Gerhard Schröder , Die Reform der Agenda 2010?

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4 Antworten

Schröder hatte 2010 die Sozialsysteme reformiert und gleichzeitig milliardenschwere Konjunkturpakete aufgelegt. Man kann zu jener Agenda 2010 stehen, wie man möchte. Sie ist zweifellos streitbar und war ein Kotau vor der Industrie, wie wir später noch sehen werden. Sie hat viel Negatives, aber eben auch viel Positives bewirkt. In jedem Fall hat Schröder für sich erkannt, dass blindes Sparen der falsche Weg war. Dazu wollte er die Sozialsysteme modernisieren (Hartz IV etc.) und die Arbeitsmärkte liberalisieren.Ihm war vollkommen klar, dass diese Reformen nur funktionieren, wenn er sie mit Konjunkturpaketen unterstützen wird. Folglich unterstützte er die Reformen mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen. Spezielle Ausbildungsangebote für Jugendliche, Erhöhung der Bildungsausgaben um 25 Prozent innerhalb von fünf Jahren, mehr BAföG für Studenten, vier Milliarden Euro Investitionen im Bildungssystem, Einführung von Steuervergünstigungen für Haushaltshilfen und Kinderbetreuung. Dazu kamen Ausgaben für die Infrastruktur und Straßenbau. Die Folge war ein wirtschaftlich erstarkendes Deutschland, das die damalige Krise immer besser hinter sich ließ. Die Arbeitslosenzahlen gingen deutlich zurück. Aber auch wurde eine Politik der Kürzungen, Teilprivatisierung der Renten, Schaffung eines Niedriglohnsektors und Leiharbeit eingeführt, der dazu geführt hatte, dass Reallöhne gesunken sind. Die Folge: Es mussten immer mehr Leute mit Hartz 4 aufstocken.

Schröder verlor später die Wahl und in der Folge auch sein Amt. Angela Merkel übernahm das Ruder. Sie wiederum hatte unverschämtes Glück. Die schmerzhaften Reformen wurden ihrem Vorgänger Schröder angelastet, aber der unmittelbar nach der Wahl einsetzende Aufschwung wurde in der Wahrnehmung der Menschen nicht als Folge der von Schröder umgesetzten Konjunkturpakete gesehen, sondern der wundertätigen Hand der neuen Kanzlerin zugeschrieben.

Als Deutschland 2009 im Strudel der Krise zu versinken drohte, beschloss die Regierung Merkel die Abwrackprämie. Das Prinzip: Solange Geld in die Wirtschaft fließt, arbeitet sie und bleibt am Leben.

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Einfach erklären? Bittesehr:

- Abbau des Sozialstaates zuungunsten der sozial Schwachen;

- Steuererleichterungen zugunsten der sozial Starken;

- speziell an Arbeitslose viele staatliche Forderungen,

- aber wenige staatliche Förderangebote.

MfG

Arnold

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Umbau des Sozialsystem : Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, Abschaffung der Sozialhilfe (für unter 65 Jährige).Einführung des ALG II .Einschnitte im der Frühverrentung für Behinderte.

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