Der Gerichtsvollzieher hat sich zur Pfändung angekündigt, kann ich direkt die Eidesstattliche Versicherung (EV) abgeben?

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3 Antworten

Wenn der Gerichtsvollzieher bei Dir war und er feststellt dass bei Dir nichts zu holen ist schreibt er einen Bericht. Dann hat Dein Gläuber die Möglichkeit einen Antrag zu stellen dass Du die Vermögensauskunft ablegen mußt. Es macht nicht jeder Gläubiger weil dieser die Kosten tragen muß.Automatish kann und wird der Gerichtsvollzieher bei Dir keine Vermögungsauskunft fordern ausser Dein Gläubiger hat dies bereits beantrag.

Das ganze muß Dir nicht peinlich sein, denk daran, der Gerichtsvollzieher muß dies täglich machen und bildet sich über Dich keine Meinung.

Rumstöbern so wie man es im TV sieht macht keiner. Also keine Angst, Zieh das ganze durch

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WEM ist sowas schon angenehm?! Ich war mal in der gleichen Situation. Die Wohnungsdurchsuchung musst Du leider über Dich ergehen lassen, aber das wirst Du überleben. Ich habe es damals auch überlebt und heute leite ich erfolgreich eine Firma.

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Kommentar von herbert21
25.11.2016, 14:07

Ich glaube es ist sogar weniger als zwei Jahre her seit meinem Zusammenbruch und der Abgabe der ev, ich bin mir diesbezüglich garnicht sicher.

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Hallo Herbert21,

so, wie Du Deinen Fall schilderst, hat der Gläubiger einen Auftrag zur Abgabe der Vermögensauskunft nach §802c ZPO oder nach §807 ZPO gestellt mit vorherigem Pfändungsversuch (§§ 808,803 ZPO). Das eröffnet folgende Szenarien:

1. Wenn Du das Geld hast, dann überweist Du es laut dem Einwurfschreiben und der Fall ist erledigt. Der GV wird Dir daraufhin den quittierten Titel übersenden (§757 ZPO).

2. Wenn Du nicht leisten kannst, dann wird der GV zum angekündigtenTermin erneut bei Dir erscheinen. Du erklärst ihm dann, daß Du die Summe nicht bezahlen kannst. Gegebenenfalls könnt ihr sogleich eine Ratenvereinbarung nach §802b ZPO treffen. Scheitert auch diese (z.B. weil Du nicht innerhalb von 12 Monaten abbezahlen kannst oder der Gläubiger eine Ratenzahlung von vorneherein ausgeschlossen hat), dann wird er eine kurze "Begehung" Deiner Wohnung durchführen. Von einer detaillierten Durchsuchung macht kaum ein GV Gebrauch - zumindest nicht in diesem Fall.

Daraufhin wird er Dir wahrscheinlich an Ort und Stelle die Vermögensauskunft abnehmen (alternativ könnte er Dich auch in sein Büro laden). Dazu mußt Du die erforderlichen Unterlagen vorlegen (z.B. Sozialversicherungsnummer, Kto.auszüge, LV- Policen etc.).

Ich hoffe, Dir mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Freundliche Grüße

itasca

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