte es vor Gericht gehen, auf dünnem Eis bewegen. Bei Aussage gegen Aussage weiß man nie wie es ausgehen wird.

Kommentar von Steffen30 ,

Die Aussage wurde per SMS getätigt und dann noch einmal persönlich im Gespräch wiederholt.


Antwort
von berlina76, 25

Geschenkt ist Geschenkt.

Aber es gibt den Passus des Groben Undankes. Z.b. Verprügelst du jetzt den Schenker kann dieser die Sachen zurückfordern. Allerdings nur 10% pro noch nicht vergangenen Schenkungsjahr.

Antwort
von Shany, 24

Geschenk ist Geschenk

Wäre ja noch schöner;-)

Antwort
von Milb3, 18

Eine Schenkung ist eine Schenkung. Sofern der andere nicht den Kassenzettel vorlegt könnte er nichtmal beweisen, dass es ihm gehört.

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