marijo2 am 28.06.2009 um 19:36 Uhr
Letztlich ist es doch so, dass wir schon seit Jahren indirekt mit Gen-Food (z.B. in konventionellen Milchprodukten, Convenient-Foods usw.) versorgt werden, das als Rohstoff (Gensoja zur Viehfütterung) wiederum meist teuer importiert wird, weil in der EU zu viel Widerstand dagegen herrscht. (Nur noch Bionahrung ist sicher, aber es ist nur eine Frage der Zeit...)
Soll Europa bei einer globalen Entwicklung, die ohnehin keiner mehr aufhalten kann, weiter das Schlusslicht bleiben?
Ich bin gespannt, wie hier die Stimmung dazu ist.

Genfood ist extrem sinnvoll und ohne es kann die Menschheit die nächsten 10 Jahre nicht überleben ohne zu hungern. Es erhöht die Haltbarkeit und Ressistenz gegen äußere Einflüsse um ein vielfaches und es gibt nicht einen Fall, dass ein Mensch daran gestorben wäre. Der Geschmack verbessert sich dadurch, schlechte Auswirkungen werden ausgeschaltet. Man kann es besser züchten und kultivieren. Das einzig negative an Genfood ist die Mentalität der Firmen die die Patente daran verkaufen. Genfood ist auch absolut gesund ganz im gegensatz zu Bio-Food das voller krankheiten und exkremente ist.

Ich glaube das Problem st der negative Beiklang, den dieses Thema für viele Menschen mit sich bringt. Viele haben Angst von "genmanipulierten" (dieses Wort enthält ja schon eine Wertung eigentlich) Nahrungsmittel, aber sie wissen überhaupt nicht, worin der Unterschied liegt und ob es überhaupt einen gibt.
Eben, das ist ja der Punkt, das weiß keiner.
DH!
annakonda am 28. Juni 2009 19:40 ...was man im Übrigen schon an diesen 3 gut durchdachten und untermauerten Antworten erkennen kann: "Der größte sche.iß ever", "absoluter misst is das" und "Sch..ße".
Parademix am 28. Juni 2009 19:42 Ja, ist häufig nicht bekannt.
apriket am 28. Juni 2009 19:47 DH

Ich finde Gen-Food nicht schlimm, aber ich bin schon der Meinung, daß eine Kennzeichnungspflicht auf alle Fälle sein muß (auch wenn es nur ums Futter geht), damit man wenigstens die Möglichkeit der Entscheidung hat.
Die Kennzeichnungspflicht ist längst aufgeweicht.
Parademix am 28. Juni 2009 19:42 Wieso willst du das kennzeichnen, was ist denn an Genfood bitte schlimm?
ErsterSchnee am 28. Juni 2009 19:45 @ Parademix: Machst Du Dir die Mühe, die Antworten auch mal zu lesen, bevor Du sie kommentierst?
apriket am 28. Juni 2009 19:50 Warum also soll man es kennzeichnen, wenn es doch nicht schlimm ist?
ErsterSchnee am 28. Juni 2009 19:53 Lest Ihr alle die Antwort nicht oder was ist hier los? Steht doch oben drin!
apriket am 28. Juni 2009 20:04 Nein, tut es nicht! Wenn es nur darauf ankommt, dass man wählen kann, dann müssten immer alle nur denkbaren Informationen auf der Verpackung stehen, z.B. ob der Erzeuger katholisch oder evangelisch ist, ob er verheiratet oder ledig ist usw. Das Wählenkönnen wäre doch nur wichtig, wenn diese Lebensmittel "schlimm" wären.
ErsterSchnee am 28. Juni 2009 20:09 So ein Quatsch! Ich kann doch überall wählen. Es steht drauf, ob Zucker oder welche Süßungsmittel drin sind, die E's sind aufgelistet, es steht dabei, wieviel Fett die jeweiligen Produkte haben, ob es gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren sind und und und.
Es steht doch wirklich fast alles rund um das Produkt auf der Verpackung - und mir als Verbraucher gibt das die Möglichkeit, etwas als nicht "schlimm" zu bewerten und zu kaufen oder es im Regal liegenzulassen. Warum sollte das mit Genveränderungen anders sein? Warum sollte ausgerechnet das ein Punkt sein, über den sämtliche Angaben verheimlicht werden müssen? Wenn es nicht schlimm ist, kann man es doch auch ruhig draufschreiben!
apriket am 28. Juni 2009 20:17 Nein, weil dann der falsche Eindruck entsteht, dass "genmanipuliert" schlimm ist. Zucker und Fett kann schlimm sein - man denke nur an Diabetiker und andere Menschen, die afgrund von Krankheit eine Diät einhalten müssen - aber genverändert ist nie schädlich und gehört somit nicht in die Reihe bedenklicher Eigenschaften von Nahrungsmitteln. Und dass sonst alle Eigenschaften der Produkte auf der Pckung stehen, glaubst auch nur du.
ErsterSchnee am 28. Juni 2009 20:28 Erstens habe ich geschrieben, daß fast alles draufsteht, zweitens habe ich noch nie gehört, daß jemand durch Krankheit oder Diät auf gewisse "E's" verzichten muß (trotz allem stehen sie immer wieder drauf), drittens gibt es über genveränderte Nahrungsmittel keine Langzeitstudien, also ist es absolut vermessen zu behaupten, daß sie nie schädlich sind - und viertens und letztens kriege ich so langsam den Eindruck, daß Gen-Food zumindest auf die Lesefähigkeit, wenn nicht gar auf die Intelligenz Auswirkungen hat...
Und ich verstehe nicht, warum hier nach Meinungen gefragt wird, wenn man sie dann nicht schreiben darf, ohne gleich missioniert zu werden (und dann auch noch von Leuten, die nicht in der Lage sind, die Antworten zu lesen und zu verstehen)...
apriket am 28. Juni 2009 22:58 E's stehen auch nur deshalb drauf, weil gewisse Leute davon überzeugt sind, dass sie "schlimm" sind. So ist dank unaufhörlicher "Aufklärungsarbeit" unserer Medien die Meinung weit verbreitet, Konservierungsstoffe, auch wenn ihre Verträglichkeit wissenschaftlich noch so gut belegt ist, seien für den menschlichen Organismus prinzipiell viel schlimmer als Keime und die von ihnen produzierten Toxine. Natürlich sollst du deine Meinung schreiben, und nichts liegt mir ferner, als jemanden zu missionieren wie die Gentechnikgegner das tun, ich wollte dich nur auf gewisse logische Inkonsistenzen in deiner Argumentation hinweisen. Ich hatte dich ja so verstanden, dass du, wie ich, kein militanter Gentechnikgegner bist.
apriket am 28. Juni 2009 23:10 Und warum steht dann nicht drauf, dass die Pflanzen das Ergebnis von Mutationszüchtung sind, obwohl diese Form der Genmanipulation im Vergleich zum Genengeneering eine viel grössere Rolle spielt, das praktisch alle Nahrungspflanzenarten betropffen sind.
apriket am 28. Juni 2009 23:26 Wenn du für dich in Anspruch nimmst, hier deine Meinung sagen zu dürfen, warum gestehst du das dann nicht auch mir zu. Ich sage doch auch nur meine Meinung.
ErsterSchnee am 29. Juni 2009 12:47 Du kannst soviel und solange Deine Meinung sagen, wie Du willst. Aber versuch nicht, mich von Deiner Meinung zu überzeugen.
Und wenn Du allen Ernstes behaupten willst, daß die Tatsache, ob ein Bauer evangelisch oder katholisch, ledig oder verheiratet ist, sich auf die Qualität seiner Produkte auswirkt, dann bist Du echt im falschen Film!
apriket am 1. Juli 2009 21:00 Schon mal was von "koscher" oder "halal" gehört? Milliarden Menschen glauben, dass die Qualität ihrer Nahrung eher von der Einhaltung ritueller Vorschriften abhängt, als vom Vitamingehalt oder von den Fettsäuren.
Ich finde den hype darum immer wieder toll...die Menschen sind einfach überhaupt nicht konsequent. Gehen ins Solarium beschweren sich dann über mutagene Substanzen. Ich bin absolut für Gen-Food, denn ich habe Vertrauen in die Wissenschaft z.b. Anti-Matsch-Tomate. Das einzige, was mich freuen würde, wären längere Testphasen. Wer will, kann doch BIO kaufen, aber das muss ja nicht die einzig richtige Lösung sein
apriket am 28. Juni 2009 19:44 Wieso längere Testphasen? Kein Lebensmittel wird so lange (und so intensiv) getestet wie das sog. Genfood.

Alle heutigen Nahrungspflanzen sind Gen manipuliert, auch die aus dem Bioladen. Bevor es die Möglichkeit gab, gezielt in das Erbgut einzugreifen, wurde das Saatgut z.B. in Atomkraftwerken radioaktiver Strahlung ausgesetzt, um nach dem Zufallsprinzip möglichst viele Mutationen zu erzeugen. Was brauchbar schien, wurde weiter vermehrt. Tests auf Verträglichkeit und Gefährdung von Ökosystemen wurden nicht gemacht.
apriket am 28. Juni 2009 23:21 Davon liest man übrigens nie was auf der Verpackung, wo angeblich alles draufsteht.
An der Stelle sollte Europa auf jeden Fall Schlusslicht bleiben.
Also vor allem kann man durch eine genetische Veränderung ja auch einen Schädlinge abhalten und den Ernteertrag um einiges erhöhen. Allerdings stellt das auch einen Negativpunkt dar, denn natürlich wird den sogenannten "Schädlingen" damit ihr natürliches Futter genommen und das hat Einflüsse auf das Ökosystem...das darf man nicht vergessen!
Von Menschen angebaute Pflanzen sind per Definition kein "natürliches" Futter.
Genau das hab ich mir beim Schreiben auch überlegt...wenn es jedoch schon seit vielen Jahrzenten getan wird, ist es dann nicht mittlerweile "natürliches Futter"?
Wenn die Menschen seit Jahrhunderten Städte bauen, sind Städte dann etwas natürliches?
Na ja, ok...das stimmt. Aber der Vergleich hinkt natürlich, weil es hier darum geht, dass sich Lebewesen über eine lange Zeit an eine Futterart und -menge gewöhnt haben.
Wieso hinkt der Vergelich? Wir haben uns über die Jahrhunderte doch auch an das Leben in Städten gewöhnt.
Das schon, aber die alternative wäre eben, dass die ganzen viecher unser zeug wegfressen, und das wäre auch nicht so rosig.
Na klar, auf jeden Fall! Allerdings sollte man gut überlegen, wie weit man sich in die Natur einmischt.
Die sog.Schädlinge gäbe es ohne dem Menschen ja gar nicht in diesen Massen, die für die Landwirtschaft problematich sind, sie sind eine Folge der Monokultur. Der Ackerbau war und ist ein Eingriff in die Natur - so oder so.
find ich super, dass es hier auch kompetente und durchdachte Antworten gibt....schön, hier zu sein. Daumen Hoch!!!