Frage von Frettchen13, 124

Geregeltes Leben/Tagesablauf?

Hallo :), Ich bin 19 und lebe jetzt seit einem Jahr alleine bzw mit meinem Freund zusammen und wir haben ein ziemlich ungeregeltes Leben und einen etwas chaotischen Haushalt mit 2 Katzen. Was habt ihr denn so für einen Tagesablauf oder wie bekommt ihr den Haushalt mit kochen putzen usw gebacken? Ich bin mittlerweile soweit das die Wohnung im großen und ganzen ordentlich ist (muss mich aber echt zum aufräumen zwingen :D) , die Katzen sind sowieso immer versorgt und kochen kann ich auch das Problem hierbei ist, dass unsere Essgewohnheiten sehr verschieden sind 1. Was wir essen - ich gerne gesund, er am liebsten ausschließlich Fleisch, fettig und sowas wie Gemüse geht gar nicht. 2. Ich esse abends ungern er isst fast ausschließlich abends (er kann aber nicht wirklich selbst kochen & wenn er mal kocht hab ich hinterher viel Arbeit dadurch) Dazu kommt noch das ich in der Ausbildung bin und sehr viel arbeite (gehe morgens vor 7 aus dem Haus und komme abends um 8 nach hause) und dadurch abends absolut keine Lust mehr habe noch groß zu kochen und so viel das es uns beiden recht ist. Habt ihr da irgendwelche Ratschläge für mich wie man sowas am besten regelt? Wie schaffen das Familien mit Kindern?! Das wirkt bei vielen so einfach und ich bin an manchen Tagen echt gnadenlos überfordert :D Ist das einfach eine Sache der Gewohnheit wächst man da einfach rein oder gibt's da irgendwelche Tricks die bisher total an mir vorbei gegangen sind? Danke im voraus für eure Hilfe :)

Antwort
von 2dave, 48

Zum Kochen:

Nun, Essen ist immer ein Kompromiss... Bei dem Thema Mittags vs Abends kann man da vermutlich nicht viel machen. Da müsst Ihr Euch einigen. Ich persönlich finde es auch schöner, mittags auf der Arbeit was kleineres und dann Abends gemeinsam warm zu essen.

Vorschlag:
Macht Euch am besten immer einen Wochenplan... Sucht Euch immer wieder Rezepte aus und probiert neues aus und dann baut mit der Zeit eine Liste mit Rezepten auf, die ihr beide mögt.
In den Plan schreibt Ihr dann das Gericht rein, wer kocht und wer spült. So könnt Ihr das ausgewogen aufteilen, dass Ihr mal Gerichte macht, die Du magst und mal Gerichte die er mag.

Ansonsten kann man Gerichte in der Regel auch allgemein ausgewogen Kochen, dass jeder damit klarkommt: Gemüse + Beilage + Fleisch. Und Gemüsegerichte musst Du ihm halt gut verkaufen. Ich bin auch ein Fleisch-Junky. Aber wenn meine Freundin einen tollen Gemüse-Auflauf macht, esse ich das auch sehr gerne.


Arbeitslast:
Hier müsst Ihr Euch das gerecht(!) aufteilen. Ein paar Tipps:

  • Schreibt erstmal auf was an regelmäßigen Tätigkeiten überhaupt anfällt und wie oft
  • dann schaut, wer was am liebsten macht. Wenn Dein Freund lieber das Klo putzt als staubzusaugen und es bei Dir umgekehrt ist, habt ihr kein Problem und könnt es entsprechend einteilen
  • Bei Tätigkeiten die beide ätzend finden, müsst Ihr Euch halt abwechseln
  • Wenn Du also z.B. grundsätzlich kochen musst, dann kann er grundsätzlich den Einkauf machen
  • Wenn Dein Freund abends essen will, muss er auch kochen lernen. In Zeiten von chefkoch.de kann mir auch niemand erzählen, dass er nicht kochen kann. Kochen heißt erstmal nur eine Anleitung abarbeiten. Alles andere kann man lernen. Das ist kein Hexenwerk
  • Es gibt zwei Optionen, a) Wer kocht, der spült b) wer kocht, der muss nicht spülen. Ersteres macht natürlich nur Sinn, wenn das kochen gerecht aufgeteilt ist, und zweiteres nur, wenn die Küche nicht grundsätzlich einem Schlachtfeld gleicht, wenn der Koch sie verlässt
  • Kauft Euch ein Vakuumiergerät in das man Gerichte einschweißen kann. Kocht immer für zwei Tage und friert das Essen ein. Dann müsst ihr nicht jeden Tag kochen
Antwort
von Staffpower, 44

Also beim essen kannst du Gerichte im voraus kochen und portionsweise einfrieren. zb Eintopf, Suppen oder Saftschnitzel mit Sauce ect.

die Arbeit beim kochen ist die gleiche und dann brauchst net immer richtig in der Küche deine Energie aufwenden.

Im Allgemeinen "sollte" eine Beziehung immer ein Teamspiel sein. Leider ist nicht jeder Teamfähig das stört im Haushalt und manchmal auch die Beziehung.

Beziehung und Zusammenleben sind nicht zwingend das gleiche da es Wohngemeinschaften gibt oder Ehen die nur aus reiner Gewohnheit funktionieren aber keine Beziehung mehr besteht.

Du bist im normalen Alltagswahnsinn und musst für dich abklären was für dich möglich ist ohne dabei zu verbrennen. Es nämlich wichtig " keiner kann auf dich so gut achten wie du und es wird auch niemand tun ".

Antwort
von realistir, 48

Deiner soll sich mal bei einem Kochkurs anmelden. Dann lernt er nicht nur abwechslungsreich kochen, sondern lernt dabei auch aufräumen und sauber machen! Ich hätte es zu gerne gelernt, aber beruflich nicht machen können weil als Monteur immer unterwegs, selten zu Hause.

Normalerweise sollte man erwarten können, er beteiligt sich entsprechend an der Hausarbeit, wenn nicht sollte Frau etwas nachhelfen.

Wie wäre denn dein Tagesablauf wenn Er nicht wäre, wie bekämest du dann was besser geregelt?

Tja einfach ist so manches nicht. Nur anders eingeteilt. Wir leben auch zusammen und kochen kann ich nicht. Ich muss morgens früh aus dem Haus, da kann Sie noch ruhig ausschlafen, hat dann mehr als 9 Stunden Zeit ihren Teil zu regeln. Wenn ich nach Hause komme, will ich erst mal abschalten. So mancher Job ist kein Honigschlecken ;-) Muss Sie nicht mitmachen.

Irgendwas stimmt bei dir aber nicht. Gehst um 7 aus dem Haus, kommst erst um 8 nach Hause. Normal wäre ein 8 Stunden Arbeitstag und etwa 1 Stunde Wegezeit. Wieso bist du 13 Stunden weg, lässt sich da nichts ändern?

Kommentar von Frettchen13 ,

Wäre er nicht wäre mein Tagesablauf komplett anders. Ich würde noch Zuhause wohnen da mein drang alleine zu leben /wohnen nie besonders groß war und es allein aus finanzieller Sicht sehr schwer wäre alleine zu wohnen. Das heißt ich würde mich allein um mich kümmern das was ich dreckig mache würde ich putzen und hin und wieder wenn Mama nicht kocht selbst kochen. Würde ich theoretisch ohne ihn alleine wohnen, würde ich schlichtweg kochen auf was ich Lust habe und zum aufräumen gäbe es eigentlich nicht allzu viel da ich wenig Zuhause wäre. An meiner Arbeitszeit lässt sich leider nichts ändern da ich etwas länger als eine Stunde unterwegs bin und sehr lange Mittagspause hab, über einen Betriebs Wechsel hab ich auch schon nach gedacht das ich mir die wegzeit spare und in der pause heim kann das ist allerdings so gut wie unmöglich momentan da ich nur noch ein halbes Jahr in meinem momentanigen Betrieb arbeite und wegen einer OP noch alle Prüfungen vor mir hab da ist ein Wechsel sowieso blöd

Kommentar von realistir ,

Oh dann ist das beruflich für dich auch kein Zuckerschlecken. Ich will nicht erfahren in welchem Betrieb du arbeitest. In dem ich arbeite gibt es geregelte Arbeitszeiten, eine Schwangerenabteilung incl, für behinderte Mitarbeiter die bei gleichem Entgeld dort leichtere Tätigkeiten ausführen. Vor allem gilt in dem Betrieb, gleiche Arbeit, gleicher Lohn, also Frauen verdienen das gleiche wie Männer.

Obwohl die Pausenzeiten nicht bezahlt werden, darf man nicht einfach den Betrieb verlassen. Meist ist komischerweise nicht mal der Weg in die Kantine zur Pausenzeit versichert, aber der Weg zur Arbeit und von der Arbeit.

Ohje, da kann man dich fast nur noch bedauern bei solchen Zukunftsaussichten. Da müsste dein Freund aber auch mehr Engagement zeigen und mehr tun! Oder ist das ein Muttersöhnchen?

Was macht er denn so beruflich, was hätte er denn aus deiner Sicht so an Möglichkeiten um euer Zusammenleben in etwa im Lot zu halten? Und was vermutest du als Motiv für seine Art nicht beteiligen an gemeinsamen Dingen des Zusammenlebens?

Wer oder was könnte ihn zu mehr nachdenken und einsetzen veranlassen, siehst du da außer reden mit ihm noch Alternativen?

Mir ging es immer relativ gut, mein Einkommen lag immer etliches über dem Durchschnitt der Mittelklasse. Wir gingen/gehen oft essen.

Musst du dir wegen OP etc um deinen Arbeitsplatz sorgen machen, oder ist das betrieblich gut und sicher geregelt ohne Gewerkschaft, ohne Betriebsrat?

Kommentar von Frettchen13 ,

Ja das mit der Arbeit ist immer so ne Sache.. Ich arbeite halt in einem Friseur Salon & ich liebe diesen Job wirklich deshalb hab ich mich auch (trotz sehr gutem realschul Abschluss!) für diese Arbeit entschieden und es ist halt leider Gottes wirklich sehr schlecht bezahlt und mit sehr viel Arbeit verbunden. Was ich aber sagen muss ist dass ich (gerade für diesen Beruf) in einem sehr guten Salon gelandet bin mit einem super freundlichen (angesehen vom Chef) Team arbeiten darf und mich um Kundschaft kümmere die seit 30 Jahren diesem Salon treu ist. Die OP und das ganze drum herum war durch diverse Fehldiagnosen, falsche Medikamente und unglaubliche Unfähigkeit (von einem zum anderen geschickt bis zu (das war die absolute Höhe!) ich Google mal was du hast & Google verrät mir sicher auch welche Medikamenten ich verschreiben muss, 5 mal im mrt usw. Das ganze hat sich bis zur OP 3 Monate hin gezogen (natürlich perfekt über die ersten praktischen Prüfungen) bis einer mal festgestellt hat das bei mir schlichtweg der Nerv im Handgelenk eingeklemmt ist und das is ja weiß Gott keine schwere unbekannte Krankheit! Mittlerweile ist soweit wieder alles gut und ich kann normal weiter arbeiten die Frage ist nur ob das lange gut geht. Eigentlich ist er das absolute Gegenteil da seine Mutter früher beruflich bedingt sehr selten daheim war und er seit der Jugend so gut wie alles selbst regelt und auch sehr früh aus gezogen ist und alles immer gut hin bekommen hat. Beruflich steht er auch gut im Leben. Er arbeitet im öffentlichen Dienst, hat einen sicheren Arbeitsplatz, ist immer früh Zuhause und verdient sehr gut. Er ist ziemlich 'klassisch' eingestellt, möchte irgendwann bauen und Kinder (am liebsten jetzt schon aber den Zahn hab ich ihm des öfteren schon gezogen). Abgesehen vom Haushalt tut er eigentlich alles um mir das Leben einfach zu machen er holt mich überall ab, steht mir bei meinen Problemen bei Seite, kümmert sich ums finanzielle, schmiedet Pläne usw. Nur in den meisten Fällen habe ich damit selbst keine Probleme und könnte anderweitig Unterstützung gebrauchen. Meist hindert ihn einfach die Faulheit daran mir zu helfen deswegen macht er auch den ganzen Tag wenn er zu hause ist so gut wie nichts außer die typische Unordnung. Wenn ich ihn anpfeif und ihm bestimmte arbeiten vor die Füße lege führt das oft zu Diskussion aber er macht es dann am Ende doch unter langem meckern (aber es ist echt jedes mal ein Kampf). Er versucht mich ziemlich in die Rolle der typischen Hausfrau rein zu bekommen was ich seiner Meinung nach auch werden soll muss mich schließlich um Kinder und Haushalt dann alleine kümmern... Das Problem ist nur das mir das gar nicht passt, ich bin da nicht der Typ dafür ich kann zwar gut mit Kindern aber mit 'Beruf' Mama & Hausfrau kann ich mich nicht so recht an Freunden das weiß er auch aber er ist der Meinung das ist super & perfekt so.

Antwort
von Ostsee1982, 50

Das wirkt bei vielen so einfach

Das wirkt bei vielen so einfach weil sie sich selbst organisieren, einen Plan im Kopf haben wann was zu machen ist, das dann auch tun und nicht faul aufs Sofa legen. Wenn ihr was verändern wollt werdet ihr das genauso machen müssen. Euch erstmal schriftlich einen durchorganisierten Plan aufstellen, mit Arbeitszeiten und wer entsprechend danach was wann im Haushalt macht. Anders kommt ihr da auf keinen grünen Zweig.

Antwort
von Luc1909, 51

Du musst dich am Anfang immer dazu zwingen irgendwann normalisiert sich das und wird wie von selbst in deinen Tagesablauf integriert. Also ja man kann sagen das es auch eine Sache der Gewohnheit ist.

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