Frage von Fantho 14.08.2011

Genie und Wahnsinn

  • Hilfreichste Antwort von jnxs68 14.08.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Manchen lässt der Wahnsinn glauben, er wäre ein Genie. Und so manches Genie glaubt irgendwann einmal, wahnsinnig zu werden... Oder wars andersherum? Ich werd wahnsinnig!

  • Antwort von Entdeckung 19.03.2012
    11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Weder noch ... aber die Grenzen sind fließend.

    Und, das eine schließt das andere nicht aus, bedingt es aber auch nicht.

  • Antwort von taigafee 19.03.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    weder noch. genie und wahnsinn liegen manchmal nah zusammen, aber bei weitem nicht immer. nur sind diese fälle spektakulärer.

  • Antwort von varsinbirsin 02.03.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Alles was neu ist bezeichnet der Mensch als Wahnsinnig. Die ersten die behaupteten, die Erde ist keine Scheibe, die ersten die sich wagten und Flugversuche machten wurden für wahnsinnige erklärt. Sobald etwas ungwohntes, ungesehenes, unvertrautes kommt das Wort Wahnsinn zum Einsatz.

    Der Wahnsinn ist in jeden etwas vorhanden, nur bei manchen etwas mehr. Die wagen sich auch es rauszulassen, die sich nicht trauen, sind verkannte Genies.

  • Antwort von rolfmengert 14.08.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Deine Frage wird hier immer wieder einmal gestellt, weil es für uns 'Durchschnittsmenschen' so ein Labsal wäre, wenn wir die genialen Menschen, die wir beneiden und zu denen wir auch gern gehören würden, zumindest 'auch' in die Nähe des Wahnsinns rücken könnten, der dann natürlich abzulehnen wäre. Wir könnten dann mit 'fester' Stimme sagen: "Nein ein Genie will ich nicht sein, weil dann ja auch der Wahnsinn in mir schlummern würde". -- Doch nun wollen wir mal ganz sachlich werden: Als man Menschen mit extravaganten Ideen und genialen Überlegungen noch als Wahnsinnige bezeichnete, weil man nur das sogenannte Normverhalten akzeptieren konnte, wurde zwischen diesen beiden Kennzeichnungen von Menschen manchmal noch ein Zusammenhang gesehen. Heute ist das jedoch völlig anders. Überall ist man auf Talentsuche bei den Kindern und Jugendlichen. Da bleibt praktisch niemand unentdeckt. Eltern sind fast immer hoch motiviert, in ihren Kindern Wunderkinder zu entdecken und tun alles, um Sonderbegabungen zu fördern. Kinder mit schweren geistig-mentalen Störungen, die ganz unsozialisierbar sind und die in psychiatrischen Kliniken und Landeskrankenhäusern dauerhaft behandelt werden müssen, werden heute zwar nicht als 'wahnsinnig' bezeichnet, weil dieser Terminus aus dem Vokabular der Ärzte gestrichen wurde, dennoch kommt es praktisch nie vor, dass sie über 'geniale Fähigkeiten' verfügen. Die vielen Grenzfälle von z.B. Autisten, die manchmal über ein exzellentes Gedächtnis verfügen oder hervorragende Musikalität zeigen, fallen alle nicht mehr in die Rubrik des 'Wahnsinns'. Dass es darüber hinaus geniale Leute gibt, die 'Allmachtsphantasien' haben, ist zwar bekannt, doch auch diese werden heute soziologisch ganz anders eingestuft und keinesfalls mit 'Wahnsinn' in Verbindung gebracht. Damit kann ich weder deine erste noch deine zweite Frage bejahen. Genie und Wahnsinn werden heutzutage so differenziert gesehen, dass sich da keine Überlappung mehr herstellen läßt. Bilanz: Man darf wieder träumen ein Genie zu sein, weil dann doch kein 'Wahnsinn' droht.

  • Antwort von hedgehogger 14.08.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    nur wer über den Tellerrand hinausblicken kann, kann etwasvöllig Neues erschaffen oder erdenken. Normalos sind dazu oft nicht in der Lage. Die sind in ihrer Denkweise zu beschränkt. Wer aber seinen Geist ohne Beschränkung fließen lassen kann, bei dem fliesst er eben oft auch in Richtung Wahnsinn.

  • Antwort von abcdefghij058 14.08.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nach meiner Auffassung muss man ein Genie sein, um Wahnsinn zu entwickeln. Nur so kann man eben Dinge sehen, erkennen, greifen, die den "Normalsterblichen" verborgen bleiben. Aber wo ich es mir recht überlege, ist das wie die Frage mit der Henne und dem Ei..

  • Antwort von aufmerksam 15.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es kommt auf die Perspektive an - und wer wen betrachtet - und wie der Zeitgeist die in Rede stehenden Begriffe definiert.

    Die Geschichte des "Wahnsinnsbegriff" - http://de.wikipedia.org/wiki/Wahnsinn Die Begrifflichkeit des "Genies" -wikipedia.org/wiki/Genialit%C3%A4t

    "Das „Zeitalter der Aufklärung“ bildete die Bedeutung des Wahnsinns als Fehlfunktion einer ursprünglich gesund angelegten Vernunft aus.

    Wahnsinn wird als der defekte Modus einer natürlichen Vernünftigkeit begriffen. Dieses aufklärerische Herausarbeiten der Vernunft bringt den Wahnsinn – als Unvernunft – als notwendigen Gegenpart hervor, um den Vernunftbegriff überhaupt sinnvoll konstituieren zu können)

    Mein Lieblingsbeispiel ist der "Märchenkönig" - König Ludwig II. in Bayern

    Ich finde seine archiktektonische Leistung genial. Aber er hatte ein "kleines Problem" - er gab zu viel Geld aus. - Das führte dazu, dass alle "von der Norm abweichenden Indizien dazu genutzt wurden, um ihn "krank zu schreiben" - hier um ihn zu entmündigen.

    Der renommierte Heidelberger Psychiater Heinz Häfner kommt in seiner Studie über Ludwig zum Schluss, dass die Diagnose vom 8. Juni 1886, die auf "unheilbare Paranoia und Geistesschwäche" lautet, nach modernen klinischen Methoden unhaltbar sei.

    Seine inneren Konflikte, wie eine bei Ludwig schon früh zu beobachtende Sozialphobie in Verbindung mit Scham- und Schuldgefühlen wegen seiner homosexuellen Neigungen führten, so Häfner, zur Entwicklung einer "nicht substanzgebundenen Sucht", wie sie z.B. auch bei Glücksspielern vorliegt.

    Das Mittel der Sucht Ludwigs wurden seine Bauvorhaben, so dass ihn der ständig wachsende Schuldenberg in zusätzliche äußere Schwierigkeiten trieb, die allerdings seine Handlungs- und Regierungsfähigkeit in durchaus erheblichem Maße beeinträchtigten, wie auch z.B. bei modernen Spielsüchtigen ein zunehmender Realitätsverlust zu beobachten sei. Geisteskrank, paranoid oder schizophren nach modernen Kriterien dagegen sei der König zu keinem Zeitpunkt gewesen.[7] - wikipedia.org/wiki/LudwigII.(Bayern)

    Und genau so - kann es auch Genies zu allen Zeiten gegangen sein - sie wurde als wahnsinnig eingestuft. - Die heutige Medizin würde zu anderen Ergebnissen kommen,

    wenn man Glück hat und nicht nach einem anderen Klischee-Bild folgend der reiche schrullige und geniale Erbonkel ist, der plant sein Vermögen in ein Brunnen-Wasser-Programm in Indien zu investieren und deshalb

    prophylaktisch von der "besorgten" (raffgierigen) Verwandtschaft entmündigt wird. - Weil die Behörden das abnormale Verhalten und die schrulligen Ideen und das Leben als Wirrkopf auch als unnormal einschätzen.

    Spätestens dann - würde jeder - der keinen guten Anwalt hat - wahnsinnig werden....

    Ansonsten verweise ich mal auf meine Antwort zu der Frage: Ob IQ 130 willkürlich festgelegt ist.

    Denn es gibt auch heute wieder die "Abweichung von der Norm" - Borderliner und ihr Verhalten. Leider kann das Verhalten von Höchstbegabten so wirken, also ob sie auch an der Krankheit: Borderline leiden.

    Oft kommen Kreativität und Höchstbegabung zusammen, wenn jemand als Genie betrachtet wird. - Und wenn er dann auffällt, weil er andere "nervt" - zu viele Fragen stellt - alles in Frage stellt - die "irre Idee hat, dass irgendetwas unmögliches doch geht" und dauernd "herumspinnt" (vielleicht nicht so elegant wie Goethe), dann kommen "neutrale Beobachter" auch heute noch auf die Idee, dass der Betroffene

    harmlos "ein Freak" ist - oder "ein psychisch Kranker" oder "irre" oder dann doch

    altertümlich "wahnsinnig" ist.

  • Antwort von paula2005 14.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Vielleicht hat das Genie aber auch nur so einen genialen,umweltschonenden und kostengünstigen Einfall,dass die Wirtschaftbosse aufschreien,wenn ihnen ne Geldquelle wegfallen würde..Drum ist es doch ein leichtes,denjenigen des Wahsinns zu bezichtigen...

  • Antwort von Cindy27 14.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Lach, das ist gut. Ich bin mir sicher, dass das Genie in sich den Wahnsinn entwickelt, bei so vielen Vollpfosten, mit denen es sich rumärgern muss ;) ;) ;)

  • Antwort von nomedium 25.01.2012

    Hans Joachim Fernau schrieb zu dieser Thematik:"Die Genies der Deutschen"

    Wahnsinn kann nur durch angenomme Interpretationen entstehen und davon müßte "ein Genie" als individuell denkender,arbeitender Mensch sich doch jederzeit frei machen können.

  • Antwort von Odysseus247 15.08.2011

    Nein, diese These wurde x-mal wiederlegt. "Genie" ist ein Begriff des deutschen Idealismus. Der meint soviel wie Gott sendet seinen Geist durch eine Person aus, d. h. es ist Gott, der da spricht und nicht die Person (damit ist vor allem die Kunst gemeint, d. h. die Werke, nicht die Handlungen einer Person). Die Verbindung mit Wahnsinn gab es da so nicht. Das Thema kam dann irgendwann auf, wurde aber wiederlegt - so weit ich weiß u. a. im American Journal of Psychology (findest du bei archive.org) oder in der Popular Science Monthly. Viel Spaß beim nachkramen - habe die Quellenhinweise leider zu hause. Bei Interesse reiche ich sie nach. Es gibt keinen Zusammenhang.

  • Antwort von Apostat 15.08.2011

    Mit einer fachlichen Antwort werde ich dir wohl nicht helfen können, wohl aber mit meiner Ansicht zu deinem "tiefsinnigen Ausdruck".

    Zu aller erst stellt sich mir die Frage, was unter Wahnsinn verstanden wird. Würden sich Genies als wahnsinnig bezeichnen? Ich denke nicht. Würde sich ein Wahnsinniger als Genie bezeichnen? Vielleicht. Doch wer bestimmt, wer tatsächlich Genie und wer wahnsinnig ist?

    Die Gesellschaft ist eine grosse, dumme, manipulierbare Masse. Oftmals entsprechen die Vorstellungen von Genies nicht dem Normdenken der Gesellschaft und werden dementsprechend umso öfter als irrwitzig abgestempelt, da der "Durchschnittsmensch" sich mit diesen Menschen nicht identifizieren oder sie gar verstehen kann. Es ist immer einfacher, jemanden als wahnsinnig/abnormal zu bezeichnen, als das eigene Denken zu hinterfragen und neue Einsichten zuzulassen.

    Das Genie entwickelt also keinen Wahnsinn, es ist auch nicht wahnsinnig geboren; Der Wahnsinn wird ihm lediglich (wie du bereits geschrieben hast) von der Gesellschaft zugesprochen und meist auch zu Recht - wenn Wahnsinn eigentlich bloss die Abweichung von der Norm ist.

  • Antwort von helisua66 15.08.2011

    Dieser Spruch stammt noch aus dem romantischen 19. Jahrhundert. Heute müßte er aktualisiert werden in 'Chemie und Wahnsinn'. Das Betrifft die Machenschaften von Bayer, BASF, Shell, BP und so weiter.

  • Antwort von Fnegativ 14.08.2011

    schaleue leute neigen eher dazu macken zu entwickeln.

  • Antwort von UltraBelehrt 14.08.2011

    Wenn du schon behauptest, dass einige Wissenschaftler doch Wahnsinnig seien musst du auch Beispiele nennen. Kein Genie als Premisse zieht die Konsequenz des Wahnsinns nach sich.

  • Antwort von Lucizzle 14.08.2011

    Ich glaube, man wird so geboren. Bei genügend Leuten scheint es ja, als würde der hohe IQ durch einen niedrigen EQ (emotionaler Quotient) ausgeglichen.

    Kommt natürlich drauf an, was man jetzt als Genie bezeichnet, aber wenn man von den ganz krassen Fällen spricht, dann könnte man fast sagen, dass sie "krankhaft" schlau/begabt waren...is schwer zu erklären.

  • Antwort von ilfmaq 14.08.2011

    ich glaube, dass beides richtig ist. also um ein genie zu werden, muss man schon etwas verrückt sein, aber man entwickelt auch noch wahnsinn ,,dazu". also man wird noch exzentrischer.

  • Antwort von IceCreamMan1996 14.08.2011

    Wer den Wahnsinn bändigt, entdeckt seine Genialtät, würde ich sagen.

    Allerdings kann Genialität in Wahnsinn ausarten, wenn man sich viele Gedanken macht/absurde Theorien aufstellt.

    Genialität geht ohne Wahnsinn nicht, man muss wahnsinnig sein, um genial zu sein, weil zur Genialität Wahnsinn benötigt, um genial zu sein.

    Also: Genialität kann ohne Wahnsinn nicht leben.

  • Antwort von MinEcRafTCreep 14.08.2011

    ich glaube das es einfach ein gewisser wahnsinn ist ein genie zu sein, und sich sein leben lang (albert einstein) mit der physik zu befassen und es nahezu schon diesem thema zu widmen , das heisst man lebt durch dieses thema, das grenzt an wahnsinn, ist aber genial !

  • Antwort von Nobodycares 14.08.2011

    Stichwort: Gebrüder Wright.

    Wer hätte damals jemals gedacht, dass eine Metallkonstruktion fliegen könnte?

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