Geschäftswagen-Leasing - überwiegend Homeoffice, manchmal 100 km zur Arbeit. Was ist rechtlich möglich?

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2 Antworten

Der Dienstwagen ist mit 1% des Listenverkaufspreises (inkl. USt) zum Zeitpunkt der Erstzulassung für die Privatnutzung zu versteuern.

Zusätzlich sind für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte 0,03% des LVP pro Monat pro km zu versteuern:

2 Mal in der Woche zur ersten Tätigkeitsstätte = ca. 88 Arbeitstage - unterstellt LVP 20.000 €

= 20.000 * 0,03% * 100 = 600 € *12 = 7.200 €

= 20.000 * 1% = 200 € *12 = 2.400 €

Monatlich wären ca. 800 € zusätzlich zu versteuern.

Abgezogen werden kann die Entfernungspauschale:

88 * 0,3 * 100 = 2.640 €/12 = 220 € mtl.

= 800 ./. 220 = 580 * 20% Steuersatz unterstellt = ca. 120 € mehr Steuern pro Monat = rd. 1.440 € mehr Steuern im Jahr.

Wenn man bedenkt, daß man selbst keine Spritkosten, Reparaturen, Versicherungen, Kfz-Steuer, Verschleiß/Wertminderung und ggf. Kreditzinsen hat (die man sonst hätte, wenn man privat ein Kfz hätte), kann sich das aber immer noch lohnen.

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Kommentar von guciureloaded
12.02.2016, 19:58

Super, vielen Dank! Jetzt bin ich endlich ein wenig schlauer. An die 1%-Methode habe ich gar nicht gedacht.

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Ich danke für den Vorschlag. Aber richtig, der AG würde alles so weit bezahlen.

Das mit dem Fahrtenbuch vergaß ich zu erwähnen, natürlich müsste ich eines führen.

Es geht halt darum, ob das Auto als Geschäftswagen gilt, um den günstigeren Vertrag zu bekommen (neben 19 Prozent MwSt noch mal ca 20 Prozent billiger).

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