Frage von NocheinHase, 69

Geschätzer Stromverbrauch bei Elektrischem heizen?

Hallo

Ich bin grade in eine Wohnung eingezogen in der es nur Elektrische Heizkörper und einen Elektrisch betriebenen Waserboiler gibt. Der Wasserboiler hat 3000 Watt und ist gefühlt nur mäßig isoliert . Kann man UNGEFÄHR schätzen wieviel Strom der auf Jahr gesehen verbaucht wenn ca 4 mal pro Tag geduscht wird? Wir sind bei 10.000 kWh gelandet, was ich mir aber schwer vorstellen kann. Dazu haben wir 2 elektrische Heizkörper mit 1000 Watt. Die werden sich aber sicher auch auf Standby stellen wenn sie heiß sind?! Die sind von Quartz Electronic. Das Modell steht aer nicht drauf. Irgendwelchge Erfarhungswerte? Ist mein "erster" Boiler.

Gruß

Antwort
von germi031982, 26

Boiler sind nicht das Thema, das Problem sind eher die Nachtspeicheröfen.

Diese Geräte hat man früher angeschafft als der Nachtstrom preislich noch interessant war. Gegenüber Öl- und Kohleheizung hatte man keinen Gestank und Dreck, und der Einbau war einfacher als eine zentrale Warmwasserheizung weil man eben keine Rohrleitungen durchs Haus ziehen musste, sondern nur einfach nachzurüstende Stromkabel. Der Niedergang begann so in etwa um die Zeit der ersten Ölkrise 1973. Und der Nachtstrom zum Laden ist zwar immer noch günstiger als normal tagsüber, aber bei weitem nicht so günstig wie vor 30 oder 40 Jahren, da war der Nachtstrom weitaus billiger als der Tagstrom. Deswegen rentierte es sich die nachts aufladen zu lassen.

Dafür braucht man auch so einen Zähler der zwei Tarife kann, entweder einen modernen elektronischen, oder so einen hier:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b1/Drehstromzaehler_01_KMJ.jpg

Die Geräte werden nachts aufgeladen, und am nächsten Tag geben die ihre Wärme ab. Beim aufladen wird nichts anderes gemacht als Steine die gut Wärme speichern elektrisch aufzuheizen. Das Material strahlt dann später die Wärme wieder ab. Deswegen ist tagsüber kaum eine Regelung mehr möglich wie warm es sein soll im Raum, höchstens über den im Ofen eingebauten Lüfter.

Wenn es eine alte Heizung ist kann auch Asbest enthalten sein. Bis 2010 hat die KfW übrigens einen Zuschuss von 200€ pro entsorgtem Nachtspeicherofen bezahlt. Man darf die aber noch haben und noch benutzen, das angestrebte Verbot ab 2019 wurde gekippt.

Antwort
von BlackRose10897, 47

Also wir haben auch einen Boiler im Bad und haben laut unserer letzten Abrechnung einen Strom-Jahresverbrauch von 3200 kWh (vier Personen). Allerdings haben wir keine Elektroheizungen.

Wir hatten aber in meinem Elternhaus Nachtspeicheröfen und meine Mutter hat immer geflucht über den Verbrauch dieser Dinger. Außerdem wurden sie immer erst richtig warm, wenn es wirklich sehr kalt war. Ansonsten waren die Räume nur schwer warm zu bekommen.

Antwort
von dompfeifer, 22

Raumheizung: Die Elektroheizung ist ein ganz besonders teurer Luxus. Die Verbrauchskosten liegen etwa beim Vierfachen im Vergleich zu Verbrennerheizungen. Der Stromlieferant rechnet für jede kWh Wärme genau 1 kWh nach Tarif ab. Das hat nichts mit der Art oder der Leistung des Elektroheizgerätes zu tun!

Deinen Wärmebedarf in kWh pro Jahr kannst Du online berechnen bei "Wärmebedarfsrechner". Deine Heizkosten ergeben sich dann aus Wärmebedarf mal Tarif. Mit einem Nachttarif (Doppeltarifzähler) kannst Du bis zu 50% der Kosten einsparen.

Warmwasser: Pro Liter Wasser und pro Grad Celsius Temperaturerhöhung werden Dir 0,0011628 kWh berechnet. Davon geht ein mehr oder weniger großer Teil mangels Wärmeisolierung über warme Boiler und warme Wasserleitungen an die Raumluft "verloren". Das ist bei Dir nur im Sommer ärgerlich, wenn Du nur einen Stromtarif hast (also keinen Nachttarif). Denn was im Winter die Warmwasseranlage der Raumluft an Wärme zuführt, wird ja zum gleichen Tarif bei den Elektroheizgeräten eingespart. Ein Quantum Wärme kostet beim Einheitstarif immer den gleichen Geldbetrag!

Antwort
von treppensteiger, 25

1000 Watt für ein Heizgerät ist nicht viel, Eine durchschnittlicher Heizkörper einer mit erhitztem Wasser laufenden Heizung bringt 3-8kW je nach Größe. Ein Kachelofen gut angeheizt hat sicher auch nicht unter 7kW. Sobald der Raum mehr als 6m² hat, muss das Teil, je nach Güte der Dämmung des Hauses, eigentlich ständig laufen, um irgendeinen Effekt zu erzeugen. Kann die Wohnung denn nur elektrisch beheizt werden? -> Immer teurer! Am genauesten weiß meist der Vormieter und der Vermieter Bescheid.

Antwort
von Chefelektriker, 16

Elektroheizungen,neuerer Art sind genauso günstig/teuer wie andere Heizungsarten auch.

Das ist nämlich ein Irrtum,das Elektroheizungen teurer Luxus wären.Moderne Nachtspeicherheizungen sind sehr effizient.

Ein weiterer Irrtum ist,das nur nachts die Heizungen aufgeladen werden.Normal ist,4 Std. zwischen 22Uhr und 4Uhr,sowie weitere 4Std. zwischen 8Uhr und 14Uhr,so das genau 8Std. geladen wird.

Dieser Strom ist deutlich günstiger,als der übliche Tagstrom und wird mit einen Doppeltarifzähler gezählt.

Der Nachteil dieser Heizungsart ist,wenn man zu hohe Heiztemperaturen einstellt,ist der Speicher schnell leer,dann muß man auf teurerem Tagstrom zugreifen oder frieren.

Wenn eine Nachtspeicherheizung vorhanden ist,wozu dann der Boiler?

Dann wäre ein Drehstrom-Durchlauferhitzer doch viel besser.Aber auch hier gibt es einen Nachteil,wenn nämlich der Speicher des Ofens geladen wird,sorgt ein Lastabwurfrelais dafür,das der DLH abgeschaltet wird und nur noch kaltes Wasser liefert.

Naja,mal kalt duschen stärkt die Abwehrkräfte.:D

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Antwort
von PeterLammsfelde, 50

Oha, nur schlechte Erfahrungen gemacht mit elektrischen Heizgeräten.

Wir haben ein Jahr komplett mit einer elektrischen Heizung geheizt, Im Januar mussten wir dann 300 € nachzahlen.
Das war aber nur ein Heizkörper, nur ein Raum und nur 4 Monate.

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