Frage von schjani, 62

"Gerne" deprimiert sein?

Hallo,

Zu mir : 16 ,weiblich
Habe sehr wenig Selbstbewusstsein

Ich denke sehr oft schlecht in Situationen, andererseits aber auch optimistisch , situations und Personenbedingt.
Sonst aber denke ich immer, dass alle besser sind als ich und sowas , versuche aber auch schon aktiv mein Selbstbewusstsein aufzubauen ( wenig Erfolg )
Bin zwar so nicht unbedingt ne schüchterne Person und macje auch viel Quatsch aber letztendlich achte ich sehr was andere von mir denken und die können mich auch schnell beeinflussen ..

Kann es möglich sein, dass man dieses negative denken gerne mag ? In dem Sinne das es einfacher ist in meiner Situation jetzt als zu kämpfen und optimistisch  zu denken ?

Es ist halt einfacher alles ins negative zu ziehen :/
Was soll man machen ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ApplewarQuqqer, 23

Hallo schjani,

ich verstehe deine Situation sehr gut, mir ging es ähnlich. Ich glaube, es gibt tatsächlich Leute, die "gerne" traurig sind. Wenn du aber weißt, dass du das NICHT willst, ist das schon der erste Schritt in die richtige Richtung!

Zuerst halte ich es für wichtig, dass man sich nicht "ständig bei anderen ausheult". Natürlich kann man mit seinen Freunden/Eltern/... über seine Probleme, Ängste und Gefühle sprechen, aber man sollte nicht den Eindruck erwecken, Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu wollen, da dies meist negativ auf andere wirkt.

Überlege genau, was dich unzufrieden macht, was dich negativ denken lässt. Schlechte Noten? Unzufrieden mit dem Aussehen? Das Gefühl, nichts gebacken zu kriegen? 

Es gibt kein Problem, das man nicht lösen könnte. Du schreibst schlechte Noten? Daran kann man arbeiten und manchmal sind die Noten gar nicht so schlecht wie man denkt. Eine Vier ist noch lange kein Weltuntergang. Du findest dich nicht schön? Warum nicht? Weil du nicht aussiehst wie -hier x-beliebige Person einfügen-? Du denkst du schaffst nichts? Quatsch! Du kannst das schaffen, egal was es ist. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Lerne, positiv zu denken. Du raffst nichts in Mathe und Physik? Vielleicht liegen dir Sprachen mehr. Du findest deine Nase zu groß? Andere beneiden dich um deine Frisur. Achte nicht auf das, was dir nicht gefällt, sondern auf das, worauf du stolz sein kannst. DAS sollte dir als erstes auffallen. 

Zuletzt solltest du zu schätzen lernen, was du hast. Du hast genug zu essen, du hast ein Dach über dem Kopf, du bist gesund...

Ich wünsche dir alles Gute!

Kommentar von schjani ,

Danke !!!
Mal jemand der sich genug Zeit nimmt und auch eine sehr hilfreiche Antwort gibt !!👍🏻
sobald ich kann gebe ich Ihrer Antwort den Stern für die hilfreichste!☺️

Kommentar von ApplewarQuqqer ,

Gern geschehen! :)

Antwort
von TrudiMeier, 16

An deiner Vermutung ist was Wahres dran. Es gibt viele Menschen, die nur negativ denken. Einerseits gibt den Typ Mensch, der nur negativ denkt, in Selbstmitleid versinkt und sich in der Rolle des Leidenden sehr gut gefällt.  Und es gibt den Typ, der von vornherein negativ denkt, weil er so Mißerfolge besser verarbeiten kann (Ich wusste es ja vorher schon). Dass du sehr darauf achtest, was andere von dir denken, macht es dir einfach leichter, da du dich unbewusst anpasst. Gegen den Strom zu schwimmen liegt dir nicht und so passt du dich deiner Umwelt lieber an.  In den meisten Fällen vergeht das mit der Zeit. Es sei denn du bist von deinen Eltern so erzogen worden: "Nur nicht auffallen, schon gar nicht negativ. Es ist wichtig, was andere von dir denken. Du schaffst etwas nicht.....usw." Wenn dir erziehungstechnisch immer eine negative Einstellung eingetrichtert wird, wirst du das nur schwer wieder los.

Antwort
von TitoKnows, 31

Das geht sehr vielen Jugendlichen so. Mach dir keinen Kopf - das ist meistens nicht für immer.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community