Frage von killeryve, 59

Gericht händigt Führerschein nicht aus?

Meinem Bruder wurde vor knapp 2 Jahren der Führerschein für 9 Monate entzogen. Grund hierfür was ein gefährlicher eingriff in den Straßenverkehr. er hat Wiederspruch eingelegt, bisher ohne Erfolg. Das Problem ist nun, das er seinen Führerschein noch immer nicht wieder hat! Auf der Führerscheinstelle wusste niemand bescheid, noch nichtmal das er keinen mehr hat! Wenn er ans Gericht schreibt, heißt es immer, die Akte sei unterwegs und man könne ihm nicht helfen! Kann so etwas denn überhaupt sein? Bald sind 2 Jahre um und eigentlich sollte er nur 9 Monate ohne Führerschein sein. er hat seinen Job deswegen schon verloren. was kann man da machen?

Antwort
von Plautzenmann, 29

Wieso stellt sich diese Frage erst nach 2 Jahren? Immerhin liegen 15 Monate dazwischen, in denen man sicherlich mit nötigem Einsatz die betreffende Stelle erreicht hätte.

Wie immer hilft nur die direkte Konfrontation. Als er seinen Führerschein abgegeben hat, hat er sicherlich ein Schreiben erhalten mit Grund, Folgen etc. Auf dem würde ich einfach mal nach Ansprechpartnern suchen.

Und wenn die Führerscheinstelle nicht weiß, dass er den Führerschein verloren hat, gilt er dort doch als Inhaber eines gültigen Führerscheines. Ergo darf er auch ein Fahrzeug führen. Sofern das der Fall ist, sollte das Problem doch behoben sein, oder? Einfach mal dort anrufen und nachfragen, ob er laut deren Unterlagen einen gültigen Führerschein hat. 

Wenn alles Anrufen nichts hilft, kann nur der rechtliche Weg weiterhelfen.

Antwort
von SirKurt, 25

Da sollte er einen Anwalt beauftragen der sich der Sache an nimmt. Dieser kann Akteneinsicht beantragen und sich den Fall anschauen.

Wichtig dafür ist natürlich das dieser das Urteil und alle Sachen was dein Bruder von den Fall hat bekommt und diese sich erst anschauen kann. Wichtig ist auch der Beleg das der Führerschein abgeben wurde. Anders wird das wohl nicht gehen, ohne die Hilfe des Anwaltes sehe ich kaum Chancen das irgendwie schnell geregt zubekommen. 

Expertenantwort
von Crack, Community-Experte für Führerschein, 17

Das ist alles etwas undurchsichtig.

Wenn Du schreibst:

wurde vor knapp 2 Jahren der Führerschein für 9 Monate entzogen.

dann gab es doch auch Urteil?

Was ist dann passiert?

hat Wiederspruch eingelegt, bisher ohne Erfolg.

Ein Strafbefehl wird in der Regel 3 Monate nach einer Tat erlassen.
Dann hat Dein Bruder Einspruch eingelegt und darüber wurde dann innerhalb der letzten 1,5Jahre nicht entschieden?
Und die Fahrerlaubnisbehörde weiß von all dem auch nichts?

Antwort
von Brk1990, 4

Hallo, sind jetzt schon paar Monate her.. ich mache grad das selbe durch.. wie ging es denn jetzt bei deinem Bruder aus ? Oder hat sich immernoch nichts getan? Gruß

Antwort
von ZuumZuum, 23

Es gibt also noch keine entgültige Veurteilung? Dann bleibt der Führerschein in Sicherstellung bis ein Richter entschieden hat. Die Zeit der Beschlagnahme wird evtl angerechnet. Aber ohne richterlichen Entscheid bekommt er den Lappen erst mal nicht mehr. Die Frage ist ob sein Einspruch die ganze Sache nicht unverhältnismäßig verzögert hat. Ich würde einen Anwalt zu Rate ziehen. Bei sowas auf eigene Faust zu handeln ist mehr als nicht ratsam.

Antwort
von DerBube01, 22

Rechtsanwalt, der kann mehr Druck machen.

was anderes bleibt nicht übrig.

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