Frage von dvanti, 156

Geschäft Eröffnung: Was muss ich da beachten und mit welchen Kosten sind Monatlich zu Rechnen?

Mein Kollege und ich wollen ein An und Verkauf für Fahrräder auf machen. Wir stellen uns das so vor, dass wir alte Fahrräder kaufen die Reparieren und dann wieder verkaufen. Mein Kollege würde sich dann ein Gewerbeschein besorgen.

Wie läuft das dann, kann der mich dann einfach zum Co. Chef ernennen oder muss das irgendwo angemeldet werden ?(es soll alles korrekt sein das wir ja kein Stress bekommen)

Wie sind die kosten für Versicherungen, Strom und andere Zahlung (miete ausgenommen )

Könnt Ihr uns bitte belehren, was da alles auf einen zu kommt.

Als Startkapital sind 2000 € vorhanden

Ich hoffe das ihr helfen könnt

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dirk-D. Hansmann, 34

Was Ihr habt ist nicht einmal das, was ich als Geschäftsidee bezeichnen würde.

An- und Verkauf wird von der Gewerbeaufsicht strenger kontrolliert als andere. Sicher habt Ihr daran nicht gedacht: Doch diese Branche ist für Hehlerware sehr empfänglich.

Deshalb wird die Sache mit dem Stress fast ausgeschlossen sein.

Die Überlegung nur einer meldet das Gewerbe an, ist auch nicht sauber. Was Du hier schilderst ist eine GbR. Die Rechtsform hat so viele Probleme in sich, da sollte man grundsätzlich die Finger von lassen.

Der Handel mit gebrauchten Dingen ist auch sonst nicht einfach. Weder kaufmännisch noch im allgemeinen Recht und dann kommt noch die steuerliche Seite.

Ganz besonders die Umsatzsteuer mit ihren Anforderungen. Da wird keine Freude aufkommen. Das würde ich Euch fast versprechen, wenn es nicht nach Drohung klingen würde.

Standort: Die 2.000 Euro sind allein für notwendiges Werkzeug knapp. Dazu noch ein Anfangsbestand an Waren. Ferner die Ersatzteile.

Der Markt ist voll mit den Sonderangeboten von Discountern, Baumärkten und Supermärkten. In der Folge gibt es bereits da ein Problem. Wobei ein immer breiterer Marktanteil an eBikes geht.

Das wäre für mich der (fast) einzige Ansatzpunkt um etwas aufbauen zu können. Was aber wirklich wieder eine Zukunftsinvestition wäre und nur dann Sinn machen kann, wenn die Idee mit dem An- und Verkauf nicht einziges Ziel sein soll.

Rat Nr. 1: Denkt über die Möglichkeiten der Erhöhung des Eigenkapitals nach.
Rat Nr. 2: Verlasst Euch nicht auf Eure bekannten Kenntnisse und Vermutungen über das Geschäftsleben.
Rat Nr. 3: Hohe Risiken müssen durch große Chancen ausgeglichen werden. Die Möglichkeit hier einen Totalverlust zu bauen ist enorm.
Dafür muss die Vorbereitung inhaltlich um so besser sein.
Rat Nr. 4: Ob durch die Reparaturen und Servicedienste nicht doch ein Meisterbrief nötig ist, dass ist auch ein ganz wichtiges Thema.

Bevor Ihr also das erste Fahrrad ankaufen könnt und in die Werbung einsteigen könntet ist noch ein langer Weg.

Antwort
von Turbomann, 24

@ dvanti

Du hast bereits viele nützliche Antworten bekommen.

Euer Plan ist sehr blauäugig, hat weder Hand noch Fuss

Wir stellen uns das so vor, dass wir alte Fahrräder kaufen die
Reparieren und dann wieder verkaufen. Mein Kollege würde sich dann ein Gewerbeschein besorgen.

Du bist 24 und willst dein Auto finanzieren und lebst du noch zuhause bei deiner Mutter die Hartz-IV bekommt. Wie würde das aussehen, mit einem selbständigen Job nebenher oder Hauptberuflich oder würde das mit deiner Mutter keine Rolle spielen?

Also bevor ihr nicht mal einen Bussinessplan erstellt habt (Vorlagen dafür findest du im Netz), braucht ihr gar nicht daran denken.

Mit "wir stellen uns das so vor" ist euer Plan von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Kommentar von dvanti ,

Danke für deine Antwort. Bis jetzt waren es nur erst mal eine frage um Monatliche Fix-kosten und Risiken für so ein Geschäft und erst wenn wir die auch ohne einkommen 2-3 Monate tragen können wäre es für uns realistisch, aber solange wir die Antwort nicht haben ist das eine Blauäugige Frage. Die ganzen Ämter werden wir erst aufsuchen, wenn das auch wirklich umsetzbar ist. 

Thema Hartz4 sollte nicht das größte problem sein, aber natürlich habe ich daran auch schon gedacht.

Antwort
von Odenwald69, 105

sorry aber vorher immer einen Business Plan machen , das bringt nichts wenn nebenan ein schleudermarkt ist und räder raushaut .

Wichtig ist eine standort analyse , leider sind guten lagen teuer aber im hinterhof neben einer Pommesbude wird euch keiner suchen und finden.

Von An und Verkauf kann keiner leben , zumal ihr als Händer ja auch noch Garantie/ Gewährleistung geben müßt  und man nicht jeden "vorschaden" gleich erkennt. Sollte es zu einem Unfall kommen z.b. wegen Rahmenbruch seit ihr dran.

Mit 2.000 Euro ist kein Krieg zu gewinnen , da ja noch werkzeug und Möbel angeschaft werden muss beleuchtung.

Ein Freund von mir hat selbst ein Radladen, er verkauft aber nur Räder ab 600 euro aufwärts und lebt grossteil von Wartung und reperatur und hat eine grosse Radaustellung und ist auch vom Fach.

Er hat das glück das seine Familie und Freundin mithilft so das die PK niedrig sind.

Antwort
von bikerin99, 85

In Österreich gibt es für start-up Unternehmen kostenlose Beratung bei der Wirtschaftskammer. Dann gibt es auch Förderungen beim AMS. Viel nachfragen bei diesen oder ähnlichen Institutionen, damit ihr auf keinen Fall Schiffbruch erleidet, denn das Startkapital ist nicht besonders hoch. Habt ihr genug auf der Seite um den eigenen Lebensunterhalt in den nächsten Monaten zu finanzieren?
Ich wünsche euch viel Erfolg, aber die finanzielle Basis muss stimmen.

Antwort
von coolboy153, 108

Die Form der Unternehmung solltet ihr wissen beispielsweise e.k. Eingetragener Kaufmann oder einfach eine Gesellschaft bürgerlichen rechts gbr, formen wie GmbH kommen nicht in frage da dazu das Kapital fehlt...
Da mach dich mal schlau was da für Euch am besten geeignet ist....

Macht euch vorher aber schlau ob es sowas in eurer Nähe schon gibt und ob das lukrativ genug ist ...

Antwort
von BarbaraHo, 54

Businessplan erstellen ist das erste, was ihr jetzt tun müsst. Dann klärt sich vieles schon.

Antwort
von Peterwefer, 78

Nun, die laufenden Kosten: Miete, Strom, Wasser, Gas, Telefon, dann natürlich die Koasten für Ersatzteile, etc; dann wird es schwierig.

Ihr könnt eine OHG gründen, das müst ihr natürlich beim Gewerbeaufsichtsamt melden. Einen inoffiziellen Co-Chef - hier ist es immer ein Problem. Prokura muss auch eingetragen werden. Was da auf euch zukommt? Nun auf jeden Fall dürft Ihr Wörter wie 'Sonntag', 'Feiertag', 'Urlaub', 'Freizeit' etc. getrost aus eurem Wortschatz streichen. Ihr werdet Glück haben, wenn ihr noch Zeit zum Schlafen habt. Während der Geschäftszeit habt ihr ja die Kunden zu bedienen, dann werden die Reparaturen durchgeführt, die Buchführung und die anderen Verwaltungsaufgaben müssen selbstverständlich auch erledigt werden, ja, und schließlich muss man auch irgendwann essen und trinken.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

was hat das Gewerbeaufsichtsamt mit einer OHG zu tun??

Kommentar von Peterwefer ,

Nun, wenn ein Gewerbe angemeldet wird, wird die Geschäftsform angegeben. Und bei einer Personengesellschaft werden auch die persönlich haftenden Gesellschafter angegeben.

Antwort
von Kuestenflieger, 66

2000,- € , das reicht ja nicht mal zum leben für zwei , nach krankenkasse , miete , energie , betriebshaftpflicht .  summen erfahrt ihr am besten bei den gründerberatern der handelskammer.

selbst für die ersteigerung beim fundbüro muß bares auf die kasse.  geschäfte mit gewinn , schafft ihr erst nach 5 monaten .

für die zeit muß schon genug zum leben und für werbung da sein . versucht es trotzdem

Antwort
von derhandkuss, 53

Offensichtlich scheint Ihr Euch noch keine Gedanken gemacht haben, was alles auf Euch an möglichen Kosten zu kommt.

Natürlich benötigt Ihr einen Gewerbeschein. Habt Ihr den erst einmal, melden sich sehr schnell Institutionen wie Finanzamt, Berufsgenossenschaft, Berufs-verbände etc. von selbst. Alle möchten natürlich irgend welche Beiträge.

Abgesehen davon benötigt Ihr einen Standort (Werkstatt, Geschäft). Wie sieht es in der Umgebung mit Konkurrenz, möglicher Kundschaft oder überhaupt mit den Mieten für ein Objekt aus?

Mir scheint die Idee bisher recht wenig durchdacht zu sein. Und daran sind bereits recht viele Existenzgründer gescheitert.

Antwort
von ghost40, 36

Du willst also ein Gewerbe anmelden wo du auch Fahrräder reparieren darfst. Da muss allerdings einer von euch Beiden die Ausbildung zum Zweiradmechaniker haben.

Schau mal in die Handwerksordnung welche Gewerbe zulassungspflichtig sind. Ist ja auch klar, das Ding muss ja nach der Reparatur auch tauglich sein. Wenn was passiert muss einer von euch den Kopf hinhalten.

Gut, zu den 2000€ sage ich jetzt mal nichts! Habt ihr da schon wirklich konkret darüber nachgedacht? Um das Geld gibt es ja gar nichts.

Antwort
von Johannisbeergel, 69

Klingt eher nicht so, dass ihr von heute auf morgen starten könnt. 

Vorstellbar wäre vielleicht ne Garage zu mieten, in der ihr etwas Werkzeug habt und die ersten zehn Bikes repariert, die ins Internet stellt und woanders noch in Teilzeit arbeitet, damit ihr festes Einkommen habt bis es läuft. 

Kommentar von dvanti ,

Danke das klingt glaube ich fürs erste mal, nach der besten Idee .

Antwort
von gromio, 26

Bitte Gründungsberater einschalten, der macht mit Euch einen Geschäftsplan. Rechnet mal aus, wieviel Nettoeinkommen ihr monatlich verdienen wollt, Ihr seid ja zu Zweit. Vom Nettoeinkommen mit grob +40% auf Bruttoeinkommen hochrechnen. Zu zweit kommt Ihr da sicher auf mindestens 6000€ monatlich. Frage: mit welchen Einnahmen können diese 6000€ im Monat REGELMÄSSIG verdient werden? Wenn Euch da nix einfällt: Finger weg von der Gründung! Cheerio Profundo Unternehmensberatung

Antwort
von kenibora, 48

Alle Achtung: Startkapital 2000,--€.......!!!! Aber, jede IHK berät und unterstützt Euch gerne......

Antwort
von ManuViernheim, 49

Denke auch daran, dass Ihr die Sozialversicherungkosten noch habt.

Ein Nachbar von mir ist selbstständig und muss nur für die Krankenversicherung, für sich und seine Frau, 800 Euro zahlen.

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