Frage von JKINGXXX, 247

Gerichtlich gegen Lehrerin wegen Bewertung vorgehen?

Meine spanisch Lehrerin und ich haben nicht das aller beste Verhältnis zu einander. Jedes Mal wenn ich mich versuche zu bemühen macht sie mich wieder runter. Nun gab es die Klausur wieder und sie bergab von 150 Punkten, 90 für Sprache. Sie begründete meine fast nicht existente Punktzahl im Bereich Sprache, damit das ich in der falschen Zeit geschrieben habe. Wir sollten Personen aus einer längst vergangenen Zeit beschreiben. Dies tat ich in der Vergangenheit denn diese Person ist ja nicht mehr existent. Sie behauptet in der Bewertung ich hätte im Präsenz schreiben müssen. Dies stand aber nicht ausdrücklich in der Aufgabenstellung.
Der erste Gang wird wohl zu den BL's gehen aber wenn das nicht von Erfolg gekennzeichnet ist werde ich wohl einen Anwalt einschalten. Meint ihr das es Sinn macht ?

Antwort
von GoodFella2306, 66

Ich weiß nicht, wieso Schüler immer so schnell mit dem Thema Anwalt bei der Sache sind. Damit machst du es weder besser noch einfacher, für keinen Beteiligten.

Du solltest besser die entsprechenden Instanzen in der Schule nutzen, um deinen Einfluss auf diese Situation geltend zu machen.

Deine Argumentation klingt schlüssig, insofern könntest Du Erfolg damit haben. Aber hier wegen einer einzigen Arbeit einen Anwalt hinzu zu ziehen, ist mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 23

Sie behauptet in der Bewertung ich hätte im Präsenz schreiben müssen. 

Stimmt, Personenbeschreibungen werden allgemein im Präsenz geschrieben. 

Dies stand aber nicht ausdrücklich in der Aufgabenstellung. 

Das muss auch nicht, da es zum allgemeinen Schülerwissen gehören sollte. 

Für eine Besserbewertung sehe ich wenig Chancen, da du offenbar Grundlegendes falsch gemacht hast. Aber nimm dir ruhig einen RA, er will auch leben. 

Btw: du solltest den RA auch beauftragen, gegen deine Deutschlehrerin/deinen Deutschlehrer vorzugehen, denn um  deine Rechtschreibung ist es nicht gut bestellt.

Antwort
von FouLou, 121

Hattet ihr das thema personenbeschreibungen im unterricht? Also wie man diese anfertigt und so weiter? Deutsch unterricht würde ausreichen.

Wenn sie belegen Kann das es geehrt wurde bringt dir ein anwalt nichts denn sie ist im recht. Personenbeschreibungen sind per definition im präsens. Und wenn das im.unterricht bekannt gegeben wurde. Kann man das auch entsprechend erwarten.

Das gilt natürlich auch im bezug auf stoff der vergangene jahre.

Wenn also in der.aufgabe stand das man eine personenbeschreibung anfertigen soll dann ist das aussreichend um den präsens zu verlangen. Einziger angriffspunkt wäre das das thema personenbeschreibung noch nie in der schule unterrichtet wurde.

Antwort
von Kuno33, 128

Vielleicht sollte ja gerade auch Dein Wissen über die Anwendung von Zeitformen mit geprüft werden. Und ich entnehme Deinem Text, dass Du da offenbar Wissenslücken hast.

Mit dem Satz, dass man Dir hätte sagen müssen, welche Zeitform Du verwenden solltest, wäre ich sehr vorsichtig, weil es vermutlich zum Eigentor wird. Es könnte höchstens noch um die Frage gehen, ob es im Spanischen auch möglich wäre, die von Dir gewählte Zeitform zu verwenden.

Kommentar von maxim65 ,

Ich denke mal wenn er wirklich einen Anwalt bemüht ist die Beweisführung einfach. Er schreibt unter Aufsicht eine weitere Klausur wo die Spanischkenntnisse umfassend geprüft werden. Am Ergebnis wird man sehen wer Recht hat.

Antwort
von noname68, 83

nein, die gerichte werden sich hüten, in die unabhängigkeit von pädagogen in ihren lehr- und ausbildungsprozessen einzugreifen. dann würden willkür und teure anwälte inkl. langwierigen und teuren  verfahren jede note in jedem zeugnis als unglaubwürdig ersetzen.

versuche über die schulleitung eine klärung zu erzielen. selbstverständlich darf kein pädogoge persönliche befindlichkeiten in die beurteilung seiner schüler einflfießen lassen. aber es ist wie seit hunderten von jahren: schüler fehlt einfach das wissen und die erfahrung, um ihre leistungen realistisch und sachgerecht bewerten zu können. daher empfinden und empfanden es seit jeher schüler als persönlichen angriff, wenn ihre lehrer sie schlecht beurteilten.

Kommentar von WalterE ,

Es wäre vieles vermeidbar, wenn Lehrer nach der Methode "Leben und leben lassen verfahren würden" Eine Mitschülerin ist mal durchgekommen, weil der Lehrer sich verrechnet hatte und die sicher geglaubte 5 nicht sicher war - und weil wir ihm einen Korrekturfehler nachweisen konnten wurde die 5 dann eben zur 4. Muss sowas sein? 

Antwort
von WalterE, 53

Zwischenfrage:

1) warum sollte hier Präsens angewendet werden

2) die Vergangenheit anzuwenden ist doch schwieriger, oder? Du hast Dir doch die Arbeit eher erschwert als erleichtert. So wie Du das oben geschrieben hast würde ich etwa bei Martin Luther schwerlich Präsens verwenden. Auch auf Latein ist die normale Form - erscheint mir dies nur abwegig? 

Antwort
von MaxNoir, 149

Sorry, aber es ist so unfassbar wie Schüler hier durch die Schule schlawienern. Da ne Klage, da ne Beschwerde. Reisst euch einfach mal ein bisschen zusammen und ein Gespräch mit der betreffenden Lehrerin zwischen dir und ihr und eventuell zwischen deinen Eltern und ihr ist das MINDESTE.

Kommentar von LouPing ,

Hey MaxNoir

Traugig ist, das die Betreffenen nicht wissen wie teuer ein Anwalt eigentlich ist. Die ständigen Drohungen sind lächerlich. 

Zum Glück ist die vergabe eines Mandats nicht so einfach.  

Kommentar von MaxNoir ,

Ja, weil das müssen ja ohnehin die Eltern bezahlen oder die Rechtsschutz. Es ist einfach insgesamt lächerlich Lehrer zu verklagen. Da muss man sich nicht wundern, dass keiner Lehrer werden will: Schulen heruntergekommen, keine Befugnisse und dann verklagen einen auch noch die Schüler, die einem ohnehin schon nur auf der Nase rumtanzen. Unfassbar echt. Da frage ich mich, wie Kinder überhaupt noch erzogen werden sollen.

Kommentar von WalterE ,

Ich habe in meiner Schulzeit selbst genügend Willkür erlebt, selbst und bei anderen gesehen. Einigen Leerern muss man einfach die Grenzen aufzeigen, bei anderen muss die Schule selbst tätig werden und sie etwa wegen krankheitsbedingter Dienstunfähigkeit zumindest zeitweise aus dem Rennen nehmen. Ebenso geht es nicht wenn man bei massivem Unterrichtsausfall Dinge verlangt werden die die Schüler nicht oder nicht richtig gelernt haben /Zitat "Ich muss das verlangen") wenn die junge Kollegin unerfahren den Mathematikunterricht umstellt und der Physikkollege unabgestimmt trotzdem seinen Stoff durchzieht ohne dass die Schüler die mathematischen Grundlagen vorher gehabt haben - der war ein Quereinsteiger, und Generationen von Schülern und Eltern dürfen dann seinen Frust ausbaden, weil es eben mit seiner Karriere in Wirtschaft oder Wissenschaft nicht geklappt hat. 

Kommentar von LouPing ,

Hey WalterE

Einigen Leerern muss man einfach die Grenzen aufzeigen, bei anderen muss die Schule selbst tätig werden...

Das ist die Aufgabe der Schüler, im Internet posen geht doch auch prima. 

Konfrontationen in der Schule sind die beste Übung für das Leben. Hier heißt es zu argumentieren und sich dursetzen, da helfen keine virtuellen Helden und Kriegsausrüstung. Auge in Auge, das ist die Realität. 

Auch geben, wenn nötig, wir Eltern Rückendeckung. 

Ich habe genau so fürs Leben gelernt! 

Antwort
von polarbaer64, 75

Such dir mal einen Lehrer, der auch dieses Fach unterrichtet, und der völlig außen vor ist. Lass ihn die Klassenarbeit mal anschauen und frag, ob die gerecht bewertet ist.

Lehrer müssen sich an Vorgaben halten, wie zu benoten ist. sie kann dich nicht schlechter benoten, weil sie dich nicht leiden kann. Sollte ein anderer Lehrer da tatsächlich ein völlig anderes Ergebnis herausbekommen, dann kannst du mit diesem Lehrer und mit diesem Ergebnis bei der Lehrerin das Gespräch suchen. 

Ein Anwalt bearbeitet alles, aber du weißt schon, das der auch Geld kostet. Und das nicht wenig. Wenn sowas auf ein Gerichtsverfahren hinauslaufen würde, darfst du gerne mehrere hundert bis tausend Euro hinlegen. Dafür brauchst du aber wirklich VORHER die rechtliche Grundlage, dass die Lehrerin wirklich etwas verbotenes getan hat. Und das hat sie vermutlich nicht... .

Antwort
von M1603, 95

Meint ihr das es Sinn macht ?

Nein, macht keinen Sinn.

Ganz davon abgesehen ist es uebrigens auch im Deutschen durchaus moeglich, dass man ueber historische Ereignisse im Praesens schreibt. 

Ausdruecklich erwaehnen braucht man das nicht -- bei einer solchen Aufgabe kann man davon ausgehen, dass du mindestens in der 9. oder 10. Klasse sein wirst; da muss man nicht mehr jede Kleinigkeit hinterhergetragen bekommen, denn der Umstand an sich wird auch bekannt gewesen sein. Wenn es dir nicht bekannt war, dann weisst du es jetzt und kannst es beim naechsten Mal besser machen.

Antwort
von Tastenheld, 58

Studiere doch erst mal das Schulgesetz des Bundeslandes. Vermutlich wird sie beider Bewertung auf Fachliche Fehler hinweisen. Formale Fehler musst du nachweisen. Da du aber nicht schreibst, dass sie  dich mobbt oder ähnliches, ist es schwierig. 

Wahrscheinlich kaufst / leihst du dir eine Spanische Lerngrammatik und wirst einfach fachkundiger als sie. 

Antwort
von Barolo88, 77

wo kämen wir denn da hin, wenn jeder Schüler seine Lehrer verklagen würde, wenn er die Aufgaben nicht versteht und sich benachteiligt fühlt ?  

Antwort
von Lexa1, 82

Neulich erst eine Frage wegen Kleinigkeiten zum Anwalt laufen. Auf die Idee wäre früher keiner gekommen. Ihr habt wohl eine gute Rechtsschutzversicherung und die muss ausgenutzt werden.

Ein klärendes Gespräch mit Lehrer, Schulleitung und Eltern ist wohl nicht drin.

Kommentar von WalterE ,

Das kann taktisch eher ungeschickt sein, denn dann sind die vorgewarnt. Zeugnis abwarten, dann Antrag auf Zeugniskorrektur - zu diesem Zeitpunkt steht dann die Drohung mit der Klage im Raum - und dann ggf. Klage. 

Kommentar von Lexa1 ,

Was heißt taktisch ungeschickt ? Also doch anschließend mit Klage drohen ? Du schreibst oben im einem Kommentar das du auch genügend Willkür erlebt hast. Wurde da gleich geklagt oder mit einem Anwalt gedroht ? Da gab es bestimmt auch andere Wege. Zu meiner Zeit gab es noch nicht mal einen Elternbeirat und  trotzdem wurden solche Sachen friedlich und sachlich geklärt.

Antwort
von barbarinaholba, 41

Unterscheide erstmal!

Sind es *Empfindlichkeiten*.?.....dann kannst du, (Empfehlung) eine * Sensibilität*  daraus machen,,,,,und bekommst eine andere Einstellung....zu dir selbst und z. d. Lehrerin.

Denk darüber nach...!...........erspart evtl.  den Anwalt

Bügel es vllt. mit einer neuen Zensur aus.....Wenn möglich

PS.  Achte zukünftig auf "Vorgegebene Formulierungen"....und teile evtl.  eingeschlichene Fehler umgehend mit...bzw.   vermerke sie eindringlich und konstruktiv...in deinem abzugebenden Schriftstück.


.  

Antwort
von TimmyEF, 149

Die Lehrerin wird dich schon richtig bewertet haben. Sie muss das auch ohne voreingenommen zu sein.
Vielleicht hast Du jemanden der spanisch als Muttersprachler spricht. Zeig dem doch mal deine Arbeit.
Mache Dich nicht lächerlich mit dem Anwalt.

Kommentar von Amtsschimmel25 ,

In welcher Welt lebst du denn? Zwischen Theorie und Praxis ist ein gewaltiger Unterschied.

Antwort
von archibaldesel, 40

Nein, weil Bewertungen nicht gesetzlich geregelt sind. Gerichte setzen Gesetze um, keine gefühlten Ungerechtigkeiten.

Kommentar von WalterE ,

Gerichte setzen aber auch den Art. 3 I GG um, und der verbietet Willkür, auch bei der Notenvergabe. 

Kommentar von archibaldesel ,

Der Artikel besagt zwar, dass alle vor dem Gesetz gleich sind, und nicht vor der Notenkonferenz, aber ich bin ziemlich sicher, dass die Lehrerin ihre Entscheidung begründen kann, aber das ist ein prima Ansatz.

Ich bin auch dafür, jede als ungerecht empfundene Note direkt durchs Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen. Wahrscheinlich ist eine schlechte Zensur eh eine Verletzung der Menschenwürde, so hat man noch einen weiteren Ansatzpunkt. Das gilt eigentlich für jede schlechte Zensur, auch wenn sie berechtigt ist. Die Tatsache als solche ist schon entwürdigend.

Träumer!

Kommentar von LouPing ,

Hey archibaldesel

Ein sehr guter Kommentar, danke! 

Kommentar von furbo ,

Ich bin auch dafür, jede als ungerecht empfundene Note direkt durchs Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen. 

Halte ich nicht für praktikabel. Günstiger wäre es, wenn die Lehrer die Notenvorschläge mit Begründung an das jeweilige Landesverfassungsgericht übermitteln und das Gericht nach Anhörung der Schüleranwälte die Noten festlegt. Erst danach wäre der Weg zum BVerfG und EuGH frei. 

Antwort
von maxim65, 64

Anwalt? Und was soll der tun? Wie sieht die Klausur insgesamt aus also das Ergebnis? Gut oder schlecht? Wenn du der Einzigste bist mit einer schlechten Bewertung liegt  es an dir. Wenn nicht haben wahrscheinlich alle ein Problem und dann spricht man miteinander. Meine Güte

Antwort
von Zumverzweifeln, 61

Nein-das macht keinen Sinn!

Sprich mit dem BL- das macht Sinn!

Antwort
von Himbeere1978, 61

sag mal gehts euch Schülern eigentlich gut, anwaltlich gegen Lehrer vorgehen wegen einer Bewertung ? das ist nicht dein Ernst oder ?

Antwort
von mondfaenger, 55

Einen Anwalt einschalten wegen einer schlechten Klausur? Findest du das nicht reichlich übertrieben?

Antwort
von ArminSchmitz, 13

werde ich wohl einen Anwalt einschalten

Nicht einmal der ärgste Winkeladvokat würde es wagen ein solches Mandat anzunehmen. Nicht die einzelne Note ist anfechtbar, sondern nur das Schulabschlußzeugnis.

Allerdings wäre es nicht kostenlos wenn der Anwalt Dir nach Sachprüfung jene Information gibt, die Du hier von mir kostenfrei bekommen hast.

Antwort
von stefan1531, 34

Genau, Lehrer verklagen. HEUL DOCH!!!!!

Wie sieht's denn bei Deinen Klassenkameraden aus? Wenn die alle den selben Fehler gemacht haben wie Du, dann sprecht mit dem Vertrauenslehrer.

Hast nur Du die falsche Zeitform gewählt, liegt's wohl an Dir.

Warum sucht Ihr Kinder heute immer zuerst die Schuld bei Anderen?

Antwort
von andreasolar, 21

Die Personenbeschreibung begegnet uns erstmalig im Deutschunterricht der Grundschule. In der Personenbeschreibung wird versucht, ein genaues Gesamtbild einer fiktionalen Figur oder realen Person zu schaffen.

Eine Personenbeschreibung wird immer im Präsens (Gegenwart) verfasst und somit der Ist-Zustand einer Person beschrieben.

http://wortwuchs.net/personenbeschreibung/

Antwort
von TestBunny, 48

90 von 150 nennst nicht existent? xD

Ich finde den Einwand deiner Lehrerin gerechtfertigt und fair.

Antwort
von jimpo, 12

Die Lehrerin entscheidet. Gerichtlich vorgehen? Hab schon lange nicht mehr so gelacht.

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