Gemüse aussäen, Bodentypen?

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4 Antworten

Ja, schwerer Boden bezeichnet lehmige Böden oder tonige Böden. Beim Boden unterscheidet man drei Bestandteile anhand ihrer Körnergröße, es gibt Sand, Schluff und Ton, Schwere Böden enthalten größere Anteile an Schluff und besonders Ton. Dazu kommt noch Humus als organische Komponente, Schwere Böden haben bedingt durch ihre Zusammensetzung hohe Wasserhaltefähigkeit und können mehr Nährstoffe "speichern" als leichte (sandige) Böden.

Wenn eine Pflanze schwere Böden bevorzugt, heißt das erstmal nur, dass sie auf schweren Böden optimal wachsen kann, aber auch auf anderen Böden können diese i.d.R. wachsen. Man kann die defizite des Bodens dann auch zum Teil durch gezieltes Düngen und Bewässern ausgleichen.

Ob der Boden schwer/mittel/leicht ist kann man nur schwer beeinflussen, das ist eine Standortgegebenheit, leicht beeinflussen kann man da nur den Humusgehalt, also die nährstoffreiche obere Auflage aus organischem Material.

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Die Bezeichnung schwer oder leicht für Böden hat etwas mit der Bearbeitbarkeit zu tun. Sei froh, wenn dein Boden eher sandig ist, dann hast du keine  Probleme mit der Bodenbearbeitung.

Die Bodenart (Bodentyp berücksichtigt die Entstehung der Böden), gibt die Korngrößenverteilung an, wie Agronom das schon beschrieben hat. Es bedeutet nicht, dass die Pflanze nur "darauf anständig wächst", sondern sie hat vielleicht besondere Ansprüche an die Wasserführung. Auf sandigen Böden kannst du alle Gemüsearten anbauen, wenn die Nährstoffversorgung sicher gestellt ist und es muss eventuell eher gegossen werden. Die Ernte bei Kartoffeln oder Möhren ist auch wesentlich einfacher als bei schweren Böden.

Problematischer sind da eher die Ansprüche der Pflanzenart an den pH-Wert des Bodens und damit verbunden die Verfügbarkeit einiger Mineralstoffe.

Wenn du da mehr Infos benötigst, kannst du gerne nachfragen.

ob man diese Böden irgendwie kaufen muss/selbst mischen etc,

Nein, die Mengen, die da bewegt werden müssten sind viel zu groß. Man muss schon mit dem Boden auskommen, den man hat. Die wichtigste Maßnahme für alle Böden (es sei denn, es ist Anmoor), ist eine vernünftige Humuswirtschaft. Es ist eher so, dass man zur Verbesserung von sehr lehmigen, harten Böden auch schon mal Sand dazu gibt.

Wenn du Gemüse im Topf anbaust, reicht Einheitserde, bzw. Anzuchterde dafür aus.

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Dank technischer Probs bei GF ist meine Antwort wech :-@

Also noch mal in verkürzter Form:

Ich ziehe jedes Jahr Gemüse in Töpfen, die mit Einheitserde bestückt ist. Gemüse ist sehr tolerant, was die Bodenbeschaffenheit betrifft.

Natürlich nicht jede Sorte/Art. Spargel kommt in schweren und nassen Lehmböden nicht.

Hast du mal Beispiele für Gemüse zur Hand, damit ich einschätzen kann, ob du wirklich spezielle Erde benötigen würdest?

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Kommentar von Ataking13
28.09.2016, 22:32

Hey, Danke für die Antwort. Ich hätte jetzt spontan an Bok Choy gedacht, also an chinesischen Senfkohl gedacht. ist der auch recht tolerant was den Boden betrifft?

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Wie Du schon richtig geschrieben hast, werden Böden mit hohem Anteil von Lehm oder Ton als "schwer" bezeichnet. Durch den hohen Anteil an feinen und feinsten Mineralteilchen sind sie eben schwerer als eine gleiche Volumenmenge sandiger Boden.

Schwere Böden sind schwieriger zu bearbeiten, sie dürfen bei der Bodenbearbeitung nicht zu nass sein (dann klebt Dir der halbe Garten an  den Schuhen), aber auch nicht zu trocken - dann werden sie knochenhart und Du brauchst eine Spitzhacke oder Dynamit zum Zerkleinern.

Der Vorteil schwerer Böden: besseres Haltevermögen von Wasser und Nährstoffen.

Bestimmte Gemüsearten wie z.B. Kopfkohlarten wachsen am Besten auf schweren Böden. Auf Sand hat es wenig Zweck, diese auszupflanzen. Du solltest selbst einfach ausprobieren, was bei Dir wächst und was nicht.

Einen schweren Boden kann man luftiger machen, in dem man viel organisches Material wie halb verrotteten Kompost oberflächlich einarbeitet.

Einen sandigen Boden "schwerer" machen, ist nicht so einfach. Es gibt Bentonit für diesen Zweck zu kaufen (google mal "Edasil"), aber man bräuchte schon große Mengen davon, um einen Effekt zu erzielen.

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Kommentar von Ataking13
28.09.2016, 22:35

Wie kommt man an solch einen Boden ran, wenn man in der Umgebung diese schwere Erde von Natur aus nicht zur Verfügung hat, ausser durch Betonit? Gibt es einen Weg den zu "kaufen"?

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