Frage von canesten, 16

Genehmigung von Betreungsgericht?

Der Betreute muss wegen schlimmen Hirntumors operiert werden. Das Problem ist, dass er die OP möglicherweise wegen seines schwachen Herzes nicht überlebte, oder wird er gelähmt. Ohne Op wird schnell sterben. Der Betreuer braucht zur Verkauf des Hauses Genehmigung von Betreuungsgericht. Wenn das Haus nicht jetzt verkauft wurde später wegen vielen Schulden versteigert. Wie kann man die Genehmigung dem Betreuungsgericht begründen?

Antwort
von mepeisen, 9

Der Antrag funktioniert dann, wenn ein Verkauf im Raum steht, der vor allem einen Erlös zum aktuellen Verkehrswert entspricht. Bei einer Zwangsversteigerung ist ja selten wirklich der Verkehrswert zu erzielen, insofern liegt es, wenn sowieso zu erwarten ist, dass der Betreute nicht mehr viel vom Haus haben wird, Im Interesse des Betreuten, möglichst die Schulden vernünftig zu tilgen und ggf. einen Überschuss zu haben, um beispielsweise die noch folgende Betreuung im Falle des Überlebens so angenehm wie möglich zu gestalten.

So würde ich argumentieren. Im Prinzip also abgezielt auf die gängige Erfahrung, dass eine Zwangsversteigerung nur einen Bruchteil des Verkehrswertes einbringt im Gegensatz zu einem geregelten Verkauf.

Natürlich wird das Betreuungsgericht dann auch die Bedingung stellen, dass beispielsweise der Wert begutachtet wird und dass es nicht unter Wert verramscht wird.

Kommentar von canesten ,

Und wer bezahlt der Gutachter?

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