Frage von Alderaan62, 50

Gerichtsbeschluß: AG muss mich als ID-Leiter wieder einstellen. Statt meines Einzelbüros hat er mich nun in ein schäbiges Lagerbüro gesetzt. Was kann ich tun?

Antwort
von marcussummer, 20

Was du tun kannst? Arbeiten. Anspruch auf eine bestimmte Bürogestaltung hast du nicht, nur auf eine vertragsgerechte Beschäftigung (und Vergütung). Nur wenn die Bestimmungen zum Arbeitsschutz verletzt sein sollen (Temperatur, Beleuchtung,...), kannst du dagegen vorgehen.

Kommentar von Alderaan62 ,

Das habe ich versucht; vergebens. Es gibt ein Fenster, Licht und einen Heizlüfter. Daß ständig das Lagerpersonal rein und raus läuft, Krach herrscht, daß man sich nicht konzentrieren kann, da ja auch LKW's rangieren etc., läßt er nicht als "unangemessen" gelten.

Antwort
von AnReRa, 13

Ich weiß zwar nicht, was ein ID-Leiter ist und welche Aufgaben Du laut Abeitsplatzbeschreibung hast, aber - neben den Vorgaben zur Arbeitsplatzsicherheit - gibt es keine Vorgaben.

Es ist - in meinen Augen - sowieso nicht angeraten, sich einen Arbeitsplatz einklagen zu lassen. Normalerweise fordert man eine gute (!) Abfindung samt guter Bewertung (vom Anwalt vor formuliert) und sucht sich einen neuen Job.
(Vielleicht nicht wenn man 2-3 Jahre vor der Rente steht, ansonsten aber schon). Man kann sicher nicht davon ausgehen, dass man im unterlegenen Chef einen guten Arbeitgeber findet der einen nachher noch ein gutes Zeugnis ausstellt.

Also sieh zu dass Du einen neuen Job findest. Unter dem alten Chef wirst Du Deines Lebens nicht mehr froh und eine reguläre Kündigung durch den AG wäre immer noch möglich ...

Antwort
von Gustavolo, 8

Alderaan:

Ich habe in meinen langen Berufsleben keinen Menschen getroffen, der es nach einem gegen den Arbeitsgeber gewonnenen Prozeß bei ihm noch lange ausgehalten hat.

Merke: Der AG sitzt immer am längeren Hebel.

Antwort
von Jack98765, 18

Der AG wird dich nicht auch noch mit einem schönen Büro belohnen nachdem du per Gericht eine Wiedereinstellung erwirkt hast. Daher würde ich dir auch raten einen neuen Job zu suchen, denn dort wird das nichts mehr. Zudem, wer will schon in einer Firma arbeiten in der man ohnehin nicht erwünscht ist.

Kommentar von Alderaan62 ,

Die Firma ist nicht klein, daher wäre das kein Problem für mich. Man sieht sich nicht oft, aber eine Umsetzung in das Großraumbüro hätte ich mir ja noch gefallen lassen, aber in ein Lagerbüro. Es gibt keine Toilette, erst wieder im Hauptgebäude. Es ist dreckig, zieht und es gibt keine Heizung (nur Lüfter). Das kann doch nicht rechtens sein? 

Kommentar von troppixi ,

Natürlich ist das rechtens. Meines Wissens nach, hat niemand Anspruch auf ein tolles Büro.

Nach einem Gerichtsverfahren gegen den Arbeitgeber ist es idR gelaufen. Keine Beförderung mehr, keine Gehaltserhöhung mehr und nur die beschissensten Aufgaben. Man bleibt da wo man ist. Darum würde ich mich vor Gericht auch immer auf eine Vergleichszahlung und nicht auf eine Wiedereinstellung einigen.

Kommentar von Alderaan62 ,

Sicherlich werde ich mich nach was besserem umsehen, aber erst mal habe ich ja eine ungekündigte Stellung. Ich bin auch nicht unbedingt an einem tollen Büro interessiert, aber muß der AG nicht bei der Umsetzung auch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und Zumutbarkeit berücksichtigen?

Antwort
von kasperalex, 20

Am Besten wäre es, Du nimmst es hin so lange Du es eben musst und suchst Dir einen neuen Job.

Einen Arbeitgeber dazu verklagen zu müssen, dass er einen wieder Anstellt schafft nunmal nicht die Besten Verhältnisse. Ich an seiner Stelle hätte das wahrscheinlich auch so gemacht- man will ja den "Störenfried" loswerden. Und Du hast ja ein Büro...

In dieser Firma wirst Du auf keinen grünen Zweig mehr kommen.

Sieh es positiv:

-Es ist nicht die schlechteste Position, aus der man sich auf einen neuen Job bewerben kann

-Es kann nur besser werden

Alles Gute !


Antwort
von Maboh84, 35

akzeptieren und eine neue Stelle suchen... ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit einer Stelle zufrieden ist und das Arbeitsklima i.O. ist, wenn man den Job durch einen Gerichtsbeschluss hat...

Kommentar von Alderaan62 ,

Gehalt wird wie gehabt gezahlt, also war ich froh, den Job behalten zu können. Aber diese Umsetzung, die räumlich überhaupt nichts mit meiner Tätigkeit zu tun hat. Das ist Willkür!

Antwort
von Pauli1965, 21

Gar nichts. Deine Stelle hast du ja wieder. Wo er dich dann platzieren muss, wurde ja nicht verhandelt, oder ?

Am besten du suchst dir eine neue Stelle. Dort wirst du wohl kein Bein mehr auf die Erde bekommen.

 

Kommentar von Alderaan62 ,

Nein, darüber hatte ich nicht nachgedacht. Ich dachte, ich bekäme mein Büro auch wieder. Pustekuchen...

Kommentar von Pauli1965 ,

Ich denke dein AG wird dir noch mehr Steine in den Weg legen. Wenn man sich den Arbeitsplatz erstreiten muss ist das nie gut. Sieh zu, dass du da weg kommst.

Antwort
von lupoklick, 11

Was ist ein ID-Leiter?

Versuche mit Deinem Anwalt

eine angemessene Abfindung auszuhandeln....

Kommentar von Alderaan62 ,

Ein Innendienstleiter für den Vertrieb.

Ich denke er wird mich mürbe machen wollen und wartet nun auf meine Eigenkündigung. Sein Abfindungsangebot vor Gericht war sehr dürftig, daher habe ich es abgelehnt. Er wird mir jetzt auch nichts mehr geben wollen, denke ich.

Kommentar von lupoklick ,

Man WILL Dich los werden, also versuch´s erneut...

MIT einem mutigen Anwalt .....

Kommentar von Alderaan62 ,

Vllt. hätte es mit einem besseren Anwalt auch geklappt, aber der hat seinen Mund nicht aufgemacht und so wollte man mir nicht mal 1/2 Gehalt Abfindung pro Beschäftigungsjahr zahlen und ich arbeite dort schon 7 Jahre. Da ich Familie und ein neues Haus habe, war mir der Job sicherer. Aber nun bin ich doch nicht mehr so sicher, ob es eine gute Alternative war.

Kommentar von lupoklick ,

PS: Es kann eine nervige Angelegenheit werden. Halte durch !!!

In einem Job gab es einen Hauptabteilungsleiter, der woanders einen Mann in den Selbstmord getrieben hatte,,

Dummerweise beschwerte ich mich darüber,  daß durch das Abschalten der IT-Klimaanlage die Wände verschimmelten. Als es um "Verbesserungsvorschläge" ging, schrieben meine Kollegen nichts, aber mir flossen 8 Seiten aus der Feder,,,

Das ergab eine Abmahnung, aber etliche  Wochen später fand ich in einem 300.000 DM - Gutachten 7 Seiten wörtlich wieder...

Ich blieb immer schön höflich-beherrscht  und bekam eine fette Abfindung und dazu eine 9-monatige "FORT-Bildung" in einem Softwarehaus..

Später wollte mir ein Mensch aus Chicago einen fensterlosen Server-Raum zuweisen, ging zum Direktor."Sie sind FÄLLIG ! " --- und kam heulend und fristlos entlassen aus dessen Büro....

und ich blieb bis zur Rente....

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