Frage von Ottilli, 139

Ist es gerechtfertigt, dass mein Hund auch bei Kindern gefährlich ist?

Mein Border Collie Rüde (9 Jahre) hat ein paar Rüden (3 im Dorf) die er nicht austehen kann. Aufgrund das er in der Vergangenheit schon des öfteren angeriffen worden ist von Rüden, "schägt er zu bevor andere anfangen". Aber wenn ich mit ihm spazieren gehen oder in der Nähe bin habe ich ihn umgehend mit einem Kommando wieder ruhig(wenn er seine Feinde sieht) Da er früher wesentlich cooler mit so Raufbolden umgangen ist (war ihm egal) hatte ich auch vor 2 Jahren einen Verhaltenstrainer da, der mir auch noch ein paar Tipps gab aber ihn nicht als gefährlich einstuft (da er nicht mit jedem Rüden ein Problem hat). Unser Haus liegt leider am beliebsten Hundegassi weg. Er schlägt auch sofort an wenn einer seiner "Feinde" vorbei geht. Da ich ja weiß das es er sehr agressiv bei bestimmten Rüden passe ich auch immer höllisch auf das alle Türen abgeschlossen sind da eine unseren Katzen immer die Türen aufmacht. Jetzt kam es leider dazu das ich die Tür nicht abgeschlossen hatte und grad in dem Moment kommt einer seiner Feinde vorbei. Ich war im 2. Stockwerk und hörte es unten schon bellen...und sah aus dem Fenster in dem Moment raste meiner Hund schon raus und es kam zu einer Beiserei. Als ich nach wenigen Sekunden unten war sah ich nur wie der andere Hundehalter auf beide einschlug und tritt(was man ja eigentlich nicht machen sollte), nach Aufforderung von mir tat er es mir gleich und packte seinen Hund an den Hinterbeinen und schon war es vorbei. Jetzt wurde leider der andere Rüde erheblich am Ohr verletzt (teil abgerissen...aterie angerissen) wurde tierärtzlich versorgt. Es gab keine bösen Worte. Alles war geklärt.Meine Versicherung übernimmt alles (der erste Fall den ich melden musste)

Ich bin selbst immer noch fassungslos das der andere so verletzt wurde und meiner garnichts abbekommen hat.

So jetzt kam gestern der Hundehalter zu mir und teilte mir mit das mein Hund getestet werden müsste da er angst hat das er auch auf Kinder los gehen würde/könnte, er müsste das dem Ordungsamt und Veterinärmat melden(wäre ihm mehrfach geraten worden). Das würde ihm keine Ruhe geben. Erwähneswert wäre es das seine Tochter seit sie ein jahr ist (4 Jahre) und meine Tochter(4 Jahre) mit meiner in unserem Garten spielt und wir tagtäglich besuch von anderen Kindern haben. Mein Hund hat nie Verhaltensaufälligkeiten gegenübern Kindern gezeigt. Er spielt mit ihnen, lässt sich von ihnen führen usw. Er mag andere Kinder mehr wie meine Tochter (er freut sich mehr). Desweiteren lasse ich generell meine Tiere nie alleine auser Sichtkontakt zu mir mit Kinder (kann ja immer mal was sein...es sind ja Tiere)

Ah und sein Hund geht er auch auf andere Hunde los!(muss der jetzt auch getestet werden) Und er sagt selbst das mein Hund ja tausendmal besser hört wie sein Hund). Habe jetzt schon meinen Verhaltenstrainer angerufen das er kommt und wir 3 uns an einen Tisch setzten. Es regt mich total auf das mein Hund jetzt als Monster dargestellt wird!!!!!Ist das gerechtfertigt?????

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Berni74, Community-Experte für Hund, 64

In meinen Augen ist das nicht gerechtfertigt, denn - so schlimm wie das alles ist mit dem anderen Hund - man kann nicht pauschal sagen, daß ein Hund, der aggressiv gegenüber Hunden ist, zwangsläufig auch für Menschen eine Gefahr darstellt.

Allerdings nur, solange die Menschen nicht mit einem Hund zusammen unterwegs sind. Wenn also beispielsweise ein Kind mit seinem Hund vorbei läuft und es aus irgend einem Grund wieder zu einem solchen Vorfall käme, dann würde für das Kind durchaus eine ernsthafte physische und psychische Gefahr bestehen.

Ich finde es gut, daß Ihr das dennoch alles mit der Versicherung so überlegt und fair gelöst habt.

Die Idee, Euch mit dem Verhaltenstrainer gemeinsam an einen Tisch zu setzen, halte ich für sehr gut und wünsche Euch, daß auch der andere Hundehalter darauf eingeht.

Was das Schlagen und Treten angeht - man soll es zwar nicht machen, aber welche Alternative hatte er denn in der Zeit, wo Dein Hund über seinen hergefallen ist und Du noch nicht da warst? Er kann schlecht zwei Hunde an den Hinterbeinen auseinander ziehen. Und tatenlos zusehen wäre für mich wahrscheinlich auch keine Option.

Dennoch glaube ich nicht, daß Du "aus der Nummer" rauskommst - wenn er wirklich eine Anzeige beim Ordnungsamt macht (und das ist sein gutes Recht), dann kann Euch ein Wesenstest auferlegt werden. Aber der würde ja dann Klarheit bringen bezüglich des Verhaltens und der potentiellen Gefährlichkeit gegenüber Menschen.


Antwort
von mirimi22, 37

Wenn du was gegen die "agressivität "deines hundes unternimmst und aufpasst, dass du nicht wieder vergisdt die türe zu schliesen ist alles gut.dass der andere hundehalter auf die hunde eingetreten hatt ist nicht gut , aber er war wahrscheinlich einfach mega in panik und wollte schlimmeres verhindern. Tiere treten schlagen etc ist unter aller sau, ausser in wirklichen notsituationrn um schlimmeres zu verhindern, ob das schon eine war, kann ich nicht beurteilen.
Zum thema kinder : wenn ein hund agressiv gegenüber anderwn hunden ist heisst das nicht zwangsläufig, dass er auch gegen menschen und kinder agressiv ist. Und da er noch nie auf ein kind reagiert hatt , braucht man sich da denke echt keine sorgen machen. Gibt total viele hunde , die einen menschen niemals etwas tun würden , anderen hunden aber sehrwohl. Sind 2 paar schuhe.
Das der nachbar sich sorgt kann ich schon verstehen, aber er brauchts nicht zu übertreiben, erkläre ihm mal alles ganz in ruhe bei nem caffee, vllt versteht er es dann.

Kommentar von Ottilli ,

Gespräch

Kommentar von mirimi22 ,

was gespräch ?

Antwort
von Goodnight, 31

Dein Hund ist auf einen anderen losgegangen, das solltest du auf keinen Fall mit anderen Begebenheiten mischen. Tatsache ist, dass du deinen Hund nicht so unter Verschluss halten kannst, dass nichts passiert. Es ist dir nicht möglich zu verhindern, dass dein Hund ausrastet, wenn ein anderer bei euch vorbei geht. Das darf einfach nicht sein. 

Bei uns muss jede Beisserei vom Tierarzt gemeldet werden und jeder beteiligter Hund kann zum Wesenstest aufgeboten werden. Ein Hund der so austickt, wollte ich auch nicht in der Nähe von Kindern wissen.

Antwort
von rotesand, 53

Gerechtfertigt ist es insofern, weil es offenbar zu einer Auseinandersetzung/Keilerei zwischen den beiden Rüden kam, bei der zumindest einer der beiden schwerer verletzt wurde und auch eine Versicherung einspringen musste. 

Kann auch die Bedneken des anderen Hundehalters verstehen, wenn er Kinder hat & Angst davor hat, dass dein Rüde evtl. die Kinder anfallen könnte.. da muss ich ihm schon Recht geben!

Ich sehe das nüchtern: Trotz allen Vorsichtsmaßnahmen, die du einleiten kannst, ist und bleibt dein Rüde ein Hund mit gewisse Körpermasse und Bissfestigkeit.. wenn er dann evtl. noch eine gewisse Aggressivität zeigt, und sei es ggü. anderen Hunden, sollte man da schon intervenieren.

Wenn ich "Border Collie" lese ---------> das sind Hütehunde, die man eig. ständig beschäftigen muss, da sie sonst zu Verhaltensauffälligkeiten unterschiedlicher Art (auch durchaus Aggressivität) neigen.. liegen hier, ohne dir zu nahe treten zu wollen, vllt. Erziehungsfehler vor?

Kommentar von Ottilli ,

Da muss ich dir wieder sprechen, das ein Border "ständig" beschäftigt werden muss. Bei den Farmern werden sie ja auch nicht ständig beschäftigt.

Er wird genügend ausgelastet körperlich und geistig  (was mir auch bestätigt wurde vom Züchter,Verhaltenstrainer) 

Ich habe auch ein Kind! Und wie erwähnt kommen jeden Tag Kinder zu uns.

Aber dann sollte der andere Hund ja auch getestet werden?

Kommentar von rotesand ,

So meinte ich das auch eher -------> ein solcher Hund muss "ausgelastet" werden! Mein Satz war etwas übertrieben formuliert, ich meinte das selbe wie du.

Bei deinem Hund scheint es so zu sein - wenn ich das richtig interpretiere - dass er eben schon wiederholt auffällig wurde, ein gewisser Hang zur Aggressivität zumindest dir bekannt ist & auch ein anderer Hund eben schwer verletzt wurde bei dieser Keilerei: Exakt wegen diesen Umständen stehe ich eher auf der Seite des anderen Hundehalters, rein objektiv und OHNE beide Hunde zu kennen!

Der andere Hund sollte dann getestet werden, sobald er Konflikte produziert, in denen andere Hunde oder auch Menschen gefährdet und/oder verletzt werden. War das bisher nicht der Fall, bestünde mMn aktuell keine Handlungspflicht. Erst wenn er zubeißt sollte man eingreifen.

Soweit mal ganz objektiv.

Sicherlich kochen deine Emotionen hoch, auch weil man den eigenen Hund immer bevorzugt, in einem anderen Licht sieht & auch liebt.. aber in diesem Fall muss ich dem anderen Hundehalter zustimmen.

Antwort
von Georg63, 14

Der Test ist ja erstmal nur ein Test. Wenn dein Hund mit Kindern und anderen Menschen so lieb und zuverlässig umgeht, wie du schreibst, hast du in der Hinsicht nichts zu befürchten.

Auflagen bezüglich Sicherung der Türen und Leinenpflicht in der Nähe anderer Hunde solltest du sowieso schon freiwillig einhalten.

Der worst case wäre ja, wenn draußen ein "Feindhund" erscheint, deine Katze wieder die Tür öffnet, dein Hund austickt und ein Kind zufällig in die Schusslinie gerät.

Expertenantwort
von Isildur, Community-Experte für Hund, 27

Hallo,

bitte den anderen Hundehalter noch einmal zum Gespräch. Erkläre ihm deine Sicht der Dinge (freundlich bleiben!!!). Ist wirklich blöd gleuafen - passiert halt leider. Hund und Kind sind zwei völlig verschiedene Dinge, ein Hund der Wild hetzt und/oder gezielt aufspührt macht dies ja auch nicht bei Menschen. Wenn ich jeden Hund melden würde, der mit anderne Hunde nicht klar kommt - wäre ich nur noch am melden - keienr der Hunde ist in irgendeiner Weise agressiv gegenüber dem Menschen.

Hunde und Kinder ist immer kritisch - Kinder reagieren einfach anders und kommen auf die merkwürdigsten Ideen. Ich würde mich nicht verrückt machen lassen. Lass ihn den Vorfall beim OA und Vetamt melden und warte ab was passiert. Ziehe jetzt schon mal einen  Trainer zu Rate der sich mit Wesenstest in eurem BL auskennt und fange an zu trainieren, dann seit ihr für den "schlimmsten" Fall gewappnet.

Kommentar von Ottilli ,

Gespräche liefen ruhig und sachlich. Trainer ist schon informiert  und hat mir schon Termine genannt und gemeinsam mit dem anderen Halter zu sprechen.

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