Frage von stargate22 14.09.2012

Genetische Deregeneration des Menschen

  • Antwort von Anthracis 14.09.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Heute gibt es ja soetwas wie natürliche Selektion fast gar nicht mehr

    Oh doch, die gibt es immer noch. Nur der Mensch unterdrückt sie weitestgehend und ersetzt sie durch SOZIALE Selektion.

    und schlechte Gene werden mit guten Genen vermischt, was ja dazu führt, dass es deswegen viel mehr Erbkrankheiten heutzutage gibt.

    Tjoa, das liegt halt daran, dass jeder mit jedem darf und das aus pädagogisch-gutmenschlicher Sicht sogar erwünscht ist. Letztens gab's ne Lehrerin im TV, die ernsthaft meinte, der Trisomie 21-Gentest sei inhuman, weil Mongoloide ja eine ganz eigene MenschenRASSE seien mit unendlicher Herzenswärme und dass ein derartiger Test sowas wie VÖLKERMORD wäre. Die Frau hatte nicht alle Nadeln auf der Tanne aber sie ist eben ein gutes Exempel. Das hat nämlich nichts mit Menschenhass etc. zu tun, sondern mit einer evolutionären Sackgasse. Keine Spezies arbeitet so an ihrem Untergang wie der Mensch und sei es durch die gewollte Erhaltung von selektionär nachteiligen Entwicklungen wegen solch einer Verblendung.

    Fakt ist, wenn das ganze tolle System mal zusammenbricht, dann sind die Behinderten überlebensunfähig und müssen alle qualvoll verrecken. Das wäre dann wieder die natürliche Selektion. Ich wär dann mit meinen Allergien ohne Medis zwar auch im Popo aber das macht nichts. Es kommt halt, wie's kommt.^^

    Der Hobby-Misanthrop hat gesprochen.

  • Antwort von Enzozozo 14.09.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich meine, da ist ein logikfehler in deiner ansicht. die natürliche selektion war, ist und bleibt immer da, immer im selben maße und kann gar nicht vom menschen angetastet werden.

    1. größtenteils werden menschen mit handicap nicht mehr offiziell von der gesellschaft verstoßen oder gar getötet. dennoch müssen auch sie schauen, dass sie attraktiv genug für das andere geschlecht sind, um sich fortzupflanzen. für jeden gelten die selben regeln, bloß eben für menschen mit handicap verschärft. von daher wird niemandem irgendetwas geschenkt. außer (zum glück!) das leben, aber ob dieses leben nachfolgende generationen erzeugen und aufziehen kann, liegt an den jeweiligen menschen. und wenn sie dies schaffen, dann hatten sie irgendetwas, was andere nicht hatten, die es nicht schafften.

    2. ich sagte vorhin bewusst "nicht mehr offiziell verstoßen", aber es ist nun mal so, dass sehr wohl noch ein gewisser ekel/ ein unbehagen gegenüber personen mit starkem handicap vorhanden ist. von daher wird stillschweigend und im wörtlichen sinne verdrängend sehr wohl noch gezielt "selektiert". ausnahmen bestätigen die regel.

    3. gewisse enschränkungen gibt es ja, wie z.b. das weitverbreitete kulturelle/ rechtliche verbot, mit nahen verwandten kinder zu zeugen.

    4. wo willst du überhaupt die grenze zwischen "guten" und "schlechten" genen ziehen. alle menschen sind ein einziges meer aus unzähligen, kleinen und großen guten und schlechten eigenschaften und jeder versucht, seine makel durch seine glanzpunkte auszugleichen. einige haben mehr aufzuwerten, andere weniger, aber es gibt ganz sicher nicht DIE guten gene, eine klare linie und DIE schlechten gene.

    5. selbst wenn der mensch sich durch vermehrung krankheitsevozierender gene selbst "sabotieren" und auslöschen würde, wäre eben auch das natürliche selektion.

    6. beim "survival of the fittest" geht es eben vor allem um die arterhaltung, nicht um die erhaltung eines einzelnen lebewesens. aber die art ist eben dadurch fitt, dass sie unzählige verschiedene individuen umfasst und daher insgesamt an alles mögliche angepasst ist. z.b. während für eine bestimmte handwerkstätigkeit u.a. ein gesunder körper vorraussetzung ist, bedarf es für eine astrophysiker-karriere einen hochintelligenten geist, wo der körper "verkrüppelt sein darf". und das ist beides gut so, es gibt so unendlich viele möglichkeiten und jeder kann seine niesche finden.

    7. wenn ich manchmal sehe, was für v0llidi0ten, die offiziell geistig und körperlich gesund sind, kinder in die welt setzen, denke ich, die richten weit mehr schaden an als leute mit handicap es je könnten. aber das ist ein anderes thema :-)

  • Antwort von jobul 14.09.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Evolution macht keinen Unterschied zwischen natürlich und unnatürlich. Zur Zeit steigt die genetische Fitness der Menschheit durch die weltweite Vermischung von Erbmaterial. Was in Zukunft geschieht, ist ungewiss. Immerhin bestehen durchaus Aussichten, dass Programme zur genetischen Gesundheit Raum gewinnen, die rational, wissenschaftlich und ethisch Hand und Fuß haben.

  • Antwort von autsch31 14.09.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich weiss nicht woher du Informationen hast, dass es heutzutage "viel mehr Erbkrankheiten" gibt. Es ist wohl so, dass mit der medizinischen Entwicklung viel mehr Menschen mit gesundheitlichen Problemen überleben als früher.

    Dein Ansatz zu Natur, Gene und "Qualität" wirkt einseitig und entspricht nicht den "natürlichen Umständen". Die Natur lässt immer wieder Genveränderungen zu und entwickelt sich durch Versuch - Irrtum - Erfolg. Man kann also Genveränderungen in Zukunft nicht aufhalten. Die Genveränderungen, die sich am Besten mit veränderten Umweltbedingungen in Einklang stehen, wurden bisher von den besser angepassten Überlebenden auch häufiger weitergegeben. Beispiel: Sichelzellanämie kontra Malaria.

    http://news.doccheck.com/de/article/204177-warum-sichelzellenanaemie-vor-malaria...

    Leider wird es durch unseren technischen Fortschritt sogar zu viel mehr unerwünschten Genveränderungen kommen, weil Strahlung und Umweltgifte in den besonders empfindlichen Fortpflanzungsorganen grosse Auswirkungen haben.

    Gruss mary

  • Antwort von Commodore64 14.09.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn die Wirtschaft weiter den Bach runter geht sorgen schlechte Gesundheitssysteme für mehr natürliche Selektion. Geht es aufwärts ist die Gentechnik die einzige Lösung, die Allgemeinheit sollte in dem Punkt aufgeklärt werden.

    Der Durchschnittsbürger hat keine Ahnung davon was Gentechnik ist, kennt nur die Schauermärchen von den selbsternanten Umweltschützern und aus Sience Fiction Filmen. Wenn man normale Leute auf der Straße fragt, werden 3/4 sagen, dass die nichts essen wollen wo Gene drin sind. Das in natürlicher Nahrung immer Gene drin sind wollen die nicht wahr haben, denn Gene machen einen ja krank!

  • Antwort von Theddy99 14.09.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Naja das stimmt schon find ich, hab mir auch schon Gedanken darüber gemacht. Da man von Krankheiten heute nicht mehr so leicht stirbt und der Großteil der Krankheitsbekämpfung nicht mehr durch das Immunsystem erfolgt sondern durch Inpfungen oder Medikamente, wird das Immunsystem weniger gefordert und wird sich wohl auch "zurückbilden" also schwächer werden.
    Bei den Erbkrankheiten ist es auch so. Ein gutes Beispiel sind Sehstörungen, also Kurzsichtigkeit oder Farbschwächen. Wenn man den Evolutionsgedanken konsequent fortsetzt dann kann man auch auf keine andere Lösung treffen. Die Menschheit widersetzt sich nun mal den natürlichen Gegebenheiten indem sie auch kranke Menschen am Leben erhalten, die sonst sterben würden und die Folgen die das hat sind sehr schlecht. Und die heutige soziale Selektion richtet sich ja nicht nach (weitgehend) objektiven Maßstäben sondern nach der derzeit geltenden Meinung, die sich jederzeit Verändern kann. Außerdem zerstören die Menschen das natürliche Gleichgewicht wie kein anderes Lebewesen, was maßgeblich an dieser sozialen Selektion liegt.

  • Antwort von Knurri 14.09.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Mit deiner vermuteten Verschlechterung des menschlichen Körpers, verschlechtert sich auch die Hirnfunktion Zug um Zug. Somit tritt automatisch ein medizinischer Rückschritt ein und das Problem löst sich vermutlich von selbst.

    Zusätzlich bringt es ja die "Intelligenz" seit Jahrhunderten fertig sich selbst auszurotten und gerade ist man wieder auf diesem Trip.

  • Antwort von emukah 14.09.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das kann schon leicht sein, daß durch den medizinischen Fortschritt sich unsere Gene verschlechtern. Eine Möglichkeit, das Aufzuhalten, wäre ein medizinischer Rückschritt. Aber wenn ich jetzt krank bin, dann sind mir schlechte Gene lieber, als ein schlechter Arzt.

    Vielleicht hält es sich auch in der Waage, der Körper wird zwar qualitativ schlechter, aber die Heilung wird immer besser. Der Mensch hat zwar nicht mehr die robuste Gesundheit, aber trotzdem lebt er länger.

  • Antwort von Annemaus85 14.09.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Vermutlich ist das so, es gibt aber keine Lösung dafür. Leider sind wir dadurch zur schlimmsten Plage des Planeten geworden. Das Problem erledigt sich irgendwann von selbst, wenn es uns nicht mehr gibt.

  • Antwort von liberopensatore 14.09.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ohne Mutationen, wärst du heute noch ein Einzeller.

  • Antwort von vanida 14.09.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Liebe abschaffen wäre eine Möglichkeit. Viel Erfolg ;)

  • Antwort von captainmic 14.09.2012

    alles im lot, eigentlich. die allermeisten erkrankungen sind induziert, also durch den lebensstil, verschmutzung, exposition gegenüber elektrizität usw usw. das ist so gesehen auch der heutige selektionsdruck, übrigens.

    du hast übrigens den begriff "natürliche selektion" nicht verstanden, und so wie ich das beurteilen kann, denkst du dass es was gutes ist? junge, junge. um zu verhindern dass deine wirren gedanken weiter ausarten würde ich das lesen einiger dicker bücher empfehlen. den DAS ist eine qualitätskontrolle, um die dummheit auszumerzen.

    verstanden?

  • Antwort von ScienceBuster 14.09.2012

    Die geschädigten Gene durch Radioaktivität oder sonstige Deffekte werden fast immer nur an die nächste Generation weitergegeben. Leute die dann solche Schäden haben, kriegen eh keine Kinder mehr. Aber auch wenn, nach ein paar Generationen sind diese schlechten Gene neutralisiert. Und was die natürliche Selektion betrifft, die ist noch vorhanden, keine Sorge: Verkehrsunfälle, Naturkatastrophen, Seuchen, Kriege....

  • Antwort von hadiz 14.09.2012

    stargate22. Die menschliche Spezies hat sich in der Zwischenzeit bereits so hoch entwickelt dass es beinahe mühelos wird hundertjährig zu werden. Trotz Genvermischung und trotz Erbkrankheiten. Wir sind trotz Ueberbevölkerung dabei, uns der natürlichen Kontrolle über unsere Weiterentwicklung zu entziehen (trotz Vorstellungen von Hitler und dergleichen).

  • Antwort von Kamelofant 14.09.2012

    Habe mal die gleiche Frage gestellt und die wurde leider gelöscht :(

    Naja spontan fallen mir nur künstliche oder natürliche Auslese ein. Künstliche Auslese ist wohl eher eine schlechte Idee ;)

    Man kann das jetzt als Schubladendenken auffassen, aber tendenziell vermehren sich weniger intelligente Menschen mit einem Partner der eine entsprechende Intelligenz hat.

    Jetzt frage ich mich ob es so auf lange Sicht nicht passieren könnte das sich zwei verschiedene Typen bilden? Ich weiss das alles sehr überspitzt von mir.

    Ich glaube ich habe meinen Beitrag geleistet und mich mit einem Asiaten "vermehrt" und den Genpool aufgefrischt. Auf was für Unsinn man so nachts kommt :)

  • Antwort von wonderbold 14.09.2012

    Warum sollte man das aufhalten?Wenn die Natur es für richtig hält,dann wird sie unsere Spezies abschaffen.Wir sterben dann eben aus;die Natur erholt sich dann schnell von uns.

  • Antwort von Tiggels 14.09.2012

    mother nature is a bi­tch
    aber so muss das auch sein, das leben des einzelnen ist halt weniger wert als das überleben des rests.

  • Antwort von Doesig 14.09.2012

    Wir Westeuropäer sind medizinisch auf dem Höchststand. In den meisten Ländern findet diese Selektion immer noch statt. Man braucht das auch nicht zu lösen. Es ist anscheinend so, dass reiche Länder automatisch weniger Kinder produzieren. Von daher löst sich das alles von selber wieder auf. Und was ist überhaupt die Definition von schlecht? Wenn man Erbkrankheiten heilen oder mit ihnen leben kann, ist doch alles okay.

  • Antwort von threetimessix 14.09.2012

    Wetten, daß die Frage gleich gelöscht ist? Zum Thema: öffentlich wagt zwar kaum jemand darüber zu sprechen -aber ich fürchte, Du hast Recht!

  • Antwort von user1444 14.09.2012

    Zurück in die Steinzeit.

    An Gentherapie wird eh geforscht also abwarten.

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