Frage von jabbatuk, 73

Gesamtinvestitionssumme bei Franchise-Systemen?

Hallo zusammen,

Wie man schon aus der Überschrift lesen kann, geht es um die "Investitionssumme" bei Franchise-Systemen.

Folgendes Beispiel:

Franchise in der Gastronomie Branche Eintrittsgebühr: 35000€ Eigenkapital: ca. 150000€ Gesamtinvestitionssumme: ca. 400000€ bis 600000€ je nachdem ob Rohbau oder Umbau.

Wofür die Investitionssumme benötigt wird ist mir klar, aber was mich interessiert ist, auf welchem Wege dieser Betrag bezahlt werden muss beim Franchising? Muss das vor dem Start dem Franchisegeber zur verfügung gestellt werden oder wird diese Summe über einen bestimmten Zeitraum "stück für stück" bezahlt?

Ganz einfach gefragt: Muss ich die Investitionssumme, abgesehen vom Eigenkapital, vor dem unterzeichnen des Franchise-Vertrages in voller Höhe zur Verfügung haben?

Ich weiß ich könnte auch einfach einen Fachmann in diesem Bereich aufsuchen und ihn fragen, aber vielleicht ist ja hier jemand der schon Erfahrung in der Franchise-Branche hat. Würde mich freuen wenn ich ein paar hilfreiche Antworten bekommen könnte.

Schon mal vielen Dank im Voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FranchisePORTAL, 38

Hallo jabbatuk,

die Investitionssumme ist die Gesamtsumme, die du in deine Selbstständigkeit investieren musst. Davon muss ein gewisser Anteil als Eigenkapital vorhanden sein, um den Rest finanzieren zu können. In diesem Video wird das nochmal knapp und verständlich erläutert: http://www.franchiseportal.de/franchise-video/Was-ist-Investitionssumme-und-Eige...

Wenn du mit einem Franchise-System in näheren Kontakt trittst und beide Seiten Interesse an einer Franchise-Partnerschaft haben, wird man dir das auch noch Schritt für Schritt erklären. Wichtig ist, dass du das erforderliche Eigenkapital tatsächlich "flüssig" hast. Hier zählen keine Immobilien o.Ä. Dann kann - bei einer tatsächlichen Gründung - der Rest finanziert werden. Der Vorteil bei einer Gründung mit einem Franchise-System ist ja unter anderem, dass das System Erfahrung mit dem Gründungsprozess hat. Daher können sie ihren Partnern dann entsprechend Hilfestellung geben.

Die Eintrittsgebühr wird meist bei Vertragsabschluss fällig, bei manchen Systemen auch erst, wenn ein geeigneter Standort gefunden wurde.
Viel Erfolg!

Kommentar von jabbatuk ,

Vielen Dank, das hat mich etwas weitergebracht.

Antwort
von Georg63, 48

Ich kenne mich jetzt nicht speziell mit Franchise aus, aber von der kaufmämnnischen Logik her kannst du erst Verträge machen, wenn die Finanzierung des Gesamtplans gesichert ist.

Du wirst ja sicher keine 35.000 für den Einstieg zahlen wollen, wenn die Gefahr besteht, dass die Kohle alle ist, wenn die Frittenbude erst zur Hälfte steht.

Wann welche Teilsummen zur Verfügung stehen, ist dann eher eine Frage des Bauablaufs. Bei größeren Baumaßnahmen werden Teilsummen nach Baufortschritt bezahlt und dementsprechend bei der Bank abgerufen.

Kommentar von jabbatuk ,

So ungefähr hab ich mir das auch vorgestellt, aus kaufmännischer Sicht ist es logisch dass man die nötigen finanziellen Mittel bei solch einem Vorhaben, abrufbar zur Verfügung haben muss.
Aber bei Franchise stellt sich bei mir die Frage, ob möglicherweise der Franchisegeber die nötigen (finanziellen) Mittel zur Verfügung stellt, um das vorhaben aufzubauen?
Ich mein wenn der Franchisenehmer die gesamte Investition + EK schon vor dem Start zur Verfügung haben muss, kommt man da auf ganz schön hübsche Summen.
Man denke da an das Franchise Modell einer "erfolgreichen Burgerkette", bei dem man 500.000 € EK + ca. 800.000€ Gesamtinvestition zur Verfügung haben muss. Macht in Summe 1.3Mio.€ um überhaupt den "Laden" eröffnen zu können.
Danke für die Antwort

Kommentar von Georg63 ,

Es sind ja nicht nur die Investitionskosten zu berücksichtigen - auch die ersten Wochen oder Monate muss man mit wenig Einnahmen auskommen können. Nicht bei jeder Neueröffnung stehen die Leute gleich Schlange - viele Läden müssen sich erst etablieren.

Kommentar von jabbatuk ,

Ja vollkommen richtig, das alles muss man auch bedenken.

Antwort
von Novos, 44

du musst sicher einen Finanzierungsplan und eine Bankbestätigung vorweisen, dass der Betrag gesichert ist.

Antwort
von Businessprofi, 24

Hallo Jabbatuk,

da ich selber schon dabei geholfen habe einige Franchiseunternehmen zu gründen und auch Personen geholfen habe in ein Franchiseeinzusteigen kann ich Dir sagen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt.

Ganz egal, wie jedoch die Konditionen sind sollte zunächst geprüft werden, ob das Franchise zur Gründerperson passt und ob eine tragfähigkeit zu erreichen ist. Das heißt zunächst wird ein Businesspülan geschrieben um sich der gesamten Kosten bewußt zu werden. Gleichzeitig prüft der Franchisegeber, ob Du zu seinem Franchise passt. In der Regel wird hier schon einegewissen Schutzgebühr fällig für die Unterlagen die Du erhältst. 

Hierbei stehen auf der einen Seite die Kosten für das Franchisemodell inkl. Ware, Erstausstattung etc und auf der anderen seite deine privaten Kosten. Grundsätzlich gilt, erst wenn die Finanzierung steht istman bereit mit dir zu "spielen".

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